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Samstag, 29. Januar 2011 20:18

Der Nobelpreis - Andreas Eschbach

Nein, ich lese nicht so schnell... Aber ich lese immer mehrere Bücher parallel ;-)

[Unser Amazonstore: ] Der Nobelpreis von Andreas Eschbach [/Amazonstore Ende] ist ein Roman, der eigentlich keine phantastischen oder Science-Fiction-Elemente enthält. Und er ist ein eher untypischer Eschbach, zum einen wegen dem Vorgenannten, zum anderen weil es einen richtig schönen Schluss hat :-)

Das Buch beginnt als Erzählung gewisser Hintergründe von der Nobelpreisverleihung und was so schiefgeht. Wir befinden uns in einem Komplott aus Entführung, Erpressung und Korruption - mitten drin Hans-Olof, Mitglied im Kommitee, dessen Tochter entführt wurde. Plötzlich mitten im Buch wechselt Eschbach zur Ich-Form und wir erleben den Rest der Geschichte aus der Sicht von Gunnar, dem Schwager von Hans-Olof, der aus dem Gefängnis entlassen wird und nun versucht, das Komplott aufzudecken. Ein paar Mal entkommt er knapp seiner erneuten Verhaftung, was bei seinen Bewährungsauflagen nicht gut für ihn gewesen wäre.

Sofia Hernandez Cruz bekommt den Nobelpreis, da ihr Arbeitgeber Rütlipharm ihn sich erkauft hat. Ihre Forschung betraf das Zusammenspiel von Gehirn und Hormonen.

Gegen Ende des Romans wird der Leser direkt angesprochen und gefragt, ob er jetzt sauer wäre und vor Wut gerne das Buch in die Ecke pfeffern würde. An dieser Stelle war ich mir erst nicht sicher, ob Andreas Eschbach zu mir sprach, oder Gunnar, der Industriespion. Doch es war Gunnar und ich musste herzlich lachen. Warum, das kann ich hier nicht verraten ;-)

Aber der Schluss ist wirklich gelungen. Nicht plötzlich und er hinterlässt auch nicht den typischen, schalen Nachgeschmack, wie viele andere seiner Bücher. Es wird komplett alles aufgeklärt und, was ich persönlich besonders genossen habe, es wird wie in manchen Filmen jeder Charakter noch einmal erwähnt und erzählt, was aus ihm denn geworden ist. Ein happy end? In gewisser Weise. Zumindest ein Ende, wie man es sich gewünscht hat, nachdem alles aufgeklärt war.

Geht es in diesem Buch um den Nobelpreis? Hm, in gewisser Weise ja. Aber eigentlich ist es ein Buch über Hirnforschung. Und der Leser, der ist das Versuchskaninchen ;-)

Update 30.01.2011 13:30 Uhr

Außerdem ist dieses Buch ein Lehrstück. Es zeigt uns, welche zerstörerischen Kräfte durch Misstrauen und Lügen entfaltet werden können. Und dass es nicht zu spät ist, die Chemie unseres Gehirns zu durchschauen und uns selbst zu versuchen zu ändern.

Themen: Bücher | Hirnforschung | Andreas Eschbach
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Samstag, 29. Januar 2011 15:02

Hungry - Crystal Renn

Über das Buch [Unser Amazonstore: ] Hungry - Crystal Renn [/Amazonstore Ende] bin ich eher zufällig beim Herumklicken gestoßen, und da die englische Ausgabe deutlich günstiger war, als die [Unser Amazonstore: ] deutsche Ausgabe [/Amazonstore Ende], habe ich natürlich die gekauft.

Und es nicht bereut... Crystal Renn beschreibt ihre Kindheit, ihre Familie, ihren beruflichen Werdegang in solch einer lebendigen Sprache, dass man das Gefühl hat, sie sitzt einem gegenüber und plappert munter drauf los. Sie benutzt eine wunderschön ausschmückende Sprache, was für einen deutschen Leser wie mich oft nicht ganz leicht ist, da sie viele Vergleiche mit Persönlichkeiten zieht, die in den USA wohl recht bekannt sind. Ich könnte mir vorstellen, dass es in der deutschen Übersetzung deshalb nur so von Fußnoten und Anmerkungen des Übersetzers wimmelt.

Crystal Renn wächst bei ihrer Großmutter auf, die sie aber Mom nennt, da sie zu ihrer leiblichen Mutter nie den richtigen Draht finden konnte. Aber sie musste nichts missen. Eines Tages begegnete sie einem Agenten einer Modelagentur, der ihr aber unmissverständlich klar machte, dass sie extrem abnehmen müsse, um in diesem Beruf erfolgreich sein zu können.

Also begann Crystal Renn zu hungern. Aus einem normalgewichtigen, hübschen Teenager wurde ein Skelett, das an die magersten Zeiten von Audrey Hepburn erinnerte, zumindest mit ihrer überdimensionierten Sonnenbrille. Nur Mädchen bzw. Frauen mit einer extremen Willenskraft, die über die natürlichen Instinkte hinausreicht, sind zu so etwas fähig. Und Crystal Renn bekommt ihren Modelvertrag.

Sie ist aber nicht glücklich und es wird für sie auch zunehmend schwieriger, das extreme Untergewicht zu halten. Und schließlich entschließt sie sich dazu, sich gesund zu ernähren und ihrem Körpergewicht keine Bedeutung mehr beizumessen.

Sie nimmt zu, sie wird glücklich, und sie wird das erfolgreichste Plus-Model Amerikas. Crystal Renn findet ihre große Liebe. Und sie gibt jedem Teenager den Rat, das eigene Selbstwertgefühl nicht durch den BMI zu messen.

In gewisser Weise habe ich einen ähnlichen Werdegang hinter mir wie Crystal Renn. Im Teenageralter wollte ich schlank sein und hing einem extremen Ideal hinterher, dem ich vermutlich niemals hätte gerecht werden können. Ich traktierte meinen armen Körper mit Diäten und nahm jojomäßig immer weiter zu. Bis ich mit 17 Jahren und [zensiert] kg endlich begriff, dass das nichts bringt. Ich habe nie wieder eine Diät gemacht. Und ich habe zwischenzeitlich sogar einmal ca. 20 kg weniger gewogen als jetzt, allerdings auch wieder zugenommen. Aber ich werde trotzdem nie wieder eine Diät machen.

Crystal Renn beschreibt den Glauben vieler Mädchen und Frauen, dass sie nur schlank sein müssen, und dann werden sie endlich glücklich. Dass ihr gesamtes Glück mit dem Körpergewicht zusammenhängt, mehr noch, dass sie - solange sie übergewichtig sind - überhaupt nicht das Recht haben, glücklich zu sein, und durch Selbsthass zerfressen sich in ihren Zimmern und Wohnungen verschanzen. So ging es mir auch einmal. Aber es stimmt nicht. Das Glück liegt nicht in der Figur. Das Glück findet man auf andere Weise.

Am Rande möchte ich noch erwähnen, dass mir Crystal Renn wegen ihrer Liebe zur Astronomie und zu Star Trek, die immer wieder durchschimmern, sehr sympathisch war.

Themen: Bücher | Kampf den Pfunden
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Sonntag, 9. Januar 2011 20:40

Rapunzel

Disneys Märchen waren schon immer sehenswert. Küss den Frosch liegt noch im Regal, aber heute haben wir uns Rapunzel angeschaut. Auf den dämlichen deutschen Beititel verzichte ich mit Absicht.

Der Film war sehr witzig und es spielte auch ein Pferd mit, das in seinem vorherigen Leben wohl ein Hund gewesen war. Mit den Märchen bin ich nicht so firm, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Geschichte mit dem Original nicht mehr sehr viel gemeinsam hat.

Aber nach Verwünscht ("Sing nicht!") hatte ich mir glatt Hoffnungen gemacht, dass in den Filmen nicht mehr so viel gesungen wird, aber das war wohl vergebens. Außerdem merkt man natürlich, dass dies keine Gemeinschaftsproduktion mit Pixar war.

Fazit: 3D habe ich nicht vermisst. Er ist witzig, man kann ihn sich schon mal anschauen. Und man hat mindestens drei Mal Gelegenheit auf Toilette zu gehen.

Themen: Patchwork-Familie | Freunde | Disney | Kino
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Montag, 3. Januar 2011 18:31

Der Wohnring in Neuperlach

Letztes Jahr hatte ich ein Fotoprojekt gestartet. Ich habe in sporadischen Abständen Fotos von unserem Balkon gemacht. Das Ergebnis ist eine Reihe von Bildern aus unserem Wohnring im Wandel der Jahreszeiten. Viel Spaß beim Gucken!

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09.01.2012 13:02 Clicks: 232276

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