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Montag, 28. Februar 2011 21:24

Sezierte Wahrheit: Professor Kockels authentische Fälle - Friedrich Herber

Auf das Buch [Unser Amazonstore: ] Sezierte Wahrheit: Professor Kockels authentische Fälle von Friedrich Herber [/Amazonstore Ende] bin ich eher durch Zufall gestoßen. Es ist jedenfalls nichts für schwache Nerven.

Professor Kockel war wohl einer der führenden Pathologen der ersten zehn Jahrzehnte des vergangenen Jahrtausends. In chronologischer Reihenfolge werden seine spektakulärsten Fälle hintereinander runtergespult, zum Teil mit kurzen Andeutungen, wie heute in ähnlich gelagerten Fällen verfahren wird oder wie die heutige Rechtslage aussieht. Hin und wieder wird das Ganze noch mit alten Fotos garniert.

Teilweise liest es sich so langweilig, wie ein Gerichtsprotokoll. Wären nicht zwischendrin sehr traurige Schicksale beschrieben, die auf fehlende Verhütungsmittel, aus heutiger Sicht merkwürdig anmutenden Moralvorstellungen und natürlich den Greueltaten des ersten Weltkrieges zurückzuführen sind, so hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht zu Ende gelesen. Es ist eben doch eine Sammlung von Zeitzeugen, die irgendwie doch auch interessant waren. Oder wer duelliert sich heute noch?

Ganz schwer im Magen lag mir die Definition von Engelmacherin, also Frauen, die uneheliche Kinder in Pflege nahmen und dann verhungern ließen. Oder das Schicksal des Mannes, der zu Kriegszeiten erschossen wurde, weil er ein paar Kartoffeln stehlen wollte.

Fazit: Wäre das überaus interessante Material anders aufbereitet worden, hätte ich das Buch wahrscheinlich weiterempfohlen. So denke ich, gibt es sicherlich interessanter geschriebene Werke, die Fotos nicht nur erwähnen, sondern diese dann auch dem neugierigen Leser zeigen!

Thema: Bücher
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Dienstag, 22. Februar 2011 20:57

Haus bezugsfertig machen - Teil 4

Heute habe ich nur so Kleinkram erledigt, wie ein paar Kisten packen und ins Auto gehievt. Abends kam dann der Anruf, dass die Maler fertig sind. Das ist natürlich blöd, wenn es schon dunkel ist, aber mit der Lampe aus dem Auto habe ich dann alle Zimmer begutachtet und nochmal zwei Stellen nachbessern lassen. Ansonsten hat alles gut geklappt.

Thema: Traumhaus
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Dienstag, 22. Februar 2011 13:51

Just A Geek - Wil Wheaton

For English version please scroll down or click here...

Eigentlich ist dieses Buch nur die auszugsweise gedruckte Form seines Blogs und einer kleinen Sammlung von Interviews, die einmal online erschienen sind. Da ich aber ein eigenes Leben habe und daher nicht die Zeit habe, täglich alle Tweets und Blogeinträge von Wil Wheaton zu lesen, ist [Unser Amazonstore: ] Just a Geek [/Amazonstore Ende] eine gute Alternative, etwas über den Menschen Wil Wheaton zu erfahren.

Ich habe viele Ähnlichkeiten mit uns festgestellt, so hat seine Frau Anne zwei Söhne, die nicht von Wil sind. Als Teenager hat er Depeche Mode / Music for the Masses gern gehört (und findet den Namen "beeilte Mode" lustig). Und er hat sein originales Blog unter wilwheaton.net (WWdN) selbst mit PHP programmiert.

Auffallend häufig benutzt er Worte wie "fucking", "shit" und "cool", so dass die Sprache doch eher wie die eines Teenagers wirkt als die eines erwachsenen Mannes. Ein ziemlich krasser Gegensatz zu der malerischen Sprache von Crystal Renn in ihrem Buch Hungry. Aber vielleicht ist es auch einfach so, dass Geeks in ihrem Herzen einfach jung bleiben.

Was mich an dem Buch aber beeindruckt hat, war die Beschreibung, wie das Schreiben und an die Öffentlichkeit gehen Wil Wheaton verändert hat. Es gibt viele Idioten, die mit ihrer Zeit nichts besseres anzufangen wissen, als ihren Hass Wesley gegenüber auf Wil Wheaton zu übertragen, und dabei übersehen, dass das eine eine Fernsehserienfigur und das andere ein Mensch, ein Schauspieler ist. Er beschreibt, wie solche hirnlosen Kommentare wehtun. Außerdem setzt sich Wil Wheaton für Open Source Software und Freie Meinungsäußerung - gerade im Internet - ein und ist gegen Digital Rights Management.

Aber am Meisten hat mir der tiefe Einblick in die Machenschaften von Hollywood gefallen. Vermutet habe ich es schon immer, aber die detaillierte Beschreibung, wie hart es dort für einen Schauspieler ist, war schon atemberaubend. Ganz sicher bin ich mir aber nicht, ob Wil Wheaton sich nun als Autor sieht, oder als Schauspieler. Aber da kann man bestimmt auch prima zweigleisig fahren. Außerdem finde ich es lustig, dass das Buch bei O'Reilly erschienen ist, der Verlag für nützliche Literatur für Geeks.


This book is actually a printed extract of his blog and a collection of interviews published online someday. But since I have a life of my own and not enough time to read every tweet and every blog entry by Wil Wheaton, I thought "Just a Geek" would be a good alternative to get to know Wil Wheaton a little bit.

I found many similarities between us, such as his wife Anne has two sons that are not Wil's sons. As a teenager he liked Depeche Mode / Music for the Masses (and thinks that "fast fashion" is funny). And he programmed his original Blog wilwheaton.net by himself using PHP. Noticeably often he used words like "fucking", "shit" and "cool", so I had the impression that it was rather the language of a teenage boy than an adult man. That was a quite huge difference to the colorful language Crystal Renn used in her book "Hungry". But maybe geeks are just kids in their hearts.

There was something that really impressed me: Wil Wheaton describes how writing and publishing his thoughts online changed him. There are many idiots who have the heck of too much time and cannot distinguish between the hated Wesley and the human being, the actor Wil Wheaton. He describes how much these brainless comments hurt. Furthermore, Wil is in favor of open source and free speech - especially on the internet - and against digital rights management.

Most impressive was the deep look into the Hollywood machinery. I always assumed that, but the detailed description how hard an actor's life can be was breathtaking. I am not sure whether Wil Wheaton considers himself an actor or a writer now, but I think in this combination both is possible. By the way I think it's really funny that O'Reilly published this book, the publisher of many useful Geek books.

Themen: Bücher | Star Trek
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Montag, 14. Februar 2011 19:27

Mara und der Feuerbringer - Das Todesmal - Tommy Krappweis

Und wieder habe ich mit [Unser Amazonstore: ] Mara und der Feuerbringer - Das Todesmal von Tommy Krappweis [/Amazonstore Ende] eine lustige Reise durch die Mythologie unternommen. Das Buch ist wieder ähnlich aufgebaut, wie der erste Teil. Zunächst wird im realen Leben der Handlungsbogen gespannt, um sich danach in der Mythologie auszutoben. Diesmal wird es auch so richtig gruselig, wie im ersten Teil von Fluch der Karibik.

Und wieder kann man eine Menge lernen, nicht nur über mythologische Gestalten, sondern auch, wie man einen Maulsperrenburger isst, ohne die Hälfte zu verkleckern. Und dann kam wieder so eine Stelle vor, die mich etwas nachdenklich gemacht hat, dabei ist sie so wahr! Nämlich dass wir alle in der Pubertät versuchen, uns von unseren Eltern zu unterscheiden, aber uns letztendlich doch irgendwann eingestehen müssen, dass wir ihnen ähnlich sind und nicht aus unserer Haut können.

Vielen Dank, Tommy, für das große Lesevergnügen! Und ich freue mich auch schon auf den grünen Teil, den ich natürlich auch einmal wieder nach Erfurt schicken werden ;-)

Themen: Bücher | Tommy Krappweis
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Samstag, 12. Februar 2011 22:42

Tron - Legacy

Heute waren wir mit einem ganzen Haufen Freunde im Kino und haben uns Tron Legacy angeschaut. Dieser Film ist etwas für's Auge und definitiv etwas für's Ohr, aber keinesfalls etwas für's Hirn.

Bei der Trailershow vorher haben wir uns schon darüber lustig gemacht, dass das Geld für den nächsten Fluch-der-Karibik-Film nur noch für die Gage von Johnny Depp gereicht hat, aber nicht mehr für Keira "iß was" Knightley und Orlando Bloom. Gibt es irgendetwas, das man sich anschauen müsste? Nö, fällt mir gerade nix ein.

Achtung, Spoiler

Tron... okay... erwartet ihr wirklich eine Rezession? Na gut, ich versuch's mal. Die einleitende Story hat mir gut gefallen, pro Open Source und hat gut auf den alten Tron-Film aufgesetzt. Aber, liebe Casting-Leute, aus einem Jungen mit einem runden Gesicht, wird niemals ein Mann mit einem schmalen Gesicht werden... Das nur am Rande. Die einleitende Story diente aber nur dazu, Sam Flynn, Kevin's Sohn, in die digitale Welt - auf den Raster - zu transportieren.

Achtung, Spoiler

Dort angekommen wird die übliche Story von Gut und Böse erzählt. Alles ist furchtbar cool. Und die Special Effects haben natürlich nichts mehr mit den trashig anmutenden Effekten aus dem Original zu tun. Schön anzusehen, aber das war's auch schon. 3D ist mir kaum aufgefallen, aber vielleicht gewöhnt man sich da auch zu schnell dran. Zumindest wurden keine nervigen Gegenstände ins Publikum gehalten.

Achtung, Spoiler

Die supercoolen Tron-Räder fehlen genauso wenig wie die fliegenden Brandenburger Tore. Und dann findet Sam seinen gealterten Vater, ein Wiedersehen mit Jeff Bridges, diesmal nicht computeranimiert mit minimaler Mimik. Bumm, bumm, krach!

Achtung, Spoiler

Wenn der Herr Zuse in weiß nicht so ein verdammt arrogantes Arsch gewesen wäre, hätte man für einen kurzen Augenblick sogar glauben können, dass die Fronten zwischen Gut und Böse doch nicht so klar gezogen sind. Doch die Frage, ob Cora nicht doch ein falsches Spiel treibt, habe ich sofort im Keim erstickt. Da hätte man doch tatsächlich etwas Schwung in die Story bringen können...

 Achtung, Spoiler 

Antifaschistisch ist der Film auch. Und dann, ja dann werden noch zwei Hintertürchen eingebaut, um eine Storyline für den nächsten Teil anknüpfen zu können. Erstens wechselt Tron die Farbe von orange (böse) zu weiß (gut), und zweitens verbleibt der gute, alte Kevin Flynn im Computersystem. Oder vielleicht war auch einfach nur das Budget erschöpft, um diese Handlungsstränge noch sinnvoll zu Ende zu bringen. Oder?

Achtung, Spoiler

Nein, die wollen eine Fortsetzung drehen, eindeutig! Denn kaum war Sam vom Computer wieder in die reale Welt gespuckt worden, war der Film auch schon vorbei. Krach, bumm, fertig!

Fazit: Also... den Soundtrack, den werde ich mir auf jeden Fall zulegen.

Themen: Patchwork-Familie | Freunde | Kino
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09.01.2012 13:02 Clicks: 232382

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