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Mein aktuelles BlogDas komplette Weblog findest du hier nach Datum sortiert und hier nach Themen sortiert. Sonntag, 6. September 2026 21:58Twitch Aufbau Enterprise BrückeHeute haben wir die LEGO® Icons #11385 Star Trek: U.S.S. Enterprise NCC-1701™ Brücke aufgebaut. Anfangs haben wir viel gelabert und gelacht, aber dann haben wir fleißig gebaut, uns mit dem Chat unterhalten und nach der Pizzapause gegen Ende hat es sich dann doch etwas gezogen. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht. HäkelHägar hat wunderbare Wortwitze gebracht. Ich bin die Aufschneiderin und Florian der Aufreißer. Clips
Samstag, 29. August 2026 23:09Legoland mit Martina (Dindli)Heute waren wir im Legoland mit einer Freundin verabredet. Nach unserem obligatorischen Foto vor der Saturn V zu Hause sind wir zum Edeka Wollny zum Frühstücken gefahren. Diesmal haben wir sogar an Bücher gedacht und Mara- und Paul-Bücher in das Regal gestellt, aber ich habe auch zwei Bücher mitgenommen. Es war sehr schön, mit jemandem ins Legoland zu gehen, die noch nie dort gewesen war. Sie hatte sich ein paar Dinge notiert, die sie gerne tun wollte. So waren wir erst im Kino und haben uns Mythica angeschaut und in das kleine Alicorn Bobs verliebt, und wir waren seit langem mal wieder im Atlantis by Sea Life. Ich habe mich gefragt, wieso alle U-Boote eigentlich immer gelb sind. An die Handläufe im Bereich, wo man sich anstellt, haben sie Kanten angebracht, damit sich niemand darauf hinsetzt. Dahinter steckt sicher eine Geschichte, ich habe es trotzdem Hostile Design genannt. Das Atlantis ist wirklich schön. Ich habe es sehr genossen, da mal wieder reinzugehen. Anschließend sind wir mit dem Turm gefahren, um einen guten Blick von oben zu haben. Wir haben dann Lust bekommen, mit der Achterbahn Maximus im Mythica-Land zu fahren. Das habe ich seit meinem Sturz vor vier Jahren nicht mehr gemacht, weil mein Nacken gestaucht gewesen war. Aber inzwischen geht es mir wieder gut. Außerdem möchte ich normalerweise Florian nicht draußen warten lassen, weil er sowas nicht mehr fährt, aber mit einer Freundin war das mal eine Ausnahme. Es hat riesigen Spaß gemacht! Ganz untypisch, aber weil die Zeit gerade passte, haben wir uns auch die Show "Battle of the Bands" in der Arena angeschaut. Es war akrobatisch wirklich eine Höchstleistung, und mir hat auch sehr gut gefallen, dass die Tänzerinnen nicht alle superdünn waren, sondern unterschiedlich gebaut. Wundervoll! Weil dann die Zeit doch etwas fortgeschritten war, haben wir noch unseren obligatorischen Besuch in der Fabrik abgestattet. Dort kauft Florian immer die süßen Tierchen aus dem Schaufenster und andere Steine, die er für seine MOCs gebrauchen könnte. Diesmal wieder ein paar Schienen für sein Schreckensfahrt-Projekt. Die Schlittschuhbahn war nicht geöffnet. Zum Schluss waren wir noch shoppen. Ich bin etwa drei Mal schon an dem Set mit der Mondrakete von Tim & Struppi vorbeigelaufen in den letzten Wochen, aber jetzt wollte ich die auf jeden Fall doch haben. Florian hat wie geplant das Arcade Pinball Machine-Set geholt und statt dem X-Wing die Cantina Band mit Smart Brick. Außerdem noch einen Rollkoffer. Das Schöne am Erwachsensein ist, dass man sich die Sachen einfach kaufen kann, bei denen die Eltern früher gesagt haben, es sei zu teuer. Nach dem obligatorischen Foto draußen vor dem großen Tor mit all den Legotüten haben wir dann das Auto erstmal gesucht. Wir hatten vergessen uns zu merken, wo es steht, weil wir so dringend mussten und unsere Freundin auch nicht länger warten lassen wollten. Ich bin dann abenteuerlich quer über den Parkplatz gefahren, damit wir an einer kürzeren Schlange nach draußen stehen, es ging dann aber doch flott. Nicht so wie damals, als wir bei Saisonende nach dem Feuerwerk 1,5 Stunden standen, bevor es sich überhaupt gelohnt hatte, den Motor zu starten. Wir sind dann in die Innenstadt gefahren zum Ristorante Pizzeria da Mamma Serena Backstube, wo wir den Abend noch ausklingen lassen wollten. Im Legoland selbst hatten wir keine Zeit zu essen. Ich habe die Pizza Linda e Giorgia bestellt mit Pommes und Würstchen, nur weil ich das so abgefahren fand. Es war auch ganz okayisch lecker. Im Parkhaus stand unser Auto auf Platz 42. Da mussten wir uns nicht merken, wo es war. Wenn der Platz frei ist, parken Nerds grundsätzlich auf der 42. Oder nehmen den Locker mit der Nummer 42. Schön war's!
Montag, 24. August 2026 19:48Tagebücher 1987Das Jahr war sehr geprägt von meiner Pubertät, aber ich habe auch schon begonnen, reifer und erwachsener zu werden. Ich war im Februar 15 Jahre alt geworden. Insgesamt ist es aber schon schwierig, die Gedanken eines Teenagers aus Erwachsenensicht zu ertragen. Ich habe viele Passagen über Liebeskummer und pseudo-philosophischem Gelaber überblättert, und die Träume und gelegentlichen Traumdeutungen habe ich auch nicht gelesen. Aber ich habe auch ein paar Schätze und schöne Erinnerungen gefunden. Zum Beispiel habe ich begonnen, zu Silvester ein Danketagebuch zu führen. Aber auch sonst habe ich nicht nur geschrieben, wenn es mir schlecht ging und um den negativen Gedankenspiralen Raum zu geben, sondern konsequent jeden Tag, so dass ich auch Dinge beschrieben habe, über die ich mich gefreut habe. Zuweilen war ich sehr philosophisch und habe z.B. über den Sinn des Lebens nachgedacht. Da alles vergänglich ist, liegt der Sinn des Lebens in der Liebe und dem Spaß, den wir im Hier und Jetzt haben, war meine Schlussfolgerung. SchuleIn der neunten Klasse hat mir die Schule langsam sogar Spaß gemacht (außer Sport). Obwohl ich mich als Außenseiter fühlte. Meine Noten wurden aber besser dank der Hilfe von Claudia, die mir immer Nachhilfe gegeben hat, besonders in Mathe. Ich muss mich mal bei Gelegenheit bei ihr bedanken. Wegen meiner Schiebermütze, die ich eine Zeit lang getragen habe, hätte ich beinahe mal einen Verweis bekommen. Ich habe begonnen, im SHS-Programm (Schüler helfen Schülern) Mathenachhilfe zu geben. Allerdings haben mich die Zwerge auch gerne mal reingelegt und wir haben doch ihre Hausaufgaben gemacht, obwohl das eigentlich nicht Sinn der Sache gewesen war.
"Reliex: Mir gings gut, Dank Dina's deutlicher Schrift"
Nachrichten/Zeitgeist: Umweltschutz, Ozonloch, Aids, Atomkrieg/TschernobylAids war ein ganz großes Thema. "Als das mit dem Ozonloch angefangen hat, hat L. gesagt: "Du wirst uns noch alle umbringen." Dabei hat er auf T. geschaut, die ja immer soviel Haarspray benutzt." SportEine Zeit lang habe ich Judo gemacht, bis zum gelben Gürtel. Da ich aber keine Lust hatte, in die Mannschaft zu gehen, meine Wochenenden für Turniere zu opfern und generell kompetitive Situationen nicht mochte, gab es etwas Knatsch mit der Freundin, die mich dazu gebracht hatte. Und wenn meine Kampfpartnerin N. nicht da war und ich mit jemand anderem üben musste, war mir der Körperkontakt immer unangenehm. Als es dann mit der Freundin auseinander ging, habe ich mich wieder abgemeldet. Zeitweise war ich auch in meinen Judotrainer verknallt. Hin und wieder war ich schlittschulaufen oder reiten. Ich bin viel Fahrrad gefahren, gern im Wald, wo ich mich immer mit einem Buch an den Baggersee gesetzt habe. "Im Falle eines Falles ist richtig fallen alles!" - Judotrainer Hobbys: Bücher schreiben, Kino, Musik, Fotografieren...Ich habe wie am Fließband Jugend-Liebesromane à la Denise geschrieben, die ziemlich autobiographisch waren. Deshalb kamen die in der Schule gut an. Ich hätte meine Klassenkameradinnen fast auch gleich meine Tagebücher zum Lesen geben können. Und wenn ich über andere geschrieben habe, war es leicht zu erraten, wen ich meinte, wenn ich z.B. von einem "Peter Lighthouse" geschrieben habe. Das waren definitiv keine literarischen Meisterwerke, aber für mich zumindest therapeutisch wertvoll. Es war auch gut, dass ich Maschineschreiben gelernt hatte als Wahlfach, denn so konnte ich das auf der Schreibmaschine meiner Mama tippen. Und weil ich in der neunten Klasse dann das Wahlfach Informatik belegte, erschien es mir sinnvoll, vorher das 10-Finger-System zu erlernen. Für mich war die Schreibmaschine ähnlich interessant wie ein Fernseher, nur dass mein Hirn da nicht auf Input, sondern auf Output gepolt war. Für Peter und seine Band sollte ich mal einen Rap schreiben. Ich bat ihn darum, mir die Melodie oder den Beat zu geben, am besten auf Cassette, aber das tat er nicht. Also habe ich ohne zu wissen, wo die Betonungen lagen eine Art Rap geschrieben, der natürlich nicht funktionierte. Außerdem hat mich Peter gefragt, ob ich seine Konzerte (Kleinkunstabend, Sommerfest) fotografieren würde. Das hat mich sehr stolz gemacht, aber ich musste erst lernen, bei diesen Lichtverhältnissen die Bühne zu fotografieren und was ISO ist. In der Zeit mochte ich tatsächlich noch wilde Achterbahnen und andere Fahrgeschäfte. Und ich war großer Garfield-Fan. Das hat sich heute geändert. Ich mochte alte Schwarz-Weiß-Schinken, z.B. Charlie Chaplin "Der große Diktator". Der Kinofilm "Dirty Dancing" hat mich am meisten beindruckt. Ich war da natürlich auch in der Tanzschule, auch wenn ich beim Abschlussball versetzt worden bin und mein Tanzpartner einen Freund als Vertretung schickte.
FamilieBei meiner Omi wurde Eierstockkrebs diagnostiziert. Sie war 57 Jahre alt. Ich bin heute 54 Jahre alt, und ich habe machmal ganz schön Angst deswegen. Damals hatte ich das zunächst nicht verstanden, weil meine Familie nur von "Geschwülsten" geredet hat und das Wort "Krebs" tunlichst vermied. Nachdem meiner Omi aber die Haare ausgefallen waren und sie eine Perücke trug, konnte man es mir gegenüber nicht mehr verheimlichen, dass es wirklich Krebs war. Mir war bewusst, dass das eine sehr ernstzunehmende Krankheit war, an der man auch sterben konnte. Freundinnen und FreundeEine Freundin namens Alex war wegen der Scheidung ihrer Eltern ziemlich mitgenommen. In der Trennungsphase hat sie oft bei mir oder anderen übernachtet und wir waren dauernd schlittschuhlaufen. Später ist sie nach Kempten umgezogen, und weil ihr ein eigenes Pferd versprochen worden ist, habe ich ihr mein weinrotes Reitjacket zum Abschied geschenkt, das ich 1985 in den USA von meiner Cousine geschenkt bekommen habe. Mit ihr habe ich noch lange geschrieben und sie kam ab und zu auch nach München zu Besuch. Wegen meiner psychischen Probleme und inneren Zerrissenheit hat sich auch eine Freundin genervt von mir abgewendet. Zu diesem Zweck hat sie mir einen Brief in einem blauen Umschlag geschrieben, den sie auch wirklich ernst und nicht als Scherz meinte. Damals war ich darüber sehr geknickt, weil ich doch mit meinen besten Freund(inn)en über alles sprechen können wollte, aber aus heutiger Sicht verstehe ich das sehr gut. Ich war einfach ein Unruhepol mit sehr komplexen Problemen, die ich damals einfach noch nicht einordnen, geschweige denn selbst lösen konnte. Mein bester Freund wurde Markus. Ihm vertraute ich wirklich alles an. Und auch er öffnete sich mir gegenüber. Leider war er auch in mich verliebt, was die Sache etwas verkomplizierte, weil ich mir nicht vorstellen konnte, mit ihm "zu gehen", mich von ihm küssen zu lassen oder mehr. So musste ich ihn zwischendrin auch mal wieder etwas auf Abstand halten. Er versuchte mir Gitarre beizubringen und mich für Pen&Paper zu begeistern. Er war mein "ständiger Begleiter", hat mich nach der Schule immer nach Hause gebracht. Grundsätzlich hatte ich das Problem, dass ich dachte, ich wäre das Nonplusultra und alle müssen nach meiner Pfeife tanzen, weil ich immer Recht habe. Im Verlaufe des Jahres habe ich aber eine Änderung vollzogen und mir dämmerte langsam, dass andere Menschen anders ticken und Anderssein okay ist. Steht im Widerspruch dazu, dass ich zu den "Cool Kids" gehören wollte und mich versucht hatte anzupassen. Aber auch das habe ich abgelegt im Laufe des Jahres. Jungs, meine Unsicherheit und innere ZerrissenheitIch wurde oft von Jungs geärgert, z.B. Ohrenschützer weggenommen, so dass ich dann jagen musste. Ich dachte immer, das wäre ungeschicktes Interesse. Ich konnte aber auch gemein sein. Manchmal hätte es mir gut getan, wenn ich nicht vorlaut gewesen wäre, nur um irgendetwas zu sagen. Langsam habe ich mich immer mehr in meinen Knutschkumpel verliebt. Er hatte mich immer "Kleines" genannt. Mir war bewusst, dass er mich nur ausnutzt und nicht liebt. Aber ich war süchtig. Später 1991/1992 hat mal ein Freund, dem ich davon erzählt hatte, das Wort "hörig" benutzt. Eine Zeit lang sind wir offiziell miteinander gegangen, aber Kino oder Schwimmbad war immer noch nicht drin. Zumindest hatte er mich mit einem Knutschfleck markiert. Als ich erfahren habe, dass er eine Party veranstaltete und ich nicht eingeladen war, bin ich sauer gewesen. Ich war innerlich zerrissen, weil ich wusste, dass er nur mit mir ins Bett wollte und es nach dem Gießkannenprinzip bei jeder probiert hatte. Trotzdem habe ich mich ihm erbärmlich an den Hals geworfen. Als ich doch auf diese Party durfte, hatte er tatsächlich laut gesagt, dass ich seine Freundin wäre. Leider war er ein Neonazi, ich spätestens seit dem Buch "Das Tagebuch der Anne Frank" Antifaschistin. Damals glaubte ich noch unerschütterlich daran, dass jeder Mensch im Inneren gut war, und dass auch er irgendwann einsehen würde, dass seine Einstellung blöd war. Ich war sehr naiv. Ich hatte ständig Angst, schwanger zu werden. Mir war gar nicht mehr das Ausmaß bewusst, wie sehr er mich manchmal unter Druck gesetzt hatte. Er könne nicht mehr lange warten. Oder er drohte, dass er mich umbringen würde, wenn ich schwanger würde. Manchmal war ich ihm dafür sogar dankbar, ich dummes Ding, weil er nicht von "Briefmarkensammlung" gefaselt hat, sondern glasklar gesagt hatte, er wolle mit mir schlafen. Kompliziert war es trotzdem. Ja, ich hatte mit ihm auch mein (und sein) erstes Mal erlebt. Das war nicht so der Hit. Leider wurde ich danach in der Schule gemoppt, weil er damit angegeben hatte, dass er mich flachgelegt hatte. Mir wurde z.B. ein Schweinchen auf meinen Handspiegel gemalt, den ich immer im Federmäppchen dabei gehabt hatte. Die Geschichte habe ich 1992 in einem Gedicht mit dem Titel "Das erste Mal" verarbeitet ("ein Ziel gesetzt, von Götter Hand"). Das hatte ich neulich einem Autor vorgelesen, der selbst Gedichte schreibt, und er meinte, ich müsse unbedingt wieder anfangen zu schreiben. Ich war mal in einen Klassenkameraden verliebt, weil er seinen eigenen Weg ging (eigenwillige Mode) und die Beatles mochte. Wegen ihm habe ich einen eigenen Song "Find My Way" geschrieben. Ich weiß nicht, ob ich die Noten und den Text noch irgendwo habe. Ich habe gerne komische Spielchen gespielt. Ich war sehr merkwürdig und wollte Jungs ständig eifersüchtig machen. Im Gegenzug war ich auch auf viele Mädchen eifersüchtig, weil sie einen Freund hatten, scheinbar glücklich waren, schlank waren. Viele Dinge, die ich tat, habe ich in erster Linie getan, um Jungs kennenzulernen: Schlittschuhlaufen, Judo, Tanzkurs, Disco, Partys... Zum ersten Mal in die "Disco" gegangen bin ich zu "Franzi's Mobile" in der Mensa der Schule. Ich habe auch eine furchtbare Party zum 15. Geburtstag gemacht, zu der ein paar wenige Leute tatsächlich gekommen sind. Ich habe mich aber nur an den Hals von dem Arsch geschmissen und ich glaube, das war für alle anderen sehr merkwürdig. Socially awkward... Ich war auch sehr scharf auf Partys und Schieber tanzen - egal mit wem. Und ich habe auch gerne mal rumgeknutscht - nicht ganz so egal mit wem. Den Richtigen habe ich so natürlich nicht gefunden... Mein Großcousin E. hat mir flackernde Discolampen aus bunt lackierten Trabi-Scheinwerfern gebastelt. Die waren wichtig für meine eigenen Partys. Langsam kam ich auf den Trichter, dass diejenigen, die mich wegen meines Aussehens/meiner Molligkeit nicht annehmen, oberflächlich sind und mir gestohlen bleiben können. So lange ich mir selbst gefalle, müsse es auch Menschen geben, denen ich gefalle. Mir war es dann nicht mehr so wichtig, zu den "Cool Kids" gehören zu wollen. Trotzdem haben mich Beleidigungen natürlich getroffen.
"Und D. hat gesagt, daß er mich mag, nur, daß ich etwas zuviel rede. - vermutlich habe ich damit versucht, meine Unsicherheit zu kaschieren."
KommunikationsproblemeIch war noch ziemlich naiv, weil ich alles geglaubt habe. Ich hatte jedes Wort auf die Goldwaage gelegt und ernst genommen, weil ich nicht zwischen Scherz, Ernst und Verarsche unterscheiden konnte, zumindest wenn es in einem ernsten Tonfall vorgetragen wurde. Ich hatte damals noch nicht wie heute unterschieden zwischen Worten, Gedanken und Taten. Die Taten lügen nicht, die entlarven immer früher oder später. Die Worte können auch ernst klingen, aber als Scherz gemeint sein. Und es war eine Illusion, dass ich glaubte, Lügen sofort erkennen zu können. Dass Worte nicht zwangsläufig die Gedanken und späteren Taten wiedergeben würden, habe ich erst lernen müssen. Und Gedanken sind eine Blackbox. Weil jeder Mensch ein individuelles Gehirn hat, darf man nicht von sich auf andere schließen. Wir können schlicht keine Gedanken lesen - aber das ist auch gut so. LachenIch war berühmt für meine Lache. Jemand hat mal zu mir gesagt: "Du hast aber eine schöne Lache!" oder "Wenn deine Lache Kinder kriegt, möchte ich eins davon haben."
AlkoholWegen etwas zu viel Alkohol auf Partys habe ich auch manchmal ziemlich anzügliches Zeug gelabert und schlüpfrige Witze erzählt. Auf jeden Fall habe ich zu viel von mir selbst erzählt. Meist bin ich danach aber einfach nur müde geworden. Kampf den PfundenIch war auf Dauerdiät. Mein Gewicht kletterte auf über 60 kg, womit eine wichtige, psychologische Grenze überschritten war und ich mich fett fühlte. Ich wollte aber zu den Cool Kids gehören und schlank sein, aber all meine Bemühungen waren erfolglos, führten zum Jojo-Effekt und mehr, weil ich nach jedem Diätversuch noch ein oder zwei kg mehr wog. Eine Zeit lang hat mein Papi mein Taschengeld an mein Gewicht gekoppelt. Mal ganz abgesehen davon, dass es sehr erniedrigend ist, wenn man sich vor jemand anderem wiegt, führte das lediglich dazu, dass ich am Vortag kaum was gegessen und zu wenig getrunken habe, es aber keinen Langzeiteffekt hatte. Eine Klassenkameradin hat mich mit ihrem Faible für die Hollywood-Star-Diät ganz narrisch gemacht. Ich habe es auch ausprobiert, aber auch das hat natürlich nicht dauerhaft funktioniert. Zumindest hatte es zur Folge, dass ich bis heute keinen Stangensellerie mehr essen kann. Ich hatte aber auch sehr überzogene Erwartungen, dass ich fünf Kilo in zwei Wochen abnehmen könne und so. Und ich dachte, dass man nur einmal abnehmen müsse und dann das Gewicht schon so bleiben würde.
"Wiedermal zuviel gefressen, aber die Schwerkraft war gnädig."
Fazit:Ich kannte den Song damals noch nicht, aber "While My Guitar Gently Weeps" von den Beatles, den ich einige Jahre später zum ersten Mal hörte, und der mir sofort gefallen hatte, trifft meine innere Zerrissenheit wie auf den Punkt:
"love there that's sleeping"
Freitag, 21. August 2026 15:15Threema deinstalliertIch habe in Threema nicht sehr viele Kontakte gehabt, und die waren redundant auch noch in Signal vorhanden. Ich habe es tatsächlich in erster Linie als Notizbuch für mich selbst verwendet, mit der ich auch Daten vom Handy auf den Rechner und umgekehrt übertragen konnte. Jetzt ging meine Browser-Version und meine Desktop-App nicht mehr, weil die Sitzung immer bei 60% stecken blieb. Hat mich eh oft genervt, weil ich dauernd kompliziert die Sitzung neu starten musste. Ich konnte den Fehler nicht beheben. Also habe ich die neueste Version der Desktop-App installiert, nur damit sie mir sagt, dass ZUKÜNFTIGE Nachrichten da angezeigt würden. Was soll der Quark? Ich habe jetzt meine Notizen-Channels in Signal angelegt und verabschiede mich von Threema.
Donnerstag, 20. August 2026 17:55Die Wirklichkeit ist auch nicht wahr - Florian AignerFür das letzte Buch von Florian Aigner "Warum wir nicht durch Wände gehen *Unsere Teilchen aber schon. Ein Reiseführer durch die Welt der Quanten - Das Standardwerk für leicht verständliche Quantenphysik." habe ich über drei Jahre gebraucht, um es zu lesen. Das ging nur Häppchenweise, weil ich dann erst einmal etwas darüber hirnen musste. Es gibt einfach Bücher, die kann man überhaupt nicht querlesen. Die Technik habe ich aber auch noch nicht ausprobiert, weil ich ein Buch entweder so langsam lese, wie der Autor es vorlesen würde, ich produziere sozusagen das Hörbuch in meinem Kopf. Oder ich höre mittendrin einfach auf weiterzulesen. Das habe ich schon als Kind gemacht, z.B. mit Karl May. Weil ich für einen Vorgang, der nur drei Sekunden dauert (ein Mann geht durch die Saloon-Tür, die hinter ihm noch eine Weile schwingt), keine zehn Seiten Landschaftsbeschreibung lesen will. Danach habe ich erst einmal etwas Leichtes gebraucht und die vier Bücher "Der kleine/große Paul" von Tommy Krappweis gelesen. Und danach war gleich das neue Buch von Florian Aigner dran, für das er ungefähr so lange gebraucht hat zu schreiben, wie ich zum Lesen des letzten: "Die Wirklichkeit ist auch nicht wahr". Darin erläutert er, wie wir mit unseren Sinnen die Welt wahrnehmen, und mit welchen Hilfsmitteln wir noch weiteren Eigenschaften der Welt auf die Spur kommen können, und dass jeder seine eigene Wahrheit hat. Natürlich geht er auch auf das Höhlengleichnis von Platon ein. Wer wissen möchte, das "Radikaler Solipsismus" ist, warum der Himmel blau ist und Farben eher ein soziales Konstrukt sind, warum dauerhaftes Lächeln und die Power-Pose Bullshit sind, wie schnell Wasserstoffteilchen im Inneren der Sonne sind, und weshalb es sinnvoll ist, von gemessener und gefühlter Temperatur zu sprechen, dem sei das Buch wärmstens empfohlen.
Mittwoch, 19. August 2026 16:11Kurztrip nach León, Spanien, zur Totalen Sonnenfinsternis am 12. August 2026Am 11. August 1999 habe ich meine erste Totale Sonnenfinsternis in München erlebt. Damals haben wir bei einer Freundin im Garten gegrillt. Wir hatten Glück, denn in Trudering riss rechtzeitig die Wolkendecke auf und wir hatten eine phantastische Sicht. Es war für mich als Astronomie-Fan ein so beeindruckendes Erlebnis gewesen, dass ich sofort nachgeschaut habe, wann die nächste Sonnenfinsternis in Deutschland sein würde: 2081. Da ich eher nicht glaubte, dass ich da noch leben würde, habe ich weiter geschaut, wann denn die nächste in Europa wäre. Da kam ich auf die am 12. August 2026 in Spanien. Dies hatte ich mir auf ein Post-It notiert, das jahrelang an meiner Pinwand hing. Das war so ein Fixpunkt, dass ich mit der Reiseplanung bereits im November 2025 begann. Weil ich dieses einmalige Erlebnis auch meinen Söhnen ermöglichen wollte, hatte ich sie gefragt, ob sie Interesse an einem Kurztrip in Familie hätten. Beide sagten zu. Jeden Monat hatte ich einen Merker im Kalender. Ich buchte die Flüge nach Madrid, die Züge nach León, die Ferienwohnungen und einen Mietwagen in León, die Hotels in Madrid. Soweit war alles vorbereitet. Ich hatte León gewählt, da wir von dort aus Richtung Atlantik oder auch ins Landesinnere hätten fahren können, wenn der Wetterbericht nicht so toll gewesen wäre. Auf Mallorca waren die Hotels bereits lange vorher extrem teuer. Das günstigste Doppelzimmer hätte 1,5 Jahre vorher 1.200 Euro gekostet, soweit ich mich erinnere. Und wenn es auf der Insel schlechtes Wetter gewesen wäre, hätten wir da nicht weggekonnt. Auch wegen meinem Problem mit Booten, Schiffen und Wasser. Ich kann das einfach nicht. Trotz allem hatte ich immer das Gefühl, dass die Planung nicht so sorgfältig war, wie normalerweise. Das könnte auch daran liegen, dass ich seit Herbst psychisch derangiert bin, wie ein Zug, den man vom Gleis gehoben und in ein Kiesbett gesetzt hat. Es sind einfach zu viele Baustellen, die mich belasten. In diesem Zustand ist Planen ziemlich anstrengend. Ich hatte immer gehofft, dass noch Freunde mitkommen würden, aber die ich im Auge hatte, werden sich voraussichtlich nächstes Jahr die Totale Sonnenfinsternis am 2. August 2027 in Tunesien anschauen. Die ist mit über 6 Minuten auch besonders lang und nicht so knapp über dem Horizont. Sie wird besonders episch, weil sie auch im Tal der Könige in Ägypten zu sehen sein wird, da sind die Reisen bereits jetzt unbezahlbar. Eine Freundin hatte sich dann aber doch noch spontan angeschlossen, worüber ich sehr froh war. Sonntag, 9. August 2026Die letzten Tage, insbesondere am Sonntag vor Abreise, habe ich dann nochmal alles durchgeschaut. Das Hotel in Madrid habe ich dann umgebucht, damit wir direkt am Bahnhof die Koffer lassen konnten und nicht so viel Zeit verplempern mit Rumgurken. Außerdem habe ich von einem ESA-Event in León erfahren, für das man gar keine Tickets kaufen musste, was gut war, denn ich hätte so kurzfristig sicher keine mehr bekommen. Und der Wetterbericht war so eindeutig superheiß und wolkenlos, dass ich den Mietwagen auch wieder kostenfrei stornieren konnte. Ich hatte mich auch über die öffentlichen Verkehrsmittel informiert, aber nicht sehr gründlich, wie wir feststellen mussten. Ich habe mit meinem 5-Tage-Ticket, das nicht bis zu den Hotels mit "Aeropuerto" im Namen galt, die öffentlichen Verkehrsmittel in Madrid gesponsort. Dann habe ich noch das Limit der Kreditkarte erhöht. Und wir haben schonmal die Koffer angefangen zu packen. Montag, 10. August 2026Der Flieger ging erst am Abend. Ich hatte Iberia gebucht. Es klappte alles wunderbar, bis auf dass wir den Legostore nach der Sicherheitsschleuse nicht besuchen konnten. Unser Flug ging ab Gate D, der Store ist bei Gate A. Da kamen wir aber nicht hin. Und weil ich zu den 2,5 Stunden vorab noch eine halbe Stunde Legostore eingeplant hatte, saßen wir dann erst einmal gelangweilt rum, weil der Store ja erst nach dem Check-In erreichbar gewesen wäre. In Madrid war es dann schon dunkel, und bis wir die Koffer wieder hatten, auch schon sehr spät. Wir haben uns deshalb ein Taxi zum Hotel gegönnt. Zu Essen haben wir nix mehr bekommen. Für einen Drink an der Hotelbar mit unserer Freundin waren wir dann leider auch schon zu müde. Dienstag, 11. August 2026Am nächsten Tag sind wir mit dem Renfe-Zug nach León gefahren. Der war umgebucht worden, die Mail dazu war nur in Spanisch. Ich bin froh, dass Übersetzungen mit KI inzwischen so einfach geworden sind. Wir hatten die Ausdrucke dabei, was gut war, denn der ursprünglich gebuchte Zug war bereits abgefahren, so dass man uns nicht durch die Kontrolle lassen wollte. Dabei haben wir festgestellt, dass unsere mitreisende Freundin etwas spanisch mit zwei Jahren Duolingo gelernt hatte und das Missverständnis schnell aufklären konnte. Die Zugfahrt war sehr angenehm. Draußen rauschte die karge Landschaft an uns vorbei. Der Zug war teilweise mit 300 km/h unterwegs. In dem kleinen Städchen León waren die Ferienwohnungen in Fußreichweite. Nachdem wir beide besichtigt hatten, haben wir uns aufgeteilt. In der größeren wohnten Florian, ich und unsere Freundin, in der kleinen unsere Söhne. Beim Abendessen in einer Touristenfalle haben wir festgestellt, dass das spanische Essen nicht so wirklich etwas für uns ist. Ich gehe in München sehr gerne in die Tapas Bar Teatro mit meinem Team, aber unser vegetarischer Sohn fand außer Kartoffeln nicht viel auf der Karte, und für Florian war das Fleisch in ungewohnter Zubereitung nicht so lecker wie beim Griechen. Und ich mochte nicht, dass alles in Olivenöl getränkt war. Aber die Gässchen in León sind wirklich malerisch. Wir stellten fest, dass die trockene Hitze leichter zu ertragen war. Es war zwar 3-4 Grad heißer als in München, aber uns ging es damit recht gut. Mittwoch, 12. August 2026 - Totale SonnenfinsternisNach einem sparsamen Frühstück - offensichtlich sind die Spanier ähnlich wie die Franzosen gestrickt und ihnen genügt ein Kaffee und ein Croissant - sind wir zur Eventhalle Palacio de Exposiciones y Congresos de León, wo die ESA über die Mittagszeit Vorträge hielt. Es gab leider keinen Merch-Stand und auch keine Möglichkeit, eine Kleinigkeit zu Essen oder zu Trinken zu kaufen. Aber es wurden kostenlos Aufkleber, Postkarten und Kühlschrankmagnete verteilt. Da die Vorträge größtenteils auf Spanisch waren, haben wir nicht so viel mitbekommen. Aber auf dem Parkplatz haben wir schon mit Hilfe von entsprechenden Apps den besten Platz eruiert. Nachmittags haben wir noch einen kleinen Imbiss zu uns genommen. Ich bin dann schonmal voraus gegangen und habe mich vor der Eventhalle positioniert, damit wir auch tatsächlich reinkommen. Als sich der Platz langsam füllte, wurde es für mich doch etwas unangenehm, weil sich die Interessierten dann schon sehr dicht am Eingang drängelten. Plan B mit dem Bus an den Stadtrand zu fahren und ein Stück nach draußen zu laufen, um einfach nur auf einem Feldweg Picknick zu machen, erschien mir plötzlich angenehmer, aber ich hielt durch und konnte meine aufkeimende Panik lange genug unterdrücken, bis Florian und die anderen da waren. Dann war es wieder gut und wir kamen dann in Polonaise auf das Gelände. Dort verteilten sich die Menschen dann ziemlich schnell. Ich ging schnurstraks auf unseren ausgekundschafteten Platz auf dem Parkplatz und breitete unsere Picknickdecke aus. Wir hatten sogar etwas Schatten neben einem kleinen Busch. Als sich die Leute dann zur Beobachtung auf dem Parkplatz versammelten, war ich erleichtert, dass wirklich genug Platz für alle war. Es gab kein Gedränge, jeder hatte eine phantastische Sicht auf die Sonne. Ich hatte schon vor Monaten Brillen bei Bresser bestellt, aber die ESA hatte noch welche kostenlos verteilt. Die Spannung stieg, und als sich um 20:28 Uhr der Mond vollständig vor die Sonnenscheibe schob, ging ein Raunen durch die Menge und meine Söhne waren absolut fasziniert von dem überwältigenden Anblick. Dafür hatte sich die Reise schon gelohnt. Knappe zwei Minuten haben für ein paar Fotos gereicht und dann habe ich die Kamera weggepackt und einfach nur den Anblick genossen. Es war viel zu schnell wieder vorbei. Ich kann es sehr gut verstehen, dass es Menschen gibt, die diesem Ereignis weltweit hinterherreisen. Anschließend waren wir in der Pizzeria Vespa 50 sehr lecker essen. Wir hatten Glück, dass wir sogar noch draußen sitzen konnten. Jetzt konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen, bei dem Glück mit dem Wetter, dem ESA-Event und der beeindruckenden Totalen Sonnenfinsternis. Donnerstag, 13. August 2026Diesmal haben wir gut gefrühstückt im Mahou. Die hübschen Gässchen von León haben es mir wirklich angetan. Wir hatten insgesamt sogar 10 Postkarten geschrieben und sind schon sehr gespannt, wie das ankommen wird. Wir hätten gerne noch eine 11. geschrieben, aber wir haben keine mehr zu kaufen gefunden. Das ist einfach nicht mehr up-to-date. Wir haben unsere Ferienwohnungen geräumt und sind gemütlich wieder zum Bahnhof gelaufen. Erst waren wir irritiert, dass nicht sofort das richtige Gleis angezeigt wurde, sondern nur der Gleisbereich. Aber eigentlich ist das besser als bei uns, denn wenn das Gleis dann feststeht, muss man nicht mehr befürchten, dass es doch noch geändert wird, und man dann quer über den Bahnhof rennen muss, womöglich noch mit schwerem Gepäck. Die Zugfahrt im klimatisierten Renfe-Zug war wieder sehr entspannt. Dafür war die Hitze in Madrid dann wie eine Wand. Wir haben unsere Koffer im The One direkt am Bahnhof in die Zimmer gestellt, aber für Sehenswürdigkeiten war es uns dann doch zu heiß. Wir sind zu einer Shopping Mall gelaufen, wo Florian unbedingt zum Legostore wollte. Wegen der angenehmen Temperatur dort sind wir einfach geblieben und haben mehr gekauft, als beabsichtigt. Freitag, 14. August 2026Am Freitag sind wir dann mittags mit den Öffis zum Flughafen gefahren. Eingecheckt waren wir soweit schon, holten dann unsere Boardingpässe und Kofferlabel am Automaten, nachdem wir einige Zeit in der Schlange standen, da bemerkte Sohn klein, dass auf den Boardingpässen der "15. August" stand. Ich war am Boden zerstört und habe mich maßlos darüber geärgert, dass ich schon wieder mal das Datum verwechselt habe. Das ist echt eine Spezialität von mir und gerade bei Reisebuchungen eigentlich mein Alptraum, weshalb ich normalerweise sowas drölfzig Mal checke. Shit happens! Es wäre schlimmer gewesen, wenn wir am Samstag am Flughafen gestanden und festgestellt hätten, dass unser Flieger am Freitag ohne uns geflogen wäre. Damit die letzten 24 Stunden in Madrid dann möglichst angenehm wurden, habe ich schnell ein Hotel in Alameda mit Pool gebucht. Florian war zwar der einzige, der Badehosen dabei hatte, und wir haben dort in der Gegend auch keine Schwimmsachen mehr zu kaufen bekommen, aber der Cuba Libre an der Poolbar war auch entspannend. Zum Abschluss haben wir noch das Hotelrestaurant ausprobiert, das wirklich sehr gut war. Hauptsache nicht mehr in der Stadt rumgurken. Samstag, 15. August 2026Nach einem guten Frühstück hat uns der Shuttlebus zum Terminal 4 gebracht und wir konnten an der langen Schlange vorbei direkt unsere Koffer abgeben, weil wir Boardingpässe und Label bereits am Vortag geholt hatten. So blieb uns viel Zeit, am Flughafen noch etwas zu essen. Nur Postkarten gab es keine mehr. Der Rückflug verlief wieder problemlos. Wir waren aber sehr froh, als wir endlich in der S-Bahn nach Hause saßen. Eine junge Frau mochte mein Lederbändchen mit braunem Steindelfin, das ich seit einiger Zeit immer am Hals trage. Sie hatte mal genau so einen Delfin im Italienurlaub am Strand gekauft, aber inzwischen entsorgt. Wir waren ihr so sympathisch, dass sie uns dann eine von ihren Sonnenblumen schenkte. Aber zu Hause ankommen ist dann doch immer wieder schön. Reisen ist halt doch auch anstengend.
Samstag, 8. August 2026 23:53Trekgrillen 2026Wir hatten wieder ein schönes Trekgrillen mit tollen Gesprächen über Trauerbewältigung. Wir haben ein wenig D.'s Geburtstag gefeiert und über die Definition von "Liebe" philosophiert. Das Essen war wie immer lecker.
Freitag, 7. August 2026 22:5317. HochzeitstagWir sind spontan ins Ciao Bella essen gegangen und danach noch in den Lego-Store. Weil es zum X-Files-Set noch Scullys Labor dazu gab, haben wir es jetzt schon gekauft. Florian konnte am Flipper spielen, aber den holen wir uns erst, wenn wir das nächste Mal ins Legoland fahren. Ich hatte Florian gefragt, ob er eine Idee hat, wie man diesen Spruch ohne Bezug auf Gott umformulieren könnte. Wir kamen dann darauf:
Drei Bausteine brauchen wir zu einem glücklichen Leben:
Mittwoch, 5. August 2026 21:44Maraverse-Event auf der KrähenFee - Burg Linn Krefeld (01.08.2026)Ich hatte mich schon sehr lange auf das Event gefreut und mir sehr viele Gedanken über das Cosplay gemacht. So habe ich Lazarus-Serum in Fläschchen abgefüllt. Und zwei Spoiler mit dem Pendel/dem Medaillon und dem Skelett-Bodysuit auf Discord gepostet. Am Freitag sind wir nach Krefeld gefahren und haben abends noch zu einem spontanen Maraverse-Usertreffen zusammengefunden. Das war sehr schön! Mein erstes Cosplay war die Skelett-Mimi aus der Folge Staffel 3.3 "Hermina vom Hohenblick", wo Mimi aus dem Grab steigt, aber noch kein Geist ist, und nicht sprechen kann. Dazu hatte ich den oben erwähnten Skelett-Bodysuit, meine Bones-Schuhe und Knochen-Handschuhe an. Darüber hatte ich das Mimi-Kleid, das ich ursprünglich als Banshee-Kleid gekauft hatte. Allerdings hatte ich beim Probecosplay vor ein paar Tagen festgestellt, dass man das Skelett gar nicht durchsieht, so dass ich das Innenkleid heraustrennte und das Kleid nochmal ordentlich zerriss. Nun kann ich es wohl nicht mehr als Banshee tragen, aber egal. Dieses Kleid hätte bei Breuninger über 500 Euro gekostet, ich hatte es für etwas über 200 Euro im Angebot gekauft. Ist trotzdem ein komisches Gefühl, wenn man so ein Kleid dann zerschneidet. Ich hatte auch einen Tom. Und einen riesigen Denkfehler. So ein Bodysuit mit Kleid drüber ist äußerst unpraktisch, wenn man Pipi muss. Deshalb habe ich vor der Hörspiel-Aufzeichnung tatsächlich das Kleid gewechselt und mein zweites Cosplay angezogen: Mimi 24 Mal pro Sekunde flackernd und dadurch länger feststofflich aus der Folge 24 "Tickets für die Gilde". Darin trug sie ein rotes Mittelalterkleid, einen silbernen Haarreif mit einem roten Stein und auf dem Vorschaubild hatte sie einen französischen Zopf, den mir nach der Hörspielaufzeichnung Caro geflochten hatte, die zufällig direkt hinter mir saß. Mein Kleid war noch etwas nass, weil dummerweise mein Ventilator mit Sprühflasche ausgelaufen war. Zum Glück waren die Bücher aber nicht nass geworden. Für dieses Outfit hatte ich auch einen Super 8-Film dabei (einen der billigsten auf eBay, Buster Keaton - Der Straßenfeger, fand ich irgendwie passend), um das mit den 24 Bildern pro Sekunde erklären zu können. Hat nur niemand gefragt, und Marten hat es nicht so interessiert. Leider ist mir von dem Film, den ich zwei Mal um den Hals lose gelegt hatte, ein Stück abgerissen. Flo Oswald meinte, sie hätten in der bumm film so ein Gerät zum Kleben, aber ich meinte, das ist nicht so wichtig... Am meisten habe ich mich über meine Säggssch-Frage an Thomas Nicolai gefreut, die Arlett aus dem Discord vorgelesen hatte. Und natürlich das Konzert am Ende, wo ich schön abtanzen konnte. Ich liebe das einfach! Insgesamt ging es mir nicht so gut, auch wegen der Ereignisse der letzten drei-vier Wochen. Ich fühle mich immer noch wie ein Zug, den man von den Gleisen gehoben und in ein Kiesbett gesetzt hat. Irgendwie ist für mich die Zeit stehengeblieben und vergeht nur außerhalb von mir, nicht innen drin. Ich war auch ein wenig überfordert, dass hier Menschen aus drei Communitys (Maraverse, LastGeekTonight und ZeugenKühlwaldis) aufeinandertrafen, auch wenn diese direkt oder indirekt alle mit Tommy Krappweis zu tun haben. Deshalb musste ich in der Signierstunde auch einmal raus. Das war schade, denn in dieser Zeit sind sehr schöne Fotos entstanden. Ich hätte mir gewünscht, dass meine Cosplays mehr gewürdigt worden wären. Da wäre in dieser Zeit die Gelegenheit dazu gewesen. Diesmal haben wir auch kein gemeinsames Foto mit Tommy. Abends gab es nochmal ein Maraverse-Usertreffen in anderer Zusammensetzung. Am nächsten Tag war ich wieder einfach nur Mara, diesmal wie schon auf der Hinfahrt mit dem Star Trek/Dark Side of the Moon-Shirt von Wil Wheaton. Das hatte Mara im Film nicht getragen, aber ich bin sicher, dass sie dieses Shirt im Schrank hat. Der Conblues war diesmal sehr heftig. Deshalb musste ich mich am Montag hinsetzen, den Stream noch einmal komplett anschauen und dazu Notizen machen. Am Dienstag habe ich dann aus den Notizen den Text geformt, an MimiWombie geschickt und sie hat wunderbaren Input geliefert, wie wir ihn noch besser machen können. Wir haben vor und nach dem #Laberfeuer per Whatsapp hin- und hergeschrieben. Parallel hatte ich um Fotoerlaubnis, Zitaterlaubnis und Tommy nach den Namen des Gitarristen und die beiden Cosplayfotos gefragt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wurde am Mittwoch, nachdem ich es auf Discord veröffentlich hatte, von Tommy gelobt als "liebevoll und detailliert" und auch auf Mastodon und Bluesky gepostet. Ich fühle mich geehrt und bin sehr gerührt. Diesen ausführlichen Bericht über das Event könnt ihr hier nachlesen:
Fleur, nicht Odor, als Hop-Tep. Wombie ist Grobmotoriker, deshalb ist das Cosplay nicht so gut gelungen.
Samstag, 25. Juli 2026 22:45Legoland mit FreundenMir geht es gerade nicht so gut und ich muss meine Gefühle neu sortieren. Aber beim Trekdinner am Freitagabend sind wir gefragt worden, ob wir Lust hätten, am Samstag mit ins Legoland zu fahren. Und Florian hatte große Lust dazu, deshalb habe ich nicht nein gesagt. Wir sind nicht allzu früh losgefahren und haben erst einmal traditionell beim Edeka Wollny in der Backstube gefrühstückt. Danach haben wir uns im Legoland getroffen. Es war wirklich sehr heiß, deshalb habe ich mich dazu überreden lassen, zu den Piraten zu gehen, wo wir alle natürlich nass wurden, aber danach auch sehr schnell wieder trocken. Bei Ninjago haben wir dann nochmal das Fahrgeschäft gemacht, wo man nur mit den Händen feuert. Das ist echt anstrengend, deshalb mach ich das nicht so gern. Als wir weiter gegangen sind, ist ein kleiner Junge, vielleicht 5 Jahre alt, weinend durch die Menschenmenge gelaufen. Es waren so viele Menschen da, und niemanden hat das interessiert! Ich begreife es nicht! Selbst Florian, Dirk und Melli haben mich nur ratlos angeschaut. Ich bin dann zu dem kleinen Jungen hin und habe gefragt, ob er seine Eltern sucht. Er hat genickt. Dann habe ich seine Hand locker genommen und gesagt, dass wir jetzt zu dem Legomitarbeiter gehen und fragen, was wir machen sollen. Darauf hat er sofort zu weinen aufgehört und genickt. Es war ein Fenster für Essen und ich habe mich von der Seite ein bisserl vorgedränelt. Als der Mitarbeiter dann aufmerksam war, habe ich gesagt, dass ich hier ein Kind habe, dass seine Eltern sucht, und gefragt, was wir machen sollen. Er musste erst einmal eine Kollegin fragen. Da hat aber derjenige, der als nächstes dran war, mich darauf aufmerksam gemacht, dass der Junge ein Papierarmbändchen mit Telefonnummer trug. Also habe ich mich wieder dem Jungen zugewandt und gesagt, dass seine Eltern toll sind, die haben die Nummer aufgeschrieben. Da rufen wir jetzt an, sagen, wo wir sind, und dann sind sie gleich da. Der Junge hat wieder nur genickt. Meine Freundin hat dann gesagt, ich soll die Nummer vorlesen, sie ruft an, aber ich war nichtmal bis zur Schweizer Vorwahl gekommen, da war dann schon Mama und ein Geschwisterkind da und der kleine ist an ihr hochgesprungen, hat sie umarmt und wieder geweint. Alles gut. Ich hab gesagt, dass mir das auch schon passiert ist, einmal kurz nicht aufgepasst, und schon ist das Kind weg. Das war auf dem Oktoberfest und ich hatte damals die Polizei angerufen. Aber so ist es wirklich schön gewesen, dass das so schnell ging. In der Fabrik (20% Summer Sale) und im Shop (Jahreskartenrabatt 20% und auf ein Set 25%) hat Florian dann zugeschlagen. Und ich habe mich in die neuen Lego-Ponys verliebt. Auf dem Heimweg sind wir der zweiten etablierten Tradition gefolgt und haben im Miss Peppers in Dasing zu Abend gegessen. Dabei haben wir ausgiebig mit einem jungen Mann vom Bedienpersonal über Star Wars gefachsimpelt, weil er so begeistert von Tiberius war. Es hat mir sehr gut getan, von meinen traurigen Gedanken abgelenkt worden zu sein. Danke, dass ihr mich zu diesem Ausflug überredet habt!
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