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Dienstag, 16. Juni 2009 20:23

Terminator - Die Erlösung

Wir haben uns mal wieder einen Kinoabend gegönnt. Diesmal haben wir den vierten Film von Terminator angeschaut. Er ist durchaus kurzweilig, zeichnet Menschlichkeiten und beeindruckt durch interessante Kamerafahrten und Szenen ohne Schnitt. Alles ist grau in grau, was eine gewollte, düstere Stimmung erzeugt.

Achtung, Spoiler

Leider haben die Macher einen Kardinalfehler gemacht. Sie haben uns sehr viel der Spannung geraubt, indem sie bereits im Trailer verrieten, dass Marcus kein Mensch (mehr) ist. Dieser unverzeihliche Spoiler konnte jedoch nicht verhindern, dass Sam Worthington den Batman Christian Bale gnadenlos an die Wand spielt.

Achtung, Spoiler

Kyle Reese wurde von Anton Yelchin verkörpert, der schon in Star Trek (XI) einen hinreißenden Chekov spielte. Zumindest für mich gab es dann eine kleine Überraschung, als Roland Kickinger als Arnold-Schwarzenegger-Double auftrat, inklusive Original-Gesicht von Arnie mal eben auf seinen Hals gerendert. Ein nettes Gimmick, ebenso die berühmten Zitate "Komm mit mir, wenn du leben willst!" und "Ich komme wieder!" (I'll be back), die ein wenig wie "musste unbedingt ins Drehbuch" wirkten.

Achtung, Spoiler

Vermissen könnte man vielleicht das Morphing, das im zweiten Terminator-Teil Filmgeschichte schrieb. Aber da es diese Terminatoren aus flüssigem Metall in diesem Quasi-Prequel aus der Zukunft noch nicht gab... äh, geben wird... naja, ihr wisst schon, macht das auch Sinn, auf solche Effekthascherei zu verzichten. Es gab genügend andere Wiesen, auf denen sich die FX-Spezialisten austoben konnten.

Achtung, Spoiler

Und jetzt spoiler ich nochmal so richtig. Wer also noch vor hat, den Film anzusehen, möge an dieser Stelle nicht weiterlesen. Am Schluss opfert sich Marcus in einer grandiosen Geste, um John Conner (der die Initialen von Jesus Christus trägt, aber ebenso die von James Cameron) das Leben zu retten. Das war meiner Meinung nach überflüssig. Und jetzt weiß ich auch, was P. Zander damit gemeint hatte, als er dem Film vorwarf, mit Humanismus zu nerven.

Achtung, Spoiler

Fazit: An die ersten beiden Teile reicht dieser Film nicht ran. Aber er ist immerhin nicht so kühl und flach wie der dritte Teil, der so gar nicht überzeugen konnte, trotz guter Effekte. Aber er hat etwas. Und wenn die Werbetreibenden beherzigen, das größte As im Ärmel bitte nicht schon wieder mit dem Trailer zu verspielen, dann könnte man sich doch glatt auf die nächsten beiden Teile der geplanten Trilogie freuen. Hm, ich setze ihn mal mit auf die Wunschliste. So der Vollständigkeit halber.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Kino
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09.01.2012 13:04 Clicks: 176114

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