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Thema: Interessen/Auto

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Montag, 25. September 2017 21:02

Andreas Eschbach in Wolfenbüttel

Samstag, 23. September 2017, 22:06 Uhr:

Am Samstag sind wir nach Wolfenbüttel gefahren. Gegen 17.45 Uhr waren wir dann im Gästehaus der Bundesakademie in Wolfenbüttel angekommen. Ich habe gehört, dass dieses Städtchen von manchen Zeitgenossen auch "Dreckskaff" genannt wird.

Jetzt bin ich in dem Zimmerchen im Gästehaus. Morgen um 15.00 Uhr geht es erst los, aber wir werden zum Café am Stadtmarkt zum frühstücken gehen und dann noch das beschauliche Städtchen anschauen. Ich liebe Fachwerkhäuser, deshalb werde ich hier noch auf meine Kosten kommen.


Sonntag, 24. September 2017, 23:56 Uhr:

Heute Sonntag war ein toller Tag. Gestartet haben wir mit einem leckeren Frühstück im Café am Stadtmarkt. Draußen steppte der Bär, denn es war Halbmarathon. Als wir das Café verließen, haben wir Andreas Eschbach gesehen, wir er auch dort frühstückte.

Anschließend haben wir die Gelegenheit genutzt und uns die Bibliothek angeschaut. Da hat Herzog August wirklich einen riesigen Schatz angehäuft. Ich glaube ich habe noch nie eine so große Sammlung wunderschöner alter Bücher gesehen wie hier.

Um 15.00 Uhr ging es dann los. Nach einer kurzen Begrüßung durch Olaf Kutzmutz, dem Programmleiter Literatur brachte Burkhard Spinnen eine Selbstreflexion, weshalb er wohl nie einen Zeitreiseroman schreiben können wird. Da er seinen Vortrag ablas, empfand ich ihn als sehr monoton und ermüdend, auch wenn er sehr viele Beispiele nannte wie Die Zeitmaschine von H.G. Wells, Zurück in die Zukunft, Edge of Tomorrow (und wieso sich der Tag nach der Zerstörung der Außerirdischen noch einmal wiederholte) und Täglich grüßt das Murmeltier. Die zweite Frage aus dem Publikum lautete, ob er schon einmal eine Geschichte gelesen oder gesehen hätte, in der der zeitreisende Protagonist, egal was er auch anstellt, die Zeitlinie eben nicht ändern kann, weil dies eben physikalisch nicht möglich ist. Es folgte ein merkwürdiger Monolog, bei dem ich mir ziemlich sicher war, dass die Frage nicht beantwortet wurde. Erst einer der nächsten Fragesteller nannte zwei Beispiele und in der kurzen Pause wurde zu dem Thema auch noch einmal diskutiert.

Die nächste Vorlesung von Leonhard Koppelmann war schon interessanter. Er berichtete darüber, wie aus dem Roman "Eine Billion Dollar" ein vierstündiges Hörspiel wurde. Hier wurde der Tod von John an den Beginn der Geschichte gestellt und es werden nur etwa 20 % des Romans verwendet. Die Synchronsprecherin von Jodie Foster sprach hier eine Journalistin, die - soweit ich das verstanden hatte -, als Erzähler fungierte.

Nach einer längeren Kaffeepause kam Kathrin Lange dran, die zu den Romanen "Das Jesus-Video", "Eine Billion Dollar" und "Herr aller Dinge" Überlegungen zu den Romanenden anstellte. Das fand ich auch interessant, da ich schon öfter beschrieben hatte, dass ich die Enden häufig als abrupt und unbefriedigend empfinde. Aber es wurde von einer Art Vertrag zwischen Author und Leser gesprochen, den Andreas Eschbach hier eben brechen würde. Und ich dachte mir dann, dass es eben seine spezielle Art ist, eine Geschichte zu Ende zu bringen, und dass es eben nicht seine Absicht ist, die Erwartungen der Leser zu erfüllen. Wäre ja auch langweilig.

Nach dem Abendessen (Lasagne mit Salat) kam dann der Höhepunkt des Tages. Andreas Eschbach las aus seinem Roman "Todesengel" einen Ausschnitt und wurde anschließend von Olaf interviewt. Eschbach ist ein sehr ruhiger, intelligenter Mensch, der mit seinen Antworten immer wieder überrascht. Anschließend bildete sich sofort eine Schlange zum Signieren und Fotografieren. Ich habe meine drei Lieblingsromane mitgebracht "Das Jesus-Video", "Eine Billion Dollar" und "Ausgebrannt", die nun mit Widmung signiert sind :) Und ein gemeinsames Foto haben wir auch gemacht.

Anschließend gab es noch eine Menge Diskussionen, regen Austausch und Fachsimpeln. Da ich kein Author (mehr) bin und "nur" noch ein wenig blogge, habe ich mich aber nicht all zu lange am Networken beteiligt. Ich muss morgen schließlich fit sein für die lange Autofahrt.


Montag, 25. September 2017, 21:02 Uhr:

Der letzte Tag begann schon relativ früh mit dem ersten Vortrag von Wulf Dorn, der darüber referierte, wie das Buch "Ausgebrannt" sein Leben verändert hat. Mir brannte die Frage auf der Zunge, ob das Buch vielleicht auch andere Leute geprägt hat, aber die Zeit war zu knapp. Denn bei der Kaufentscheidung für unser kleines Reihenhäuschen hat durchaus auch eine Rolle gespielt, dass es mit Geothermie beheizt wird, und es ist ein Toyota Auris Hybrid geworden, weil ich mich auch aufgrund dieses Buches mit sparsameren Autos beschäftigt habe und mich die Hybridtechnologie daher sehr faszinierte. Insofern kann man sagen, dass dieses Buch auch unser Leben verändert hat oder zumindest den Prozess beschleunigt. Andreas Eschbach wurde als visionär bezeichnet, doch bescheiden, wie er ist, hat er gleich seiner Heiligsprechung zu Lebzeiten entgegengewirkt.

Bei dem nächsten Vortrag von Klaus N. Frick über Andreas Eschbach und Perry Rhodan hatte ich schon befürchtet, dass ich als totaler Perry-Rhodan-Nichtwisser kein Wort verstehen würde. Aber Klaus erzählte so erfrischend über seine Begegnung mit Andreas Eschbach - damals hatte er noch grüne Haare - und umriss den Inhalt einiger Highlights, dass es mir ein wenig die Angst nahm, vielleicht doch einmal etwas aus diesem Universum zu lesen. Denn bisher haben mich die kilometerlangen Regale mit Silberbänden davon abgehalten, da ich genau wusste, dass ich das niemals werde in meinem Leben alles lesen können.

Den letzten Vortrag hielt Regula Venske zum Thema Wahlen. Brandaktuell also nach der gestrigen Bundestagswahl. In dem Buch "Ein König für Deutschland" ging es um Wahlfälschung durch manipulierte Wahlcomputer. Doch nach der Buchbesprechung erzählte Regula noch von ihrer Reise in die Ukraine, wo sie gerade her kam und von den Schriftstellervereinigungen PEN.

Nach dem Mittagessen mit Fingerfood starteten wir auch gleich los zurück nach München. Es waren wundervolle Tage und ich bin Christina sehr dankbar dafür, dass sie mich auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht und begleitet hat. Sie bezeichnete mich auch als "größten Andreas-Eschbach-Fan", den sie kennt. Nun, es scheint noch einige mehr zu geben ;-) Nach dieser Tagung habe ich mich auch mit seinen unerwarteten Romanenden angefreundet. Und nun freue ich mich schon auf meine nächste Lektüre von ihm.

Hier kann man noch die Gedanken von Christina zu dieser Tagung nachlesen: Ein König für Deutschland, Literatur in multiplen Sinneseindrücken und In hoffnungsvoller Erwartung, und noch eine Ergänzung: Per Auto durch die Republik

Und hier auf Twitter unter dem Hashtag #jesuseschbach (soviel zum Thema Heilgsprechung).

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Themen: Freunde | unterwegs | Bücher | Auto | Traumhaus [ Senf dazugeben ]

Freitag, 26. August 2016 23:02

Zwickau - Horch-Museum

Am Freitag waren wir in Zwickau, insbesondere im Horch Museum. Das Museum lässt Freunde von Oldtimern höher schlagen. Die Fahrzeuge werden in zeitgenössischem Umfeld präsentiert, z.B. in einer alten Standard-Tankstelle, einer alten Straßenzeile, vor einem alten Hotel mit entsprechend gekleideten Schaufensterpuppen. Wirklich sehenswert!

Bei unserem anschließenden Rundgang durch die Altstadt haben wir auch wieder eine tolle Eisdiele gefunden: Dolce & Freddo.

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Themen: Familienbande | Auto | Urlaub | Fotoblog

Mittwoch, 17. April 2013 20:07

Filmtip: A Crude Awakening: The Oil Crash

Haben wir den Peak Oil schon erreicht? Was passiert, wenn wir uns weltweit um Öl und andere Rohstoffe bekriegen müssen? Was passiert, wenn es kein Öl mehr gibt? Wie teuer muss Benzin werden, damit die Menschen weniger Energie verbrauchen?

Der Film ist sieben Jahre alt, und trotzdem machen wir weiter, wie bisher. Die Menschheit wird ihren Lebensstandard nach unten korrigieren müssen, das wird sehr schmerzhaft werden, vor allen Dingen für die US-Amerikaner, aber auch für uns Europäer. Wir sind im höchsten Maße von Importen abhängig. Wir werden, um diese unbequeme Wahrheit möglichst weit in die Zukunft verschieben zu können, doch noch sämtliche Uran-Vorräte in Atomkraftwerken verbrauchen, wenn dies die Chinesen nicht schon vor uns tun. Doch auch das ist nur ein Aufschub, verhindern können wir den Crash nicht. Die Weltwirtschaftskrise könnte durchaus damit zusammenhängen, dass das Öl und damit die billige Energie langsam knapp wird. Und dass es in Zukunft weniger Flugzeuge geben wird, das wird auch angesprochen, aber was hab ich mir für Schelte anhören müssen, dass ich so unmodern bin, gegen die dritte Startbahn vom Münchner Flughafen zu stimmen. Aber flieg mal mit einem Segelflugzeug über den Atlantik, mit 600 Passagieren, haha...

Aber nicht nur die Energie, die wir verbrauchen, auch unsere Nahrung hängt mit dem Öl zusammen, die effizientere Produktion mit Hilfe von Maschinen, die Öl verbrauchen, die Plastik-Verpackungen aus Erdöl... Es gibt eine Korrelation zwischen dem weltweiten Ölverbrauch und dem Anstieg der Weltbevölkerung. Zufall? Oder wird mit dem Ende des Öls auch die Nahrung deutlich knapper und damit die Weltbevölkerung wieder schrumpfen müssen? Und wenn ja, wie?

Nein, keine schönen Aussichten. Diese werden in dem Film A Crude Awakening: The Oil Crash aber ungeschönt angesprochen. Und sie beängstigen...

Themen: News | Auto

Montag, 20. August 2012 23:31

Parken im PEP

Früher, also ungefähr die letzten 30 Jahre, war das Parken im alten PEP-Parkhaus kostenlos. Seit ein paar Wochen ist es das nicht mehr, mit der Folge, dass ich bereits auf Ebene 2 immer locker einen Parkplatz in der Nähe der Aufzüge bzw. der Rolltreppen bekomme. Und ich fragte mich, ob das ein Hinweis darauf sein könnte, dass der Umsatz der Geschäfte im PEP deutlich nach unten gegangen sein könnten. Denn weniger parkende Autos bedeutet doch auch weniger Kunden, oder?

Mein Schatz Florian meinte, dass das so ist, wie mit verschiedenen Abteilungen in der Firma. Wenn der IT-Support eingespart wird, liest man sofort in der Bilanz, dass die IT-Kosten dramatisch gesenkt wurden. Dass aber in der Praxis all die Noobies nun mit ihren Rechnern auf Kriegsfuß stehen und daher vielleicht 20% weniger effektiv arbeiten können, das liest man in der Bilanz nicht.

Aber ich schweife vom Thema ab. Denn wahrscheinlich habe ich Recht, denn seit zwei oder drei Wochen höre ich im Kaufland ständig die Durchsage, dass man ab einem Einkauf von 10 Teuronen sich an der Info gegen Vorlage des Kassenzettels und des Parktickets 1,30 Teuronen Parkgeld holen kann. Zwar kostet eine Stunde nur 80 Cent, wenn man drüber kommt, zahlt man schon 1,80 Teuronen, aber egal. Wenn ich nur eine Stunde parke (und mehr brauche ich für den Wocheneinkauf in der Regel nicht), dann mache ich sogar 50 Cent gut ;-)

Aber die anderen Geschäfte sehen mich kaum noch, denn für einen Abstecher zum Restaurant zum goldenen Bogen oder zum Haiky oder zu einer anderen Fressbude reicht die Zeit dann eben nicht mehr. Wenn ich mich entscheide, die Stunde zu überziehen, dann meist richtig und nur dann, wenn ich auch Futter für die Kaninchen brauche oder sonst irgendetwas, das es im Kaufland nicht gibt (ich meine gutes grainless Futter, nicht die Ernteabfälle in der Pappschachtel mit Kaninchenkonterfei, die normalerweise in Supermärkten als Kaninchenfutter verscherbelt werden, nicht umsonst ist Picolo schon 11 Jahre alt).

Wie sagte Spock so schön: "Das Wohl vieler wiegt schwerer, als das Wohl weniger oder eines Einzelnen!" Das sollte man eigentlich mit dem kategorischen Imperativ verknüpfen. Zu deutsch: Man sollte alle Änderungen immer daraufhin abkopfen, welchen Nutzen bzw. welche Änderungen sie für die Allgemeinheit haben werden, und sollten die Änderungen anderen schaden, sollten sie nicht oder anders eingeführt werden. Denn normalerweise habe ich im PEP immer mehr als diese 80 Cent ausgegeben. Mal sehen, wie lange sich die Geschäfte dort noch halten können...

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Mittwoch, 13. August 2008 22:52

12. Tag - Las Vegas: Star Trek Experience - Fahrt nach Tusayan

Nachdem wir gestern nicht alles geschafft hatten, durften wir heute noch einmal in die Star Trek Experience gehen. Wir haben neue Tickets bekommen, so dass wir theoretisch hätten den ganzen Tag abwechselnd in Klingon Encounter und Borg Invasion gehen können. Aber wir hatten noch etwas anderes vor. Also haben wir erst die Borg Invasion gemacht und dann noch einmal Klingon Encounter und dann haben wir uns nochmal genüsslich das Museum angeschaut. Man merkt, dass die Attraktion von Star Trek Fans erschaffen wurde mit viel Liebe zum Detail. Es ist wirklich schade, dass es das in drei Wochen schon nicht mehr geben soll. Und die Star Trek Convention haben wir auch knapp verpasst...

Sandra am Photonentorpedo Mark IV

Nach einem kleinen Frühstück sind wir dann nach Tusayan gefahren. Das scheint alles noch so neu zu sein, dass Google Maps die Straßen noch nicht kennt. Das Holiday Inn Express Tusayan ist im Royal Pines Drive, das aber nicht eingezeichnet ist. Statt dessen ist der Campground angeschrieben, den es hier aber nicht (mehr) gibt.

Rast gemacht haben wir an der Chevron-Tankstelle Ausfahrt Nr. 144. Dort gab es viele coole Indiandersachen und ich hätte beinahe einen Schmuckpfeil und Mokasins gekauft. Aber Florian meinte, es gäbe keine Stelle, an der der Pfeil richtig zur Geltung kommen würde in unserer vollgestopften Wohnung und die Mokasins gab es leider nicht in meiner Größe. Ansonsten ist die Fahrt quer durch Amerika ziemlich ermüdend, weil die Straßen kilometerweit stangerlgradaus gehen... Ein kleines Stück in Williams sind wir sogar auf der legendären Route 66 gefahren. Williams ist ein nettes Touristenörtchen, das hat mir gefallen.

Straße nach Tusayan

Als wir in Tusayan angekommen sind, war es stockfinster. Ich dachte schon, die haben aus umweltfreundlichen Gründen den Strom abgestellt (in Amerika - haha...). Das Blöde war nur, dass man in der Finsternis nichts finden konnte. Also hielt ich an einem Parkplatz an und fragte den ersten Passanten, wo denn das Holiday Inn Express wäre. Wir mussten nochmal ein wenig zurück fahren, und das Hotel befand sich auf der linken Seite des Highways 64, nicht auf der rechten Seite, wie die Website von Holiday Inn Express behauptet.

Nachdem in der Lobby aber viele, viele Leute standen, die alle auf ihren Check-In warteten (weil ohne Strom kein Check-In), sind wir ein wenig spazieren gegangen. Bei McDonalds gegenüber stand auch eine lange Schlange. Ohne Strom kann man eben auch keine Burger braten. Also gingen wir ein Stück weiter am Steakhouse vorbei zum General Store. Dort haben wir unser Abendessen geholt: Bananen und Häagen Dasz Coffee. Als wir zum Hotel zurückkamen, hatte sich die Schlange schon aufgelöst und wir konnten sofort einchecken. Das Zimmer ist schön groß, sauber und bietet wirklich Komfort. Gefällt mir :-) Es lohnt sich halt irgendwie doch, ein paar Dollar mehr anzulegen.

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Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Urlaub | Star Trek | Auto

Sonntag, 3. August 2008 22:50

2. Tag - Los Angeles

Walk of Fame, Mann's Chinese Theatre, Star Home Tour in einer Hummerlimousine, Wall-E

Heute morgen gab es ein "Complimentary Breakfast". Das ist Kaffee, evtl. schwarzer Tee, Donuts und/oder Fruit Loops. Wahnsinnig gesund... Dafür gab es an der Rezeption einen PC, mit dem wir schnell ins Internet konnten.

Wir haben das Auto stehen gelassen und sind den ganzen Tag zu Fuß unterwegs gewesen. Vom Hotel aus ist es nicht sehr weit zum berühmten Hollywood Boulevard, wo der Walk of Fame zu finden ist. Aber wir sind nicht auf den kürzesten Weg zum Mann's Chinese Theatre gegangen, sondern in die andere Richtung abgebogen und haben wirklich jeden einzelnen Namen auf den Sternen gelesen. Und auch sehr viele von ihnen fotografiert.

Man wird überall angequatscht, ob man nicht eine Star Home Tour mitmachen möchte. Eigentlich mag ich Sightseeing Tours nicht. Aber als wir dann gesehen haben, dass solche Touren auch mit diesen riesigen Stretchlimousinen gemacht werden, sind wir doch neugierig geworden. Also haben wir uns zu einer zweistündigen Tour mit einem Stretchhummer überreden lassen. Wir hatten auch gute Plätze, nämlich ganz hinten. Zwar ist in den Limousinen nix mit Beinfreiheit, aber es war schon mal interessant, von einer Aussichtsplattform aus über den Moloch Los Angeles inklusive seiner Smogdunstglocke zu sehen. Außerdem sind wir an William Shatners Haus vorbeigefahren, in dessen Swimmingpool seine Frau damals ertrunken ist. Und an den Häusern von Thom Crius und Kathi Holms bzw. schräg gegenüber von Daivid Beckam und Viktoria.

Florian guckt aus dem Hummer

Danach waren wir hungrig und sind in einen Schnellmexikaner eingekehrt. Aber das war nicht besonders gut. Hier läuft schon Wall-E, daher hatten wir uns für das Abendprogramm ausgedacht, dass wir ins Kino gehen könnten. Als die Dame an der Kasse meinte, das würde für zwei Erwachsene 32 Dollar kosten, habe ich ganz schön mit den Ohren geschlackert. Dann ging es weiter auf dem Walk of Fame, bis wir alle Star Trek Schauspieler gefunden hatten, außer Brent Spiner. Hat der nicht auch einen Stern? Aber dafür haben wir die Platte der Classic Crew vor dem Mann's Chinese Theatre fotografiert.

Star Trek vor dem Mann's Chinese Theatre

Als wir nochmal kurz im Hotel waren, hat Florian den anderen Typ an der Rezeption gefragt, wie das mit dem WLAN ist. Der meinte, dass es intech ist, davon gibt es zwei und eins funktioniert, das andere nicht. Wir hatten es immer nur mit einem probiert, das angeblich die bessere Verbindung hat. Aber das war genau das, das nicht funktionierte. Also hat Florian das andere mit kleinem "i" ausprobiert und siehe da, es klappte.

Erfrischt gingen wir zurück ins Kino, das El Capitan Theatre. Aber es war dann doch mehr als Kino. Vorweg spielte jemand auf einer Orgel, die dann im Boden verschwand. Dann gab es eine Tanzshow aus einem Medley aus verschiedenen Disney-Filmen, die ganz nett gemacht war. Schließlich gab es noch einen Kurzfilm über einen Zauberer, der auf der Bühne mit seinem Kaninchen balgt, da dieses nicht daran denkt, bei der Show mitzumachen, weil ihm der Magen so knurrt. "Presto" hieß der, wirklich lustig. Außerdem gab es keine Werbung und das Bild war gestochen scharf. HD? Auf jeden Fall wussten wir dann, wieso das so viel Eintritt gekostet hat.

Nach dem Kino sind wir noch ein wenig auf dem Hollywood Boulevard spazieren gegangen. In der Nacht wirkt es mit den bunten Lichtern ganz anders. Und man wird noch öfter angesprochen, ob man sich nicht mit Leuten im Kostüm fotografieren lassen möchte, eine Rose kaufen, ins Waxmuseum gehen möchte etc. Insgesamt wurden wir heute fünf Mal wegen unseren T-Shirts angesprochen, weil wir "<Geek>" und "I love my Geek" anhatten. Jetzt sind wir aber wirklich müde...

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Sonntag, 27. April 2008 21:54

Marathon in Würzburg

Dieses Wochenende waren wir mal wieder in Würzburg zum Marathon. Am Samstag sind wir nach dem Wichtigsten losgefahren. Ich muss zugeben, dass ich streckenweise ganz schön Gas gegeben habe und wir haben Würzburg in etwas mehr als zwei Stunden erreicht. Aber das ist auch nur eine Kurzstrecke von 275 km :-)

In unserem Hotel Mercure, das direkt neben dem Startplatz lag, hatten wir dann das erste Abenteuer in der Tiefgarage zu bestehen, denn dort gab es diese blöden Duplex-Stellplätze. Es sah jedoch so aus, als wären diese deaktiviert und standardmäßig unten. Auch die Schiene, auf der man wohl früher mal Autos auf Platten parken und hin- und herschieben konnte, war nicht mehr im Betrieb. Anscheinend ist man von diesen megaplatzsparenden Garagen wieder weggekommen. Auf jeden Fall ist es eine Herausvorderung, auf diesem steilen Teil zu parken, das Vorderrad in die dafür vorgesehene Mulde rollen zu lassen und dann die Handbremse so fest anzuziehen, wie es nur geht. Daher war es mir auch lieber, dass das Auto dort stehen bleibt, bis wir Würzburg wieder verlassen.

Wir sind dann über die Marathonmesse gelaufen, damit Florian seine Startunterlagen holen konnte. Dabei durften die Kinder ziemlich lange auf dem Bungee-Trampolin hüpfen, da niemand sonst anstand. Da hatten sich die fünf Euro gelohnt. Danach sind wir noch ein wenig durch die Altstadt gelaufen, um für die Kinder noch Zahnbürsten zu kaufen (die hatte Gedächtnis-wie-ein-Sieb-Sandra nämlich trotz Checkliste vergessen) und noch schnell eine Pizza zu essen. Das war irgendwie schön. Florian wurde dann von einer Braut in spe dazu angehalten, ihr eine Schleife abzukaufen, bevor sie sich in die Sklaverei der Ehe begibt. In unseren Hotelzimmern hatten wir sogar eine Verbindungstür, so dass die Kinder uns morgens nicht anrufen brauchten, wenn sie aus dem Zimmer rauswollten. Aber ich fand es witzig, dass dort überall Aschenbecher mit einem Rauchverbotsschild herumstanden.

Damit Florian als legendärer Marathon-Klingone wieder die entsprechende Haarpracht bekam, habe ich ihm wieder viele kleine Zöpfe geflochten.

Fotos von Würzburg und der Marathonmesse


Am nächsten Morgen gab es ein leckeres Frühstück. Der Mann neben uns am Tisch hatte Florian gefragt, ob er nicht dieser Klingone wäre... Ist schon komisch, wenn die Leute einen vom Internet her kennen... Während Florian sich schon mit Dietmar Mücke, dem Marathon-Pumuckl traf, habe ich das Auto beladen, das wir glücklicherweise noch in der Tiefgarage vom Hotel stehen lassen durften. Dann ging es los.

Diesmal bestand die Strecke nicht aus zwei Achtern, sondern sie führte "nur eine Runde" durch Würzburg. Hm... Zuerst befürchtete ich, dass es für uns Zuschauer dann ähnlich schwierig werden würde, unseren Läufer zwei oder drei Mal an der Strecke zu begegnen. In München hetzt man dann nämlich mit der U-Bahn quer durch die Stadt und hat Glück, wenn man seine Läufer drei Mal anfeuern kann. Aber da Würzburg doch recht klein ist, konnten wir zu Fuß mehrere Streckenpunkte erreichen und haben Florian insgesamt vier Mal gesehen. Die Marathonstrecke führte kreuz und quer durch Würzburg. Wir haben ihn beim Start, bei Kilometer 3, bei Kilometer 15,25 und bei Kilometer 20,5 getroffen. Immerhin hat er den Halbmarathon geschafft.

Am Ziel hat Noah versucht, im Festzelt Hausaufgaben zu machen, aber es war dann doch zu laut. Aber ganz am Schluss wollten die Kinder nochmal auf das Bungee-Trampolin. Und obwohl es schon beim Abbau war, durften sie nochmal kurz drauf. Das fand ich sehr nett. Diesmal wurde aber alles ziemlich schnell und hektisch wieder abgebaut, so dass es nicht einmal mehr einen Auftritt auf der Bühne gab, wo dem spendenden Publikum nochmal gedankt und die gesammelte Summe bekannt gegeben werden konnte. Das fand ich ein bisschen schwach. Dafür hat Noah den Plüschpumuckl von Dietmar geschenkt bekommen. Meine Rotzlöffel ;-) Frech wie Oskar!

Dann sind wir wieder nach Hause gefahren. Ich habe ohne Beschädigungen unser Auto wieder von der Duplexeinheit runterbekommen und dann sind wir etwas langsamer heimgefahren und gut wieder angekommen. Nur Hausaufgaben mussten wir dann noch um 21.00 Uhr erledigen. Das war hart...

Fotos kommen noch :-) Lisa war auch da ;-)

Themen: Patchwork-Familie | Marathon | Auto

Samstag, 7. April 2007 23:36

DDR-Museum und Old Texas Town

Heute haben Viola und Hans-Peter einen schönen Tag mit den Kindern im Familien-Erlebnis-Zentrum Wuhlheide verbracht, während Florian und ich die "langweiligen" Erwachsenen-Attraktionen angeschaut haben. Gestartet sind wir am neuen Hauptbahnhof (ehemaliger Lehrter Bahnhof) und haben uns persönlich davon überzeugt, dass die Stahlträger diesmal halten. Außerdem gab es dort noch das weltgrößte Osterei zu bewundern, vor dem sich ein armer Tropf als Osterhase verkleidet einen abgeschwitzt hat. Zu Fuß ging es dann weiter zum Brandenburger Tor, wo wir auch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas bewundert haben. Faszinierend ist das schon, aber ein beklemmendes Gefühl habe ich nicht bekommen, mir ist nur etwas schwindelig geworden, weil die Stelen nicht ganz parallel verlaufen. Wir haben uns gefragt, was die ganzen Notausgänge sollen, bis wir die Ausstellung unter den Stelen entdeckt haben. Das waren also die Notausgänge der Ausstellung, nicht des Stelenfeldes.

Auf dem Weg zur Friedrichstraße sind wir noch in die Peugeot Avenue gegangen und haben uns von den futuristischen Autos verzaubern lassen. Irgendwie stehe ich ja auf Autos :-)

Ab der Friedrichstraße sind wir dann die Spree auf der Suche nach dem DDR-Museum entlang gewandert. Irgendwann haben wir es dann auch tatsächlich gefunden und uns die Ausstellung angeschaut. Da ich in der DDR geboren bin und viele Sommerferien dort verbracht habe, konnte ich mit einigem schon etwas anfangen. Als ich endlich meinen Frührerschein hatte, war der Trabi von meinen Großeltern bereits verkauft, so dass ich nie Gelegenheit hatte, mal so eine Rennpappe selbst zu fahren. Hier konnte ich mich zumindest mal reinsetzen und so tun, als würde ich starten, und den ausgeleierten Schalthebel hin- und herdrehen. Florian meinte, dass die Sachen einfach nur "alt" aussahen und er damit nicht unbedingt den "Osten" verbindet. Nostalgie...

Schließlich sind wir noch einmal zum Alexanderplatz gegangen (mit einem kurzen White Chocolate Caramel-Zwischenstop im Balzac Coffee). Die Kutsche mit dem süßen Schimmel stand wieder da. Wir beobachteten erst die Pferde beim Fressen, bevor wir den Kutscher fragten, ob er uns auch an einen bestimmten Punkt fahren würde. Klar, ein Pferdetaxi fährt sie überall hin, auch zum Brandenburger Tor. Ein Franzose fragte: "Quelles âge sont des chevaux?" Hui, ich konnte übersetzen: "Wie alt sind die Pferde?" Polly, die süße Schimmelstute, ist schon 20 Jahre alt, Fliska, die Braune, immerhin schon 15! Als Polly unterwegs äpfelte, musste der Kutscher kurz anhalten und die Pferdeäpfel einsammeln. Er meinte: "Im wahrsten Sinne des Wortes ein 'Scheißjob'..." Ich habe die Kutschfahrt genossen.

Abends waren wir dann mit Viola, Hans-Peter und den Kindern in Old Texas Town, das schon von Truck Stop besungen wurde. Es ist nicht mal so groß, wie die Main Street von Pullman City, aber alles liebevoll zusammengestellt und restauriert. Der Cowboy Club hat leider nur sehr wenige Mitglieder und leidet unter Nachwuchsmangel. Wo sind die Cowboys und -girls rund um Berlin, die die Stadt am Leben erhalten? Unsere Kinder spielen einfach nicht mehr Cowboy und Indianer, daher ist das irgendwie out. Außerdem gehört das Gelände Siemens, und die würden das Grundstück gerne verkaufen... Das wäre natürlich das Ende der historischen Westernstadt mitten in Berlin. Sehr schade, denn wir hatten sehr viel Spaß dort. Am Grill gab es leckere Bratwurst und Nackensteaks und im Saloon haben wir dann eine tolle Square Dance und eine tolle Stepptanznummer sehen können. Aber die Kinder mussten dann langsam ins Bett...

Fotos

Themen: Patchwork-Familie | Urlaub | Auto | Pferde/Reiten | Der Wilde Westen

Sonntag, 7. August 2005 21:39

Herbie Fully Loaded - Nostalgie treibt Tränen in die Augen

Heute habe ich mit meinen vielen Schätzen und dem "anderen Menschen" ;-) den neuen Herbie-Film "Herbie Fully Loaded" angeguckt. Mal abgesehen von dem total bescheuerten Titel war der Film einfach nur süß. Herbie hat eine Mimik verpasst bekommen, mit der er seine Gefühle viel besser ausdrücken konnte. Außerdem durften wir die Welt durch seine Scheinwerfer-Augen sehen. Schade, dass er so miese Kritiken bekommen hat. Dadurch lief er in München nur in drei Kinos, was uns jedoch dazu veranlasst hat, einmal nicht in unser Stammkino (m)athäser zu gehen, sondern in das Cadillac / Veranda. Ich finde, der Film war ein echtes Familienerlebnis. Und mein kleiner Sohn Noah hat anschließend eine Autokiste rausgeholt und Herbie nachgespielt. Und mir standen die Tränen in den Augen, weil ich das kleine Auto so süß fand. Aber ich bin natürlich auch ein Autoliebhaber... ;-)

Themen: Kino | Patchwork-Familie | Freunde | Auto
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Last Update: 09.01.2012 13:04
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