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Dienstag, 28. März 2006 23:44

Nicht von schlechten Eltern

Claus von Wagner hat sich selbst übertroffen. Er präsentierte sein neues Programm "Im Feld" in der Münchener Lach- und Schießgesellschaft und befand sich dort in guter Gesellschaft (siehe Ahnengalerie). Vordergründig ging es darum, ob man heute denn noch Kinder in die Welt setzen sollte (und ich habe mich gefragt, welcher Teil denn nun "auf einer wahren Begebenheit" beruht...), hintergründig ging es aber knallhart um die Zukunft Deutschlands. Ich habe Tränen gelacht. Claus von Wagner war mal wieder spitze!

Nach seinem Auftritt im Otti's Schlachthof dachte ich schon, es würde um Sinn und Unsinn der Bundeswehr gehen, und das, obwohl er keinen Wehrdienst geleistet hat (Lob!). Da hatte ich mich wohl getäuscht.

Eine Sache sei noch angemerkt: Er stellt einen hohen Anspruch an sein Publikum. Einem Lehrer gleich, der seine Schüler mit unangekündigten Exen traktiert ;-), streut er ständig Worte ein, zu denen er zu einem früheren Zeitpunkt seines Auftritts bereits eine Pointe gebracht hat. Wehe dem, der dann nicht lacht ;-). Der hat wohl nicht richtig aufgepasst!

Themen: unterwegs | Meine Sonderanfertigung Florian | Claus von Wagner
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Samstag, 11. März 2006 20:53

Die Geisha

Nachdem wir heute bei meiner Freundin mit Babybauch Geburtstagsbrunch gemacht haben, konnte ich mein eigenes Geburtstaggeschenk einlösen. Florian hat am Nachmittag auf die Kiddies aufgepasst, während ich mit Doris und Tanja im Kino war und Die Geisha angeschaut habe.

Achtung, Spoiler! Dieser malerische Film entführt uns in eine fremde Welt. Es ist zwar sehr grausam, wie die kleine Chiyo ihrer totkranken Mutter entrissen und kurz darauf von ihrer Schwester getrennt wurde, bei "Mama" als Dienstmädchen arbeiten muss... Doch ihr Leben nahm eine Wendung, als sie den "Direktor" traf, der ihr ein Eis spendierte und ein Taschentuch schenkte. Von nun an wollte sie nur noch Geisha werden, um ihm nahe zu kommen.

Als der Geisha Hatsumomo gesagt wurde, dass es einer Geisha nicht zustehe, zu lieben, hatte ich fast ein wenig Mitleid mit ihr, obwohl sie eine intregante Kuh war. Chiyos "Schwester" Mameha, die schließlich dafür sorgte, dass sie als Geisha Sayuri ausgebildet wurde, wirkte dafür eigentlich richtig gut und edel. Dabei war sie eigentlich nur raffinierter...

Sayuris Traum wird wahr, sie wird ihrer blauen Augen wegen zur Geisha ausgebildet und stellt auch die ältere und erfahrenere Geisha Hatsumomo bald in den Schatten. Sie kommt zwar "ihrem Direktor" wieder nahe, doch durch Intrigen durch Hatsumomo und falsches Spiel ihrer ehemaligen Leidensgenossin Kürbisköfpchen verliert sie ihn wieder in den Wirren des zweiten Weltkrieges. Die Szenen wirkten plötzlich "westlich" (Florian) und "entzaubert" (Tanja). Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

Etwas unglaubwürdig kam mir dann doch der Schluss vor, wo "ihr Direktor" sie aufsucht und ihr gesteht, dass er dafür gesorgt hatte, dass sie Geisha wird und dann küssten sie sich und gingen Arm in Arm von dannen... Ich denke, ich muss mir das Buch Die Geisha einmal von Tanja ausleihen, denn ich glaube nicht, dass es dort zu so einem Happy End kam. Schließlich beruht der Roman auf eine wahre Begebenheit, soviel ich weiß. Nein, Arthur Golden wurde nur durch das Buch "Die wahre Geschichte der Geisha" von Mineko Iwasaki zu seinem Bestseller inspiriert.

Themen: Kino | Freunde
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