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Sandra's Blog-Archiv

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Sonntag, 22. März 2020 14:56

Corona-Soforthilfen vom Staat

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Wie ich die letzten beiden Wochen erlebt habe. Es war beängstigend, als in der Firma plötzlich alle ins Homeoffice geschickt wurden. Und die Salz- und Pfefferstreuer in der Kantine weggeräumt wurden, die hälfte der Stühle weggestellt und man sein Tablett mit Besteck und Serviette ausgehändigt bekam, weil wir nicht mehr selbst in die Besteckkästen greifen durften. Seit ein paar Tagen ist die Kantine komplett geschlossen, es gibt nicht mal mehr To-Go-Speisen. Was passiert da gerade?

Homeoffice war irgendwie komisch. Jetzt komme ich an kein Fax mehr. Und die Post? Ich brauche dringend Unterlagen von Behörden für meine Firma. Was mache ich denn jetzt? Vorsichtig frage ich nach und erhalte die Antwort, das die Beantragung nun auch per Mail geht. Ich muss nicht mehr persönlich im Amt antanzen. Wurde die Bürokratie abgeschafft?

Am Donnerstag hatte ich schon Probleme zu wissen, welcher Wochentag ist. Unsere IT hat Höchstleistung vollbracht. Ohne Pilotphase wurde ein zweites Einwahlsystem ausgerollt, damit unser Netzwerk der Belastung standhält, wenn plötzlich alle vom Homeoffice aus arbeiten. Der Wahnsinn!

Ich musste mich auch zu Hause umstellen. Nachdem meine Familie plötzlich nicht mehr unterwegs ist, brauche ich deutlich mehr Nahrungsmittel. Früher habe ich einen großen Wochenendeinkauf am Freitag nachmittag gemacht und bin noch einmal zu einem anderen Supermarkt gefahren, um noch ein paar Kleinigkeiten zu holen. Jetzt gehe ich alle zwei Tage mit dem Bollerwagen zu Fuß und hoffe, dass ich die wenigen Sachen bekomme, die auf dem Einkaufszettel stehen. Die Regale mit Klopapier sind seit Tagen komplett leer, aber darüber und über Panikmacher macht sich kaum noch jemand lustig. Es ist auch nicht lustig.

Ich stehe eine halbe Stunde später auf, weil ich nicht mehr ins Büro fahren muss. Das tut irgendwie gut. Mittags kümmere ich mich dann um den Einkauf oder andere Dinge, die schon ewig liegengeblieben sind. Und abends koche ich. Die Familie sitzt gemeinsam am Tisch und wir beschließen, ein paar Hygieneregeln aufzustellen. Wer das Haus verlässt, soll seine Temperatur messen und in eine Liste eintragen. Wer Fieber hätte, soll das Haus nicht mehr verlassen. Hände waschen ist Pflicht, wer heim kommt, muss ebenso sofort Hände waschen. Alle Türklinken und Lichtschalter habe ich mal geputzt, macht man sonst ja nie. Und unsere Tastaturen, Mäuse und Handys haben wir sogar desinfiziert.

Am Freitag kam dann die Ausgangsbeschränkung, die Ministerpräsident Markus Söder 12.30 Uhr im Radio verkündet hat. Er hat großen Gegenwind von anderen Politikern, aber in meiner Facebook-Filterblase liest es sich, als hätte die vorgezogene Ausgangsbeschränkung Rückendeckung vom Großteil der Bevölkerung. Auch ich denke, dass diese schwere Entscheidung das einzig richtige ist, denn um das Virus aufzuhalten, das man ebenso wie Radioaktivität weder riechen, sehen, noch schmecken kann, müssen die größtmöglichen Vorkehrungen getroffen werden. Und zwar jetzt, weil jeder Tag zählt.

Ich habe Angst. Wir haben alle Angst. Aber ich glaube, dass die Regierung (und ich war bestimmt immer ein Kritiker, insbesondere der CSU) alles nur Mögliche tun wird, um die harten Auswirkungen auf die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Es gibt schon konkrete Hilfsangebote, die aus dem Boden gestampft wurden:

Ich bin beeindruckt. Holen Sie sich die Hilfe, die Ihnen zusteht. Und immer daran denken: Das ist alles nur vorübergehend. Gemeinsam schaffen wir das!

Everything's going to be okay!
Carl Grimes

Thema: Corona
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09.01.2012 13:04 Clicks: 826480

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