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Sonntag, 31. Mai 2026 18:15

For All Mankind (Staffel 5) - AppleTV

Wir haben die letzte Staffel For All Mankind angeschaut. Es war für mich nur schwer erträglich, dass auf dem Mars herumgeballert wurde. Viele Szenen fanden nur in den beklemmenden Innenräumen statt. Für mich wirkte es ein wenig, als hätten sie nicht mehr so viel Budget gehabt.

 Achtung, Spoiler 

Am Ende wurde Leben auf dem Titan gefunden. Und das Sterben auf dem Mars konnte beendet werden. So viele unnütze Tote... Schade, die Serie hätte ein besseres Ende verdient. Nun geben wir "Star City" noch eine Chance.

Themen: Science Fiction | Serien
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Samstag, 30. Mai 2026 21:44

Quantentheorie

Ich hatte beim WTF in Leipzig die Gelegenheit, mich mit Florian Aigner über die Quantentheorie zu unterhalten. Wobei ich ihn eigentlich eher zugetextet hatte, um ihm meinen Werdegang zu schildern.

Im Physik-Leistungskurs kam die Quantentheorie nicht dran. Ich wurde aber von einem Mitschüler mehr oder weniger geframt, dass die Quantentheorie besagen würde, dass wir Kraft unserer Gedanken die Wirklichkeit beeinflussen könnten. Für mich klang das sehr verlockend. Als ich dann die ersten beiden Bücher von John Gribbin - Schrödingers Kätzchen und die Suche nach Schrödingers Katze gelesen hatte, dachte ich ständig, dass man damit alle möglichen paranormalen Phänomene erklären könnte. Das stand da natürlich nirgends, aber mein Gehirn hat das eben so reininterpretiert. Als ich dann ein Buch von M.T. gelesen hatte - Florian meinte, dass er ihn nicht kennen würde, und ich sagte dann, dass er den auch nicht kennen muss - wurde ich in diesem Fehlglauben noch bestärkt. Damals dachte ich ja noch, dass Bücher ordentlich recherchiert sein müssten und dass in ihnen im Gegensatz zu Zeitungen auch die Wahrheit stehen müsse, schließlich gibt es so etwas wie eine Verlagsprüfung. Dass in Büchern genauso Unsinn stehen konnte, habe ich erst später verstanden. Über Zufälle habe ich auch gelesen, dass das Universum zufällig entscheiden müsse, sollten sich zu viele Menschen dasselbe wünschen, was aber nur einem erfüllt werden kann. Im Lotto gewinnen war so ein Beispiel. Das kann man sich schon wünschen, aber der unterliegt dann eben doch dem Zufall.

Jedenfalls kam ich so irgendwie ein wenig zur Esoterik, dachte, dass wirklich alles mit allem zusammenhängt, zu den Bestellungen beim Universum. The Secret fand ich dann aber doch etwas zu heftig, weil ich mir da schon nicht vorstellen konnte, dass sich die Kinder in Syrien nicht stark genug Frieden wünschen würden. Da rührte sich in mir zum ersten Mal eine gewisse kognitive Dissonanz.

In den Ferngesprächen auf WildMics (Twitch) wurden weitere Zweifel gesäht, wenn das Thema aufkam. Schließlich ist es wirklich perfide, wenn man dem Individuum Schuld an seinem Schicksal gibt. Niemand ist Schuld daran, wenn er/sie Krebs bekommt. Es ist Zufall. Ein kackverdammtarschiger Zufall. Das ist aber für manche Menschen nur schwer zu ertragen, dass man sein Schicksal eben leider nicht in der Hand hat. Dass wir nicht immer unseres Glückes Schmied sein können.

Vor Holms Buch Relativer Quantenquark hatte ich auch ein wenig Angst, weil ich schon ahnte, dass es meine Einstellung umkrempeln könnte. Und das tat es auch gründlich. Vorher war ich eher ein Ahänger der Viele-Welten-Theorie. Ich dachte nämlich, dass die Kopenhagener Deutung besagen würde, dass es einen universellen, gottgleichen Beobachter geben müsse, der alles erst real werden lassen würde. Da ich aber damals Atheist war, bevor ich Agnostiker wurde, konnte ich mir diese Interpretation nicht aneignen. Nach Holms Darstellung war das aber falsch, die Kopenhagener Deutung besagte lediglich, dass es einen fundamentalen Zufall gibt, was Einstein nicht gefiel ("Gott würfelt nicht!"). Nach der Lektüre dieses Buches habe ich akzeptiert, dass es den echten Zufall gibt und verabschiedete mich von der Viele-Welten-Theorie. Das bedeutete aber auch, dass ich mich von dem tröstlichen Gedanken verabschieden musste, dass ich in diesem Universum vielleicht eine Chance verpasst hatte, aber dass es da draußen irgendwo ein Universum gab, in dem ich eben diese Chance ergriffen hatte. Diesen Trost habe ich jetzt nicht mehr. Die Viele-Welten-Theorie taugt nur noch für geile Science Fiction Geschichten in Paralleluniversen.

Florian fragte in seinem Buch Warum wir nicht durch Wände gehen *Unsere Teilchen aber schon auch, warum man einer so komplexen Interpretation wie der Viele-Welten-Theorie anhängen sollte, wenn es doch eine viel einfacherer Erklärung mit dem fundamentalen Zufall in der Kopenhagener Deutung gibt. Das hat in mir auch den letzten Zweifel ausgeräumt.

Natürlich musste ich mich von meinem magischen Denken verabschieden. Keine Bestellungen mehr beim Universum. Und ich habe auch nicht die Kinder in der Höhle in Thailand mitgeholfen zu retten, weil ich tagelang bei den Nachrichten gemeinsam mit vielen anderen mitgefiebert hatte. Und ich bin auch keine weiße Hexe. Vielleicht habe ich eine etwas überdurchschnittliche emotionale Intelligenz, weshalb ich oft als "gute Seele" bezeichnet werde. Nun bin ich doch ein sehr wissenschaftlich denkender, skeptischer Mensch geworden. Aber da Mister Spock immer mein Vorbild gewesen war, ist das nicht das Schlechteste. Und Gefühle zu haben, Empathie, Freude und Glück zu empfinden, das ist ja trotz allem immer noch möglich. Ich bin zufrieden mit meiner neuen Sicht der Dinge.

Themen: Quantentheorie | Blick in die Vergangenheit | Sonnenstrahl
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Montag, 25. Mai 2026 20:56

WTF Wissenschaft trifft Freundschaft in Leipzig

Am Wochenende haben wir unsere Akkus in Leipzig beim Wissenschaft trifft Freundschaft aufgeladen. Es war während des WGTs, so dass wir auch den Flair der Schwarzen Szene genießen konnten. Natürlich haben wir wieder im Alex am Naschmarkt gegessen und gefrühstückt und leckere Cocktails getrunken. Wir haben uns mit vielen lieben Menschen aus der Zeugen Kühlwaldis-Bubble getroffen, inklusive ein überraschendes Wiedersehen mit jemanden, den wir zuletzt auf der legendären Ferngesprächs-Con gesehen hatten.

Langsam kristallisiert sich ein harter Kern heraus. Aber was höre ich immer im Büro? Nichts ist so beständig wie die Veränderung. Für jemanden, der so phlegmatisch ist wie ich, immer etwas schwierig zu akzeptieren. Von mir aus führe ich Veränderungen eher selten herbei. Aber für zwei Tage und drei Nächte konnte ich mal alles vergessen, was zur Zeit an meiner Seele nagt.

Wir wurden druckbetankt mit einer Reihe von äußerst interessanten Vorträgen. Am meisten gefreut habe ich mich darüber, dass Christian von Aster meinem Florian die Absolution erteilt hat und dass ich dem zweitbesten Florian der Welt, Florian Aigner, meinen Quantenphysik-Werdegang erzählen durfte. Ich bin seit Holms Relativem Quantenquark kein Anhänger der Viele-Welten-Theorie mehr. Dabei fand ich den Gedanken immer tröstlich, wenn ich mal wieder eine Chance im Leben verpasst hatte, dass es da draußen irgendwo ein Paralleluniversum gibt, in dem ich den Mut hatte, besagte Chance zu ergreifen. Diesen Trost habe ich jetzt nicht mehr, seit ich mit der Kopenhagener Deutung die Existenz des fundamentalen Zufalls akzeptiert habe.

Wegen akutem Schlafmangel musste ich auf der Heimfahrt wieder häufig Pausen machen, damit ich nicht in den Sekundenschlaf falle. Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr dort zu Pfingsten?

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Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Zeugen Kühlwaldis | Christian von Aster | Lydia Benecke | Quantentheorie | Halloween/Gothic | Sonnenstrahl
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Sonntag, 17. Mai 2026 17:25

Datum verwechseln

Ich habe schon immer gerne das Datum verwechselt. Als Kind hatte ich Schwierigkeiten mit vier und sieben. Und als ich den Kalender gelernt habe, wurde es auch nicht besser. Als Sekretärin hatte ich auch immer Angst, dass mir das beim Buchen von Reisen passieren würde, weshalb ich da immer dröfzig Mal kontolliert habe, ob auch alles stimmt. In Excel formatiere ich die Zellen dann auch immer so, dass automatisch der Wochentag mit zwei Buchstaben dabei steht (TT.MM.JJJJ (TTT)), dann fällt es schneller auf, wenn ich mich geirrt habe.

Das sind meine drei Best-ofs:

  1. Als ich Ende der 90iger in meiner Firma angefangen hatte zu arbeiten, sammelten wir noch zu jedem Geburtstag Geld und schenkten uns dann was. Ich habe mal ein Boxenschild auf Holz gebrannt für mein damaliges Pferd Shiras bekommen, das ich einmal nebenbei erwähnt hatte, und worüber ich mich sehr gefreut hatte. Von einer Kollegin wusste ich, dass sie auch ein Depeche-Mode-Fan war und ich hatte die Idee, dass wir ihr ein Ticket für ein Konzert schenken könnten und dass ich dann mit ihr gemeinsam auf dieses Konzert gehen könnte. Das war im Oktober 1998. Meine KollegInnen fanden die Idee super und ich sammelte Geld, kaufte die Tickets und stellte fest, dass der Geburtstag erst im November sein würde. Es war mir peinlich, aber ich habe gebeichtet und wir haben ihr einfach das Geschenk schon ein paar Wochen vor ihrem Geburtstag überreicht.
  2. Das zweite Mal war unsere erste USA-Reise. Wir wollten eine dreiwöchige Rundreise machen. Und ich hatte damals die dumme Angewohnheit, erst die unwichtigen Dinge von der ToDo-Liste zu erledigen, damit ich die wichtigen auf jeden Fall auch noch machen musste und am Ende des Tages richtig viel erledigt hatte. Deshalb hatte ich die Flüge etwa 23:30 Uhr gebucht, zu einer Zeit, zu der ich normalerweise schon ins Bett ging. So übermüdet hatte ich dann das Datum verwechselt und den Rückflug nach zwei Wochen gebucht. Ich habe mich tierisch geärgert, aber sofort in dem Online-Reisebüro angerufen und tatsächlich auch einen echten Menschen erreicht. 2008 ging sowas noch. Die nette Dame am Telefon hat gesagt, dass es nach der Online-Buchung etwa 30 Minuten dauert, bis die Buchung fix im System der Fluggesellschaft ist. Innerhalb diesen Zeitraums war es noch möglich, den Flug einfach umzubuchen. Ich war so erleichtert. Das Wissen hat mir auch in Zukunft schon einmal den A*sch gerettet, weil ich nach einer Fehlbuchung sofort angerufen hatte und die Kartoffeln so aus dem Feuer holen konnte. Und zum Dank habe ich danach die Flüge immer bei diesem Anbieter gebucht, bis ich irgendwann festgestellt habe, dass die Domain an einen anderen Anbieter verkauft worden war.
  3. Das dritte Mal war in einer Zeit, in der ich einen recht anspruchsvollen Chef hatte, während gleichzeitig zwei Kolleginnen in Elternzeit waren, weshalb ich Hamster im Rad bis kurz vorm zweiten Burnout war. Ich sollte eine kleine Konferenz organisieren. In der Stadt war aber gleichzeitig Messe, so dass es nicht so einfach war, ein Hotel zu bekommen. Ich hatte einige Anfragen rausgeschickt und dann einem Hotel zugesagt. Als ich merkte, dass ich einen Tag zu spät gebucht hatte, habe ich erst einmal das Notebook im Homeoffice zugeklappt, eine Runde geheult und bin dann in den Stall zum Pferd gefahren, um meinen Kopf wieder frei zu bekommen. Als ich dann wieder nach Hause kam, habe ich festgestellt, dass ich noch ein unbeantwortetes Angebot im Posteingang mit dem richtigen Datum hatte, weil ich zeitgleich noch eine Agentur beauftragt hatte, ein passendes Hotel zu suchen, und da anscheinend das richtige Datum angegeben hatte. Ich musste also nur dieses Angebot annehmen und konnte das andere Hotel noch kostenlos stornieren.

Ich bin wirklich froh, dass noch nie schlimme Sachen deswegen passiert sind. Aber erst neulich ist mir wieder so ein Faux Pas passiert. Ich hatte auf allen Sozialen Medien Werbung für den Podcast Ghostsitter & Co. – Der Offizielle Maraverse Podcast #31 Gäste: Florian "Spitzohr" & Wolfgang Fröhning gemacht und überall 05. Mai geschrieben gehabt, obwohl wir vorher schon davon gesprochen hatten, dass die Aufnahme am Star Wars Tag, also am May the Force/Forth stattfinden würde. Wolfgang HäkelHägar musste mich dann erst korrigieren, dann habe ich in allen Sozialen Medien dann die Posts nochmal bearbeiten bzw. ganz neu machen müssen.

Themen: Sonnenstrahl | Blick in die Vergangenheit | Computer und Internet | Eigenes Pferd Shiras | mein Job | Urlaub | Tommy Krappweis | Meine Sonderanfertigung Florian | Musik
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Dienstag, 12. Mai 2026 18:01

Wer schrieb Shakespeare's Werke? | HOAXILLA RELIVE #033

Was haben wir gelacht. Eigentlich sollte es nur ein 5-minütiges Video von den Zeugen Kühlwaldis werden, aber dann ist es etwas eskaliert und es wurden 15 Minuten. Aber ich denke, das Werk hat sich gelohnt und mehr hätte wirklich nicht unter dem Cuttertisch landen dürfen.

An einer Stelle mahnt uns Alexander, dass wir mehr als nur taH pagh taHbe auf Klingonisch zitieren sollten. Er ahnte wohl schon etwas...

Er wurde nicht enttäuscht. Wir haben Tränen gelacht, als unsere Homage an Hoaxilla und Ja, Schatz usw. drankam. Kann ich mir immer wieder anhören.

Und natürlich gibt es noch eine Auflösung, was mit der Torte passiert ist...

Themen: Hoaxilla | Zeugen Kühlwaldis | MyTube
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Dienstag, 12. Mai 2026 15:58

Tagebücher 1986

In diesem Jahr schlägt die Pubertät voll zu. Ich bin auf Dauerdiät. Ein hormongesteuerter Teenager, wirklich erbärmlich. Ich war extrem begeisterungsfähig, z.B. bei Filmen und Musik. Ich bin von "Ein Herz für Tiere" auf die "BRAVO" umgestiegen. Ich habe mich das erste Mal anders gefühlt, nicht normal. "Raumschiff Enterprise" habe ich zwar gern gesehen (insbesondere 1984), aber weil man mich dann immer angeschaut hat, wie eine weltfremde Spinnerin, habe ich das eher alleine getan und nicht darüber gesprochen. Ich wollte auch zu den Cool Kids gehören und habe versucht, mich anzupassen. Mir war klar, dass niemand perfekt ist, aber ich wollte irgendwie "dazugehören". Ich habe meine Brille gehasst. Natürlich habe ich auch versucht zu rauchen. Marlboro, wegen dem Cowboy und dem Pferd in der Werbung. Aber ich habe den Qualm nie in die Lunge bekommen, weshalb ich dann nur noch gepafft habe, damit es cool aussieht.


Musik

Musik wurde immer wichtiger, z.B. die TOP TEN aufnehmen. Ich mochte Falco, Depeche Mode, Nik Kershaw (dank Claudia), a-ha, The Beatles und ich fand Gefallen an Kate Bush. Heute kann ich Falco kaum noch hören, aber ansonsten ist mein Musikgeschmack in dieser Zeit geprägt worden und im Wesentlichen so geblieben.


Konfirmation

Ich wollte mich eigentlich nicht konfirmieren lassen. Meine Mama hat versucht mich zu überreden. Zunächste meinte sie, dass Religion wichtig wäre. Ich sah das anders. Wir sprachen zu Hause nie über Gott und Religion, gingen nie in die Kirche, hatten keinerlei christliche Symbole rumstehen. Die einzige in der Familie, die religiös war, war meine Oma väterlicherseits. Und das ging mir dann immer auf die Nerven, wenn ich mit in die Kirche musste. Danach sagte Mama, dass ich dann ganz viele Geschenke bekomme. Ich war zwar schon immer am Sparen und Kaufen und hatte sehr viele Wünsche, aber ich wollte nicht käuflich sein.

Das letzte Argument war, dass dann unsere Verwandten aus der DDR eingeladen werden könnten, bevor sie in Rente gingen. Wir hatten vier Leute eingeladen: den Bruder meines Vaters, die beiden Schwestern meiner Mutter und meine Oma mütterlicherseits. Meine religiöse Oma wurde nicht eingeladen, obwohl dieses Fest für sie wichtig gewesen wäre, aber sie konnte als Rentnerin oft in den Westen reisen. Die Erfolgsquote war 50%. Eine Tante durfte als Lehrerin nicht zum Klassenfeind reisen. Mein Onkel hat gerne böse Briefe an Erich Honecker geschrieben und stand deshalb wohl auf einer schwarzen Liste. Aber die andere Tanta und meine Omi durften kommen, worüber ich mich sehr gefreut habe.

In dieser Zeit war das Tschernobyl-Ereignis. Meine Tante und Omi vergaßen nie, dass sich der Händler am Obst- und Gemüsestand für die geringe Auswahl entschuldigte, aber wegen des Fallouts konnten viele Sorten derzeit nicht angeboten werden. In der DDR gab es manchmal nur Zwiebeln und Kuba-Orangen, weshalb viele in ihren Gärten selbst anbauten. Die Story wurde auf allen Familienfesten wieder zum Besten gegeben.

Ich habe ein Diamant-Fahrrad aus der DDR und ein großes Besteckset bekommen. Nach der Konfirmation habe ich glaube ich nur noch zu Hochzeiten und Taufen meinen Fuß in eine Kirche gesetzt.


Kampf den Pfunden

Ich hatte mit Beginn meiner Periode plötzlich ständig Hunger. Heute würde ich das als "Food Noise im Kopf" bezeichnen. Ich nahm relativ schnell zu. Meine Eltern und Familie begannen Fatshaming zu betreiben. Mein Vater hat mich mal mit Super 8 von hinten beim Bergsteigen gefilmt, wobei er dies als "pädagogisch" bezeichnete. Meine Mutter nannte mich "Rosarotes Schweinchen" und klopfte mir bei Gelegenheit auf Bauch und Po. Ich fand es gemein. Genutzt hat es nichts, denn dieser Umgang führte natürlich zusätzlich noch zu Frustessen. Andererseits war ich aber ähnlich. Wenn jemand übergewichtig war, habe ich die Person gerne als "Fettes Schwein" im Tagebuch betitelt. Aber ich habe das niemals laut ausgesprochen.

Ich wusste damals noch nicht, dass ich eine Hormonstörung hatte, nämlich Gelbkörperhormonmangel. Das sorgte dafür, dass ich einen verkürzten, unregelmäßigen Zyklus hatte. Der Vorteil war, dass ich nur mäßige Blutungen und geringe Schmerzen hatte. Der Nachteil war, dass ich zu viel Östrogene hatte, die den Appetit anregten und auch dafür sorgten, dass sich die Fettverteilung in der typischen Birnenform äußerte. Oben herum blieb ich mein Leben lang bis jetzt in Größe 36-38, aber unten herum schwankte es je nach Hormonstatus zwischen 38 und 44. Man nennt das auch den gynoiden Adipositatstyp, der leider sport- und diätresistent war.

Leider wusste ich davon nichts. Ich gab mir immer selbst die Schuld, hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich mein Essverhalten nicht unter Kontrolle brachte und auch so gar keinen Bock auf Sport hatte.


Sport: Judo, Reiten, Fahrrad fahren und Tanzen

Mit meiner besten Freundin bin ich dann in Judo gegangen. Meine Eltern hatte ich dazu überredet, dass ich gehen durfte, weil ich meinte, dass ich mich dann im Notfall gegen aufdringliche Jungen wehren könnte. Und damit ich aus dem Haus komme, weil ich so ein Stubenhocker war. Allerdings hatte ich keinerlei Ambitionen, in die Mannschaft zu gehen und auf Turniere.

Reiten war ich meistens nur noch in der DDR. Meine Oma hatte ihre Kontakte immer spielen lassen, so dass ich in verschiedenen Ställen ausreiten konnte, Kutsche fahren oder im Garten auf einem Pony herumreiten. Shiras ist zu meinem Lieblingspferd geworden, auch wenn ich kaum noch zum Ponyhof fuhr. Ich hätte auch mit Pferden nicht auf Turniere gehen wollen. Wettkampfsituationen habe ich vermieden, wo es ging.

Ich bin sehr viel Fahrrad gefahren, zur Schule, aber auch einfach durch den Wald, wobei ich Walkman gehört habe. An der Kiesgrube habe ich mich gerne hingesetzt und gelesen und Picknick gemacht.

Im Nachmittagssport hatte ich Rhythmische Tanzgymnastik. Das war der einzige Sportunterricht, der mir halbwegs Spaß gemacht hat. Und zu Hause habe ich die Tänze gerne geübt.


Freunde

Ich hatte zwei Freundinnen, die jünger waren als ich. Und dann noch ein paar Freundinnen in meinem Alter. Ich habe nicht gerne telefoniert, meist nur zum Verabreden. Ich habe es überhaupt nicht verstanden, wenn jemand länger als eine Stunde telefoniert hat, dachte aber, dass müsse man manchmal so machen, weil es cool ist. Später habe ich verstanden, dass das an meinem Hörfehler gelegen haben könnte. Ich lese nämlich unbewusst etwas von den Lippen ab und erschließe mir das Gesagte manchmal aus dem Kontext. Wenn man telefoniert, fällt das Lippen lesen weg, weshalb es mich immer sehr angestrengt hat - und heute noch tut - wenn ich telefoniere. Damals habe ich sicher noch besser gehört als heute, aber ich wusste aus dem Deutschen Museum mit dem Lautsprecher mit der "obersten Hörgrenze des Menschen", dass ich den Ton nicht hören konnte. Der Lautsprecher war nicht kaputt, ich wurde nicht verarscht ("Was, das hörst du nicht? Das ist doch total laut!"), weil ich das Vibrieren des Lautsprechers spüren konnte.

Ich hatte auch die Angewohnheit, mir vor einem Telefonat immer aufzuschreiben, was ich sagen oder fragen wollte, damit ich nichts vergesse. Und ich habe auch damals schon lieber schriftlich kommuniziert, hatte viele Brieffreunde und gerne Postkarten geschrieben.

Manchmal konnte ich auch gemein sein. Damals hatte ich Motto "Behandle jeden Menschen, wie du selbst behandelt werden möchtest" noch nicht.


Jungs

Ich war ständig in irgendjemand anderen verknallt. In den Sommerferien war es der süße Typ aus dem Haus gegenüber von unserem Ferienhaus, am ersten Schultag der Neue in der Klasse. Ich konnte seitenweise schreiben, warum ausgerechnet dieser Typ meine große Liebe ist. Ich bin mir beim Lesen selbst auf den Wecker gegangen, weshalb ich dann solche schnulzigen Passagen einfach überblättert habe.

Ich hatte immer gehofft, dass die Jungs den ersten Schritt machen. Und ich hätte dann nur noch ja oder nein sagen müssen. Es kam auch manchmal vor, dass Jungs Interesse gezeigt haben, aber die haben mir nicht gut genug ausgeschaut oder waren nicht cool genug. In dem Alter war das Aussehen und der Coolnessfaktor viel zu wichtig. Und die Jungs, für die ich mich interessiert habe, hatten an mir kein Interesse. Ich schon es immer darauf, dass ich zu dick war und eine Brille trug.

Auf einer Party kurz vor meinem 14. Geburtstag hat mich ein Junge aggressiv angebaggert, in eine dunkle Ecke manövriert und wir haben rumgeknutscht. Ich wusste, dass der Typ es bei jeder probiert. Trotzdem habe ich mich hin und wieder mit ihm verabredet. Zum Rumknutschen. Und weitere Erkundungen. Aber so richtig verliebt war ich nicht. Wir sind auch nicht richtig "miteinander gegangen". Es gibt auch keine Fotos, auf denen wir gemeinsam zu sehen gewesen wären. Und er wollte auch nie etwas mit mir unternehmen, ins Kino oder Michaelibad gehen. Es war nix Ganzes und nix Halbes. Deshalb hatte ich auch kein schlechtes Gewissen, wenn ich mich in andere Jungs verliebte.

Der Neue in der Klasse hatte es mir so angetan, dass ich all meinen Mut aufgebracht habe, ihn zu fragen, ob er mit mir gehen möchte. Allerdings auf meine eigene, seltsame Art. Erst habe ich eine Adressliste herumgegeben, weil ich vielleicht irgendwann Klassentreffen organisieren wollte. Er hat aber nur "Datenschutz" draufgeschrieben. Die Adresse habe ich dann trotzdem herausgefunden, indem ich einfach mit einer Freundin im selben Bus gefahren bin unter dem Vorwand, irgendwohin zu wollen. Wir haben geschaut, in welchen Hauseingang er ging. Und dort habe ich dann einen Liebesbrief hingeschrieben. Ein paar Tage später habe ich dann all meinen Mut zusammengekratzt und ihn gefragt, ob er den Brief erhalten hätte und was er dazu sagt. So habe ich meine erste Abfuhr bekommen und mich nie wieder getraut, den ersten Schritt zu machen.

Ich hatte tatsächlich schon so etwas wie einen Kinderwunsch, allerdings war ich viel zu vernünftig, um hier unüberlegt Unsinn zu machen. Einen Freund hatte ich nicht. Und ich war schon eifersüchtig auf andere Mädchen, die einen hatten. Oder ein eigenes Pferd. Aber ich war auch extrem schüchtern.


Kommunikationsprobleme

Für mich war Kommunikation irgendwie immer ein Rätselraten. Ich fand es extrem schwierig, wenn Leute nicht direkt sagten, was sie meinten. Langsam lernte ich, dass es Floskeln gibt, die etwas anderes bedeuten, als das gesprochene Wort. "Kann ich dir meine Briefmarkensammlung zeigen" war so ein Beispiel.

Aus diesem Grund hatte ich oft Probleme. Ich war ein leichtes Mobbing-Opfer und wurde gerne verarscht. Ich habe oft nicht verstanden, wenn etwas ein Witz sein sollte. Oder Ironie. Das geht mir teilweise auch heute noch so, obwohl ich da schon etwas mehr Übung habe.

Dafür konnte ich Leute sehr genau beobachten. Wenn die Worte und Taten nicht zusammen passten, dann habe ich die Taten genommen.

Umgekehrt war es dafür so, dass ich dazu geneigt habe (und auch heute noch manchmal tue, wenn ich nicht verstumme, sondern ein gewisses Vertrauen habe), Dinge knallhart beim Namen zu nennen. Das fanden Leute dann auch gerne mal witzig, weil "man das doch so nicht sagt". Ich im Gegenzug habe das aber normalerweise nicht als Witz gemeint, sondern habe halt so kommuniziert. Klartext. Kein Subtext. Keine Interpretation.

Ich war auch sehr ernst. So stand es in meinem Zeugnis. Ich habe mir immer über alle möglichen Dinge Gedanken gemacht, aber trotzdem nie herausgefunden, wie die Zukunft aussehen würde. Die hat mich dann doch immer überrascht. Eine Freundin sagte einmal zu mir, dass ich mir nicht über Probleme Sorgen oder Gedanken machen solle, die noch gar nicht eingetreten sind. Aber meine Phantasie, mein Kopfkino ist mit mir immer durchgegangen und hat sich alle möglichen Katastrophen ausgedacht. So ganz lösen konnte ich mich bis heute nicht davon. Dafür bin ich doch meist gut vorbereitet, habe Checklisten und mache recht genaue Pläne, z.B. für unsere Wochenenden oder Reisen.


Kreativität

Ich habe ein wenig Gitarre gelernt, das war mir aber dann doch zu mühsam, weil ich offensichtlich kein Talent dazu habe. Die Gitarre von meinem Vater besitze ich immer noch, aber ich fasse sie so gut wie nie an. Ich habe aber sehr gerne geschrieben, Geschichten und Romane, damals noch in erster Linie über Pferde. Und gezeichnet. Natürlich auch Pferde.

Ich habe mit Freundinnen auch Hörspiele aufgenommen von der "Colorado Ranch". Dafür habe ich auch die Geräusche produziert, das Hufgeklapper und Gewieher. Leider hab ich diese Aufnahmen heute nicht mehr.


Grufti

Ich habe begonnen, mich in erster Linie schwarz und weiß zu kleiden und nur noch Nietengürtel zu tragen. Nicht ausschließlich, aber immer häufiger. So mutierte ich ganz langsam zum wahrscheinlich einzigen Grufti an der Schule. In der DDR gab es dagegen eine richtige schwarze Szene, insbesondere unter den Depeche Mode Fans.

Ich hatte auch einen Hang zum magischen Denken. Aber nachdem ich bereits nicht mehr daran glaubte, dass Freitag der 13. Pech bringen würde, habe ich das Horoskop der Bravo nach einer Woche immer benotet mit 4 oder 5. Danach habe ich nicht mehr an Horoskope geglaubt.


ADHS und Autismus

Ich frage mich, ob ich neurodivergent bin und hier in die Spektren falle. In der Grundschule habe ich ständig Mützen, Schals und Handschuhe und bei Übergangswetter auch meine Jacken vergessen. Meine Mama war manchmal verzweifelt. Meine Handschuhe waren dann alle mit langen Häkelschnüren, die durch die Ärmel gezogen wurden, an der Jacke befestigt. Turnbeutel habe ich gerne vergessen, manchmal aber auch mit Absicht, damit ich am Sport nicht teilnehmen musste. Meine Mama hat gerne gesagt, dass ich meinen Kopf vergessen würde, wenn er nicht angewachsen wäre. Um das zu kompensieren habe ich alle Hefte und Bücher jeden Tag mit in die Schule geschleppt. So konnte ich nix vergessen. Ich habe es einfach nicht auf die Reihe gebracht, am Abend vorher die Tasche nach Stundenplan zu packen.

Ähnliches denke ich über Autismus. Meine Kommunikationsprobleme deuten darauf hin. Neulich habe ich gelesen, dass Menschen mit Autismus "Bilddenker" sind und alles wörtlich nehmen, "sodass Metaphern und Ironie meist nicht verstanden werden, was häufig zu Missverständnissen führt. Zudem sind autistische Menschen äußerst ehrlich und direkt, was von Nicht-Betroffenen oft als taktlos empfunden wird. Dies erschwert die soziale Interaktion von autistische Menschen mit anderen Personengruppen."

Außerdem scheinen autistische Menschen eine andere Sinneswahrnehmung zu haben. "Einige reagieren sehr empfindlich auf verschiedene Reize, während andere fast gar nicht darauf ansprechen, was in ihrer Umgebung geschieht." Ich gehöre eher zur zweiten Sorte. Ich habe einen Tunnelblick und keine gute periphere Wahrnehmung. Und wenn ich in Tagträumen abgeschoffen bin, Mama nannte das "Wolkenkuckucksheim", dann war ich tatsächlich nur noch schwer ansprechbar und musste regelrecht "geweckt" werden. Auch heute schweife ich gerne innerlich ab, wenn mich ein Gespräch nicht interessiert oder ein Wort fällt, mit dem ich starke Assioziationen verbinde.


Meine Rechtschreibung wurde aber immer besser. Ich schrieb dann nicht mehr "warscheinlich". Jetzt muss ich eher aufpassen, dass ich nicht wieder die alte Rechtschreibung benutze und "Faß" schreibe. Ich denke, ich werde mich von den Tagebüchern tatsächlich trennen können. Dann müssen es meine Söhne nicht tun.

Themen: Blick in die Vergangenheit | Freunde | Familienbande | Pferde/Reiten | Musik
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Sonntag, 10. Mai 2026 21:34

ComicPark im egapark Erfurt - mit Harpo Speaks!

Am Sonntag haben wir auf dem egapark-Gelände gefrühstückt, sind etwas herumgelaufen, haben uns über Pferdezähne und Dimetrodons (das D wusste ich noch, als Kind kannte ich alle Namen) unterhalten und haben dann noch den zweiten Gig von Harpo Speaks! angeschaut. Diesmal war eigentlich sofort Stimmung und es wurde getanzt. So toll! Ich war mal wieder ganz berauscht. Nur bei "Staying Alive" war ich einmal kurz traurig.

Gestern und heute durften wir Fans wieder mit auf die Bühne und "Ein echter wahrer Held" singen. Eine junge Frau hat Tommy während des Konzerts gefragt, ob sie ein Autogramm bekommen könnte, aber Tommy vertröstete sie auf nach der Show. Die wurde auch harsch beendet, weil eine Saite gerissen war... Norman hatte auch Stifte und Karten dabei, so dass sich dann auch noch weitere Leute sich anstellten. Und jemand machte spontan für seinen Podcast ein superkurzes Interview mit Tommy. Der durfte schließlich seinen Zug nicht verpassen.

Nach einem kurzen Mittagssnack haben wir uns aber schon auf den Weg nach Hause gemacht, damit ich bei Tageslicht fahren kann und abends noch etwas ausruhen. Diesmal war ich fitter und wir kamen mit nur einem Zwischenstop aus.

Abends habe ich dann sogar noch schnell einen kurzen Bericht für die Maraverse-Seite geschrieben. Ich würde so gerne mehr machen, aber mir fehlen einfach im Moment die Löffelchen dazu.

Ecto-1 mit Crew

Tiberius mit Odor-Kostüm und einem Star Wars Rebellen-Helm

Sandra mit Marsipulami

Ich hatte gesagt: "Das klingt jetzt komisch, aber darf ich deinen Schwanz anfassen?"

Florian mit D’Vana Tendi aus Lower Decks

Tommy auf der Bühne mit Gitarre

Sandra im Mara-Outfit mit Tiberius Kuschelhase Odor

Florian, Tiberius und Sandra, im Hintergrund Bühne mit Harpo Speaks

Tommy gibt ein Kurzinterview

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Tommy Krappweis | Fotos | Dinosaurier
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Samstag, 9. Mai 2026 19:02

ComicPark im egapark Erfurt - mit Tommy Krappweis, Norman Cöster und Harpo Speaks!

Heute waren wir auf dem ComicPark. Zuerst haben wir geschaut, wo die wichtigste Bühne war, nämlich Bühne 1, wo später Tommy Krappweis und Norman Cöster, die beiden Erfinder von Bernd das Brot, ein Panel haben würden und am Abend dann noch Tommys Band Harpo Speaks! spielen würde. Danach sind wir über das Gelände gelaufen und haben uns alles angeschaut. Am Bücherstand haben wir die Mara- und Ghostsitterbücher entdeckt und gleich mal gefragt, ob es auch eine Signierstunde geben würde. Die Frau im Stand hat dann sofort Tommy kontaktiert, da anscheinend noch nichts konkret vereinbart wurde. Florian durfte Maraverse-Visitenkarten hinterlegen.

Ich war froh, dass es keine Dixie-Klos gab, sondern an mehreren Standorten ordentliche Toilettenbungalows. Es gab neben den Bierbänken noch riesige Plastiksessel, die für Florian ideal und sogar bequem waren. Wir sicherten uns gute Plätze in der ersten Reihe. Allmählich kamen dann auch alle aus dem Maraverse-Discord, die eingefleischten Fans sozusagen. Ich setzte mich schonmal vor das Mikrophon auf den Boden, um gleich als erstes dranzukommen. Nachdem die Geschichte von der Erfindung von Bernd das Brot zum Besten gegeben wurde, richtete ich meine alten Knochen auch auf und sprach in das Mikrophon, das ich zuvor auf meine Höhe eingestellt hatte, einen Geburtstagsgruß für Tommy aus. Damit hatte ich die Organisation der Veranstalter etwas durcheinander gebracht, denn eigentlich sollte erst am Ende eine Sonnenblume überreicht und ein Ständchen gesungen werden. Das wurde dann mal eben schnell vorgezogen.

Danach habe ich einen USB-Stick mit einem Papa-Schlumpf übergeben, auf den wir ein paar Grußbotschaften in Form kurzer Videos aus dem Flauschhaufen gesammelt hatten, die Sophia und Tommy auf ihrem Umzug nach Irland begleiten sollen. Es gab noch ein paar weitere Geburtstagsgeschenke. Und dann habe ich eine Frage gestellt, nämlich ob Bernd das Brot einmal in einem Pummeleinhorn- oder Ghostsitter-Hörspiel vorkommen könnte, ob das rechtlich möglich sei, aber das ist es nicht. In der Zwischenzeit haben sich ein paar Leute hinter mir versammelt, die ebenfalls Fragen stellen wollten, weshalb meine weiteren Fragen unter den Cuttertisch fielen und ich ihnen das Mikrophon überließ. Es wurden wirklich tolle Fragen gestellt.

Florian hat Norman gefragt, weil wir in Hotels immer die Nachtschleife anschauen, ob er das Allpaka oder die Alligatorin lieber mag. Und Rica vom 12vor5-Podcast hat nach der Ghostsitter-Musicalfolge (die wirklich kommen wird!) und das Bernd das Brot-Computerspiel gefragt.

Bereits während des Panels haben am Stand neben der Bühne Hardy vom Brotladen und die Buchverkäufer fleißig verkauft. Danach haben Tommy und Norman dann fleißig signiert. Tommy hat ein wundervolles Geschenk bekommen mit einem Hermannsdenkmal-Flaschenöffner in einer weißen Ikea-SANNAHED-Rahmen, auf dem Glas waren zwei Krähen und das Rätsel aus "Mara und der Feuerbringer - Band 2", das zum Hermannsdenkmal führen sollte als schwarze Silhouette geklebt.

Plötzlich wurde ich von hinten angetippt und ich kreischte los, weil ich Kes endlich wiedersah, die mein Lieblingsmotiv Realität ist was für Leute, die Angst vor Drachen haben Shirt und extra für mein Zottelpony Felix ein Norweger Pferdi für den Spreadshop entworfen hat. Ich hoffe, es hat niemand ein Knalltrauma erlitten.

Nachdem wir am Fleischspießstand lecker gegessen haben, gab es noch das Konzert von Harpo Speaks! Anfangs waren nur wenig Leute da, was aber auch daran lag, dass Tommy, Ingmar und Lenzi etwas vor dem Start angefangen haben zu spielen. Ich habe am Weg fernab der Bühne zwei junge Frauen tanzen sehen und bin zu ihnen hinmarschiert. Ich war überrascht, dass sie sich nicht lange haben überreden lassen, doch direkt vor der Bühne zu tanzen. Und schwupp kamen noch mehr Leute und tanzten. Es wurde harsch beendet, weil Tommy am Ende kurz die Stimme versagte. Das war richtig schön!

Danach sind wir in unser Hotel gegangen. Der Plan für den weiteren Abend ist beim Podcast Umzugspecial von Ja, Schatz etwas ausruhen und dann an der Hotelbar absacken.

Ein Mann sitzt in Steampunk-Kleidung in einer Timemachine nach H.G. Wells auf einem elktrischen Fahrzeug montiert

Bücherstand mit Mara- und Ghostsitter-Büchern

Endzeit-Fahrzeug

Star Wars Schaukampf

Tommy auf der Bühne im Sessel beantwortet Fragen

Tommy und Norman auf der Bühne in Sesseln beantworten Fragen

Tommy mit Geschenk zum Hermannsdenkmal im weißen Rahmen

Sandra und Florian mit Bernd das Brot-Mütze

Tommy mit Gitarre auf der Bühne

Lenzi auf der Bühne am Keyboard

Ingmarauf der Bühne am Schlagzeug

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Freitag, 8. Mai 2026 21:11

Fahrt nach Erfurt

Heute sind wir gegen Mittag nach Erfurt gestartet. Wegen meines andauernden Schlafmangels mussten wir häufig Pausen einlegen, damit ich nicht in den Sekundenschlaf kippe. Wir waren wieder im Hotel Légère an der Messe, die gleich neben dem egapark ist. Ich erinnerte mich an die modernen Kennzeichnenscanner.

Wir sind dann in der Nähe in der Gaststätte Birnbaum essen gegangen, das war ganz okay. Dabei haben wir unsere persönliche Treppe des Todes gefunden.

Zurück im Hotel hatte ich ein wenig meinen Moralischen. Obwohl ich vormittags ganz in Ruhe die Urlaubscheckliste durchgegangen bin, habe ich trotzdem meinen Schlafanzug und das Kontaktlinsenmittel vergessen. Dazu kam noch das Missverständnis bei der Hotelbuchung, wodurch eine zweite Buchung vorhanden war. Lehrgeld muss man zahlen. Aber ich habe echt mal wieder an meinem Verstand gezweifelt. Ich bin so froh, dass Florian so nachsichtig und verständnisvoll mit mir ist.

Sandra und Florian mit einem Schnitzel Hawai im Birnbaum

Am Wegrand kriecht eine riesige Weinbergschnecke. Sandra hält zum Größenvergleich ihre Hand darüber. Sie Schnecke ist bestimmt 6-7 cm lang.

Man sieht eine lange Beton-Treppe aufwärts führen. Links ist der Garten und ein Wohnhaus zu sehen, rechts Büsche und Bäume.

Florian hangelt sich über die letzte, oberste Stufe der Treppe des Todes. Er hat den roten TNG-Hoodie an und die Haare hängen ihm über die Schulter. Er sieht erschöpft aus.

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Dienstag, 5. Mai 2026 20:19

Breaking Bad (Netflix)

Nachdem die Serie so hochgelobt worden ist, habe ich ihr doch noch eine zweite Chance gegeben. Was hätte ich für eine Website "Does the Kid die?" gegeben. Ich finde es immer noch unsinnig, wenn man ständig Leute sterben lässt. Aber gut, im Dorgenmillieu wäre es wohl eher unrealistisch gewesen. Ich hätte es wissen müssen.

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Montag, 4. Mai 2026 22:37

Ghostsitter & Co. - Der Offizielle Maraverse Podcast - Mit HäkelHägar und Florian Spitzohr

Florian war so aufgeregt, dass er das ganze Wochenende das Gästezimmer in ein Ton- und Filmstudio umgebaut hat. Aber laut Chef hat es sich gelohnt, der Ton war super. Hätte Florian nur mehr gesprochen. Aber da hat ihn die Aufregung dann doch etwas ausgebremst. Kurz vorher bin ich nochmal ins Zimmer gehuscht, um ihn mit Puder abzutupfen, damit er nicht ganz so glänzt. Es hat auf jeden Fall riesigen Spaß gemacht!

Die Folge ist aber noch nicht veröffentlicht. Die ist grad in der Postproduction.

Und jetzt weiß ich, dass der Vorbesitzer des Gebäudes, in dem sich die bummfilm befindet, ein Installateur war und sehr viele Bäder eingebaut hat. Aber was mache ich jetzt mit diesem Wissen?


Update Dienstag, 12. Mai 2026

Die Podcast-Folge ist nun erschienen und kann unter #31 Gäste: Florian "Spitzohr" & Wolfgang Fröhning angehört werden.

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Sonntag, 3. Mai 2026 23:50

Simon Pearce - Funny Bones - Stadthalle Germering

Heute waren wir mal wieder bei Simon Pearce. Davor waren wir beim Griechen essen. Es gab irgendwie kein einziges vegetarisches Gericht, aber ich bin mit Bohnensuppe, Kofibrot und Tzaziki auch satt geworden. Die armen Menschys, die um uns herum gesessen sind.

Diesmal waren wir in der Stadthalle Germering, weil wir nicht so gern ins Lustspielhaus oder Circus Krone gehen. Die Tische standen zwar weiter auseinander, aber Florian fand die Stühle dort auch nicht bequem. Als ich auf Toilette war, standen zwei Frauen und ich geduldig an. Irgendwann hat dann die Erste in der Reihe doch nochmal an der Tür gerüttelt und siehe da, die war nur schwergängig, dahinter waren drei freie Kabinen. Ich lachte und meinte, dass mir das auch hätte passieren können. Und die dritte sagte dann auch etwas ähnliches.

Simon hatte eine Art Gilchrist an, weil ihm auch eine Sehne abgerissen ist. Sehr unangenehm. Er fragte dann, wer auch schonmal an der Schulter operiert werden musste. Florian meldete sich und sagte, er hatte mal eine Schulterluxation. Darauf meinte Simon, dass man deswegen nicht operiert werden müsste. Und Florian: "Beim dritten Mal schon!" und alles lachte.

Simon hat wieder viele tolle, ausgeschmückte Geschichten aus seinem Leben erzählt und wir haben uns scheckig gelacht. Traurig war nur, dass seine Mama mittlerweile verstorben ist. U.a. hat er sich über Sprachnachrichten ausgelassen. Aber mir dürfen zwei Freundinnen Sprachnachrichten schicken. Eine Pferdefreundin, weil sie immer im Streß ist und nur im Auto zum Antworten kommt. Und die Freundin mit abgerissener Schultersehne, weil sie das Handy nicht mehr so gut halten kann. Sie fängt auch nicht (mehr) mit einer Entschuldigung an, weil sie weiß, dass ich Sprachnachrichten nicht mag, sondern mit "So, Sandra, dein persönlicher Podcast".

Außerdem hat Simon eine tolle These gehabt, woher die ganzen Prinzenmails aus Nigeria kommen. Dort scheint es von ihnen nur so zu wimmeln. Er hat genau das gleiche Problem wie ich: Wenn mir in der Nacht etwas einfällt und ich Notizen ins Handy tippe, dann muss ich schon ein wenig ausführlicher werden. Denn sonst steht da was komisches, gerne auch mit verdrehten Buchstaben wegen Wurstfingern und ohne Brille, mit dem ich dann am nächsten Tag nichts mehr anzufangen weiß. Und dann ärgere ich mich, weil das hätte ja DIE Idee für einen Bestseller sein können. Nicht dass ich noch schreiben würde...

Es war ein wunderschöner Abend. Allerdings plane ich gerade nur sehr wenige solcher Events im Voraus, weil mir dazu einfach die Löffelchen fehlen. Ich hoffe, 2027 wird dann wieder besser.

Sandra und Florian vor dem Plakat von Simon Pearce

Florian beim Griechen

Sandra beim Griechen

Simon Pearce mit Gilchrist auf der Bühne

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Sonntag, 3. Mai 2026 16:17

Vorfreude

Heute habe ich ein kurzes Video gedreht, um unser Gästezimmer mit Florians Studio zu zeigen, in dem er morgen zu Gast beim offiziellen Ghostsitter-Podcast sein wird, gemeinsam mit dem lieben Wolfang (HäkelHägar). Die beiden erzählen vom Maraverse und der Arbeit des Teams freiwilliger Fan-Ressourcen. Moderiert wird das alles von Arlett Drexler, die das Katzenwesen Dada spricht.

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Samstag, 2. Mai 2026 21:24

Blumen

Als Teenager habe ich es schon nicht verstanden, wie man sich Blumen auf den Tisch stellen kann, die abgeschnitten und zu Tode verurteilt wurden. Geld für etwas auszugeben, das man nach einer Woche wegwirft, kam mir so bescheuert vor. Deshalb kam es mir auch nicht komisch vor, wenn Mortica Addams immer die Blüten abgeschnitten hat. Die Stiele halten so doch viel länger.

Später, als ich hin und wieder Blumen geschenkt bekommen habe, bekamen sie eine Bedeutung. Entwieder hießen sie "Ich will mit dir ins Bett" oder "Ich hab Sche*ße gebaut, bitte verzeih mir". Romantisch fand ich das nie. Außer bei Florian, der mir Blumen mit Statisfeld schenkte. Das waren so lila Orchideen (Freesien), die irgendwie ewig hielten. Aber das ist eine absolute Ausnahme!

Im Job hab ich natürlich auch öfter mal Blumen geschenkt bekommen aus gesellschaftlichen Konventionen. Mittlerweile habe ich mir aber angewöhnt, dass ich neuen Chefs immer gleich zu Beginn sage, dass sie mir doch lieber Nougatpralinen schenken sollen, wenn sie mir eine Freude machen wollen. Wenn die Blumen nach einer Woche zu stinken anfangen, wird mir eh nur übel.

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Freitag, 1. Mai 2026 15:59

Balkonkraftwerk

Seit Sonntag haben wir unser kleines Kraftwerk für Fernfusion am Balkon installiert. Ich habe mich für dieses Modell entschieden, weil es in heise Testsieger war. Im Angebot für 299 Euro statt 451 Euro konnte ich dann auch nicht widerstehen.

Es war nicht ganz so einfach, aber wir haben es zusammen hinbekommen. Da wir keinen Gitterbalkon haben, mussten wir mit der Befestigung ein wenig improvisieren, aber mit neuen, längeren Schrauben vom Obi haben wir die finale Montage am Montag (haha!) abschließen können. Die App habe ich dann erst am Mittwoch installiert, weil das auch wieder Löffelchen verbraucht hat. Seit dem haben wir 8,27 kWh geerntet. Ich weiß zwar nicht, wie das funktioniert, weil die App dauernd behauptet hat, dass das geänderte PW falsch sei. Trotzdem kann ich auch die Daten abrufen, wenn ich irgendwo anders bin. Sehr seltsam.

Florian befestigt PV-Panel mit einem LKW-Gurt. Das Panel steht auf dem Balkon. Florian hat das T-Shirt #Trotzhoffnung an. Die Sonne scheint, aber es ist auch leicht bewölkt.

Sandra steht auf Leiter auf der Terrasse. Sie ist von oben vom Balkon aus fotografiert. Sie hält sich die Hand über die Augen, um von der Sonne nicht geblendet zu werden, und lächelt strahlend. Sie hat Jeans und ein grau-schwarz gestreiftes Shirt an. Im Garten sind die Büsche und der trockene Rasen zu sehen.

Das Reihenmittelhaus ist weiß mit roten Fensterrahmen. Im zweiten Stockwerk sind die Rolläden ein kleines Stück herabgelassen und zwei scharze Papierovale sehen aus, wie Pupillen. Der Schlafzimmerblick. Im ersten Stock am Balkon hängt ein Solarpanel.

Auf dem Screenshot der Solar-App ist ein 3-D-Bild eines Hauses zu sehen mit Photovoltaikanlage auf dem Dach. Darunter steht 'heute' 82 Wh, danaben unter 'Gesamt' 8.27 kWh.

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09.01.2012 13:02 Clicks: 891441

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