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Samstag, 28. März 2020 17:33

Lagerkoller

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Ich finde es so erstaunlich, wie die Menschen das "Bleib zu Hause" unterschiedlich verkraften.

Schlimm ist es natürlich, wenn die Beziehung schon vorher auf kibbeligen Füßen stand. Das kommt jetzt krass zu Tage und wird bestimmt für einen Scheidungsboom sorgen.

Leute, die gerne in die Natur gehen oder Sport treiben, haben es noch einigermaßen gut, aber alle Mannschaftssportarten gehen erst mal nicht mehr auf unbestimmte Zeit. Denen fehlt jetzt auch etwas Essentielles, was sie psychisch natürlich belastet.

Und ich habe gehört, dass manche jetzt auch zunehmen, weil sie zu Hause dauernd essen. Ich war da, glaube ich, schon immer eine Ausnahme, weil ich im Büro immer neben der Schüssel mit den Süßigkeiten sitze und trotzdem nicht ständig futter. Aber jetzt zu Hause - ich habe schon drei Kilo abgenommen - vergesse ich das Essen fast komplett. Letzt hatte ich eine knurrenden Magen und stellte fest, dass es schon 13.00 Uhr war. Im Büro passiert mir das nie, weil ich gerne schon früh in die Kantine gegangen bin. Ich vermisse meine Kollegen und Kolleginnen.

Für uns Nerds ist das gar nicht so schwer auszuhalten. Netflix, Smartphones, kleine und große Spielekonsolen könnten für Unterhaltung sorgen. Das Witzige ist, dass wir diese Dinge aber gar nicht wirklich häufiger nutzen, als vor Corona.

Statt dessen schlafe ich länger (weil ich ja nicht ins Büro fahren muss) und koche wieder mehr (weil keine Kantine und ich nicht heimfahren muss). Mittags erledige ich die Einkäufe (einmal pro Woche zwei Waschkörbe vollmachen geht nicht mehr, weil meine drei Männer schon ganz schön was brauchen, außerdem würde das wie Hamsterkauf aussehen, das will ich auch nicht). Eigentlich ist es eine Entschleunigung, die ich sogar etwas genieße.

Nur bloggen muss ich etwas mehr. Sonst platzt mir der Schädel ;-)

Everything's going to be okay!
Carl Grimes

Themen: Sonnenstrahl | Corona | Patchwork-Familie | mein Job | Kampf den Pfunden
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Samstag, 28. März 2020 10:43

Spülmaschine

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Am Freitag ist unsere Spülmaschine kaputt gegangen. Ich weiß nicht, ob sie einen Kurzschluss hatte und dann den Stromausfall (nur unser Reihenhäuschen) verursacht hat, oder ob der Stromausfall oben in zwei Zimmern (diese Sicherung und die Hauptsicherung sind rausgeflogen) die Spülmaschine kaputt gemacht hat. Aber das war schon eine Schrecksekunde. Das hatte so etwas Apokalyptisches, als es plötzlich dunkel war und mein Rechner aus ging. Ihr müsst wissen, dass ich meinen Rechner wie einen Teil von mir ansehe. Wenn der kaputt ist, fühle ich mich schlecht.

Jedenfalls blinkte die Spülmaschine dann und ich konnte auch in der Bedienungsanleitung keine Möglichkeit finden, das zu beheben. Also habe ich am Samstag den Miele-Kundenservice angerufen und einen Termin für Mittwoch ausgemacht. Die Jungs haben in der Zeit mehr oder weniger freiwillig gespült. Also ich habe gesagt, ich kann nur kochen, wenn ich Platz habe. Oder so ;-)

Am Mittwoch kam dann der sehr nette Techniker von Miele und hat die Maschine repariert. Ein elektronisches Bauteil ist kaputt gegangen, das er sofort austauschen konnte. Die Maschine ist 11 Jahre alt und wird jetzt hoffentlich nochmal eine ganze Weile halten. In der neuen Weltordnung wird ja wieder repariert, statt weggeworfen und neu gekauft, hoffe ich. Fangen wir damit mal an. In der Vergangenheit habe ich mich da nicht immer dran gehalten, oft auch weil es traurigerweise einfach kostengünstiger war, wegzuwerfen und neu zu kaufen. Das wird sich jetzt hoffentlich ändern.

Jetzt ist alles wieder gut. Die Spülmaschine läuft wieder. Doch keine Apokalypse. Und ich habe ein paar Tipps bekommen: Besser Pulver als Tabs verwenden, auch wegen der chemischen Wasserbelastung. Und besser Spülmaschinenreiniger nutzen statt Spülmaschinenpfleger ;-)

Und nein, ich wurde für diesen Blogeintrag nicht von Miele bezahlt, sondern wir haben Miele für die Reparatur bezahlt ;-)

Everything's going to be okay!
Carl Grimes

Themen: (B)engel | Traumhaus
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Freitag, 27. März 2020 17:52

Pandemie - Andreas Eschbach

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Nein, keine Buchrezession. Denn diesen Roman gibt es gar nicht. Aber ich fühle mich gerade so, als würde ich inmitten dieses Romans leben. Andreas Eschbach hat schonmal eine disruptive Situation beschrieben, die die Weltordnung geändert hat. Zum Beispiel in "Ausgebrannt" (Link geht zum Drachenwinkel, meine Lieblingsbuchhandlung, weil Amazing ja gerade keine Bücher liefert). Da spielt er durch, was passieren könnte, wenn das Erdöl ausgeht. Und man mal nicht eben nach USA fliegen kann. Und das Plastikgeschirr plötzlich das gute Geschirr ist.

Oder "Eine Billion Dollar", wo er erklärt, dass Geld nicht arbeitet. Meiner Meinung nach sollte das Pflichtlektüre für jeden BWL-Studenten sein. Vielleicht wechseln sie dann und studieren doch was sinnvolles.

Jetzt erleben wir jedenfalls gerade so eine disruptive Zeit. Die wenigstens von uns hätten sich das wohl vorstellen können, dass soetwas jemals passieren könnte. Ich hatte vor wenigen Tagen auch noch gehofft, dass sich die Pandemie aufhalten lassen könnte, schließlich hat man das bei SARS und MERS auch geschafft. Oder dass es vielleicht gar nicht so schlimm ist wie befürchtet, wie die Schweinegrippe.

Aber das ist jetzt unsere neue Realität. Eine unsichtbare Gefahr, die uns eine Heidenangst macht. Aber statistisch betrachtet, ist unser individuelles Risiko sehr gering. Die spanische Grippe hat die Menschheit auch nicht ausgerottet (zwischen 0,015 und 0,03% der Weltbevölkerung sind schätzungsweise daran gestorben). Genausowenig wird es der neue Coronavirus tun. Wir werden uns daran gewöhnen (müssen), genau wie an die Radioaktivität von Tschernobyl und Fukushima, den Krebs und die Autounfälle. Das hat uns auch nicht daran gehindert weiterzuleben.

Ich war in den letzten Tagen etwas in Panik. Vielleicht habe ich zu viel Walking Dead geschaut. Aber ich habe mich irgendwie gefühlt, wie Prinzessin Lea in dem Augenblick, als der Todesstern Alderaan zerstört hat. Aber jetzt geht es mir wieder besser. Auch, weil ich meine Gedanken einfach in meinen Blog klopfen kann. Ich hoffe, euch geht es auch wieder besser! Dann brechen wir mal auf in eine neue Welt nach Corona :)

Everything's going to be okay!
Carl Grimes

Themen: Corona | Bücher | Star Wars | Zombies
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Donnerstag, 26. März 2020 19:43

Warum der Abstand so wichtig ist

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Wo man hinschaut herrscht Verunsicherung. Man weiß ja auch gar nicht mehr, was wahr ist und was nicht. Es fängt ja schon damit an, dass die offiziellen Zahlen eine hohe Fehlerquote aufweisen, einerseits, weil die Meldungen der Fälle sich eben verzögern (z.B. weil Wochenende ist und die Gesundheitsämter nix melden, andererseits weil Fälle auch noch per Fax gemeldet werden *kopfklatsch*), andererseits weil es auch so eine Dunkelziffer in unbekannter Höhe gibt, weil nicht alle Menschen gleichzeitig getestet werden (können) und die Ergebnisse der Tests ebenfalls Tage brauchen. Da haben wir wohl in Sachen Digitalisierung geschlafen. In Wirklichkeit sind die Zahlen also sehr viel höher. Das kann ganz schön Angst machen.

Was mich gerade sehr traurig macht: Es trifft die Ärmsten und Schwächsten zuerst und am schlimmsten. Menschen in Kriegsgebieten, Flüchtlinge, Obdachlose, Menschen in Ländern mit viel schlechterem Gesundheitswesen als bei uns. Und das weltweit! Es ist so furchtbar!

Wenn mich die Coronakrise erwischt hätte, als ich damals alleinerziehend war, als am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig war, hätte ich dann auch heulend vor dem leergekauften Windelregal gestanden? Wie lange hätte ich das durchgehalten?

Und Freunde, die schon vorher depressiv waren, haben es auch sehr viel schwerer als Menschen wie ich, die chronisch optimistisch sind und in allem immer die positiven Seiten suchen (und auch finden).

Wie geht es mit meiner Reitschule weiter? Mit meinen Lieblingslokalen? Mit meinen Freunden, die selbständig sind? Kann ihnen das massive Geldverteilungssystem, das da gerade aus dem Boden gestampft wurde, irgendwie über die Krise helfen? Wir wissen es nicht.

Aber in der Krise offenbart sich der Charakter. Es gibt Menschen, die sich als Egoisten entlarven. Aber es gibt auch Empathen, die für andere Menschen da sind. Es gründen sich Nachbarschaftshilfen oder auch in der Reitschule gibt es viele Reitschüler, die zwar gerade nicht zu den Pferden dürfen, die aber versuchen, so gut es geht finanziell zu helfen.

Und jeder sucht wohl ein Stück der Normalität, die plötzlich irgendwie verschwunden ist. Nichts ist mehr so, wie es war. Kein Stein mehr auf dem anderen. Alles wird in den nächsten Wochen und Monaten neu geordnet werden. Die Einschränkungen, die wir gerade erfahren, sind notwendig, um tausende Menschenleben zu retten. Um Zeit zu gewinnen, damit

  • viel mehr Menschen getestet werden können.
  • bereits vorhandene Medikamente, die aber gegen diesen neuen Coronavirus helfen, gefunden und sofort angewendet werden können.
  • die Krankenhäuser ihre Kapazität erhöhen können und mehr Menschen das Leben retten können.
  • mehr Beatmungsgeräte, medizinische Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel und Gummihandschuhe (besteht da auch schon ein Mangel?) hergestellt und verteilt werden können.
  • damit neue Medikamente gefunden werden können, die gegen diesen neuen Coronavirus helfen.
  • zu guter Letzt damit ein Impfstoff gegen diesen neuen Coronavirus gefunden, produziert und verteilt werden kann.

Diese Themen werden uns noch lange beschäftigen und uns auch vorübergehend einen Teil unserer Freiheitsrechte rauben. Aber die bekommen wir wieder zurück. Und wenn nicht, werden wir sie uns zurückholen!

Wie immer gibt es aber nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner. Eine Freundin kann sich gerade kaum vor Online-Aufträgen retten, da viele Lokale auf Liefer- und Abholbetrieb umstellen und auch Kleinbetriebe nun vermehrt Werbung schalten. Die Laufkundschaft ist weg, jetzt muss beworben werden. Das war mir schon in meiner Facebook-Filterblase aufgefallen. Ich glaube, dass alle, die in der IT- und Internet-Branche arbeiten, in Zukunft bessere Karten haben. Weil die Coronakrise uns auch eins deutlich vor Augen führt: Die Digitalisierung darf man nicht verschlafen!

Das alles ist natürlich nur meine persönliche Wahrnehmung ;-) Darf alles nachgegugelt werden.

Everything's going to be okay!
Carl Grimes

Themen: Corona | Pferde/Reiten
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Dienstag, 24. März 2020 18:21

Das Klopapier ist alle

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

So eine Sch**** Im wahrsten Sinne des Wortes.

Aber es gibt ja Lösungen für jedes Problem. Zuerst habe ich mir gedacht, wir nehmen halt das Riesenpaket Tempotaschentücher, das noch im Keller rumliegt. Aber dann habe ich mir gedacht, dass das vielleicht keine so gute Idee ist. Die Dinger sind bei 60° waschbar, ohne dass sie zerfetzen. In meiner Firma gab es Leute, die die Papierhandtücher ins Klo geworfen haben und damit die Toilette verstopft haben. Das will ich hier zu Hause ganz bestimmt nicht haben.

Also habe ich Waschlappen zu den Toiletten gelegt. Kann man sich wunderbar mit waschen und das Ding dann in die Wäsche tun. Wir haben ja zum Glück Wasser und Strom. Hallelujah!

Update Mitwoch, 25. März 2020, 6:55 Uhr

Gestern konnte ich wieder Klopapier kaufen. Es gibt also Nachschub, auch wenn es vielleicht manchmal etwas dauert (kein Wunder, bei den langen LKW-Schlangen an den Grenzen). Also kein Grund zu horten :)

Everything's going to be okay!
Carl Grimes

Thema: Corona
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Sonntag, 22. März 2020 14:56

Corona-Soforthilfen vom Staat

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Wie ich die letzten beiden Wochen erlebt habe. Es war beängstigend, als in der Firma plötzlich alle ins Homeoffice geschickt wurden. Und die Salz- und Pfefferstreuer in der Kantine weggeräumt wurden, die hälfte der Stühle weggestellt und man sein Tablett mit Besteck und Serviette ausgehändigt bekam, weil wir nicht mehr selbst in die Besteckkästen greifen durften. Seit ein paar Tagen ist die Kantine komplett geschlossen, es gibt nicht mal mehr To-Go-Speisen. Was passiert da gerade?

Homeoffice war irgendwie komisch. Jetzt komme ich an kein Fax mehr. Und die Post? Ich brauche dringend Unterlagen von Behörden für meine Firma. Was mache ich denn jetzt? Vorsichtig frage ich nach und erhalte die Antwort, das die Beantragung nun auch per Mail geht. Ich muss nicht mehr persönlich im Amt antanzen. Wurde die Bürokratie abgeschafft?

Am Donnerstag hatte ich schon Probleme zu wissen, welcher Wochentag ist. Unsere IT hat Höchstleistung vollbracht. Ohne Pilotphase wurde ein zweites Einwahlsystem ausgerollt, damit unser Netzwerk der Belastung standhält, wenn plötzlich alle vom Homeoffice aus arbeiten. Der Wahnsinn!

Ich musste mich auch zu Hause umstellen. Nachdem meine Familie plötzlich nicht mehr unterwegs ist, brauche ich deutlich mehr Nahrungsmittel. Früher habe ich einen großen Wochenendeinkauf am Freitag nachmittag gemacht und bin noch einmal zu einem anderen Supermarkt gefahren, um noch ein paar Kleinigkeiten zu holen. Jetzt gehe ich alle zwei Tage mit dem Bollerwagen zu Fuß und hoffe, dass ich die wenigen Sachen bekomme, die auf dem Einkaufszettel stehen. Die Regale mit Klopapier sind seit Tagen komplett leer, aber darüber und über Panikmacher macht sich kaum noch jemand lustig. Es ist auch nicht lustig.

Ich stehe eine halbe Stunde später auf, weil ich nicht mehr ins Büro fahren muss. Das tut irgendwie gut. Mittags kümmere ich mich dann um den Einkauf oder andere Dinge, die schon ewig liegengeblieben sind. Und abends koche ich. Die Familie sitzt gemeinsam am Tisch und wir beschließen, ein paar Hygieneregeln aufzustellen. Wer das Haus verlässt, soll seine Temperatur messen und in eine Liste eintragen. Wer Fieber hätte, soll das Haus nicht mehr verlassen. Hände waschen ist Pflicht, wer heim kommt, muss ebenso sofort Hände waschen. Alle Türklinken und Lichtschalter habe ich mal geputzt, macht man sonst ja nie. Und unsere Tastaturen, Mäuse und Handys haben wir sogar desinfiziert.

Am Freitag kam dann die Ausgangsbeschränkung, die Ministerpräsident Markus Söder 12.30 Uhr im Radio verkündet hat. Er hat großen Gegenwind von anderen Politikern, aber in meiner Facebook-Filterblase liest es sich, als hätte die vorgezogene Ausgangsbeschränkung Rückendeckung vom Großteil der Bevölkerung. Auch ich denke, dass diese schwere Entscheidung das einzig richtige ist, denn um das Virus aufzuhalten, das man ebenso wie Radioaktivität weder riechen, sehen, noch schmecken kann, müssen die größtmöglichen Vorkehrungen getroffen werden. Und zwar jetzt, weil jeder Tag zählt.

Ich habe Angst. Wir haben alle Angst. Aber ich glaube, dass die Regierung (und ich war bestimmt immer ein Kritiker, insbesondere der CSU) alles nur Mögliche tun wird, um die harten Auswirkungen auf die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Es gibt schon konkrete Hilfsangebote, die aus dem Boden gestampft wurden:

Ich bin beeindruckt. Holen Sie sich die Hilfe, die Ihnen zusteht. Und immer daran denken: Das ist alles nur vorübergehend. Gemeinsam schaffen wir das!

Everything's going to be okay!
Carl Grimes

Thema: Corona
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Montag, 16. März 2020 21:40

Coronavirus - Den Schuss nicht gehört

Ich bin irgendwie entsetzt. Klopapier und Nudeln kaufen sie alle, aber trotz Schulschließung treffen sich die Leute mit ihren Kindern am Spielplatz und feiern Coronapartys. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Leute, wenn ihr auf das "Bitte, meidet Kontakte und wascht eure Hände" nicht hört, dann werden wir in ein paar Tagen den nächsten Schritt des Katastrophenplans zu spüren bekommen, nämlich die totale Ausgangssperre. Aber euch ist der Ernst der Lage wohl noch nicht bewusst. Wenn ihr so weiter macht, dann wird unser kaputtgespartes Gesundheitssystem völlig zusammenbrechen! Es gibt nicht genug Beatmungsgeräte für alle!

Mit den Viren ist es wie mit Radioaktivität. Hört, riecht, schmeckt man nicht, die Gefahr…

Themen: News | Corona
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Mittwoch, 11. März 2020 20:47

Seats and Sofas - Lieferung

Heute Vormittag war die Lieferung unseres Sofas angekündigt. Kurz nach 9.00 Uhr kamen dann zwei junge Männer vom Möbeltaxi und haben unsere alte Couch mitgenommen und die neue geliefert. Es ist wirklich wichtig, dass man bei so großen Sofas auch Türen hat, die breit genug sind. In der Regel gehen die Teile durch eine normale Standardtür. Wenn die Tür aus welchen Gründen auch immer schmaler ist, passt das nicht durch, eventuell geht es dann ohne Verpackungsmaterial. Aber das sollte man auf jeden Fall bedenken, bevor man eine große Wohnlandschaft kauft. Sind die Türstöcke auch mindestens 80 cm breit? Dann sollte es irgendwie gehen :)

Die beiden Männer haben das Wunder vollbracht und jetzt haben wir ein neues Sofa. Ich hoffe, es hält ein paar Jahre länger als unser Billigsofa, das eher eine Notlösung war. Aber ich wollte auf keinen Fall mehr ein Sofa mit Kissen als Lehne, sondern eine feste Lehne.

Weg freigeräumt

Sofa Krempl

altes Sofa

Sofa Krempl

neues Sofa

Thema: Traumhaus
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Donnerstag, 5. März 2020 23:27

Rückkehr nach Terra: Vier Perry Rhodan-Hörbücher

Ich komme immer weniger zum Lesen. Meist nur in der Badewanne. Deshalb habe ich jetzt Hörbücher für mich entdeckt. Die kann ich im Auto hören. Das ändert auch meinen Fahrstil, denn dann fahre ich viel gelassener, als bei flotter Musik.

Zuletzt habe ich [Unser Amazonstore: ] Rückkehr nach Terra: Vier Perry Rhodan-Hörbücher [/Amazonstore Ende] gehört.

1. Geschichte "Der Gesang der Stille"

Der unsterbliche Renigald Bull und ein kranker Kybernetiker entdecken eine Raumschiffwerft, in der Roboterwesen seit über 500 Jahren Raumschiffe bauen und bei jedem Fehlversuch verbessern, um eine geheimnisvolle Galaxie zu erforschen. Sie werden entdeckt und entkommen nur knapp. Ich habe anfangs etwas gebraucht, um mich einzuhören, dann hat mir die Geschichte aber gefallen. Ich hätte gerne mehr erfahren, wie es mit dem Kybernetiker weitergeht oder was es mit der geheimnisvollen Galaxie auf sich hat. Und wie es sich anfühlt, unsterblich zu sein.

2. Geschichte "Die Rückkehr"

Irgendwas mit Raumschlacht und Kriegsstrategie und Perry Rhodan spielt Fernschach. Dann der Desserteur, der den Krieg für aussichtslos hält und glaubt, dass die Sonne frühzeitig zur Supernova gemacht wird. Und wie es sich anfühlt, wenn man 10.000e Soldaten in den Tod schicken muss.

3. Geschichte "Die Falle von Dhogar"

Auch irgendwas mit Raumschlacht und Kriegsstrategie und Renigald Bull und dem Mausbiber Gucky, einer Figur, die man auch kennt, wenn man kein Perry Rhodan-Fan ist. Es ging um den Kampf gegen die Frequenzmonarchie, erzählt ein wenig aus der Sicht der Lower Decks, denn immer wieder bekommen wir Briefe von Lech zu hören, die er an seine Verlobte schrieb. Und wie es sich anfühlt, als Unsterblicher mit einer normalen Frau verheiratet zu sein und man die Sterblichen für ihre Liebe beneidet.

4. Geschichte "Der Techno-Mond"

Lauter Streiflichter, jedes Kapitel scheint eine eigene Geschichte zu sein. Die Zusammenhänge werden erst nach und nach klar, wenn Perry Rhodan erneut von einem privaten Termin spricht. Der Mausbiber Gucky kommt auch wieder vor. Trotzdem blieben viele Fragen offen. Wer hat den Mond entführt und zum Techno-Mond umgebaut? Was ist mit Gucky passiert? Wird Rhodan den Mond wieder verlassen können?

Generell spielen Frauen kaum eine Roll in den Geschichten. Ob das ein Relikt aus den 60iger Jahren ist? Das stört mich zwar nicht weiter, aber was mich stört ist das offene Ende der Geschichten. Ich weiß nicht, ob das so eine Eschbach-Sache ist. Seine Bücher enden auch gerne mal abrupt und eher offen. Oder ob das eine Perry Rhodan-Sache ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einen riesigen Handlungsfaden gibt, der die Silberbände alle durchzieht. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass die einzelnen Geschichten abgeschlossen sind und nicht so viele Fragen offen lassen. Jedenfalls glaube ich nicht, dass ich wirklich ein Perry Rhodan-Fan werde. Sonst dürfte ich in meinem Leben nie wieder etwas anderes lesen... Aus dem gleichen Grund habe ich auch aufgehört, die ganzen Star Trek-Romane zu lesen, weil das einfach illusorisch war, dass ich die jemals in meinem Leben alle schaffe. Vielleicht lese ich mal eine Zusammenfassung. Schlau ist es jedenfalls, Perry Rhodan, der 1936 geboren wurde, unsterblich zu machen. So kann man die Geschichte bis ins Unendliche fortführen. Ich frage mich gerade, ob Donald Duck und Co. auch einen Zellaktivator haben :D

Themen: Bücher | Auto | Star Trek | Disney
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Dienstag, 3. März 2020 23:16

Die Känguru-Chroniken (CinemaxX)

Vor dem Kino waren Florian und ich noch im Pizza Hut. Die "normale" Panpizza ist für mich groß genug, dass ich mich nicht fühle, als hätte ich ein Buffet alleine leergegessen.

Vor dem Kino stand eine Frau im Känguru-Kostüm und aß Schnapspralinen. Die Idee hatte ich auch, fand die Kostüme aber nicht so berauschend. Ein paar Känguru-Ohren mit Schnauze hätten mir genügt, aber die gab es nur in Groß Brexitanien zu kaufen, und da waren mir die Bewertungen der Händler einfach zu mies. Ich hatte mir aber zufälligerweise bei Otto eine Fließjacke von Kangaroo gekauft, weil ich nach dem Tweet, ihr wisst schon, ein bisserl Geld dort lassen wollte. So hatte ich zufälligerweise tatsächlich eine Art Känguru-Outfit an :)

Im Kino hat niemand gehustet oder geniest. Wäre auch gefährlich gewesen. Vielleicht hätte das einen Lynchmop zur Folge gehabt.

Ich war sehr froh, dass das kommunistische Känguru nicht durch einen gemäßigt-sozialdemokratischen Koalabär ersetzt wurde. Die Story war neu und wurde von einigen Hauptcharakteren aus den Büchern getragen. Viele Dinge hatte ich mir ganz anders vorgestellt, aber das ist halt so, wenn man erst das Hörbuch gehört hat (die Bücher habe ich nicht gelesen). Und dass man eine Story von 10 Stunden rigoros kürzen muss, um sie auf Spielfilmlänge zu trimmen, ist halt immer schwierig. Deshalb wurde auch das erste Jahr gleich mal übersprungen.

Trotzdem fand ich den Film sehr lustig und auch gelungen, obwohl er völlig überdreht war und die intelligente Entwicklung und saukomischen Exkursionen des ungleichen Paares keinen Platz fanden. So ist es nicht wirklich nachvollziehbar, wieso das Känguru den Vietkong nicht erwähnen darf. Aber irgendwie auch egal. Und er hat "Das macht Sinn!" gesagt! Der Pinguin am Ende könnte fast eine Andeutung gewesen sein, dass es eine Fortsetzung geben wird. Mal sehen :)

Fazit: Das kommunistische Känguru bekommt mächtig eins auf die Schnauze. Wer also mal wieder einen Kinofilm aus deutscher Produktion genießen möchte, in dem eine gehörige Portion Patriotismus vorkommt, der ist hier genau richtig aufgehoben.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Kino
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23.03.2016 14:07 Clicks: 70273

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