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Freitag, 6. März 2026 19:45

Das Tagebuch der Anne Frank

Kaum eine Schullektüre hat so einen Einfluss auf mein Leben gehabt, wie das Tagebuch der Anne Frank. Das ganze Ausmaß des Schreckens der NS-Zeit war darin mehr oder weniger hautnah zu erleben. Wir hatten auch einen S/W-Film dazu angeschaut und die ganze Klasse hatte danach geheult. Eine Klassenkameradin war sogar noch schockierter, weil sie Jüdin war. Ich glaube, in dieser Zeit bin ich Antifaschistin geworden.

Ich habe mein erstes Tagebuch zum 10. Geburtstag (1982) geschenkt bekommen. Damals wusste ich noch nicht so recht, was ich da hineinschreiben hätte sollen. Deshalb habe ich nur sporadisch mal ein paar Dinge notiert. Mit 12 (1984) habe ich dann angefangen, mehr oder weniger regelmäßig zu schreiben. Und mit 13 (1985) nach der Lektüre dieses Buches habe ich sehr lange wirklich jeden Tag geschrieben. Teilweise habe ich auch ihren Schreibstil imitiert, nur "Liebes Tagebuch..." habe ich nicht geschrieben. Irgendwann wurden die Einträge wieder sporadischer. Der letzte handschriftliche Eintrag im 37. Buch ist von 1994. Danach habe ich ab und zu mal im Computer auf Word meine Gedanken festgehalten und sortiert, wenn zu viel Chaos in meinem Kopf herrschte. Und seit 2005 blogge ich, aber auch ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Seit ich aber festgestellt habe, wie praktisch es ist, wenn ich in meinem Blog auch Dinge nachlesen kann, die ich vergessen habe, blogge ich wieder täglich. Meistens nur für mich, selten "for friends only", was man nur als eingeloggter User lesen kann, und hin und wieder öffentlich, insbesondere wenn wir von unseren Touren berichten.

Als Tommy während der Corona-Pandemie die WildMics Community darum bat, für sein Projekt Da Bist Du Nicht Allein (Charity) Beiträge zu liefern, war für mich sofort klar, dass ich unbedingt die Zeile mit dem Tagebuch der Anne Frank lipsyncen möchte. Das Exemplar, das ich in dem Video hochhalte, ist exakt das Buch, das ich damals in der Schule gelesen hatte.

Screenshot von Youtube. Sandra mit einem warmen Schal, offenen, scharzen Haaren hält das rote Tagebuch der Anne Frank neben das Gesicht. Sie singt die Zeile 'andere halten sich ernsthaft für Anne Frank'. Im Hintergrund ist eine Wiese und Bäume im Nebel zu sehen. Der Youtube Kanal ist von Tommy Krappweis und hat 716 Likes.

Florian und Sandra schmiegen ihre Gesichter aneinander, während sie '... da bist du nicht allein...' singen. Sandra hat den weiß-schwarz-rosa Loopschal umd, Florian einen schwarzen Hoodie an, unter dem man das Ferngesprächs-T-Shirt erahnen kann. Der Nebel im Hintergrund ist mittlerweile verflogen und hinter den kahlen Baumkronen und den Häusern sieht man den blauen Himmel.

Im innerehelichen Wohlfühl-Laberpodcast "Ja, Schatz!" von Sophia und Tommy schreibe ich in Folge 6 in den Twitch-Chäd, dass ich auf dem 18. Geburtstag von Tommy zu Gast gewesen war. Tommy wollte dann wissen, ob das peinlich gewesen wäre. Es war nicht peinlich. Ich habe ihm den Eintrag aus meinem Tagebuch von 1990 herausgesucht, aber ich hatte die Party damals eher als langweilig empfunden, auch wenn ich Tommy und seinem damaligen Musiker-Kumpel zugestanden hatte, dass sie sich echt Mühe gegeben hatten. Aber was für ein Schätzchen, dass ich das nachlesen kann!

Ich hatte immer gedacht, dass ich irgendwann in meinem Leben meine Tagebücher nochmal lesen müsse und sie dann verbrennen. Ich bin gerade bei Tagebuch Nummer 3 - und nein, ich habe sie nicht verbrannt. Ich habe aus Gründen gerade einen sehr nostalgischen Anflug. Ich finde es faszinierend, wie ich verschiedene Schriftarten ausprobiert habe. Am Ende bin ich jedoch wieder bei Druckschrift gelandet, wie 1984. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich in den Büchern nie explizit geworden bin. Vermutlich hatte ich immer im Hinterkopf, dass die ja auch jemand lesen könnte, oder noch schlimmer, veröffentlichen wie das Tagebuch der Anne Frank. Aber wenn ich das so lese, weiß ich natürlich, was da noch passiert ist oder was ich gefühlt habe. Das ist eine sehr interessante Reise in die Vergangenheit. Man könnte sagen, dass ich gerade meine Pubertät ein zweites Mal durchlebe.

Und ich wollte noch sagen, weil wir gerade bei Antifaschismus sind: die Arschkrampen von der AfD vertragen die Wahrheit nicht.

Themen: Blick in die Vergangenheit | Tommy Krappweis | Bücher | Menschenrechte | Demokratie | Corona | Weltfrieden | Zeugen Kühlwaldis
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Mittwoch, 4. März 2026 19:07

Pubertät ist k*acke

Darüber sind wir uns sicher alle einig. Für den einen mehr, für den anderen weniger.

Sandra mit Fuchswallach Kim. Sandra trängt Jeans, weiße Turnschuhe und eine weiße Strickjacke. Sie hat lange, braune Haare und ist schlank. Das Pony senkt den Kopf.   Sandra trängt rote Stiefeletten, eine rote Cordhose mit hellen Knien, einen hellrosa Strickpullover. Sie hockt vor und neben anderen Mädchen auf einem Klassenfoto. Sie lächelt strahlend in die Kamera, mit schmalen Augen, die langen, braunen Haare mit Pony umspielen ihr Gesicht und fallen über die Schultern.   Sandra trängt Jeans, rote Sandalen und ein türkises T-Shirt. Sie hat lange, braune Haare und ist schlank. Sie bäugt sich vornüber, die Hände in die Knie gestemmt, lächelt in die Kamera.

Dazugehören zu den Cool Kids

Ich hatte ein Schlüsselerlebnis in der 7. Klasse. Ich war 13 Jahre alt und freute mich schon auf das Skilager. Nicht so sehr wegen des Skifahrens, sondern mehr darauf, mit den anderen Gleichaltrigen Party zu machen. Ich hatte leider nicht auf dem Schirm, dass Fasching war, und deshalb kein Kostüm. Das improvisierte Kostüm hieß "Pipi Barfuß" und ja - es war so peinlich, wie der Name klingt. Die Party war dann sehr frustrierend. Ich saß die ganze Zeit am Rand und sah zu, wie sich Paare zum Schieber tanzen fanden. Ich schämte mich in Grund und Boden und beschloss, dass meine Kindheit hiermit beendet sei. Ab sofort wollte ich dazugehören, zu den ganzen Cool Kids, damit ich vielleicht auch mal einen Freund abbekomme. Die Hormone lassen grüßen.

Sandra sitzt mit rot-weiß-gestreiften Strickpullover an einem rustikalen Eichentisch. Tischdecke, Eckbank und Vorhänge sind in braund un beige gehalten. Sie hat lange, braune Haare.

Verhältnis zum Körper

Mit gerade mal 12 Jahren habe ich bereits meine Tage bekommen. Ich wusste überhaupt nicht, was da mit mir passierte und es gab auch kein Mutter-Tochter-Gespräch. Das war für mich sehr belastend. Meine Mutter dachte, ich wüsste schon alles aus dem Sexualkundeunterricht oder der Bravo/Dr. Sommer. Eine Freundin erklärte das so: "Da darf man nicht mehr zu Jungs hingehen, sonst wird man schwanger." Fragezeichen... Eine andere Freundin lieh mir dann das "Tage-Buch", in dem die Vorgänge im Körper einer Frau kindgerecht beschrieben wurden. Darin stand allerdings, dass die Periode alle 28 Tage käme. Das tat es bei mir nicht, sondern überraschte mich regelmäßig nach 21-26 Tagen. Ich konnte das Ziehen im Unterleib noch nicht richtig deuten, hielt es für Verdauungsprobleme. Wenn man bei Verwandten übernachtet und am nächsten Morgen in einem blutverschmierten Bett aufwacht, dann ist das zutiefst beschämend. Nach einem Jahr oder so nahm ich all meinen Mut zusammen und sagte meiner Mama, dass ich meine Tage nicht alle 28 Tage bekomme. Ich dachte, mit mir würde etwas nicht stimmen. Meine Mama sagte nur, dass das bei jungen Mädchen normal ist, dass sich das erst einspielen muss. Das mag stimmen, aber bei mir spielte sich bis über 30 nix ein und mit 37 habe ich erfahren, woran das lag.

Sandra zur Konfirmation. Sie trägt eine smaragdgrüne, glänzende Hose, ein weiß-schimmerndes Sakko über einer weißen Bluse mit smaragdgrüner Krawatte. Ihre langen, braunen Haare sind zu einem Zopf gebunden, der über die Schulter fällt. Sie lächelt und hat die Hande leicht verschränkt.

Gewichtsprobleme

In dem Alter war das Aussehen alles. Ich war eigentlich nicht unzufrieden mit mir, aber ich hatte immer das Gefühl, dass alle anderen besser aussehen als ich. Eigentlich war ich immer schlank gewesen. Bevor ich meine Periode bekam, wog ich 48 kg. Danach ist mir aufgefallen, dass ich plötzlich viel mehr essen wollte, ständig Hunger hatte, und dann nahm ich natürlich etwas zu. Dass das vielleicht daran liegen könnte, dass mein Körper ein paar weibliche Rundungen bekam, wollte ich nicht so ganz einsehen. Ich wollte auch keine BH tragen. Mag ich bis heute übrigens nicht. Ich war doch eigentlich noch ein Kind.

Sandra im Ungarnurlaub. Sie trägt ein sehr kurzes, hellgelbes T-Shirt mit mehreren Buttons, bauchfrei, eine rote Digitaluhr, Lederbänchen um das Handgelenk, eine rosa Sonnenbrille, eine kurze, blaue Adidashose, Lederbändchen am Fußgelenk und schwarze China-Schlappen. Sie steht auf dem Bürgersteig einer Häusersiedlung und streckt die Zunge heraus. Die Haare sind relativ kurz und wuschelig.

Ab 13 oder so habe ich aber begonnen, dagegen ankämpfen zu wollen. Ich habe mein Gewicht in Milimeterpapier eingetragen. Und festgestellt, dass der JoJo-Effekt nicht dazu führt, dass man danach dasselbe Gewicht wieder hat, sondern jedes Mal, mit jeder Diät, ein oder zwei Kilo mehr drauf waren. Aber ich habe jede Menge probiert, FDH Friss die Hälfte, Hollywood Star Diät (zu der mich eine Klassenkameradin vollgelabert hat), Nulldiät... Ein Wunder, dass ich keine Essstörung entwickelt habe oder gar magersüchtig geworden bin. Mit 17 habe ich glücklicherweise aber auch mal gelesen, dass es für den Körper keine Diät gibt, sondern nur Hungersnöte, weshalb er aus archaischen Gründen massive Gegenmaßnahmen ergreift, z.B. dass man ständig ans Essen denken muss und Heißhunger bekommt. Dagegen kommt man mit Willenskraft kaum an. Und das steckt noch in uns drin, weil das die Urmenschen waren, die Hungersnöte überlebt haben. Da habe ich beschlossen, nie wieder eine Diät zu machen. Das habe ich bis heute durchgehalten. Und mein Höchstgewicht auch nie wieder nach oben gerissen. Ich denke, dass ich ansonsten mittlerweile so rund geworden wäre, wie meine Oma gewesen ist. Und da wäre ich vermutlich sehr unglücklich.

Heute habe ich mich mit meiner Birnenform, dem sport- und diätresistenen gynoiden Adipositas abgefunden. Wenn ich abgenommen habe, kamen meist meine Schlüsselbeine und Rippen zum Vorschein, aber an Po und Oberschenkeln tat sich kaum etwas. Selbst als ich regelmäßig fünf Mal die Woche reiten ging, hat sich an der grundsätzlichen Birnenform nichts geändert. So ist das halt bei mir. Hauptsache, ich nehme nicht weiter zu.

Sandra sitzt in einem Ostauto in mittelblau, die Autotür ist steht offen. Sie hat die Beine angezogen, die Füße in weißen Socken. Sie trägt ein weißes T-Shirt mit Pink Panther und eine große Brille, die Haare wachsen langsam wieder.

Jungs

In der Pubertät war ich natürlich ziemlich hormongesteuert. Ich war bestimmt alle 6 Wochen in jemand anderen verknallt. In der 7. Klasse habe ich noch den Mut gehabt, mich zu offenbaren, aber meine erste Abfuhr bekommen. Danach habe ich es irgendwie nie wieder probiert. Aber ich habe ein Muster erkannt: Die Jungs, für die ich mich interessierte, hatten kein Interesse an mir, und umgekehrt. Aber ich habe natürlich nur auf die Modelltypen gestanden, und ich war das Pummel mit Brille. Das hat natürlich nicht so wirklich zusammengepasst. Um so überraschter war ich, dass mich auf Stayfriends mal jemand als "Sahneschnitte" betitelt hatte.

Deshalb war ich immer gerne auf Partys oder in der Schuldisco Franzi's Mobile, denn dann konnte man vielleicht Schieber tanzen oder auch mal rumknutschen. Deshalb war ich auch beim Tanzkurs, aber nach dem Grundkurs habe ich mit meinem besten Kumpelfreund getanzt, der hin und wieder auch in mich verliebt war, da war es dann nix mehr mit Jungsschau. Aber trotzdem habe ich mit ihm bis zum Goldstar weitergemacht.

Ich hatte auch ein paar Brieffreunde, die ich in den Ferien kennengelernt habe, aber so Fernbeziehungen haben natürlich nicht funktioniert.

Sandra steht auf einem Reitplatz und hält eine Haflingerstute an der Trense. Sie trägt Jeans, ein weißes Sweatshirt und Turnschuhe mit neonfarbenen Schnürsenkeln. Im Hintergrund steht noch ein gesattelter Schimmel. Ihre Haare werden langsam wieder länger. Die silbernen Ohrringe glänzen.

Verhängnisvolle Beziehung

Ich war kurz vor meinem 14. Geburtstag, als ich auf einer Geburtstagparty von jemanden massiv angebaggert wurde, den ich eigentlich nicht auf dem Schirm hatte. Er hat mich dann separiert und wir haben in einer Ecke rumgeknutscht. Ich war überrascht, dass mich da jemand anscheinend gut fand. Wir haben uns dann mehr oder weniger regelmäßig getroffen, aber es war immer nur Rumknutschen. Wir waren nie im Kino oder im Michaelibad oder so, was Paare eben so machen, dachte ich. Er war auch sehr direkt und sagte, dass er mit mir schlafen wolle. Ich meinte, dass ich mit niemandem schlafe, mit dem ich nicht gehe. Also hat er mich gefragt, ob ich mit ihm gehen wolle. Geändert hat das nix.

Irgendwann erfuhr ich, dass er eine große Party geplant hatte. Ich war natürlich sauer, dass er mich nicht eingeladen hat. Deshalb habe ich darauf bestanden, zu dieser Party kommen zu dürfen. Er meinte dann, dass er für mich keine Zeit hätte, weil er so viele Gäste hat, um die er sich kümmern müsse. Aber einen Schieber habe ich ihm doch abverlangt. Und nachdem etwas Alkohol im Spiel war, saß ich auf dem Thresen und er stand vor mir und umarmte mich. Die Leute waren überrascht, weil sie jetzt wussten, dass wir zusammen waren. Oder so ähnlich.

Das ließ meine Hemmungen etwas sinken. Er war auch allzeit bereit und hatte immer ein Kondom griffbereit. So kam es, wie es kommen musste, und wir beiden hatten mit gut 15 Jahren gemeinsam unser erstes Mal erlebt. Leider hat er bei seinen Kumpeln damit angegeben, dass er mich endlich flachgelegt hat, weshalb ich dann in der Schule gehänselt wurde. Gemoppt würde man heute sagen. Da habe ich das erste Mal mit ihm Schluss gemacht. Und bin dann doch wieder angekrochen gekommen.

Nachdem ich die Bravo/Dr. Sommer gelesen habe, war mir bewusst, dass die Pille das sicherste Verhütungsmittel war. Ich hatte aber etwas Angst davor, weil sie in dem Ruf stand, dick zu machen, was ich auf keinen Fall wollte. Aber noch viel weniger wollte ich als Teenager schwanger werden. Deshalb habe ich erneut all meinen Mut zusammengenommen und meine Mutter gefragt, wann sie denn das erste Mal mit einem Jungen geschlafen hätte, um ins Gespräch zu kommen. Sie hat gelacht, abgewunken und gesagt, da hätte ich noch viel Zeit. Da war es aber schon passiert. Und ich wusste, dass ich auf ihre Hilfe nicht zählen konnte.

Ich holte mir also heimlich einen Behandlungsschein und machte einen Termin bei einem Frauenarzt. Ich war so aufgeregt, aber als ich um die Pille bat, war das überhaupt kein Problem, er stellte sofort ein Rezept aus. Wenn er gerade Besuch von Pharmareferenten gehabt hatte, bekam ich sogar die Probepackungen kostenlos. Von da an war ich etwas entspannter und konnte die weichen Lippen, die gut küssen konnten, die lockigen Haare, die ich gerne durchwuschelte, den geilen, wunderbar gebräunten Body, der immer gut roch, und den knackigen Hintern genießen. Ins Kino oder Michaelibad gingen wir trotzdem nie. Deshalb habe ich ein paar Mal wieder Schluss gemacht und doch wieder angerufen.

Irgendwann war Flaute. Und ich sah ihn dann mit einer anderen im Michaelibad Händchen haltend. Warum sie? Warum nicht ich? Ich war sauer und rief ihn mal wieder an. Wir trafen uns. Und es kam, wie es kommen musste. Er betrog seine "Freundin" mit mir. Das hatte den Vorteil, dass er damit nicht mehr angeben konnte und ich damit nicht mehr gemoppt wurde. Gefallen hat es mir nicht. Aber ich konnte meine Finger nicht von ihm lassen. Ich habe meine Haare blondiert, um "ihr" ähnlicher zu sehen. Ich war regelrecht süchtig nach ihm. Jahre später habe ich das mal einem Freund erzählt, der benutzte das Wort "hörig". Das könnte schon ungefähr hinkommen.

Passfoto von Sandra mit blondierten, schulterlangen Haaren. Sie trägt ein schwarzes Schiedsrichterhemd und eine grobgliedrige Kette.

Freundinnen wenden sich ab

Meine Freundinnen haben versucht, mich zu warnen. Er nutzt mich nur aus. Er wurde mal wieder im Michaelibad oder sonst wo mit einem oder zwei Mädchen gesichtet. Sie haben nicht verstanden, wieso ich nicht einfach Schluss machen konnte. Und konnten mein Gejammer nicht mehr hören. Und wandten sich von mir ab. Absolut verständlich!

Einzig mein Kumpelfreund, mit dem ich im Tanzkurs war, hörte sich die ganze Scheiße immer noch an, obwohl er in mich verliebt war. Er war auch in einer Therapie und sagte einmal zu mir, dass ich auch eine Therapie gebrauchen könnte. Heute glaube ich, dass das sein Therapeut gesagt hatte. Mit Sicherheit hatte er Recht, aber ich wusste doch, was ich tat. Der Kerl hat mir ja nie etwas vorgemacht, behauptet, er würde mich lieben oder so ein Quatsch. Ich war halt nur süchtig.

Ich mag das alles nicht mehr

Mit 17 ist dann etwas passiert, das mich nachhaltig erschüttern ließ. Plötzlich wollte ich das alles nicht mehr. Weder mit ihm, noch mit irgendeinem anderen Kerl. Ich hatte die Schnauze gehörig voll! Von Partys, von Schieber tanzen, von der Balz, von dem Typen, der mich nur ausnutzte und mir nicht gut tat.

Als dieser Schalter umgelegt war, war auch meine Pubertät schlagartig vorbei. Mir war klar, dass ich wieder lernen musste, mich selbst zu lieben, so wie ich bin. Und ich war keine Geliebte, keine Nymphomanin, keine Gespielin. Ich wollte die "Eine" für den "Einen" sein. Aber die Wunden würden einige Zeit brauchen, um zu heilen. Deshalb habe ich auf mich selbst aufgepasst, bin viel zum Ponyhof gefahren, ins Kino gegangen (z.B. alle Tripplefeature von Zurück in die Zukunft) und habe jede einzelne Folge Raumschiff Enterprise im ORF geschaut. Ich war das einzige Mädchen im Physik-Leistungskurs und interessierte mich fortan mehr für die Relativitätstheorie und Quantenphysik, für Computer/Informatik, für eine Handvoll guter Freunde. Keine Diäten mehr, kein jemandem gefallen wollen. Entweder, die Leute sollten mich so nehmen, wie ich war, oder mir gestohlen bleiben.

Sandra sitz auf dem Fuchswallach Shiras ohne Sattel. Er steht vor dem Stall auf Betonboden. Sandra hat Jeans, schwarze Cowboystiefel und ein mintgrünes Sweatshirt an, darüber eine weiß-rote Winterjacke mit blauem Streifen. Die Haare sind sehr blond gefärbt und sie trägt eine blaue Brille. Sie hat ein sehr rundes Gesicht und man sieht das Bäuchlein und die dicken Oberschenkel.

Ende mit Schrecken

So ätzend diese knapp drei Jahre waren, bin ich rückblickend dankbar, dass mir soetwas als Teenager passiert ist und nicht als junge Erwachsene. Dann hätten wir vielleicht zusammen gewohnt, wären vielleicht sogar verheiratet und hätten ein Kind/Kinder. Da wäre es nicht so leicht gewesen, die Notbremse zu ziehen.

Und ich habe nie angefangen, Drogen zu nehmen. Und ich bin auch nicht schwanger geworden. Insofern habe ich die Pubertät eigentlich ganz gut überstanden.

Sandra bei der Silvesterparty. Sie hat immer noch blondierte Haare, aber schon eine Nuance dunkler. Sie trägt eine durchsichtig-rote Brille und erzählt etwas. Die Augen schwarz geschminkt. Sie trägt ein schwarzes Oberteil und die grobgliedrige Kette. Der Mund ist geöffnet, weil sie etwas erzählt. Sie hat lange, hellblaue Ohrringe. Im Hintergrund ist ein Fenster zu sehen, in dem sich eine Lampe spiegelt.

Und außerdem ist die Kack-AfD gesichert frauenfeindlich. Und wer die wählt, ist es auch.

Themen: Blick in die Vergangenheit | Fotos | Pferde/Reiten | Star Trek | Back to the Future | Kampf den Pfunden | Freunde
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Montag, 2. März 2026 19:36

Meine erste USA-Reise

In der 7. Klasse 1985 war ich so grottenschlecht in Englisch, dass mich meine Eltern für fünf Wochen in den Sommerferien zu unseren Verwandten in die USA geschickt haben. Sie wohnten in der Nähe von Chicago. Ich war 13 Jahre alt, meine Großcousine 14 und mein Großcousin 16. Im Vorfeld war ich sehr aufgeregt und irgendwie wollte mir niemand glauben, dass ich in das Land der Träume reisen würde, noch dazu ohne meine Eltern. Ich flog damals mit KLM über Amsterdam und wurde von den Stewardessen und Stewards gut betreut.

In den ersten Tagen war noch meine Großtante aus Berlin vor Ort, da gab es noch drei Mahlzeiten am Tag. Als sie weg war, ging jeder in die Küche, wenn er/sie Hunger hatte und irgendwann habe ich nur noch Hot Dog Buns und Ketchup vorgefunden. Das war etwas frustrierend. Die guten Sachen wurden irgendwo versteckt, so dass ich sie nicht finden konnte.

Meine Cousine und ich gingen uns ziemlich auf die Nerven und es herrschte ein kleiner Zickenkrieg, obwohl wir beide das gleiche Hobby hatten: Reiten. Alle paar Tage waren wir im Barn. Sie ritt auf dem Englischen Vollblut Roger und ich auf dem 25jährigen Hardford, der sich aber als recht fit herausstellte. Eines Tages ist er mit mir durchgegangen und ich stürzte. Meine Brille war dann kaputt und ich hatte ein riesige Schürfwunde am Oberschenkel. An dem Tag weinte ich mich in den Schlaf, weil mir bewusst geworden ist, dass ich hätte sterben können, wenn mir das Pferd auf den Kopf getreten wäre.

Mit meinem Cousin verstand ich mich besser. Überhaupt verstand ich mich oft mit Jungs besser als mit Mädchen. Er ist mit mir ein paar Mal ins Kino gegangen und auch in ein Wasserrutschenparadies. Außerdem durfte ich viel am Computer spielen und Briefe nach Hause schreiben. In der Familie gab es einige Tiere, die Colliehündin Sandy, die Katzen Blacky und Tiger und ein paar Meerschweinchen und Mäuse. Damit war ich im Paradies. Außerdem habe ich Pferdebücher verschlungen, allen voran die von Walter Farley (The Black Stallion). Mir war aber auch viel langweilig und ich habe mich etwas einsam gefühlt, besonders am Ende, als meine Cousine und mein Cousin wieder in die Ganztagsschule mussten. Da war ich dann froh, als ich wieder zu Hause war.

Aber mein Englisch hatte sich danach deutlich verbessert.

Sandra als 13jährige sitzt an einem Holzschreibtisch. Darauf steht eine klobige Tastatur, ein klobiger Bildschirm mit braunem Bild und weißer Schrift und ein überdimensionaler Nadeldrucker. Sandra hat eine kurze, blaue Adidas-Hose an, ein weißes T-Shirt, eine rote, digitale Armbanduhr. Ihre langen braunen Haare sind mit einer roten Klammer hinter den Ohren nach oben gesteckt. Außerdem hat sie eine große, rote Metallbrille auf der Nase. Sie schat rechts über die Schulter und strahlt über das ganze Gesicht.

Sandra als 13jährige hält einen großen Rotschimmelwallach am Kopf. Sie hat blaue Jogginghosen und ein weißes T-Shirt an, auf dem irgendetwas geschrieben steht. Der Wallach hält seine Ohren seitlich entspannt und trägt einen braunen Zaum und einen schwarzen Sattel. Die beiden stehen auf einer grünen Wiese mit hohen Gräsern. Im Hintergrund ist ein Zaun, Stormleitungen und Bäume. Der Himmel ist hellblau.

Auf einem Wiesenhügel hockt Colliehündin Sally falch auf dem Boden. Sie ist überwiegend beige, ihre Brust und ihr linkes Vorderbein sind weiß. Die Ohrenspitzen sind schwarz. Sie blickt nach links.

Und was für eine Überraschung, ein AfD-Politiker hat mal ein paar N*ziparolen gegrölt und tritt deshalb jetzt zurück. Vielleicht hat er sich auch die Taschen inzwischen genug vollgestopft mit unseren Steuergeldern. Wer weiß...

Themen: Blick in die Vergangenheit | Urlaub | Pferde/Reiten | Familienbande | Fotos | Computer und Internet | Kino
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Sonntag, 1. März 2026 13:38

Sandras Trickfilmkiste

Wenn wir im Urlaub waren, hat mein Papa mit unserer Super 8-Kamera gefilmt. Die hat er von einem Verwandten abgekauft, der als Early Adopter immer die neuesten Gadgets hatte. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte dieser sich dann eine Super 8-Kamera gekauft, die auch Ton aufnimmt. Es existieren deshalb auch Aufnahmen von meiner Taufe 1972. Nach den Urlauben hat Papa immer ein wenig auf der Kassette, die so 3-3,5 Minuten fassten, übrig gelassen, um mit den roten Tafeln mit weißen Magnetbuchstaben die Titel zu verfassen, die er dann mit der Schneidemaschine (hat mich immer an einen Locher erinnert) einfügte und dann die Filme zu etwa 20-minütigen Erinnerungsschätzen zusammengeschnitten hat, die dann auf den großen Rollen aufbewahrt werden konnten.

Meist blieb am Ende immer noch ein wenig Film übrig, und damit es dann nicht bis zum nächsten Urlaub warten musste, bis der voll war und man ihn zum Entwickeln bringen konnte, hat er mir gezeigt, wie man Stop Motion-Filme dreht und erklärt, dass eine Sekunde Film aus 24 Einzelbildern besteht. Es war für mich aber eher ein "Abfallprodukt" und nicht wirklich ein Hobby. In der Zeit von 1984 bis 1989 sind dann ein paar kleine Trickfilme entstanden, die mir Papa vor geraumer Zeit mal als Datei geschickt hat. Er hat das einfach mit einer Kamera von der Wand abgefilmt, deshalb entält die Aufnahme nostalgische Staubflusen und das originale Projektorknattern. Das Geräusch löst Kindheitserinnerungen aus.

Die verlinkten Filmschnipsel zeigen eine Stadt aus Bauklötzen, Papas Modellflugzeuge, kleine Männchen aus den Toasties-Packungen und ein lustiges Lego-Auto. Dann einen Stift, der etwas gezeichnet hat, was man aber nicht erkennen kann, weil das überbelichtet ist. Als Tiernarr habe ich natürlich meine Zootiere mit einer Holzeisenbahn herumtransportiert. Ein schwarzer Hund jagt ein Schaf.

Dann hatte ich ein Gummipferd mit Drahtgestell, das eigentlich ideal für Stop-Motion-Filme gewesen ist, allerdings sieht man sehr deutlich, bei welchen Passagen mir mein Papa geholfen hat, und wo ich selbst experimentieren durfte. Mit den Magnetbuchstaben habe ich auch comic-haft das Gebellte an die Tafel geschrieben. Der schwarze Hund war auf der Suche nach Freunden (ich Sonderling irgendwie auch immer). Anscheinend habe ich auch ein Lego-Fabuland-Auto besessen. Daran kann ich mich gar nicht erinnern.

Dann habe ich eine Verkehrsstudie mit Straßenbahn (ich habe sie erst viel später als Zuagroaste "Tram" genannt) und allerlei Fahrzeugen an einer großen Kreuzung erstellt und eine Bewegungsstudie mit meinem Barbiepferd "Isara" ("die Reißende"). Da die Gelenke relativ natürlich beweglich waren, ist mir Schritt, Trab, Galopp und Pass recht gut gelungen. Am Ende hat Isara noch ausgeschlagen und ist gestiegen. Zum Schluss musste ich den Film noch vollkriegen und wollte nochmal was Zeichnen, da hat der Film dann aber nicht mehr gereicht.

Zum Abspielen clicken :-)

Und jetzt bin ich mal wieder überhaupt nicht überrascht, wie menschenverachtend so mancher Politikabschaum ist.

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Freitag, 27. Februar 2026 17:05

Spontaner Ausritt

Das Wetter war herrlich. Endlich Frühling. Wir sind heute spontan ausgeritten. Felix war super drauf, lahmfrei, und wir sind sogar zwei Mal galoppiert. My Happy Place!

Felix und Fanta sind startklar. Felix ist ein Norwegerwallach und Fanta eine braune Stute. Sie stehen gesattelt und mit Hufschuhen am Putzplatz.

Felix' Hals, Mähne und Ohren aus der Reiterperspektive. Links daneben ist der Kopf von der braunen Stute Fanta zu sehen, die am langen Zügel entspannt geht. Die Pferde blicken auf einen wunderschönen Waldweg. Die Sonne strahlt frühlingshaft durch die noch kahlen Bäume.

Felix' Widerrist und etwas Mähne sind zu sehen sowie der Vorderzwiesel des Sattels. Die Zügel liegen über dem Griff der Gerte, die ich unter das Knie geklemmt habe. Die Steigbügel liegen vor dem Sattel überkreuzt.

Und in der Zwischenzeit findet ein Prozess gegen AfD-Abgeordneten Miguel Klauß wegen Volksverhetzung satt. Sch*iß-Nazis!

Themen: Eigenes Pferd Felix | Fotos | Patenpferd Fanta
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Donnerstag, 26. Februar 2026 21:13

Von der Lügnerin über Schriftstellerin zur Bloggerin

Meine Eltern hatten keine Ahnung, was sie damit ins Rollen gebracht haben, als sie mich in der Grundschule das erste Mal auf ein Pony gesetzt haben. Vorher war ich schon ein Tiernarr, wollte alles streicheln, was ein Fell hatte. In Berlin war ich ganz vernarrt in den Hund von Nachbarn, einer schwarzen Bordercolliehündin namens Whisky. Aber seit dem ersten Besuch auf dem Ponyhof war ich mit dem Pferdevirus infiziert.

Leider durfte ich nicht in die Reitschule gehen. Einerseits weil das sehr teuer war, andererseits weil meine Mutter Angst gehabt hat, dass ich runterfalle und mir was tue. Dummerweise habe ich mir dann auf dem Ponyhof aber lauter falsche Sachen angewöhnt, wie am Zügel zerren und die Füße in die Rippen des armen Ponies kloppen. Immerhin habe ich mir Leichttraben abgeschaut.

In meiner Phantasie war ich aber in einer Reitschule. Und ich habe auch erzählt, ich wäre in einer Reitschule. Wir hatten Clubkleidung, rote Sweatshirts und beige Reithosen. Und eine Pferderasse namens Tölzer habe ich erfunden, braune Pferde mit schwarzer Mähne und weißen Köpfen. Natürlich haben mich die Mädchen, die tatsächlich in einer Reitschule waren, und die ich sehr beneidete, durchschaut, weil ich nicht wusste, was "Hilfen" sind. Oder ich dachte damals noch, dass alle männlichen Pferde Hengste wären.

Als ich in die Orientierungsstufe kam, habe ich mit den Lügengeschichten aufgehört. Rückblickend habe ich das sehr geschickt gemacht, denn dann habe ich angefangen, Geschichten zu schreiben, z.B. "Nadja - Großstadtpflänzchen unter Pferden". Somit konnte ich in diese Phantasiewelt eintauchen, ohne Lügengeschichten zu erzählen, weil klar war, dass es nur ausgedachte Geschichten waren.

Mit 12 durfte ich dann endlich in eine Reitschule gehen, nachdem ich meine Eltern jahrelang genervt habe. Die arme Reitlehrerin musste mir dann beibringen, die Pferde nicht so "einzuklemmen" und es hat eine Weile gebraucht, bis ich den Trab aussitzen konnte. Mich hat der militärische Drill aber dann doch genervt und ich habe mit dem Unterricht wieder aufgehört. Aber Geschichten geschrieben habe ich viele, z.B. über den Goldfuchs Mustanghengst Horizontsturm oder der braunen Stute Harysing, die gestohlen wurde und ein Zwillingspärchen den Fall aufklärte (dieses Manuskript ist aber leider verschollen). Und ich habe die Phantasiewelt "Gut Horseback" erfunden, in der ich alle möglichen Pferdegeschichten und auch Menschengeschichten erzählen konnte. Diese habe ich in einer Zeitschrift namens "Ponyexpress" verewigt, mit zahlreichen Illustrationen, und mich einmal wöchenlich mit einer Freundin getroffen, um in diese Phantasiewelt einzutauchen. Bis ich ihr dann irgendwann auch damit auf die Nerven gegangen bin.

Als ich in die Pubertät kam, haben sich meine Interessen natürlich etwas gewandelt. Da habe ich diese Schundromanheftchen Denise verschlungen, amerikanische Teenager-Filme geschaut und in dem Stil Romane geschrieben. Die fanden eine begeisterte Leserschaft in meiner Klasse. Diese Liebesromane waren relativ autobiographisch und ich habe mir teilweise nicht allzu viel Mühe gegeben, die Charaktere zu verfremden oder so zu vermischen, dass man keine Rückschlüsse mehr hätte ziehen können, von wem ich da schreibe. So wusste jeder in der Klasse, wer gemeint war, als ich z.B. von "Peter Lighthouse" schrieb. Da hätte ich den Mädchen in der Klasse auch gleich meine Tagebücher geben können.

Als ich dann irgendwann die Schnauze voll hatte von Jungs, habe ich mich mehr dem Science Fiction, insbesondere Star Trek zugewandt, ebenso wie der Physik (Leistungskurs/Abitur) und hobbymäßig der Astronomie und auch ein bisserl der UFO-Forschung. Die Relativitätstheorie hat mich fasziniert, ich war aber etwas enttäuscht, weil die gar nicht so kompliziert ist, wie man sich das als Laie vorstellt. Die Quantenphysik war nicht Teil des Abiturs, damit habe ich mich dann populärwissenschaftlich auseinandergesetzt, insbesondere mit den Büchern von John Gribbin. Gelesen habe ich sehr gerne Isaac Asimov, später dann Andreas Eschbach.

In dieser Zeit habe ich einen Star Trek Roman geschrieben namens "Vulkans Kinder", in der der Charakter T'Ra Shrij Mar Shandij vorkam (wusste alles, konnte alles, und sah verdammt gut aus). Daher habe ich "Shandij" oft als Online-Pseudonym verwendet. Und einen Roman über zeitreisende Dinosaurier. Die Bücher zur Besiedelung des Mars und eines Genexperiments sind im Konzeptstadium stecken geblieben.

Schreiben hat mir auch über eine depressive Phase geholfen, allderings ist diese Kurzgeschichtensammlung, die in dieser Zeit entstand, absolut nicht dazu geeignet, von irgendjemanden gelesen zu werden. In dieser Zeit war das Schreiben für mich so etwas wie eine Therapie.

Als ich dann in den Offiziellen Star Trek Fanclub Deutschland eingetreten bin, habe ich als Redakteurin und Autorin für das Fanzine "Bordtime" gearbeitet, das neben der "Trekworld" abonniert werden konnte, aber eher ein Schattendasein fristete. Mein bester Artikel war "Stilbluten", in dem ich mich über das Leid einer Redakteurin ausließ und darüber philosophierte, was mit "Lockbüchern" gemeint sein könnte. Später habe ich noch sporatisch als Autorin für das Star Trek Forum Magazin und der halbjährlich erschienenen Starbase geschrieben. In dem Buch "The Great Link 2", in dem jeweils zwei Geschichten von TOS, TNG, VOY und DS9 erschienen, habe ich auch eine wunderschöne TOS-Geschichte "Die Stimme des Herzens" geschrieben, für die ich sehr viel Lob bekommen habe, in der die autobiographischen Komponenten aber stärker versteckt waren.

Als ich 1999 zum ersten Mal Mutter wurde, war es mit dem Schreiben dann vorbei. Ich hatte einfach keine Zeit mehr, denn um zu schreiben, hätte ich mindestens 4 Stunden am Stück gebraucht, in denen ich nicht gestört werde, damit ich in meine Phantastiewelt eintauchen und in ihr leben kann. Diese Zeit und Muse hatte ich dann einfach nicht mehr.

Ab und an habe ich noch Tagebuch geschrieben oder heute eben diesen Blog, aber für Geschichten oder gar Romane hat es nie wieder gereicht.

Und die K*ck-AfD wehrt sich mit allen Mitteln dagegen, als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft zu werden. Das wird ihr aber nix nutzen, weil alle Faschisten zum Verlieren verdammt sind. Sooooo...

Themen: Blick in die Vergangenheit | Sonnenstrahl | Pferde/Reiten | Science Fiction | Star Trek
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Montag, 23. Februar 2026 19:13

Ein echter Sandra

Gestern auf der Heimfahrt vom Besuch bei einer Freundin hab ich mal wieder eine Stadtrundfahrt mit der U-Bahn gemacht. Wegen eines Feuerwehreinsatzes kam es auf den Linien U3/U6 zu Störungen, weshalb ich mich dann irgendwie in der Brudermühlstraße wiedergefunden habe. Von dort fuhr aber keine U3 wieder zurück, ich musste irgendwie zur U2 kommen.

Ein Glück, dass es mittlerweile die Apps auf dem Handy gibt, da finde ich mich schnell wieder zurecht und vor allen Dingen heim. Mit dem X30-Bus zur Silberhornstraße und von dort mit der U2 heim.

Und als ich heute im Supermarkt war, hab ich natürlich meinen Geldbeutel im Auto vergessen. Aber ich hatte Paypal im Gugl Wallet, so dass ich mit dem Handy bezahlen konnte. Mein Hirn!

Und Leute, die den Schuss nicht gehört haben und alle Belege für den Rechtsextremismus in der AfD ignorieren und die weiter für eine wählbare Partei halten: Habt ihr alle Lack gesoffen?

Themen: Sonnenstrahl | Freunde | Computer und Internet
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Sonntag, 22. Februar 2026 19:18

Meine Lederjacken

Meine erste Lederjacke habe ich ca. 1990 im Jeans Kaltenbach gekauft. Sie sah exakt aus wie die, die Arnold Schwarzenegger in Terminator getragen hatte, einer meiner Lieblingsfilme damals. Eigentlich hat sie mir nicht gut gepasst. Die Ärmel waren zu lang und man konnte sie wegen der Steifheit des echten Leders und der Reißverschlüsse am Ärmelende nicht umschlagen. Es gibt davon leider kein Foto, außer dieses grauenhafte Passbild. Ich musste damals langsam wieder lernen, mich selbst zu lieben. Ich habe die Lederjacke fast nicht getragen und ein paar Jahre später bei eBay verkauft.

Passbild von Sandra aus dem Jahr 1990. Sie trägt eine schwarze Terminator-Lederjacke und ein weißes T-Shirt. Sie lächelt pausbäckig neben die Kamera, weil ihr Passfotos von vorn nicht gefielen. Die dunkelblond gefärbten Haare fallen in Locken um ihren Kopf.

Bei eBay hingegen gekauft hatte ich mal eine echte Lederjacke in Kindergröße, die Ferdinand für sein Cosplay als Indiana Jones trug.

Ein 8jähriger Junge posiert als Indiana Jones verkleidet mit beiger Hose, an der eine Bullwhip hängt. Er trägt eine dunkelbraune Lederjacke. In seinen Händen hält er einen Spielzeugrevolver und zielt auf den Fotografen. Das Gesicht ist verpixelt. Auf dem Kopf trägt er einen braunen Feodora-Hut. Das Bild ist im Wohnzimmer aufgenommen. Auf dem Sofa liegt eine braune Wolldecke zusammengeknüllt, vor der Tür im Hintergrund steht eine Stereobox und hängt ein Star Trek Poster.

Für mein Liv Moore-Outfit für die ComicCon München im MOC 2018 habe ich mir eine günstige, grüne Lederimitat-Jacke gekauft. Den ganzen Tag eine blonde Perücke zu tragen war die Hölle und ich wollte das nie wieder tun. Wenn dann würde ich all in gehen und mir die Haare tatsächlich nochmal in meinem Leben blondieren.

Florian in blauer TNG-Uniform und Sandra mit grüner Lederjacke, hellgrünem T-Shirt, Jeans und halbhohen, schwarzen Stiefeln stehen vor der Küchentür. Sandra trägt eine blonde Perücke.

Sandra sitzt in ihrem Liv Moore-Outfit auf einem Nachbau eines elektrischen Stuhls. Sie hat die Hände zu Krallen geformt und scheint zu schreien oder lachen gleichzeitig. Eine mollige Frau in Steampunk-Outfit deutet an, sie würde ihr mit einem großen Holzhammer auf den Kopf schlagen. Im Hintergrund sieht man eine Tafel mit allerlei elektrischen Utelsilien.

2019 habe ich die Jacke auch mal privat angezogen, da sie farblich sehr gut zu meinem grünen, festlichen Kleid passte. Das war auf einer wundervollen Hochzeitsfeier beim Eibsee.

Sandra tanzt mit einer Frau. Sandra hat ein grünes, langes Kleid an und darüber die grüne Lederjacke. Die Frau führt Sandra gekonnt, da sie Tanzlehrerin ist. Sie trägt einen schwarzen langen Rock und ein rotes Bolero-Jäckchen, dazu schwarze Tanzpumps. Der Boden ist schlichtes Parkett, die Wand dahinter hell mit einer weißen Tür. Links sieht man ein paar Aufbauten für die Band.

An einem festlich gedeckten Tisch sitzen Florian in einem weinroten Hemd und Sandra in der grünen Lederjacke. Sie haben offensichtlich Spaß und Florian klatscht in die Hände. Dahinter kann man aus einem Fesnter auf die Terrasse blicken.

Sandra sitzt im Vorraum der Damentoilette an einem kleien, weißen Tischchen. Sie trägt das grüne Kleid und die grüne Lederjacke. Sie stützt ihren Kopf gelangweilt auf und starrt auf einen Teller, auf dem ein paar Münzen liegen.

2025 hatte das Liv Moore-Cosplay seinen letzten Auftritt, nämlich während des WTFs in Leipzig. Ich hatte mein Vorhaben wahrgemacht. Ab 2022 hatte ich meine Haare nicht mehr schwarz nachgefärbt. Nach drei Jahren war die Farbe rausgewachsen und die Zeit reif, dieses eine und voraussichtlich letzte Mal meine Haare zu blondieren. Leider hat sich das Lederimitat der Jacke begonnen aufzulösen, weshalb die Jacke nach dem Cosplay endgültig entsorgt wurde.

Sandra posiert im selben Outfit wie 2018 auf der ComicCon, nur die Jeans ist eine andere. Ihre Haare sind in etwa so frisiert wie von Liv Moore aus der Serie iZombie mit einfachen Haarklammern teilweise hochgesteckt. Sie steht in einer Art Café vor einer kleinen, gemütlichen Sitzgruppe. An der Wand dahinter brennt diffus ein Licht und an den großen Fenstern kleben Plakate.

Das Bild zeigt einen Ausschnitt der grünen Lederjacke mit den beiden Ärmelenden. Rechts und links von den eingesetzten Reißverschlüssen löst sich das Lederimitat schon auf und man sieht hässliche, braune Flecken darunter hervorscheinen.

Ich war ein wenig traurig und wollte mir eine ähnliche Jacke noch einmal kaufen, die ich zu festlichen Aktivitäten zu eben diesem Kleid tragen konnte. Bei bonprix dachte ich, dass ich fündig geworden wäre. Als die Jacke aber ankam, war ich enttäuscht, weil das grün viel dunkler war als auf den Fotos. Und mir war das Leopardenmusterfutter gar nicht aufgefallen. Das geht für mich gar nicht. Das ist doch total n*ttig. Die Jacke ging dann in Retoure.

Ausschnitt einer dunkelgrünen Lederimitat-Jacke, die dunkler als im Katalog aussieht. Das Futter hat ein Leopardenmuster.

Jetzt habe ich mich aber in eine andere Lederimitat-Jacke in schwarz-weiß von EMP verliebt. Die ist einfach hammer! Und wird auch zu anderen Outfits passen, nicht nur zu dem grünen Kleid.

Sandra posiert mit der neuen schwarz-weißen Lederimitat-Jacke vor dem dreigeteilten Lindwurm an der Wand, die Hände in die Hüfte gestemmt. Sandra lächelt und hat ihre Lesebrille ins blond gefärbte Haar gesteckt.

Selfie mit Sandra, lächelnd mit Brille im blond gefärbtem Haar. Im Hintergrund hängt ein gewellter Spiegel von Ikea an der mintgrünen Wand, in dem man die Rückseite der Lederimitat-Jacke sieht, rechts weiß und links schwarz.

Und die AfD ist immer noch ein faules System aus Macht und Korruption. EkelhAfD!

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Freitag, 20. Februar 2026 19:48

Frage an ChatGPT

Nachdem meine Gugl-Suche nicht erfolgreich war, habe ich mal wieder Chat Plausible Generated Trash bemüht. Meine Frage lautete aus Gründen: "Was könnte sich hinter der Schmiererei "Poser Slum Rock" verbergen, die jemand auf das Werbeplakat einer Coverband nach dem Konzert geschrieben hat?"

Die Antwort von ChatGPT lautete:

Wenn jemand nach einem Konzert „Poser Slum Rock“ auf ein Werbeplakat einer Coverband gesprüht hat, dann ist das sehr wahrscheinlich eine abwertende, spöttische Schmiererei – kein offizieller Begriff, sondern eine Zusammenstellung von Wörtern, die negative Assoziationen wecken sollen.

Hier eine mögliche Deutung der einzelnen Bestandteile:

- Poser

Im Musik- und Jugendkultur-Jargon bezeichnet „Poser“ jemanden, der nur „so tut als ob“, ein falsches Image hat.

Der Begriff ist abwertend: Er wirft der/dem Betreffenden vor, nicht echt oder unauthentisch zu sein.

- Slum

Ein „Slum“ ist ein arm und vernachlässigtes Wohngebiet.

In übertragenem Sinne soll es hier wohl Schmutz, Dreck oder minderwertige Qualität suggerieren.

- Rock

Bezieht sich entweder auf das Musikgenre Rock oder allgemein auf die Band/den Sound.

Zusammengesetzte Deutung

„Poser Slum Rock“ könnte also bedeuten:

=> Eine sehr unhöfliche Kritik an der Band, z. B.:

Die Band sei unecht („Poser“),

ihre Musik schlecht oder billig („Slum Rock“),

also im Kern: „schlechter, unauthentischer Rock, gespielt von Posern“.

Das ist kein gängiger Begriff in der Musikszene, sondern eher eine sarkastische Wortschöpfung, die jemanden beleidigen soll — vergleichbar mit Sprüchen wie „fake rock“ oder „Trash-Music“.

Ich habe seinerzeit zum Vorpremierepublikum gehört und kann dazu nur sagen: "Wer immer das war... Der muss einen anderen Gig gehört haben als ich."

Und die perfiden Arschkrampen der AfD "beschäftigen" sogar 80-Jährige, um Steuergelder abzugreifen.

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Donnerstag, 19. Februar 2026 19:46

Tinnitus

Ich hatte schon öfter mal Tinnitus. Meist nur kurz, maximal ein paar Stunden, dann war er wieder weg. Im November hätte ich auf Dienstreise gehen müssen und bekam am Bahnhof eine Panikattacke. Ich habe mich dazu entschieden, die Dienstreise nicht anzutreten, sondern mich krank gemeldet. Ich stand unter enormen Stress, emotional, aber wahrscheinlich auch noch nachwirkend beruflich, weil ich nicht gleich einen Schalter im Hirn umgelegt bekommen habe, dass es jetzt wieder alles gut wird, weil sich die Umstände zum Positiven geändert haben.

Als ich nachmittags zu Hause zur Ruhe kam, bemerkte ich, dass ich schon wieder einen Tinnitus hatte. Er war ähnlich wie eine Flugzeugturbine. Da ich das schon kannte, dachte ich mir erst einmal nix dabei. Es dauerte ein paar Tage, bis ich bemerkte, dass er nicht wieder weg ging. Vor Weihnachten bekam ich aber bei meinem Wunsch-HNO-Arzt keinen Termin mehr. Ich behalf mir manchmal mit 2-stündigen Youtube-Videos von Meeresrauschen. Regen geht auch.

Im Weihnachts/Silvester-Urlaub wurde es etwas besser. Vom HNO-Arzt bekam ich die Kalmeda-App verschrieben. Die hat mich aber eher gestresst, weil man da Entspannungsübungen machen soll. Und anschließend kam dann nach jedem Kapitel eine Mail mit einem ziemlich langen Text, den ich nicht gelesen habe. Leute, ist das euer Ernst? Es ist ja nicht so, dass ich nicht täglich mit Mails zugesch*ssen werde. Ich benutze die App nicht mehr. Für mich persönlich ist sie leider nicht hilfreich.

Jetzt höre ich wieder vermehrt Musik. Normalerweise brauche ich keine Hintergrundbeschallung, auch weil ich dann leicht abgelenkt bin, weil ich mitsingen möchte oder auf den Text achte. Der Tinnitus wird immer leiser und höher. Ich bin guter Dinge, dass er auch wieder verschwinden wird. Drückt mir die Daumen.

Mittlerweile wurde auch in Niedersachsen die AfD als extremistisch eingestuft. Wer die wählt, ist ein N*zi oder mindestens ein Steigbügelhalter und hat aus der Geschichte nix gelernt.

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10.07.2022 13:01 Clicks: 693113

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