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Montag, 27. September 2010 20:13

Das elegante Universum - Brian Greene

Damals in der Bild der Wissenschaft empfohlen, stand das Buch [Unser Amazonstore: ] Das elegante Universum - Brian Greene [/Amazonstore Ende] auf meiner Wunschliste bzw. ungelesen im Regal. Jetzt habe ich das Buch endlich durchgelesen.

Ich hätte es schon cool gefunden, wenn ich hätte abwinken können: Was, Quantenphysik? Ich bin schon bei der Stringtheorie... Doch so einfach ist es nicht. Ich denke, dass ich mit meinen Physikabiturwissen nun an meine Grenzen stoße.

Brian Greene versucht, die Stringtheorie ohne mathematische Formeln zu beschreiben. Ich denke, das ist schon fast ein Ding der Unmöglichkeit. Im Anhang finden dann mathematisch gebildete Leser (zu denen ich definitiv nicht gehöre) auch noch Erläuterungen. Trotzdem benutzt Brian Greene immer wieder mathematische Fachausdrücke, mit denen ich nichts anfangen konnte. Daher blieb mir die Stringtheorie zum großen Teil noch immer verschlossen.

Einige Dinge konnte ich dennoch aus dem Buch mitnehmen, die mich faszinierten. Zum Beispiel, dass Einstein postulierte, dass sich alle Objekte in Lichtgeschwindigkeit durch die Raumzeit bewegen. Damit meinte er die Geschwindigkeit in allen vier Dimensionen (drei des Raumes und eine der Zeit). Wenn sich ein Objekt also durch den Raum bewegt, muss ein Teil seiner Geschwindigkeit durch die Zeit abgezweigt werden. Das ist auch der Grund, weshalb sich kein Objekt schneller als das Licht durch den Raum bewegen kann. Denn wenn es in den drei Raumdimensionen Lichtgeschwindigkeit erreicht hat, bleibt keine Geschwindigkeit mehr für die vierte Dimension, die Zeit übrig. Das deckt sich auch mit der Aussage, dass für Objekte, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, die Zeit stehenbleibt. Ein interessanter Gedanke.

Auch fand ich die Aussage interessant, dass nicht nur die Gravitation, sondern auch der Elektromagnetismus mit Krümmungen der Raumstruktur verknüpft ist.

In der Stringtheorie gibt es neben den bekannten drei Raum- und einer Zeitdimension noch sechs weitere Dimensionen, die zum sogenannten Calabi-Yau-Raum aufgewickelt sind. Dieser hat wie ein Donut Löcher, und zwar drei Stück, weshalb den Schwingungsmustern der Strings auch gewisse Grenzen gesetzt sind, was widerum dazu führt, dass es genau drei Familien von Elementarteilchen gibt. In einem Universum mit vier Löchern in den aufgewickelten Dimensionen, würden völlig andere Elementarteilchen zu finden sein.

Außerdem beschreibt Greene schwarze Löcher als eine Art Riesenelementarteilchen, die mit den gleichen Eigenschaften wie Masse, Kraftladung und Spin beschrieben werden können wie Elementarteilchen. Das ist schon ein faszinierender Gedanke und lies mich kurz an das Ende von Man in Black denken, als unser Universum in einer Billardkugel erschien, mit der unglaublich große Wesen spielten. Mit anderen Worten, schwarze Löcher und Elementarteilchen könnten zwei Erscheingungsformen ein- und derselben Sache sein wie Eis und Wasser zwei Aggregatzustände von H2O sind.

Dass wir den Urknall sehen könnten, wenn unsere Augen Lichtwellen im Mikrowellenbereich wahrnehmen könnten, wusste ich schon länger. Dann wäre der nächtliche Himmel nicht schwarz, sondern von einem diffusen Glimmen erfüllt.

Der Untertitel dieses Buches lautet auch "die Suche nach der Weltformel". Im Anhang wird auch beschrieben, wie eine solche Weltformel aussehen müsste. Sie dürfte niemals zu einem unendlichen Ergebnis kommen, denn sollte dies der Fall sein, dann weiß man, dass die Formel nicht allgemeingültig ist. Diese Weltformel ist aber noch nicht gefunden.

Ein interessantes Buch, das mich an meine ganz persönliche Grenze des Verständnisses für das Universum geführt hat. Hier ist vermutlich Schluss mit meinem Erkenntnisweg. Aber wer weiß, vielleicht kann mir Stephen Hawking die Sache mit der Weltformel in seinem neuen Buch "Der große Wurf" doch noch erklären ;-)

Themen: Bücher | Astronomie | Quantentheorie
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09.01.2012 13:04 Clicks: 829680

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