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Mittwoch, 11. November 2020 21:28

Hoffnung auf Impfstoff

Der Impfstoff kommt langsam in greifbare Nähe. Deshalb ist es auch - wie von Wissenschaftlern vorausgesagt - absehbar, dass die Menschheit die Pandemie 2021 langsam in den Griff bekommt. Eine Freundin (Mikrobiologin, die in der Medikamenten- und Impfstoffzulassung arbeitet) sieht das genauso. Und passend zu dem Thema gab es gestern auf Twitch WildMics das #Ferngespräch Aber über Impfen schimpfen, wo nicht nur über die Corona-Proteste wie zuletzt in Leipzig (seufz!) geredet wurde, sondern auch über Impfen im Allgemeinen. Es wurde auch über mRNA-Impfstoffe aufgeklärt und über die beschleunigte Entwicklung und Zulassung des SARS-CoV-2-Impfstoffes. Dies war möglich, weil a) massig Gelder bereitsgestellt wurden und b) manche Schritte der Impfstoffentwicklung nicht nacheinander, sondern parallel gelaufen sind, damit das schneller geht.

Wir werden also 2021 einen Impfstoff zur Verfügung haben, der aus strategischen Gründen erst einmal dem medizinischen Personal zur Verfügung gestellt wird, dann vulnerablen Gruppen wie Altersheimen, dann der restlichen Bevölkerung, wer sich freiwillig impfen lassen mag, und dann werden harte Eindämmungsmaßnahmen der Vergangenheit angehören. Impfungen sind eine der größten Errungenschaften der Medizin und Prävention ist besser als Heilung.

Ich persönlich sehe die ganze Sache ja eher aus wissenschaftlicher Sicht und als Großes/Ganzes. Mir sind die psychischen und wirtschaftlichen Auswirkungen und Einzel-Schicksale aber dennoch bewusst. Aber ich bin auch davon überzeugt, dass nicht die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie den Schaden anrichten, sondern die menschengemachte Naturkatastrophe. Und je länger Regierungen zögern, Maßnahmen zu ergreifen, desto härter und länger müssen diese erfolgen, damit sie wirken, und desto größer ist der Schaden in der Realwirtschaft (der Finanzwirtschaft schadet die Pandemie ja offensichtlich nicht -.-). So wie China können wir das in unserem demokratischen und rechtsstaatlichen System nicht durchführen, aber darüber bin ich auch froh. Um so mehr kommt es auf das Mitwirken jedes Einzelnen an.

Aber eins ist sicher, wie uns die Erfahrungen aus der Vergangenheit lehren: Die Pandemie wird vorüber gehen und die Wirtschaftskrise ebenfalls. Und das haben wir den Wissenschaftlern zu verdanken, die an der Impfstoffentwicklung weltweit beteiligt sind, den Regierungen, die mit entsprechenden Hilfen versucht haben, die Auswirkungen weitestgehend abzumildern und den fleißigen Menschen in der Realwirtschaft, die kämpfen und sich den Umständen so weit es geht anpassen.

Aber über Impfen schimpfen

Themen: Corona | News | Tommy Krappweis
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09.01.2012 13:04 Clicks: 137343

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