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Sonntag, 21. Dezember 2008 23:46

Der Tag, an dem die Erde stillstand

Nachdem ich das Original aus dem Jahr 1951 (noch) nicht kenne, konnte ich den Film Der Tag, an dem die Erde stillstand mit Keanu Reeves ohne Vorurteile genießen. Er verzichtet auf all zu große Effekthascherei, sondern setzt eher ruhige Akzente, wobei sich der eine oder andere vielleicht langweilen mag. Worauf er leider nicht verzichtet, ist Product Placement. So kamen auch Honda, LG, CocaCola, McDonald's und Microsoft Surface zu ihrem großen Auftritt.

Achtung, Spoiler

Irgendwo hatte ich gelesen, dass Keanu Reeves immer noch so aussehen würde, wie zu Matrix-Zeiten. Nun, das stimmt nicht, denn auch an Keanu Reeves nagt der Zahn der Zeit. 1928 kommt eine Späre auf die Erde, um eine DNA-Probe zu nehmen. In der heutigen Zeit kommt dann die genetische Kopie namens Klaatu auf die Erde, um sich selbst davon zu überzeugen, dass dieser Planet vor der Menschheit gerettet werden muss. Die Sphären dienen dazu, möglichst viele Lebewesen einzusammeln und so als eine Art Arche Noah zu dienen, bevor die Sintflut kommt. Die Sintflut kommt dann in Form von Nanoinsekten, die alles zerstören und Menschen von innen heraus auffressen. Das Militär ist machtlos. Es gibt nur eine Möglichkeit, die Welt zu retten: Helen muss Klaatu davon überzeugen, dass die Menschheit noch eine Chance erhalten sollte, dass sie sich weiterentwickeln kann, wenn sie kurz vor dem Abgrund steht. Natürlich gelingt ihr das auch.

Achtung, Spoiler

Da ich schon verschiedene, zerschmetternde Kritiken gelesen hatte (was mich aber nicht davon abgehalten hat, mir den Film anzusehen), waren meine Erwartungen nicht übermäßig hoch. Dennoch hat mir der Film gefallen und ich fand die Aussage, dass wir auf unseren Planeten acht geben sollen, eigentlich nicht schlecht, auch wenn ich befürchte, dass das nicht viel nutzt, wenn Hollywood hin und wieder diese Aussage in die Welt schmettert. Dazu braucht die Menschheit wohl tatsächlich den Abgrund, vor dem wir aber noch nicht stehen. Den Abgrund werden wir wohl erst erreichen, wenn uns das Rohöl ausgeht, aber bis dahin ist noch ein wenig Zeit. Und dann brauchen wir ganz sicher keine Außerirdischen, um die Erde vor den Menschen zu befreien, das werden wir dann schon selbst erledigen - oder uns weiterentwickeln, mal sehen.

Achtung, Spoiler

Ich denke nicht, dass wir diesen Film unbedingt auf DVD haben müssen. Aber was ich auf jeden Fall noch kaufen werde, ist die DVD der 1951er-Fassung, um einen Vergleich anstellen zu können. Und vielleicht ist es auch besser gewesen, die Neuverfilmung zuerst anzusehen, damit der Film überhaupt eine Chance hat.

Thema: Kino
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Kommentare:

Montag, 22. Dezember 2008 18:57

isegrim schrieb:

..also ich kenne das Original und kanns nur wärmstens empfehlen. Ein wirklich guter Film...

Last Update:
09.01.2012 13:04 Clicks: 746003

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