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Montag, 29. Mai 2023 21:59

Jurassic World Exhibition

Nach einem letzten Frühstück im Maritim und ganz viel Abschiedsknuddeln sind wir noch nach Köln gefahren zur Jurassic World Exhibition. Wir hatten Glück, dass wir im Parkhaus noch einen Platz gefunden haben. Allerdings war auf den ersten Blick nicht ersichtlich, dass die wenigen Parkplätze auf der untersten Ebene auch zur Ausstellung gehören würden, weil solche Plätze oft für Personal oder Dauerparker reserviert sind.

Es waren wahnsinnig viele Kinder da, und leider musste eine Familie auch wieder gehen mit zwei sehr enttäuschten Kindern, weil sie keine Tickets vorher online gekauft haben und an dem Feiertag bereits ausverkauft war. Die Show ist wahnsinnig gut gemacht, man hat wirklich ein bisserl das Gefühl, Jurassic Park zu besuchen. Echo, Delta und Charlie kommt man ganz nah, Blue wird gerade trainiert. Es kommen auch Tierpfleger, bei denen man dann Dinobabys streicheln darf. Und man darf Dinoknochen ausbuddeln, die unter einer Schicht Korkflocken versteckt sind. Trotzdem ist die Show an manchen Stellen doch ziemlich aufregend. Ich glaube bei dem T-Rex am Ende habe ich mich mehr erschrocken als die vielen Kids.

Die Heimfahrt war dann wieder ereignislos. Ich bin etwas langsamer gefahren, obwohl kaum LKWs unterwegs waren, aber mir saß der Schreck vom Donnerstag noch in den Knochen und das wichtigste auf Reisen ist doch, heil anzukommen ;-)

Sandra vor dem Jurassic World Eingang

Brachiosaurus

Pachycephalosauria

Sandra mit einem Baby-Parasaurolophus

Velociraptoren

Ausgrabung

Sandra und Florian im Mobilen Raum

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Sonntag, 28. Mai 2023 23:47

FedCon 31 - Tag 3

Florian ging es immer noch nicht gut. Beim Frühstück ohne ihn habe ich mit ein paar Leuten geredet, und es schien mehreren so ergangen zu sein. Wir haben nun das Buffet vom Freitagabend oder die Foodtrucks im Verdacht, aber wir konnten nicht eingrenzen, an was es gelegen haben könnte. Ich hatte kein Fleisch und keinen Salat gegessen, andere aber schon, denen ging es gut. Keine Ahnung, woran es gelegen hat... Vielleicht doch ein Virus?

Im Aufzug nach unten waren Connor Trineer und Dominic Keating mit drin. Als wir unten ankamen, sagte Dominic: "Fuck, I forgot my glasses." Die brauchte er natürlich für die Autogrammstunde und ist wieder hochgefahren.

Um 13:00 Uhr waren wir dann im Raum Haydn, wo Dennis Bruhn und Miguel Fernandez ihr Buch Indiana Jokes vorgestellt. Dennis durfte als Kind zum ersten Teil noch nicht ins Kino, weshalb er ihn erst später auf VHS sehen konnte. Beim zweiten Teil hat ihn sein Vater dann ins Autokino geschmuggelt. Das war so großartig, dass wir gleich im Space Store das Buch geholt haben und anschließend zur Signierung "da wo es heiß ist" (Nessi) gegangen sind. Ich habe ein altes Bild von Noah in Indiana-Jones-Montur gezeigt (da war er 8 Jahre alt) und dann die Geschichte erzählt, dass er als Kind auf einen Papierflieger Hakenkreuze gemalt hat und deshalb vom Erzieher im Tagesheim mal vor die Tür zitiert wurde. Nachdem Noah eingesehen hatte, dass das ein böses Symbol ist, hat er es schwarz übermalt. In meiner Erinnerung wurde ich ins Tagesheim zitiert, aber das war wohl ein Mix aus einer anderen Geschichte. Das Gehirn funktioniert manchmal sehr eigenartig... Jedenfalls hat ihnen die Geschichte gefallen und Miguel hat dann einen Indiana Jones in einem Papierflieger gezeichnet (aber gerne ohne Hakenkreuze). Jetzt haben wir für Noah ein Weihnachtsgeschenk. Und nein, er liest meinen Blog nicht.

15:00 Uhr waren drei Leute von der ESA im LGT-Studio. Die sind so sympathisch und erzählen so schöne Geschichten. Besonders Jana habe ich ins Herz geschlossen. Sie erzählte von ihren russischen Kollegen und wie herzzerreissend die ganze Situation für alle ist. Und sie erzählte, dass sie Brettspiele nicht mag, die zu kompetitiv sind. Sie bevorzugt Spiele, bei denen man durch Zusammenarbeit gemeinsam ein Zeil erreicht. Nick erzählte vom Brexit und den dadurch entstandenen Schwierigkeiten. Dass Pluto nun kein Planet mehr ist, löst in ihnen eigentlich keine traurigen Gefühle aus. Aber als sie das Emoji von LastGeekTonight gesehen haben, das aussieht wie der Planet mit zufrieden lächelndem Gesicht, der ein Herzchen umarmt, löste das doch Gefühle aus :-)

Nach einer Pause haben wir dann das Ende von Terry Farrell angeschaut und dann die Closing Ceremony. Es ist schon traurig, wie schnell dann alles abgebaut ist, ab 16:00 Uhr der Händlerraum, und wenn man von der Closing rauskommt, sind auch im Foyer alle Stände schon fast weg. Wir waren dann noch ein letztes Mal beim Buffet, das heute wieder bis 21:00 Uhr ging und danach noch hinter den Foodtrucks auf den Bierbänken und in Dirks Suite, wo wir eine Roomparty auf dem Boden sitzend feierten. Naja, ich brauche nächstes Jahr für den letzten Tag noch ein "Ich bin zu alt für diesen Scheiß"-Shirt. Alkohol habe ich keinen getrunken, weil der sich mit Ibu nicht so gut verträgt. Das Hotel-WLAN hatte auch Conblues, da ging irgendwie nix mehr.

Mitternacht waren dann die Sofas im Foyer frei geworden, weshalb ein paar Leute dorthin umgezogen sind, wir ins Bett, weil ich vor so einer langen Autofahrt nicht die halbe Nacht wach bleiben kann. Das wäre mir zu gefährlich. Das letzte Foto wurde um 3:41 Uhr im Discord gepostet.

19 Fotos

Twitch LastGeekTonight: Die ConShow präsentiert: Die FedconBluesShow - Fedcon & LGT

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Samstag, 27. Mai 2023 23:48

FedCon 31 - Tag 2

Heute sind wir bereits 8:00 Uhr aufgestanden, aber das war fast zu knapp, um rechtzeitig um 10:00 Uhr zu Hubert Zitt zu gehen, weil im Frühstücksraum echt die Hölle los war. Der Vortrag ging über die Fehler in Star Trek, den wir eigentlich auch schon kannten. Aber die Vorträge von Hubert kann man sich immer wieder anhören. Er hat Captain Kirk und Jens Dombek hat Spock in einem Film von James Cawley gesprochen, damit auch Leute, die nicht so gut englisch können, das anschauen können.

Danach waren wir nochmal im Händlerraum und haben die Art Show angeschaut. Sven Kinader macht auch Tattoos. Dann mussten wir ein bisschen in unser Zimmer und uns ausruhen. Wash meint zwar, meine Haare sähen mit dem Silberspray super aus, aber ich bin halt keine 25 mehr...

Es war etwas verwirrend, wer wie wann wo was macht. Es hieß erst, dass wir uns 14:30 Uhr für ein kurzes Closing Video treffen würden, das ist dann aber auf 19:00 Uhr verschoben worden. Wir waren dann 15.00 Uhr im LGT-Studio, wo es einen Live-Podcast mit Jedipedia Echo 3 an Echo 7 gab. Allerdings redeten sie dann anfangs nur über Highlander (Sean Connery und Christopher Lambert). Moritz ist 21 Jahr alt und konnte mit Highlander nichts anfangen. Oder mit Demolition Man und den drei Muscheln. Das macht aber nichts. Man muss nicht alle alten Klassiker anschauen. Als dann über Rogue One gesprochen wurde und über Feuchtgebietssturmtruppler, sind wir wieder zum ESA-Panel gegangen, das 17:00 Uhr los ging. Das Interview mit Jens Dombek werde ich dann hoffentlich als VOD nachschauen können.

Das war auch alles sehr interessant. Für die Landung von Marsrover und anderen Sonden ist eigentlich nur die Äquatorialgegend geeignet, weil nur dort genügend Sonnenstrahlen für die Solarpanele einfallen und nur dort die Atmosphäre dicht genug für die Bremsfallschirme ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist 2028 der Mars der Erde so nahe, wie nur einmal in 60.000 Jahren, weil die Flugbahnen nicht ganz auf der gleichen Ebene sind, so dass das tatsächlich "quiet an opportunity" ist für eine Marsmission.

Danach bin nur ich zum Buffet gegangen, Florian ging es leider nicht gut und er hat seinen Voucher QChris gegeben. Es war wieder sehr lecker, besonders die Pastinakensuppe. Aber so ganz allein essen ist auch doof. Florian hat sich inzwischen im Zimmer etwas ausgeruht.

19:00 Uhr haben wir dann endlich etwas für das Closing Video gedreht und ein LGT-Gruppenfoto gemacht. Danach saßen wir nur noch im Hauptsaal und haben das Ende von Terry Farrells Panel gesehen und Richard Dean Anderson. Danach kam dann nochmal die ESA-Crew und hat Fragen beantwortet. Dabei war das beliebteste Thema der Mars und Sex im All. Naja... Ich fand die interessanteste Frage, welches die Lieblingsbücher seien. "The Martian" war sehr beliebt bei den ESA-Mitarbeitern. Und "Contact" von Carl Sagan.

Der letzte Programmpunkt war dann der Cosplay Catwalk, der wieder ohne Jury stattfand. Ich denke, dass es der Show gut tut, wenn der Rivalitätsgedanke wegfällt, sondern man einfach nur Spaß hat, sein Kostüm zu zeigen. Shelley und Caspar trugen Kostüme aus Logan's Run, auch so ein alter Klassiker. Vielleicht mache ich mal einen Zusammenschnitt aus den ganzen sexistischen Szenen. In Logan's Run sucht sich ein Mann aus einer Art Aufzug eine Frau für den Abend aus. In Soylent Green gehört eine Frau zur Einrichtung der Wohnung. Und auf dem Raumschiff von Captain Future ist es die rothaarige Frau, die die Mannschaft bekocht. Soetwas gibt es heute nicht mehr. Zwischendrin hat sich eine Frau auf die Bühne geschlichen, die behauptete, Elon Musk würde die FedCon bezahlen. Warum hat eigentlich niemand gebuht? Sehr seltsamer Auftritt.

Im Foyer haben sich dann alle LGTler zusammengefunden, aber wir haben uns in unser Zimmer zurückgezogen. Florian geht es immer noch nicht besser und Anna war so lieb, uns Iberogast auszuleihen. Stress und das ungewohnte Essen... Dabei haben wir Thomas und Steffen in einem sehr knalligen Outfit mit leuchtenden Schuhsohlen verpasst. Thomas' Anzug erinnerte mich an einen Vorhang, den wir in den 70igern in Berlin hatten. Aber wenn man sich nicht fit fühlt, macht es auch keinen Spaß, auf die Party zu gehen.

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Freitag, 26. Mai 2023 23:45

FedCon 31 - Tag 1

Der Tag begann in Ruhe. Ich hatte den Wecker um 8:30 Uhr gestellt. Nach dem Frühstück habe ich dann im Zimmer die First Contact Uniform angezogen und Trillpunkte aufgemalt. Der Wetterbericht meinte, dass Freitag der kühlste Tag ist, Samstag und Sonntag werden sommerlich warm, da wollte ich dann nicht mit Uniform rumlaufen.

Dann waren wir erst einmal im Händlerraum. Nachdem es dieses Jahr wohl sehr viele Anmeldungen gab von Leuten, die noch nie auf einer FedCon waren, könnte sich das positiv auf die Händler auswirken, dass auch wieder mehr gekauft wird.

13:00 Uhr war dann der erste Pflichtprogrammpunkt Hubert Zitt. Theoretisch wäre das ein Vortrag gewesen, der schon einmal gezeigt wurde: "Star Trek - nochmal nachgerechnet", aber es entwickelte sich sensationell anders. Dr. Dr. Gert Mittring kann extrem gut kopfrechnen und war deshalb eine Bereicherung, die uns alle ins Staunen versetzt hat. Er hatte heute Geburtstag, weshalb wir ihm ein Ständchen auf klingonisch sangen. Und er hatte heute Vormittag geheiratet, weshalb er so schick angezogen war, und bat seine Braut kurz auf die Bühne. Hubert warf drei Bälle ins Publikum und die Leute durften sich drei- bis vierstellige Zahlen ausdenken, die er dann mit 3, 5 und ich glaube 13 potenzierte. Und Gert rechnete die jeweilige Wurzel im Kopf aus, schneller als das Publikum mit dem wissenschaftlichen Taschenrechner auf dem Handy (der bei der letzten Zahl auch nicht mehr genug Stellen hatte). Das war sehr beeindruckend. Auf der Bühne war auch unser Tom vom LGT.

14:00 Uhr waren wir dann im LGT-Studio, als über die Doku "Still Michael J. Fox" (bei Sekunde 11 bin ich kurz zu sehen) gesprochen wurde. Als großer Fan von Zurück in die Zukunft hat mich sein Umgang mit seiner Parkinson-Erkrankung sehr berührt. Vielleicht holen wir uns über den Weihnachtsurlaub mal einen Monat Apple+, um das anzusehen und auch "For all mankind".

Am Perry Rhodan Stand habe ich dann einen Korb mit Gummibärchentütchen entdeckt und direkt gefragt, ob er von Christina sei. Er war es :-) Schöne Grüße von Sabine (ich hoffe, ich habe mir den Namen richtig gemerkt).

Anschließend 15:00 Uhr waren wir wieder in Raum Beethoven bei Bettina Wurche, die über die Wissenschaft (insbesondere Biologie) hinter Avatar sprach. Ich bin gespannt, wann wir den Film endlich auf Disney+ sehen können. Im Kino waren wir nicht. Sie hat auch viel über den erbärmlichen Zustand unseres Meeres gesprochen. Ich wusste nicht, dass der Walfang nicht die größte Bedrohung der Wale ist. Der Beifang und die Geisternetze sind eine viel größere Bedrohung. Und die Verschmutzung durch Umweltgifte, die auch dazu geführt hat, dass eine Orca-Familie steril geworden ist und seit 30 Jahren keinen Nachwuchs mehr hat.

Dann hatten wir Zeit, unseren Buffet-Voucher einzulösen, da das Buffet ab 15:30 Uhr geöffnet hatte. Ich habe wieder genügend vegetarische Alternativen gefunden, um satt zu werden. Und der warme Erdbeercrumblenachtisch war göttlich!

17:00 Uhr war der nächste Pflichttermin: ESA Human Spaceflight. Astronauten müssen Englisch und Russisch können. Das hatte Nora auch schonmal auf dem Trekdinner gesagt. Ich muss sie mal fragen, ob das nur sprechen oder auch lesen/schreiben ist.

18:15 Uhr mit etwas Verspätung startete dann die Opening Ceremony, für die wir in den Hauptsaal wechseln mussten. Insofern war uns die Programmverschiebung ganz recht. Dort blieben wir dann auch sitzen und haben noch die beiden anschließenden Panels mit George Takei und Amanda Tapping & Richard Dean Anderson angeschaut. George Takei hat von seinem Musical Allegiance erzählt, das derzeit in London aufgeführt wird. Thema ist Pearl Harbor und die Internierung der Japaner bzw. deren Nachfahren in den USA. Er selbst hat mit seiner Familie drei Jahre in einem solchen Lager gelebt seit er fünf Jahre alt gewesen war. Sulu ist eigentlich nicht japanisch, sondern der Name eines Meeres, das China, Japan und Korea berührt. Auf diese Weise konnte Roddenberry alle Asiaten repräsentieren. Hikaru bedeutet "The shiny one".

Amanda Tapping ist großartig. Richard Dean Anderson wirkte neben ihr etwas verwirrt, vielleicht litt er noch am Jet Lag. Aber er hat tolle Haare und war wieder etwas schlanker als in der Zeit, als er Cortison nehmen musste, als wir ihn das letzte (oder vorletzte?) Mal gesehen haben. Er hat erzählt, dass Paul Watson nicht mehr bei Sea Shepherd ist. Er war zu aggressiv und hat durch seine Manöver (Schiffe rammen) auch Menschenleben gefährdet. Deshalb hatte ich die Arbeit von Sea Shepherd bisher nicht unterstützt, weil ich nicht denke, dass der Zweck alle Mittel heiligt. Wegen seiner Aggressivität möchte auch Greenpeace nichts mit Paul Watson zu tun haben. Deshalb muss meiner Ansicht nach auch die Letzte Generation aufpassen, hier keine rote Linie zu überschreiten. Sie als Kriminelle Vereinigung ohne richterliches Urteil zu bezeichnen ist jedoch Unsinn. Ich wünschte, die Exekutive wäre in dieser Form auch gegen die NSU vorgegangen. Aber vielleicht findet hier auch gerade ein Umdenken statt, wie der Erfolg gegen die Reichsbürger-Szene gezeigt hat.

Die Party hat uns nicht interessiert, wir saßen lieber draußen hinter den Food Trucks. Kurz vor 23:00 Uhr flog die ISS über uns hinweg. Die ist richtig schnell und bei dem schönen, klaren Himmel konnte man sie gut sehen. Wir haben uns toll mit Sascha unterhalten, Elektroniker und auch Ferngesprächs-Fan, der uns über die modernen Windräder und Solaranlagen erzählte.

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Samstag, 20. Mai 2023 23:53

SkepKon - Tag 3 - Senckenberg Museum

Heute sind wir doch wieder früh aufgestanden, um alle Vorträge auf der SkepKon zu sehen. Zum Thema Wissenschaftskommikation ist mir aufgestoßen, dass Kritik "erwünscht" sein müsse. Das bedeutet für mich, dass Kritik an mir abschmettert, wenn sie mir nicht gefällt? Oder dass ich Kommentare sperre, wenn ich keinen Bock auf Kritik habe? Ich meine, das geht vielleicht in einem privaten Blog wie hier, wo man seine Zeit und Nerven mal schonen will und der dem Zweck gilt, sich selbst mitzuteilen. Aber wenn man ein Verein ist, dann sollte man sich vor Kritik nicht abschotten, sondern sich dieser in jedem Fall stellen, auch wenn es weh tut.

Beim zweiten Vortrag über den Umgang mit der Klimakrise gab es den Tip, die Summary for Policymakers zu lesen, da der gesamte IPCC-Bericht sehr lang ist. "Die letzte Generation" wurde so dargestellt, als würden sie denken, dass sie die letzte Generation der Menschheit seien und danach der Planet unbewohnbar wäre und die Menschheit aussterben würde, wenn wir nichts tun. Dem ist aber nicht so. Die letzte Generation nennt sich so, weil sie vielleicht die letzte Generation ist, die noch verhindern kann, dass es zu den Kipppunkten kommt. Außerdem wurde die kühlende Wirkung von Aerosolen angesprochen, die vielleicht leider nicht so stark ist, wie bisher angenommen. Es wurde auch behauptet, dass Waldbrände nicht zugenommen hätten. An der Säulengrafik vermisste ich jedoch eine Einheit. Ging es um die bloße Anzahl der Waldbrände oder um Quadratkilometer? Außerdem wurde von einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes der Luft seit der Industrialisierung gesprochen. Das scheint aber etwas zu hoch gegriffen.

Ich war ja sehr stolz auf mich, dass ich bei dem Vortrag tatsächlich einige Fragezeichen im Kopf hatte. Bei der anschließenden Diskussion lernte ich auch, dass Sequoias ein gewisses Maß an Waldbrand sogar brauchen. Und die Anzahl der Toten sollte nicht das einzige Kriterium sein, um ein Gefahrenpotenzial zu messen.

In dem Vortrag von Ulrike Schiesser über Verschwörungsgläubige in der Familie stellte sie die Frage, wann wir schon einmal komplett umgedacht hätten. Bei mir gab es mehrere solcher Aha-Effekte, insbesondere während der Ferngespräche auf Twitch/WildMics. Z.B. in der Folge über Satanic Panic. Oder als ich das Buch Quantenquark gelesen hatte und verstand, dass es den Zufall gibt (Kopenhagener Deutung), dass Iris Berben keine Transfrau ist, sondern dass das ein Aprilscherz mit Thomas Gottschalk war, und zu Beginn von Corona diverse Diskussionen, weil ich den psychologischen und wirtschaftlichen Aspekt zu niedrig und den medizinischen Aspekt zu hoch bewertet habe. Sie hat auch über das "Komplexitätsdilemma" gesprochen - dazu gibt es Bücher. Ein guter Tip war immer die Nachfrage: "Warum vertraust du dieser Quelle?"

Der letzte Vortrag ging um Zauberkunst und Wissenschaft. Ich fand es sehr spannend, wo der Ausdruck "der Funke ist übergesprungen" herkommt, nämlich vom elektrischen Kuss.

Danach war die Mitgliederversammlung. Da ich kein Mitglied der GWUP bin, sind Peter und ich dann in das Senckenberg Museum gegangen, wo ich wieder wie ein Kind über Dinoskelette staunen durfte. Ein wirklich sehr schönes Museum!

Die Mitgliederversammlung war extrem spannend und ich hoffe, dass nach allem, was in den letzten Monaten vorgefallen ist (kurz: Alte-Weiße-Männer-Syndrom), jetzt wieder ein Versöhnungsprozess zwischen den gespaltenen Mitgliedern stattfinden kann. Der neue Vorstandsvorsitzender und der Wunschkandidat unserer WildMics- und WTF-Bubble ist meiner Meinung hierfür sehr gut geeignet, da er in unserer linksgrünen Bubble noch einer der Konservativsten ist und daher nicht gleich auf vollkommene Ablehnung stoßen dürfte. Ich freue mich sehr. Wäre die Wal anders ausgegangen, hätte es mit Sicherheit einige Austritte aus der GWUP mit sich gebracht. So blicke ich hoffnungsvoll in die Zukunft.

Auf Twitter kann man ein wenig den Verlauf der SkepKon nachlesen. Und Dr. Hegedüs hat auf seinem Youtube-Kanal ein paar Interviews hochgeladen. Florian war auch dabei.

Anschließend waren noch einige in der L'Osteria am Mainufer, wo wir den Abend bei Riesenpizzen haben ausklingen lassen.

20 Fotos von der SkepKon

39 Fotos vom Senckenberg Museum

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Freitag, 19. Mai 2023 23:50

SkepKon - Tag 2

Wir mussten wieder recht früh aufstehen, da das Programm bereits kurz nach Neun begann. Auf das Frühstück im Hotel haben wir deshalb verzichtet. Im Ballsaal Gallus gab es leider nur normalen Kaffee mit Kaffeesahne. Deshalb habe ich auch darauf verzichtet. Allerdings saß ich dann auf meinem Stuhl und wäre fast wieder eingeschlafen...

Die erste Referentin Maria-Christina Nimmerfroh hatte ich nach ihrem Programm gefragt, woran ich als Laie erkennen würde, wenn jemand NLP an mir anwenden würde. Ihre Antwort war sehr überraschend: Daran, dass die Person damit angeben würde. Bezogen auf die Managementpraktiken bzw. Coachings macht das sogar Sinn, weil man ja dafür bezahlt, dass man diesen Unsinn lernt. Ich hatte eher daran gedacht, wenn ein Pickup Artist meint, er könne mit dieser Methode alle Frauen ins Bett bekommen, woran man das dann merkt. Aber wahrscheinlich würde so ein Typ sich an mir ohnehin die Zähne ausbeißen oder gleich merken, dass soetwas bei mir nicht funktioniert. Und Manager, naja, da muss man sowieso immer erst einmal davon ausgehen, dass sie einen manipulieren wollen, damit man gute Arbeit leistet. Das tue ich aber auch so. Das MBIT muss ich mir nochmal genauer anschauen.

Den zweiten Referenten kannte ich schon: Uwe Kanning. Er war schonmal bei einem #ferngespräch dabei gewesen. Der dritte Referent Timur Sevincer hat uns mal erklärt, wie das mit der Bestellung beim Universum nicht funktioniert. Von dem Law of Attraction und Manifestation habe ich zwar schonmal was gehört, aber jetzt ist mir das alles noch klarer geworden. Bei dem Vortrag von Annika Harrison war ich leicht schockiert darüber, dass nicht nur Hausgeburten, sondern auch Alleingeburten (!!!) auf dem Vormarsch sind.

In den Pausen hat Florian dann Fotos von Teilnehmern beim WTF-Talk mit seinem WTF-Logo aus Lego gemacht. Auch mit Dr. Hegedüs, der hoffentlich auch mal eingeladen wird. In der großen Pause waren wir dann beim REWE und haben uns Brunch geholt. Es gab die ersten Erdbeeren aus Deutschland, sehr lecker.

Nachmittags ging es mit Kultureller Aneignung und Gendersprache weiter. Besonders schön fand ich, wie inklusive Sprache funktioniert, ohne das generische Maskulin oder irgendwelche Sternchen-/Doppelpunktkonstrukte zu verwenden.

Bei dem Themeschwerpunkt Anthroposophie und Waldorfschulen ging es nochmal ziemlich zur Sache. Da hier auch nicht alles schwarz-weiß ist, sondern es durchaus auch Kinder gibt, die sich hier wohl fühlen, gab es auch eine Reihe von Anektdoten aus dem Publikum. Darauf kam dann von Maria-Christina die provokative Nachfrage: "Hatten Sie eine Kontrollenkelin?" Was mich aber auf jeden Fall wütend macht, ist, wenn Leute versuchen, mit Homöopathie oder Misteltherapie Krebs zu "heilen".

Am Ende mussten wir uns entscheiden, ob wir ein links- oder rechts-spinnendes Elementarteilchen werden wollen. Wir hatten das Frankfurter Buffet gebucht, aber zwei Personen aus unserem Flauschhaufen wollten dort doch nicht hin, weil ihnen die Location nicht so zusagte. Nachdem dort aber einige Redner waren und unser Flauschhaufen uns versicherte, dass wir auch morgen Abend nochmal mit ihnen Essen gehen würden, haben wir uns doch für das Buffet entschieden. Dass Essen war furchtbar (fleischlastig, trocken und die Salate langweilig, keine vegetarischen Alternativen), der Nachtisch Apfelstrudel mit Vanillesauce ging dann, aber da nicht jeder Rosinen mag, hätte es da auch mehr Vielfalt geben müssen.

Aber es war dann doch noch sehr nett mit den Leuten an unserem Tisch. Mir wurde der Unterschied bzw. die Schnittmenge von Pilzen (Fungi) und Hefen erklärt. Und am Ende haben wir uns noch mit Holm unterhalten über Atomkraft und über Kühlwaldi auf dem Shirt von WTF. Wir waren kurz vor Mitternacht zu Hause, aber diesmal sind wir nicht gelaufen, sondern mit der S-Bahn gefahren, die aber nicht an unserer Haltestelle hielt wiegen eines Feuerwehreinsatzes. Deshalb mussten wir mitten in der Nacht noch vom Hauptbahnhof ins Hotel laufen. Hier ist Frankfurt ein echtes Moloch...

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Donnerstag, 18. Mai 2023 22:15

SkepKon - Tag 1

Heute sind wir für unsere Verhältnisse sehr früh losgefahren, bereits 8:30 Uhr. Das Navi meinte, wir würden 12:45 Uhr etwa in Frankfurt ankommen. Allerdings war der Verkehr so flüssig, dass es selbst an den Baustellen keinen Stau gab, dass ich fast eine Viertelstunde rausfahren konnte. Wir haben aber zur Halbzeit an einer Raststätte gefrühstückt (es gab sogar Spiegelei mit Bacon), so dass wir letztendlich kurz nach 13:00 Uhr angekommen waren.

Wir haben das Auto im Parkhaus abgestellt und sind gleich zum Ballsaal Gallus gegangen, wo wir unsere Namensschilder holten. Wir haben sofort unsere Leute von den Zeugen Kühlwaldis gefunden und uns dann gemeinsam in eine Reihe gesetzt. Es war richtig schön, alle wiederzusehen.

Das Programm vom ersten Nachmittag war sehr schön. Bernd habe ich zum ersten Mal im Anzug gesehen. Es waren alles interessante Themen und eines spannender als das andere. Hegedüs, Quarks Science Cops und Lydia waren dann der krönende Abschluss. Ich hatte noch nicht gewusst, dass während Corona die Anzahl der Sondengänger (Hobbyarchäologen) sprunghaft angestiegen ist. Im Publikum saßen auch Holm und Florian Aigner.

Nach dem Programm haben wir noch zusammen gestanden und dann die Gelegenheit genutzt, um Florian Aigner seine Lego-Figur mit Studio bekommen. Er hat sich wirklich sehr gefreut. Und einen Zeugen-Kühlwaldis-Button hat er auch bekommen, davon hatte Jenny eine ganze Tüte voll dabei. Ich hatte ihn dann gefragt, ob er die Tür von seinem Schrank immer offen lässt, weil sonst eine Reflektion stören würde. Das wollte ich schon in Wien fragen, hatte es aber vergessen. Und das ist tatsächlich der Grund :-) Einen Katze hat er nicht (auch wenn es sich im Interview mit Hoaxilla anders angehört hat). Die Katze in Florians MOC ist dann die hypotetische "eigentlich nicht" Katze, bzw. die von seinem T-Shirt entsprungene. Jetzt bin ich gespannt, ob wir das MOC mal bei ihm entdecken, wie bei Lydia und Martin :-)

Am Ende haben wir noch überlegt, wo wir zum Essen hingehen wollen. Der Grieche hatte leider keinen Platz für spontan 9 Leute ohne Reservierung. Also waren wir beim Afghanen Rumi's. Das Essen war superlecker und auch die Getränkeauswahl war spitzenmäßig. Ich hatte einen Himbeer-Mango-Smoothie, eine Weiße Schokolade und zum Essen Reis mit Salat, Linsencreme (Daal) und Hühnerbrust, alles wirklich sehr, sehr lecker. Florian hatte eine Ofenkartoffel mit Hackfleisch. Auch die Gerichte der anderen haben sehr gut ausgeschaut.

Danach haben wir unsere Koffer aus dem Auto geholt und unser Hotelzimmer bezogen. Das Tryp ist unglaublich günstig. Das Zimmer ist groß und sauber. Nur der Flokati-Teppich macht mich fertig :-)

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Samstag, 13. Mai 2023 20:30

NSA - Andreas Eschbach

Man stelle sich vor, die Nazis hätten im Dritten Reich bereits das Internet gehabt. Und jeder ein Smartphone. Und dann noch die Anfänge der Künstlichen Intelligenz, wie wir sie heute erleben... Das wäre nicht lustig gewesen.

Und das Buch ist auch nicht lustig. Es gab ab und an ein paar Seitenhiebe gegen Querdenker und Antisemiten. Und es hat auch kein Happy End, was ich aber auch nicht unbedingt erwartet hätte. In meinem Kopf spinne ich die Geschichte dann einfach weiter. Das erneut abrupte Ende lässt hierfür genug Spielraum.

Das war wieder ein großartiges Buch von Andreas Eschbach. Der Stoff wäre meiner Meinung nach auch hervorragend zur Verfilmung geeignet.

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Sonntag, 7. Mai 2023 21:39

The Whale

Der Film The Whale hat zwei Oscars gewonnen, einmal für die beste Hauptrolle (Brendan Fraser) und einmal für die Maske. Das ist normalerweise kein Kriterium für mich, ob mich ein Film interessiert, aber in dem Fall interessierte mich auch das Thema etwas. Und in einem Interview hat Brendan Faser auch gesagt, dass Menschen mit solch enormen Übergewicht nicht schwach sind, sondern dass sie sehr stark sein müssen, um jeden Tag weiterzuleben.

Der Film zeigt eigentlich sehr deutlich, dass die Ursache für Übergewicht häufig in der Psyche liegt. Manche Menschen reagieren mit Appetitlosigkeit, manche eben mit Kompensation durch Essen. Und wenn das außer Kontrolle gerät, dann kann es zu extremer Adipositas führen. Das ist natürlich nicht die einzige Ursache, es gibt auch Stoffwechselerkrankungen, Hormonstörungen, Medikamentennebenwirkungen und genetische Faktoren, aber das ist hier nicht das Thema.

Wie sieht so ein Leben aus? Man verlässt die Wohnung nicht mehr. Der Weg vom Sofa zum Klo und zum Bett und wieder zurück ist eine Tortur. Essen wird geliefert oder von Freunden/Verwandten gebracht. Man schafft es nicht mehr, heruntergefallene Gegenstände/Müll aufzuheben. Man möchte nicht, dass irgendjemand einen so sieht.

Lustig fand ich dann den Auftritt von Samantha Morton interssant. Ich kannte sie nur als Alpha von Walking Dead.

Ich fand es erstaunlich, dass Charlie zumindest eines nicht war: Einsam. Er bekam Besuch von einer guten Freundin, die sich auch um ihn kümmerte, seiner Tochter, seine Ex-Frau, sogar der Pizzabote. Und er hat einen Job, wo er 100% im Homeoffice arbeiten kann und auch gut verdient. Ich denke, dass ist eher selten der Fall.

Fazit: Durchaus bedrückender Film, sogar mit einer gewissen Handlung. Der Oscar sei gegönnt.


Noch ein Wort zum Kino. Wir waren im Filmstudio in Ottobrunn. Das ist im Wolf-Ferrari-Haus, aber das steht draußen nirgends dran. Wenn man reingeht, dann ist ein A4-Blatt laminiert an einer Säule, das darauf hinweist, dass sich das Kino im Keller befindet. Dort gibt es Tickets, aber weder Knabbereien noch Getränke. Die muss man selbst mitbringen. Aber es sind Kinosessel. Ich kann mich erinnern, dass ich vor Ewigkeiten mit meinen Eltern mal dort gewesen war und "Herbstmilch" angeschaut hatten. Damals saßen wir auf gewönlichen Stühlen und mir hat anschließend alles wehgetan.

Themen: Kampf den Pfunden | Kino | Blick in die Vergangenheit
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09.01.2012 13:02 Clicks: 354624

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