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Freitag, 10. Juli 2020 20:29

Insel der Glückseeligkeit

Manchmal frage ich mich, wie ich so viel Glück verdient habe. Ich komme mir manchmal vor wie die Überlebenden auf Rana-Vier, die auf einer winzigen grünen Insel (Quelle: Star Trek HD/Paramount/CBS) auf ihrem Planeten leben, während um sie herum alles zerstört ist.

Während wir in Deutschland eine sehr gute Gesundheitsversorgung haben, die noch nicht ganz von der neoliberalen Ideologie kaputtgespart wurde, unsere Regierung noch gerade rechtzeitig umfangreiche Maßnahmen gegen die Pandemie beschlossen und gleichzeitig gigantische Hilfspakete geschnürt hat, um die Auswirkungen auf die Wirtschaft möglichst gering zu halten, trifft SARS-CoV-2 andere Länder mit voller Wucht.

Dann der "Lockdown", der keiner war. Es nennt sich "Ausgangsbeschränkung" statt "Ausgangssperre", war juristisch ein bedeutender Unterschied ist. Trotzdem sind die Leute auf die Straße gegangen und haben gegen die VORÜBERGEHENDE Einschränkung ihrer Grundrechte protestiert. Ich frage mich, was in diesen Menschen vorgeht, ob sie wirklich nur Deutschland sehen und den Blick in den Rest der Welt völlig ausblenden. Ob ihnen überhaupt klar ist, wie gut es uns hier geht? Ich würde so einen Menschen gerne mal fragen, wohin er denn auswandern möchte, wenn es hier so schröcklich ist. Darüber kann ich nur den Kopf schütteln.

Aber auch persönlich empfinde ich, das ich einfach nur ein totaler Glückspilz bin. Trotz diverser Irrwegen im Leben hat sich am Ende doch immer alles zum Guten gewendet. Mein großer Sohn hat kaum noch Nachwirkungen aufgrund seiner Frühgeburt und jetzt endlich seine Traumausbildung gefunden. Mein kleiner ist sowieso ein Glückspilz. Ich habe den (für mich) besten Ehemann der Welt. Wir haben ein hübsches, kleines Häuschen, ein Auto, das uns von A nach B bringt, beide relativ sichere und gute Jobs. Ich habe sogar ein Pferd. Unser Kühlschrank ist immer voll und jeder hat sein eigenes Bett, jeder seinen Rückzugsraum. Was will man mehr?

Florian meinte aber, dass die Welt um uns herum nicht in Chaos versinkt. Es gibt keine Apokalypse oder Anarchie, schon gar nicht in Deutschland. Und auch weltweit muss man über die Jahrhunderte sehen, dass vieles eigentlich meistens besser geworden ist. Zwar gab es immer wieder Rückschritte. Viele Verbesserungen mussten vielleicht eine Generation abwarten, bis sie endlich etabliert waren, aber im Großen und Ganzen ging es doch immer bergauf. Wir sitzen nicht mehr in Höhlen. Wir sind der Pandemie nicht schutz- und ahnungslos ausgeliefert.

Wir leben in spannenden Zeiten. Aber irgendwie hat jede Epoche ihre Spannung gehabt. Und wenn ich jetzt einen Schritt zurück gehe und mal die neuesten Fotos von der NASA oder der ISS anschaue, dann ist das doch eine hübsche, blaue Murmel, auf der wir da leben. Keine braune Wüste mit nur einem grünen Fleckchen.

Ich bin gespannt, wie die Geschichte weiter geht.

Themen: Star Trek | Sonnenstrahl | Astronomie
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Sonntag, 5. Juli 2020 21:33

Plastikmüll

Bei uns im Müllhäuschen gibt es nur Bio-, Papier- und Restmüll. Den Plastikmüll sollen wir gesondert sammeln und zu den Wertstoffinseln bringen. Den gelben Sack gibt es in München nicht, da dort anscheinend zu viel Restmüll drin landet. Wir haben in der Woche etwa einen großen Sack voll Plastikmüll. Ich muss zugeben, dass ich auch nicht sonderlich darauf achte, ob es nicht andere Alternativen für die Verpackung gibt. In letzter Zeit habe ich gekochte und gefärbte Eier im Pappkarton gefunden. Und es gibt Bio-Sahne und Weihenstephaner Joghurt, die in einem dünnwandigigen Plastikbecher mit Pappummantelung verkauft werden. Für loses Obst habe ich die mehrfach verwendbaren Beutelchen gekauft, aber da ich die Tüten früher immer für die Kosmetikeimer verwendet habe, ist das ein Nullsummenspiel, da ich hierfür nun extra Kosmetikeimertüten kaufe.

Recycling lohnt sich finanziell nicht, da Erdöl immer noch zu billig ist. Ich müsste also gezielt Lebensmittel kaufen, die in recyceltem Kunststoff verpackt sind, wobei hier aber nur etwa 30% sinnvoll sind wegen der Verfärbung, laut (umstrittener) deutscher Umwelthilfe. Bei Basic hatte ich Verpackungen für Käse mit 57% Recyclat gesehen. Und das Mischkonzept von Adelholzener, die im Nahbereich ihr Wasser in Mehrwegfalschen vertreibt und je weiter weg die Einzelhändler vom Abfüllort sind, in Einwegflaschen, da sich da der Rücktransport umwelttechnisch nicht mehr lohnt, finde ich auch gut. Obwohl Mehrweg grundsätzlich besser wäre als Einweg. Ich und ein Sohn trinken mittlerweile aber vorwiegend Leitungswasser.

Plastik ist mittlerweile überall, natürlich im Meer, aber auch im Regen und in der Luft. Microplastik in Kosmetik-Produkten sollte grundsätzlich verboten werden, weil das vollkommen überflüssig ist, aber man sollte auch daran denken, dass Mikroplastik entsteht, wenn man Kunstfasertextilien wäscht.

Deutsche wurde von meinem Englisch-Dozent als "The big rubbish collectors" bezeichnet. Die Mülltrennung scheint aber nur für das gute Gewissen zu sorgen, man hätte etwas getan. Offizielle Recycling-Quoten dürfen auch gerne angezweifelt werden, da der exportierte Plastikmüll als recycelt gilt, selbst wenn er in den Zielländern dann auch nur verbrannt oder ins Meer gekippt wird, weil es dort kaum Nachweise oder Kontrollen gibt. China, Malaysia und Indonesien schicken den Müll mittlerweile postwendend zurück nach Deutschland, auch wenn dort traurigerweise viele Menschen durch die Müllberge ihren Lebensunterhalt verdienen. Mal sehen, wann Afrika uns den Müll wieder zurückschicken wird.

Man könnte natürlich Produkte aus recyceltem Material kaufen. Ich habe zum Beispiel zwei Klappboxen für Wäsche, die schön stabil sind und sich nur durch ihr langweiliges Grau von den anderen Klappboxen unterscheiden. Ich habe auch mal gelesen, dass man aus TetraPaks Möbel herstellen kann, dass man aus ihnen so eine Art Pressspanplatte machen kann, finde dazu aber nichts, außer dass TetraPak schwer recycelbar ist. Es gibt auch Projekte, wo man aus Plastik, das aus dem Meer gefischt wurde, Produkte erwerben kann, z.B. The Honu Movement, Biofabrik WASTX Plastic und viele andere. Denn nur wenn die Menschen recycelte Produkte kaufen und bereit sind, hierfür etwas mehr Geld auszugeben, lohnt sich das auch.

Ich weiß nicht, ob Recyclingpapier umwelttechnisch sinnvoller ist. Aber zumindest kaufe ich seit Jahrzehnten nur noch recyceltes Toilettenpapier. Ich würde nie auf die Idee kommen, dafür normales Toilettenpapier zu benutzen, das zum Teil auch für die Abholzung in Südamerika verantwortlich ist. Weich und weiß muss es sein? Mein dreilagiges Toilettenpapier vom Aldi ist weich, und ob das jetzt weiß ist oder nur dunkelweißlich, das ist mir doch sowas von egal. Von mir aus könnte es auch noch chlorfrei gebleicht werden. Mittlerweile gibt es auch Küchenrollen und Kosmetiktücher aus Recyclingmaterial. In der Coronakrise, als anfangs das Toilettenpapier gehortet wurde, ist mir aufgefallen, dass das Recyclingpapier immer als letztes genommen wurde, also noch am ehesten verfügbar war. Ich begreife das nicht.

Aber zurück zum Plastikmüll. Es muss etwas passieren, damit die Müllberge verschwinden. Ich weiß nicht, ob es möglich ist, diese tatsächlich mit Bakterien, die entsprechende Enzyme bilden, Pilzen oder Raupen/Motten in den Griff zu bekommen. Vielleicht wäre auch schon viel geholfen, wenn es nicht so viele unterschiedliche Sorten gäbe, damit sie leichter recycelt werden könnten.

Wahrscheinlich funktioniert das aber nur über ein entsprechendes Verbot. Eine Lösung wäre wünschenswert, bevor wir am Plastikmüll ersticken.

Thema: News
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Dienstag, 30. Juni 2020 21:53

Felix (205)

Nachdem uns beim letzten Ausritt die Bremsen so gepiesakt haben, habe ich für Felix eine Fliegendecke und eine Schutzmaske besorgt. Das Zebramuster soll noch eine zusätzliche Schutzwirkung haben, genau wie das Streifenmuster der wilden Verwandten, das sie vor Tsetsefliegen schützt. Zum Eingewöhnen waren wir nur auf der Reitwiese. Ich hatte schon den Eindruck, dass wir weniger angegriffen wurden. Auf jeden Fall sahen wir sehr lustig aus.

Felix mit Zebradecke

Felix mit Zebradecke

Themen: Eigenes Pferd Felix | Fotografie
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Freitag, 26. Juni 2020 23:55

Trekdinner im Mai via Skype und Juni via Zoom und Jitsi

Im Mai habe ich ganz vergessen, über das Trekdinner zu bloggen. Es war auch Florians Geburtstag. Es war etwas kleiner als der erste Versuch. Aber das war eigentlich ganz gut, weil es dann dynamischer war. Je mehr Leute in Skype sind, desto mehr teilt sich die Gruppe in Leute, die reden und Leute, die zuhören. In einer kleineren Gruppe wird mehr miteinander geredet.

10 Fotos / Screenshots

Im Juni haben wir dann einmal Zoom ausprobiert. Allerdings ist das auf 40 Minuten begrenzt, wenn man keinen Pro-Account hat, der mir aber mit 13,99 Euro pro Monat zu teuer ist, angesichts der kostenlosen Alternativen... Wir haben es mal darauf ankommen lassen und wollten wissen, was nach 40 Minuten passiert. Wir waren diesmal auch eine noch kleinere Gruppe. Nach 40 Minuten kam ein Fenster, dass Zoom auf die 40-Minuten-Grenze verzichtet, allerdings weiß ich nicht, ob das jeweils auf das erste Meeting zutrifft, oder ob da ein Zufallsgenerator dahinter steckt. Keine Ahnung. Jedenfalls fand ich es schon blöd, dass man nicht einfach über den Browser reinkam, auch wenn es tatsächlich nicht notwendig ist, die Software zu installieren. Ich frage mich auch, ob manche Leute Schwierigkeiten gehabt hatten, sich einzuwählen.

Später sind wir dann zu Jitsi gewechselt. Das ist kostenlos, läuft problemlos im Browser und ist sehr einfach und intuitiv zu bedienen.

Da sich wieder bis zu 10 Personen treffen dürfen, gab es auch noch ein Mini-Trekdinner im Biergarten, erst einmal zu viert. Aber ich werde die Situation weiter beobachten und vielleicht gibt es nächsten Monat schon ein komplettes Trekdinner im Biergarten, mal sehen. Draußen mit den superverdünnten Aerosolen ist die Wahrscheinlichkeit einer Virus-Übertragung eh deutlich geringer. Wie das dann im Herbst im Restaurant wird, dass muss ich mir erst noch durch den Kopf gehen lassen und alle neuen Erkenntnisse über die Pandemie genau anschauen.

11 Fotos / Screenshots

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Trekdinner | Fotografie | Computer und Internet
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Freitag, 26. Juni 2020 17:13

Wildmics - Der Supermensch

Ich komme erst jetzt dazu, davon zu berichten. Am Dienstag haben wir wieder Wildmics auf Twitch angeschaut, diesmal die Folge "Der Supermensch". Das war wieder sehr interessant. Da ging es auch um die Möglichkeiten der genetischen Aufbesserung, sie bei Dr. Bashir von Deep Space Nine. Oder natürlich Cyborg-Implantate. Sehr sehenswert.

Ich bin ja der Meinung, dass Tommy Krappweis ein Supermensch ist. Musiker, Sänger, Schriftsteller, Komiker... Wie kann jemand das alles in nur einem Leben sein? - frage ich mich immer wieder. Er ist so ein Tausendsassa, Wahnsinn! Aber dann hat Florian des Rätsels Lösung gefunden. In dem Song Entdumm dich sieht man ganz deutlich, dass es Tommy gleich vier Mal gibt. Ahaaaaa! Jetzt weiß ich, wieso ich nie was auf die Reihe bekomme... Mich gibt es nur einmal :D

Twitch Wildmics

Screenshot von Entdummdich

Themen: Tommy Krappweis | Fotografie | Star Trek
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Dienstag, 23. Juni 2020 19:03

Felix (xxx)

Eigentlich wollte ich heute nach Feierabend zu Felix, aber ich stand zwischen dem Kreuz A94/A99 und Parsdorf etwa 1,5 Stunden im Stau. Ein großer Kilian-Abschleppwagen kam irgendwann die Rettungsgasse entlang. Und über die Brücke bei Parsdorf fuhr ein riesiger THW-Lkw mit Blaulicht. Die Autobahn war komplett gesperrt und alle mussten bei Parsdorf abfahren. Als ich dann das Navi eingeschaltet habe, zeigte es mir noch weiter 24 Minuten bis zum Stall an, weil sich auf den Nebenstraßen natürlich auch schon Stau gebildet hatte. Normalerweise brauche ich 21 Minuten. Deshalb bin ich dann doch lieber die 14 Minuten wieder zurückgefahren.

Als ich zu Hause war, war der Stau bereits fast aufgelöst, die Autobahn wieder befahrbar. Auf rosenheim24.de und merkur.de stehen schon Berichte von einem umgekippten Lkw und einem völlig demolierten Pkw. Glücklicherweise nur Verletzte. So habe ich mal wieder viel Musik gehört. Trotzdem hätte ich mir den Feierabend anders vorgestellt :D

Themen: Eigenes Pferd Felix | Auto
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Montag, 22. Juni 2020 20:46

Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen? - Jens Berger

Das Buch Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen? von Jens Berger habe ich bereits gekauft. Das Thema BlackRock beschäftigt mich etwa seit 2014, als ich mitbekommen habe, dass BlackRock bei WMF als "Investor" eingestiegen ist und dort dann die Arbeitsbedingungen immer schlechter wurden. Damals war ich noch bei der WMF-BKK und auch von den Produkten der Firma überzeugt.

Anteile müssen erst gemeldet werden, wenn sie 5% Aktienanteile überschreiten. Dies wird dann gemeldet in einer Veröffentlichung gemäß §40 Abs. 1 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz). Seit dem habe ich einen Gugl Alert mit den Worten "BlackRock" und dem Namen meines Arbeitgebers. Januar 2015 meldete die BlackRock, Inc., New York 4,86% an der Firma, in der ich arbeite. Im April 2015 meldete die BlackRock Financial Management Inc. Wilmington 5,5%. Und ab Oktober 2015 BlackRock Inc. in Wilmington 5,42%, wobei dieser Anteil bis heute schwankt und im August 2018 seinen Höhepunkt bei 5,92% hatte. Da BlackRock in Wilmington zwei Büros hat, könnte es sich tatsächlich um zwei unterschiedliche Tochterfirmen handeln. Insgesamt könnte es also sein, dass BlackRock unter dem Radar fast 15% an meinem Arbeitgeber hält, vielleicht sogar noch viel mehr, da BlackRock eine Holding mit einem undurchsichtigen Geflecht aus Tochterfirmen ist.

Als ich nun sah, dass der Autor des Buches von KenHitRadio interviewt wurde, war ich natürlich neugierig. Die Bekanntheit dürfte jedenfalls für einen guten Werbeeffekt sorgen. Und ich möchte auch dafür Werbung machen, denn als Kapitalismus- und Neoliberalismus-Kritiker liegt mir die Aufklärung über das Großkapital und den dahinterstehenden Mechanismen sehr am Herzen. Doch ich war bei dem Interview natürlich auch sketpisch, da ich von KenHitRadio nicht so wahnsinnig viel halte.

Er stellt gute Fragen wie "Gibt es noch eine Demokratie?" oder bringt die Sache auf den Punkt mit "Geld regiert die Welt!" Ab Minute 54:00 wird gesagt, dass BlackRock eigentlich keine Entscheidungsgewalt und damit keinen Einfluss auf Unternehmen hat (z.B. bei Moralpredigten in Davos). Sie sind nur dazu da, das Komma bei den großen Zahlen zu verschieben. Aber mit der Fed als Kunde, also eigentlich die USA, wenn Blackrock was sagt, dann wird das so gemacht. Aber er lässt Jens Berger darauf nicht eingehen, sondern wechselt sofort das Thema. Das fand ich ein wenig suspekt.

Trotzdem finde ich das Interview mit Jens Berger sehenswert. Es wird sehr gut erklärt, wie durch das System Konkurrenz ausgehebelt wird. Die Verlierer sind natürlich die Kunden/Endverbraucher. Eigentlich handelt es sich hier um ein Kartell. Mehr Regulierung und Transparenz wäre notwendig, weil diese Investmentbanken ab einer bestimmten Größe systemrelevant sind. BWL ist keine Naturwissenschaft. Und Geld und Computerprogramme kennen keine Moral. So zerstört der computergesteuerte Handel die Umwelt, Arbeitsplätze und die Realwirtschaft. KenHitRadio lässt es sich aber nicht nehmen, immer wieder Bill Gates zu erwähnen und dass in der "WHO Menschen geparkt" wurden, um Einfluss geltend zu machen.

Es lohnt sich, sich mit dem Thema weiter zu befassen, auch mit den beiden anderen großen Playern State Street und Vanguard. Im Grunde genommen hat da jeder überall die Finger mit drin, irgendwo sicher auch Bill Gates, Warren Buffet und George Soros, die alle mit dem zerstörerischen System reich geworden sind und nun als Philanthropen Geld verteilen.

In diesem Zusammenhang kann ich auch folgende Dokumentationen empfehlen:

Ich persönlich glaube ja, dass es durch das System bedingte Konzentration von Kapital und Macht gibt, aber dass es nicht wirklich einen Deep State gibt, von dem aus die Welt zentral gelenkt wird. Etwas in dieser Größenordnung würde schlicht nicht funktionieren. Trotzdem ist mein großes Ziel mehr Transparenz, Regulierung und Schutz der Realwirtschaft und der kleinen Leute.

Themen: News | Bücher
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Sonntag, 21. Juni 2020 17:01

Nicht alles auf eine Karte setzen

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Anfangs schien es, als könnten wir die Pandemie erst dann wirklich eindämmen, wenn es gegen Covid-19 einen Impfstoff gibt. Doch je mehr ich darüber lese, desto mehr kristallisiert sich heraus, dass sich die Entwicklung realistischer Weise höchstwahrscheinlich bis ins Jahr 2021 hinauszögern wird, wenn die Testreihen sauber durchgeführt werden, damit der Impfstoff auch wirklich sicher ist. Auf den Entwicklern lastet ein enormer politischer und gesellschaftlicher Druck. Es ist wie ein neuer "Space Race", und der Sieger wird sich eine goldene Nase verdienen. Diesmal ist aber nicht nur USA und Russland im Rennen, wie damals bei der Mondlandung, sondern auch China. Und natürlich auch noch weitere Entwickler weltweit.

Und selbst, wenn ein Impfstoff noch dieses Jahr fertig und genehmigt sein sollte, muss dieser erst noch produziert und verteilt werden. Das ist eine logistische Herausforderung, die nicht von heute auf morgen zu meistern sein wird.

Es läuft also darauf hinaus, dass wir weiter lernen müssen, mit dem neuen Coronavirus zu leben. Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass dieser bei weiterer Mutation vielleicht auch harmloser wird wie seine vier Verwandten. Vielleicht gibt es im Herbst nochmal eine zweite Welle, aber diesmal haben die Leute ihre Masken parat, entsprechende Verhaltensweisen eingeübt und können so dann darauf schneller reagieren. Es ist schließlich nicht notwendig, Deutschland in einen Operationssaal zu verwandeln, wie sich nun herausgestellt hat, sondern ein punktuelles Eindämmen statt einem großen Hammer müsste meines Erachtens dann ausreichen. Und wenn man sich die Geschichten der Pandemien so anschaut, dann haben die sich immer irgendwann ausgelaufen oder zumindest eingedämmt. Warum sollte es diesmal anders sein?

Außerdem denke ich, dass es nicht "den Impfstoff" für SARS-CoV-2 geben wird. Zwar mutiert der Coronavirus langsamer als der Influenzavirus, dennoch wird es meines Erachtens irgendwann einen ganzen Zoo an Coronaviren geben, gegen den dann eventuell regelmäßig, vielleicht sogar jährlich geimpft werden müsste, wie bei der Grippeimpfung. Also eine Goldgrube für Impfstoffhersteller.

Sollten sich die neuen Mutationen aber als harmloser herausstellen, ähnlich wie die vier Coronavirenstämme NL63, OC43, 229E und HKU1, die in der Regel nur leichte Atemwegserkrankungen verursachen, dann würde die Impfbereitschaft sinken und wahrscheinlich auch die Impfempfehlung gegen "eher nicht impfen" tendieren. Das wäre dann das Ende vom Goldrausch.

Auch in der Verwendung bereits vorhandener Medikamente haben die Ärzte viele Fortschritte gemacht, so dass die Krankheit vielleicht ein wenig ihres Schreckens verlieren wird und die Sterblichkeitsrate weiter gesenkt werden kann. Auch wenn dies wohl leider - und das tut mir in der Seele weh - in erster Linie wohl für die reichen Industrieländer gelten wird, während das Virus in den ärmeren Regionen dieser Welt, wie Indien, Südamerika und Afrika, eine Schneise der Verwüstung hinterlassen wird. Das ist politisch so gewollt und von der Gesellschaft gerne ausgeblendet.

So oder so, ich bin trotzdem davon überzeugt, dass der Spuk irgendwann vorbei sein und SARS-CoV-2 seinen Schrecken verlieren wird.

Everything's going to be okay!
Carl Grimes

Thema: Corona
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Samstag, 20. Juni 2020 19:48

Realsatire

Das wir irgendwie in einer Realsatire leben, dass dürfte wohl inzwischen jedem klar sein. Gestern las ich, dass im Bundestag über den Antrag "Antiextremistischer Grundkonsens in Politik und Gesellschaft - Rechtsstaat und Demokratie schützen - Antifa ächten" vom 26.09.2019 abgestimmt wurde.

Selbstverständlich bin ich gegen extremistische Strömungen gleich welcher Couleur, insbesondere wenn sie mit Gewalt oder mit Aufruf zur Gewalt einhergehen. Warum dann als Beispiel nur der Oberbegriff Antifa für Antifaschismus im Titel auftaucht, erschließt sich mir erst einmal nicht. Sieht man sich die Statistik für rechts- und linksextrem motivierten Straftaten 2018 einmal an, sieht man sehr deutlich, dass im rechtsextremen Milieu eher Körperverletzungen und Nötigung/Bedrohung vorkommen, also Gewalt gegen Menschen, während es im linksextremien Mileu eher Sachbeschädigungen sind, also Gewalt gegen Gegenstände/Besitztümer. Auch das finde ich nicht in Ordnung, aber meines Erachtens ist das ein kleines bisschen weniger verwerflich.

Ins Auge sticht auch, dass es im linksextremen Milieu deutlich häufiger zu Widerstandsdelikten kommt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Aber so richtig lachen musste ich über die Realsatire, als ich sah, dass der Antrag seinerzeit von der Ah-Ef-De eingereicht wurde (was die explizite Erwähnung vom linksextremen Antifa erklärt), die dann aber gestern bei der Abstimmung im Gegensatz zu CDU/CSU, SPD, FDP, die Linke und Grüne mit NEIN gestimmt haben. Aber eigentlich logisch. Die wollen ja gar nicht, dass ein antiextremistischer Grundkonsens in Politik und Gesellschaft herrscht oder gar die Demokratie geschützt wird.

Einfach mal sacken lassen :D


Update 24.06.2020

Alle demokratischen Parteien lehnen Antifa-Verbot ab. Das bedeutet, wenn man bei einem Antrag mit "ja" stimmt, ist man dagegen, und wenn man wie die Ah-Ef-De mit "nein" stimmt, ist man dafür? Kapier ich nicht.

Wenigstens sorgte die Realsatire im Bundestag für einen Lacher.

Thema: News
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Samstag, 20. Juni 2020 18:00

Taubenschwänzchen und andere Schnappschüsse

Diese Woche habe ich endlich mal wieder ein Taubenschwänzchen im Vorgarten gesichtet. Es war aber hektischer und schneller als die von den letzten Jahren. Aber das freut mich immer sehr, deshalb lasse ich die violetten Blümchen auch immer stehen.

Taubenschwänzchen

Dann gibt es in der Nähe ein Auto, das schon seit Monaten da rumsteht. Die Bauarbeiten an der Stelle waren dadurch etwas erschwert, aber der Bauzaun stand irgendwie immer um dieses Auto herum. Und jetzt beginnen die Pflanzen, das Auto zuzuwuchern. Ich bin gespannt, wie lange das da noch rumsteht.

Auto wächst langsam zu

Und dann bin ich begeistert vom Physiotape, das ich mal vom Aldi mitgenommen habe. Ich habe nämlich im Homeoffice Probleme mit dem rechten Arm bekommen, weil die Maus nicht neben der Tastatur liegt, sondern etwas weiter oben und weiter weg. Das ist halt doch kein wirklich ergonomischer Arbeitsplatz. Mit den Pysiotapes sind die Schmerzen aber verschwunden. Jetzt habe ich die Maus neben die Tastatur gequetscht. Da habe ich zwar nicht so großen Spielraum, aber für meine Schulter und meinen Ellenbogen ist es deutlich besser. Keine Ahnung, wie das funktioniert.

Physiotape

Themen: Sonnenstrahl | Auto | Traumhaus | mein Job | Fotografie
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09.01.2012 13:01 Clicks: 14501

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