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Mittwoch, 26. August 2020 23:45

Outpost One

Der Besuch beim Outpost One war das Einzige, das wir im Voraus geplant hatten für unseren Kurzurlaub. Wir haben erst einmal ausgeschlafen und dann drinnen gefrühstückt, einerseits wegen der Wespen und andererseits wegen dem Regen.

Ich hatte zwei Touren gebucht, einmal die Standard-Tour und danach die Premium-Tour. Die VIP-Tour war leider schon ausgebucht gewesen. Während der Standard-Tour wird man per Audioguide über das Soundsystem durch die Ausstellung geleitet. Das dauert etwa 80 Minuten. Das ist empfehlenswert für Familien mit kleineren Kindern, die sich vielleicht nicht so lange konzentrieren können. Für uns war es dann aber fast zu kurz, weil wir mit Fotografieren nicht ganz nachkamen.

Die Premium-Tour war dann mit Tourguide. Da durften wir dann auch hinter die eine oder andere Absperrung für ein exklusives Foto. Die Tour hat dann über zwei Stunden gedauert. Es hat sich sehr gelohnt, denn den Tourguide kann man natürlich auch mal etwas fragen. Zum Beispiel brannte mir sofort nachdem ich zum ersten Mal davon gelesen hatte die Frage auf der Zunge, ob man da nicht mächtig Probleme mit Disney bekommt, wenn man so eine Fanausstellung auf die Beine stellt. Aber der Initiator Marc ist Anwalt und hat das natürlich vorher alles abgeklärt, damit das nicht passiert :)

Ich habe mit Absicht nur eine sehr kleine Fotogalerie erstellt, obwohl wir eine Menge Fotos geschossen haben. Denn die Ausstellung MUSS man einfach mit eigenen Augen gesehen haben. Sie ist der absolute Hammer! Man erlebt sozusagen Episode IV bis VI hautnah. Die Figuren aus Silikon sind zum Teil so lebensecht, dass einem nur die Kinnlade runterklappt. Man merkt einfach, dass die Ausstellung von Fans mit jeder Menge Herzblut erschaffen wurde, und nicht von einem Konzern mit dem Zweck "making money". Wer mal in der Nähe ist, unbedingt vorbeischauen! Und nicht nur einmal, denn die Ausstellung wird noch weiter wachsen, so dass sich bestimmt mehrmals ein Besuch lohnt!

Für ein wenig Verwirrung hat die Mailadresse gesorgt, die ich angegeben habe. Da ich eine eigenen Domain habe und eine Catch-All-Mail eingerichtet habe, ist es im Grunde egal, was vor dem "@sandrakoenig.net" steht, es kommt alles an. Meistens gebe ich dann die Domain an, wo ich mich gerade angemeldet habe, also in diesem Fall "outpost-one@s...net". Aber das konnte ich dann aufklären.

Bevor wir wieder in unsere Ferienwohnung gefahren sind, haben wir noch in der Alten Sattlerei gegessen. Auf der Tageskarte gab es auch Fisch und einen vegetarischen Teller (einfach eine Mischung der Beilagen) für meine Jungs. So ließen wir den fantastischen Tag würdig ausklingen.

26 Fotos

Themen: Farid | Meine Sonderanfertigung Florian | Noah | Sonnenstrahl | Urlaub | Fotografie | Star Wars
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Dienstag, 25. August 2020 23:52

Alpakawanderung

Heute haben wir auf der Terrasse unserer Ferienwohnung gefrühstückt. Aber die Wespen waren ein wenig aufdringlich. An der Hauswand saß ein Prachtexemplar von einer Wespenspinne, die sich nicht einen Milimeter gerührt hat. Dann sind wir zum Badeplatz am Bossower See hinuntergelaufen. Sehr idyllisch, aber für mich war es zu kalt. Aber ich gehe nur bei 30° im Schatten ins Wasser.

Heute waren wir mit Marco am Strandhafer Aparthotel in Warnemünde verabredet zu einer kleinen Alpakawanderung. Marco macht auch Ergotherapie mit Alpakas. Die wunderbaren Tiere sind für uns jedes Mal das Highlight. Florian hat Lenny geführt und Farid Dylan. Noah und ich haben uns auf's Fotografieren konzentriert.

Abends waren wir noch im Restaurant Paulo Scutarro zum Abendessen auf der Terrasse. So kann man einen Alpakatag kulinarisch ausklingen lassen.

74 Fotos

Themen: Familienbande | Farid | Noah | Meine Sonderanfertigung Florian | Sonnenstrahl | Urlaub | Fotografie
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Sonntag, 23. August 2020 17:01

Großveranstaltungen zu Coronazeiten

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Dass Großveranstaltungen als Superspreaderevents eine lange Zeit verboten sein werden, war eigentlich klar. Allerdings kann das so nicht ewig weitergehen, aus wirtschaftlichen und psychologischen Gründen. Aber unter freiem Himmel, wo sich die Aerosole schnell verflüchtigen können, sollte es weniger ein Problem sein. So sind Open-Air-Kinos und Autokinos schon eine Weile wieder geöffnet. Im September findet beispielsweise der Mittelaltermarkt in Maxlrain wieder statt. Und unter dem Motto Sommer in der Stadt findet ein umfangreiches Open-Air-Programm in München statt.

In Leipzig wurde nun ein Test-Konzert unter Corona-Bedingungen veranstaltet. Das sehe ich als Vorbereitung für den Winter, wenn die Leute sich nicht mehr so viel draußen aufhalten können oder wollen. Im North Face oder Mammut-Kleidung trinken die Leute höchstens Glühwein oder Feuerzangenbowle. Masken sind im ÖPNV, Zug oder beim Einkaufen nicht so störend, aber wenn man im Konzert oder in einem Club mitgrölen möchte, dann kann ich mir gut vorstellen, dass das die Stimmung trübt.

Wir werden sehen, was der Winter bringt und wie das mit den Großveranstaltungen weiter geht.

Everything's going to be okay!
Carl Grimes


Updates

Telepolis (04.06.2020): Musiker sollen ihre Instrumente verkaufen

Telepolis (02.10.2020): London-Marathon mit Corona-Sicherheitstechnologie "Bio-Secure-Bubble"

Stern (10.10.2020): Cinemaxx-Gründer Hans-Joachim Flebbe: "James Bond war unsere letzte Hoffnung"

New York Times (13.10.2020): New York Philharmonic Cancels the Rest of Its Season

Youtube phoenix 42 Minuten (17.10.2020): phoenix plus: Corona – Aufschrei der Einzelkämpfer! Solo-Selbständige, Veranstaltungsbranche

Youtube Tagesschau 12 Minuten (23.10.2020): Die Ärzte im Interview: Musik in der Corona-Krise

Muenchen.de (23.10.2020): Winter-Tollwood 2020: Abgesagt wegen steigender Corona-Zahlen #gemeinsamhelfen - Unterstützt die Tollwood-Aussteller

Süddeutsche (23.10.2020): Kultur in der Krise: Neue Hilfspakete für Künstler in Bayern

Süddeutsche (27.10.2020): Zuschauer-Obergrenze trifft Theater hart

ntv (28.10.2020): #AlarmstufeRot-Demo in Berlin: "Kultur ist kein Luxus"

Tagesschau (11.11.2020): Karnevalsauftakt in Corona-Zeiten

Handelsblatt (14.11.2020): Europapark-Chef Roland Mack: "Unsere Rücklagen schmelzen dramatisch"



#AlarmstufeRot - Unsere Forderungen - Maßnahmen zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft

Themen: Corona | Kino | Mittelalter | Musik
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Freitag, 21. August 2020 17:01

Hoffnung auf Mutation

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Eine der wichtigsten Aspekte, um eine Krise durchstehen zu können, ist das Prinzip Hoffnung. Man darf niemals die Hoffnung aufgeben, dass es auch wieder besser wird, sonst erdrückt einen der imaginäre Betonklotz. Meistens gehöre ich zu den Menschen, die sich immer wieder vor Augen halten, dass es immer Hoffnung gibt, egal wie schlimm die Situation im Augenblick auch sein mag.

So war das auch mit Corona, auch wenn es mich anfangs durchaus heftig erschüttert hat. Ich setzte Hoffnung in die Entwicklung von Impfstoffen, in die Erkenntnisse der Ärzte, wie sie Covid-19 besser behandeln können, aber auch in die Tatsache, dass Viren mutieren und damit harmloser werden können. Als ich die Nachricht heute las, dass sich dieses Szenario tatsächlich abzuzeichnen scheint (ntv: Neue Variante setzt sich durch: Coronavirus zeigt Anzeichen der Schwäche), weckte dies in mir wieder die Hoffnung, dass wir die Krise schneller und besser überwinden könnten, als anfangs befürchtet. Zumindest aus gesundheitlicher Sicht. Christian Drosten und Hendrik Streeck hatten die Möglichkeit zur Mutation zu einer harmloseren Variante schon im Juni in Aussicht gestellt. Meine Hoffnung war daher, dass SARS-CoV-2 soweit mutiert, dass er am Ende genauso harmlos ist, wie die vier anderen Coronaviren, die unter Menschen kursieren.

Im Juli kam schon die Nachricht, dass die neue Mutation D614G offenbar ansteckender als das ursprüngliche Virus ist. Somit bewahrheitete sich schon einmal der Aspekt der Virologen, dass die Viren dazu neigen, ansteckender aber harmloser zu werden, um sich besser zu verbreiten, aber ihren Wirt nicht (mehr) zu töten. Das ist der Weg, den wohl die meisten erfolgreichen Viren im Laufe der Evolution einschlagen.

Jens Berger von den NachDenkSeiten meint, es könne auch an dem sinkenden Durchschnittsalter der neu Infizierten liegen, dass die Tödlichkeit abnimmt. Deshalb ist die Sterblichkeitsrate in Indien auch niedriger als in vielen anderen Ländern und das ist auch auf das niedriger Durchschnittsalter der Bevölkerung zurückzuführen, weil die Inder eben meist schon vorher an irgendetwas anderem verstorben sind. Die zurückgehende Sterlichkeitsrate ist also kein Beleg dafür, dass SARS-CoV-2 jetzt schon weniger gefährlich wird.

Allerdings möchte ich die Gefährlichkeit nicht nur an den Sterblichkeitsraten messen, denn wenn sich SARS-CoV-2 im Körper ausbreitet, richtet er wirklich erheblichen Schaden an und die Spätfolgen sind gravierend. Also keine Krankheit, die man bekommen möchte, und in vielen Bereichen gefährlicher als die Grippe. Dennoch ist die Krankheit jetzt keine vollkommen Unbekannte mehr und die Ärzte können sie viel besser behandeln als noch vor ein paar Monaten.

Deshalb gibt es Hoffnung, dass das Neue Normal sich nicht zu sehr vom Alten Normal unterscheiden wird, und dass wir viel entspannter mit dem neuen Coronavirus leben können werden, als die ersten Horrorszenarien uns Glauben machen wollten.

Everything's going to be okay!
Carl Grimes


Updates

Telepolis (03.09.2020): Hatte Covid-19 einen historischen Vorgänger? - Russische Grippe Ende des 19. Jahrhunderts (1892) könnte von einem Coronavirus ausgelöst worden sein. Der für 10 bis 30 Prozent aller Erkältungen verantwortliche Schnupfenauslöser HCoV-OC43 - ein Coronavirus - stammt von einer Kuhseuche ab, die etwa 1890 den Sprung zum Menschen schaffte.

Spektrum (21.09.2020): Das Coronavirus mutiert – wie gefährlich ist das? - D614G

Spektrum (30.10.2020): Neue Variante von Sars-CoV-2 kam im Sommer aus Spanien - 20A.EU1



Nextstrain.org: Genomic epidemiology of novel coronavirus - Global subsampling

Thema: Corona
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Montag, 17. August 2020 17:01

Leichenberge

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Ich habe den Eindruck, die Leute wollen Leichenberge sehen, bevor sie Covid-19 als tatsächliche Bedrohung wahrnehmen. Mit den Urlaubsrückkehrern steigt erwartungsgemäß in Deutschland auch wieder die Zahl der Infizierten, meines Erachtens weniger, weil man reist, sondern weil man in Urlaubsstimmung weniger auf Abstands- und Hygieneregeln achtet oder die Maske als lästig empfindet. Das ist verständlich, aber genau wie ich der Überzeugung bin, dass die ganzen zeitweisen Ausgangssperren und Berufsverbote und damit die massive Schädigung der Wirtschaft nicht notwendig gewesen wären, wenn es früher ausreichend Masken für die Bevölkerung gegeben hätte und damit schon frühzeitig eine Maskenpflicht hätte eingeführt werden können, so denke ich, dass auch Urlaubsreisen möglich wären, wenn sich die Leute an Hygieneregeln und Maskenpflicht in Innenräumen halten würden, um die Ausbreitungswahrscheinlichkeit des neuen Coronavirus zu senken. In Restaurants ist das natürlich ein Problem.

Die Community-Masken dienen nur eingeschränkt dem individuellen Schutz. Wer sich selbst effektiv schützen möchte, weil er zum medizinischen Personal oder zu Risikogruppen gehört, muss auf FFP2-Masken zurückgreifen.

In Deutschland wird viel getestet, so dass wir wohl ein recht gutes Bild vom Infektionsgeschehen haben. Trotzdem vergessen die Leute, dass durch die recht lange Inkubationszeit und die hohe Anzahl asymptomatischer Infizierter die Ausbreitung weitestgehend unbemerkt erfolgen kann und wenn die Zahl der Erkrankten tatsächlich zunimmt, dass die dazugehörigen Infektionen bereits ein bis zwei Wochen vorher passiert sind.

Aber die Leute wollen ja Leichenberge sehen...

Everything's going to be okay!
Carl Grimes


Updates

ResearchGate (15.06.2020): Studie in 198 Ländern im Vergleich: Masken in der Öffentlichkeit zu tragen steht in direkter Verbindung mit niedrigeren Sterberaten bezogen auf die Bevölkerung

Thema: Corona
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Sonntag, 16. August 2020 17:01

Klassenkampf

Neulich fragten meine Jungs, wie es denn zum Klassenunterschied gekommen ist. Ich vermutete, dass dies schon sehr lange zurückreicht, vielleicht sogar bis zu den Urmenschen, wo es Stammesälteste und Schamanen gab, die ihre Lebenserfahrung und Wissen über Heilkräuter weitergaben, aber nicht (mehr) auf die Jagd gehen mussten. In den Känguru-Chroniken kommt auch der Nebensatz von Marc-Uwe Kling vor, "die der Revolution entkamen". Da musste ich an Ludwig XVI. und Marie-Antoinette denken.

Auch Lockdown in seinen unterschiedlichen Ausprägungen ist eine Klassenfrage. So sind Lockdownmaßnahmen in Ländern wie Indien, in denen viele Menschen im informellen Sektor arbeiten, eine Katastrophe und wahrscheinlich schlimmer als der Virus selbst. Und für Menschen in beengten Wohnverhältnissen, eventuell sogar mit Kindern, ist es sicherlich auch deutlich schwieriger als für Leute, die in großen Häusern mit Garten wohnen. Ich hatte in den letzten Monaten einige Links zusammengetragen, aber keine Zeit gefunden, darüber zu schreiben.

Letztendlich hoffe ich aber, dass das Pendel mal wieder in die andere Richtung ausschlägt, nachdem die Welt seit den 70ern dem Neoliberalismus folgte, sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnete und die selbsternannten Eliten sich immer mehr korrumpierten. Aber vielleicht liegt es auch in der Natur des Menschen, dass sich einige für etwas Besseres halten, ob durch Geburt, Geld oder Macht, und es deshalb wohl immer dabei bleiben wird, dass auf dieser Welt in irgendeiner Form Klassenkampf herrscht.

Es gibt zaghafte Hinweise darauf, dass das Pendel nun vielleicht wieder in die andere Richtung schwingen könnte, wie man in Brasilien, Spanien und Belarus beobachten kann.

Sie müssen ja nicht gleich dem Beispiel Ludwigs XVI. oder Marie-Antoinette folgen.


Linksammlung Updates

Welt (Axel Springer): Wenn Gewaltherrscher sterben – eine Liste

NachDenkSeiten (09.04.2020): Der Lockdown ist auch eine Klassenfrage

Telepolis (13.04.2020): Ist eine gesunde Wirtschaft nur um den Preis kranker Menschen möglich? - Empathie hinderlich im Konkurrenzkampf

Telepolis - Kommentar von Artur_B (15.04.2020): Roosevelt sagte es so...

Business Insider (23.04.2020): America's billionaires have become even richer since Donald Trump became president, and it says a lot about the country's record-high wealth gap

ntv (09.05.2020): Kernfrage der Gerechtigkeit - Die Krise nagt an der Demokratie - Jan Korte, DieLINKE

CNN (11.05.2020): Billionaires are getting even richer from the pandemic. Enough is enough

Süddeutsche (14.05.2020): Ran an den Reichtum?

CNBC (21.05.2020): American billionaires got $434 billion richer during the pandemic

Neue Zürcher Zeitung (22.05.2020): Einmal mehr stehen Millionen Amerikaner vor dem Nichts

Spiegel (23.05.2020): Großbritannien: Die Gesellschaft war viel gespaltener als die deutsche

Telepolis (23.05.2020): Corona-Krise in den USA: Fast 40 Millionen Arbeitslose, aber Milliardäre gewinnen

TAZ (27.05.2020): Der Sozialneid der Villenviertel

Spiegel (27.05.2020): Zahl der Einkommensmillionäre gestiegen

NachDenkSeiten (28.05.2020): Kampf gegen die Armen: "Ziel des Manövers ist die Zerschlagung von behördenunabhängigen Erwerbslosen- und Beratungsstrukturen"

NachDenkSeiten (08.06.2020): Polizei als Auftragsmörder um Arbeiterklasse zu unterdrücken?

Heise (10.07.2020): Gutverdiener bewerten Krisenpolitik besser als Geringverdiener

The Guardian (19.07.2020): Minority ethnic patients twice as likely to live in deprived environments and to be admitted to intensive care

Telepolis (19.07.2020): Das Leben als Tafel-"Kunde"

NachDenkSeiten (22.07.2020): Kein Billig-Kotelett ist auch keine Lösung

Zeit (29.07.2020): Eingebildete Vermögen

Telepolis (03.08.2020): Corona-Krise USA: Mit der Mistgabel in die Hamptons

Telepolis - Kommentar von AndyC (16.08.2020): Für das untere Drittel der Bevölkerung ist dies eine Fassadendemokratie!

Themen: Sonstiges | Corona | Schöne neue Welt | Marc-Uwe Kling
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Samstag, 8. August 2020 11:38

Systemrelevante Berufe

In der Corona-Krise durften alle normal weiterarbeiten, die in tatsächlich systemrelevanten Berufen wirken. Dies sind größtenteils auch die Bereiche, die zur Daseinsvorsorge des Staates gehören und meines Erachtens weder privatisiert noch dereguliert gehören.

Dies ist nur eine Linksammlung. Gelegentlich werde ich kommentieren.


Updates Lebensmittelversorgung, Drogerien und Apotheken

Zeit (14.03.2020): Einzelhandel: Noch ist alles da - Toilettenpapier und Hamsterkäufe

Süddeutsche (08.08.2020): Einzelhandel: Tarifvertrag wird zur Ausnahme


Updates Landwirtschaft

Tagesschau (25.03.2020): Erntehelfer dürfen nicht mehr einreisen

Tagesschau (02.04.2020): Erntehelfer dürfen doch einreisen

Tagesschau (23.07.2020): Corona-Infektionen im Tönnies-Schlachtbetrieb

Süddeutsche (07.08.2020): Corona-Ausbrüche in der Landwirtschaft: Nun rächt sich die Billig-Produktion


Updates Transportwesen, Tankstellen und Autowerkstätten

Tagesschau (19.03.2020): Gefangen auf der Autobahn - Grenzkontrollen nach Polen


Updates Öffentlicher Personennahverkehr und Bahn

Süddeutsche (14.06.2020): Nahverkehr in Schieflage


Updates Wasserversorgung

NDR (19.03.2020): Corona: Versorgung mit Wasser und Strom gesichert

Süddeutsche (21.04.2020): Wasserverbrauch steigt um bis zu einem Drittel

NDR (08.08.2020): Trinkwasser knapp: Lauenauer sollen Wasser kaufen


Updates Stromversorgung

Tagesspiegel (10.03.2020): So sollen Engpässe der Stromversorgung trotz Coronavirus-Epidemie verhindert werden


Updates Müllabfuhr

BR24 (02.04.2020): Müllentsorgung in Bayern trotz Corona-Krise gewährleistet


Updates Post

RBB24 (30.03.2020): Post will im Extremfall Briefzustellung stark einschränken


Updates Banken / elektronischer Zahlungsverkehr

Handelsblatt - Paywall (16.03.2020): Stresstest in Realzeit – verursacht das Coronavirus in Europa eine Bankenkrise?

Thema: Corona
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Sonntag, 2. August 2020 17:01

Herdenimmunität, Immunitätsausweis und Kreuzimmunität

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Unter Herdenimmunität versteht man, wenn eine gewisser Prozentsatz der Bevölkerung durch durchgestandene Infektion oder Impfung immun gegen einen Erreger geworden ist und daher eine weitere Verbreitung des Virus immer unwahrscheinlicher wird. Da uns für SARS-CoV-2 noch kein Impfstoff zur Verfügung steht, müsste diese also durch eine entsprechende Durchseuchung entstehen.

Der vieldiskutierte Schwedische Sonderweg sollte dies erreichen. Doch anscheinend verbreitet sich der neue Coronavirus nicht so schnell, wie vielleicht anfangs befürchtet bzw. erwartet. So hatten Ende Mai in Stockholm lediglich 7,3 Prozent der Bevölkerung Antikörper im Blut. Die Welt ist also von einer Herdenimmunität noch weit entfernt.

Außerdem gibt es noch sehr viele ungeklärte Fragen, wie lange eine Immunität nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus überhaupt anhält, einerseits, weil das Coronavirus mutiert (wenn auch langsamer als das Influenzavirus) und andererseits, weil die Anzahl der Antikörper relativ schnell wieder nachlässt. Deshalb macht ein Immunitätsausweis auch nicht wirklich Sinn, von den datenschutzrechtlichen und moralischen Befürchtungen mal abgesehen.

Delhi und Mumbai in Indien scheint der Herdenimmunität schon recht nahe zu sein, doch zu welchem Preis? Und auch in Schweden hat sich gezeigt, dass der Schutz der Risikogruppen allein ohne weitere Maßnahmen in der Praxis kaum zum gewünschten Ergebnis führt.

Bleibt also - soweit möglich - nur die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, wo dies nicht möglich ist, das Tragen von Masken, und natürlich das Warten auf Impfstoffe. Und vielleicht hilft auch eine gewissen Kreuzimmunität durch frühere Infektionen mit einem der vier harmloseren Erkältungs-Coronaviren.

Da hat sich in den letzten Monaten einiges getan. Ich staune.

Everything's going to be okay!
Carl Grimes

Update-Liste


Updates Immunität / Kreuzimmunität

Standard.at (12.07.2020): Covid-19 überstanden, auch ohne Antikörper

Spektrum der Wissenschaft (31.07.2020): Warum wir nicht wissen, wer immun ist

Ärzteblatt (31.07.2020): T-Zellen gegen saisonale Coronaviren erkennen auch SARS-CoV-2 - Kreuzreaktivität bedeutet aber nicht, dass man gegen SARS-CoV-2 immun ist, wenn man T-Zellen gegen saisonale humane Coronaviren hat!

Spiegel (02.08.2020): Antikörper sind nicht alles - von den T-Zellen und B-Zellen

Uni Tübingen (07.08.2020): Falschmeldung zu SARS-CoV-2 Forschungsergebnissen - 81% Kreuzreaktivität mit saisonalen Coronaviren bringt keine Immunität gegen SARS-CoV-2!

MDR Wissen (12.08.2020): Covid-19: Schwerer Verlauf – starke Immunantwort - von T-Zellen und Autoimmunreaktionen

Spiegel (17.08.2020): Hinweise auf lang anhaltende Immunität dank B-Zellen im Knochenmark

Tagesspiegel (11.09.2020): Ärzte vermuten Covid-19-Immunisierung durch Maskenpflicht

mdr Wissen (09.10.2020): Immunantwort auf Coronavirus bleibt länger erhalten als angenommen

Deutschlandfunk (13.10.2020): "Great Barrington Declaration" sorgt für Diskussionen über die wahrscheinlich nicht erreichbare Herdenimmunität

MDR Brisant (13.11.2020): Britische Studie Kinder durch Erkältung vor Corona geschützt?

New York Times (19.11.2020): Immunity to the Coronavirus May Last Years, New Data Hint


Updates Herdenimmunität

Telepolis (13.08.2020): Populationsimmunität bei Sars-CoV-2: Was besagen Antikörperstudien?

Telepolis (13.08.2020): Sebastian Rushworth (Arzt in Stockholm) analysiert Karolinska-Preprint-Studie zu Antikörper, T-Zellen, Herdenimmunität

CNN (14.08.2020): Any attempt to get coronavirus herd immunity would lead to massive death tolls, Fauci warns

Heise (18.08.2020): Immunität der Bevölkerung verlangsamt die Pandemie in Teilen der USA

Spiegel (20.08.2020): Warum die Herdenimmunität der falsche Weg ist

Spiegel (24.08.2020): Coronavirus im brasilianischen Manaus: Der schreckliche Weg zur Herdenimmunität


Updates Immunitätsausweis

Tagesschau (22.09.2020): Debatte um Covid-19-Immunität: Ein Ausweis mit Risiken

Tagesschau (22.09.2020): Immunitätsausweis - Ethikrat rät ab

Thema: Corona
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09.01.2012 13:02 Clicks: 232387

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