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Montag, 3. Januar 2022 20:39

Ein Jahresrückblick

Das Jahr 2021 war anstrengend, aber auch schön. Im Januar begann es damit, dass sich [Person] einen Oberschenkelhalsbruch zuzog. Wegen Corona durfte ich keine Besuche abstatten. Im Krankenhaus konnte ich nur an der Pforte eine Tasche mit Wäsche und was man sonst so braucht abgeben. In der anschließenden Reha durfte ich ebenfalls nur auf den Parkplatz und mit viel Abstand die Taschen austauschen. In der ersten Zeit wieder zu Hause habe ich die Wäsche gemacht und Einkäufe erledigt und da konnte ich natürlich etwas länger zu Besuch bleiben. Es ist erstaunlich, wie schnell man nach so einem Oberschenkelhalsbruch wieder auf die Beine kommt und alles selbständig erledigen kann. Mittlerweile gehen auch wieder kleine Wanderungen.

Der zweite Patient war mein Pferd Felix. Er hatte im Frühjahr eine Blockade im ISG und er konnte sein rechtes Hinterbein nicht mehr heben. Weil sein rechter Vorderhuf sehr kaputt war und auch nach 9 Monaten sich nicht erholt hatte, habe ich dann probiert, ob er ohne Eisen gehen kann. Dabei hat der Schmied so viel vom kaputen Horn weggeschnitten, dass die Gefahr einer Belastungsrehe bestand. Deshalb war ich von Mai bis Oktober jeden Tag im Stall, um Felix zu versorgen. Das war extrem anstrengend. Die Blockade im ISG wurde durch Chiropraktik behandelt. Wegen dem rechten Hinterbein habe ich eine Physiotherapeutin kommen lassen. Dabei kam heraus, dass das sein altes Leiden ist, die Ataxie im linken Hinterbein, das er versucht zu entlasten. Deswegen war er 2020 in der Klinik gewesen. Das ist auch der Grund, warum sein rechtes Vorderbein zu stark belastet wurde und der Huf kaputt gegangen ist. Deshalb habe ich mit ihm gezieltes Hinterhandtraining gemacht, da man das nervliche Defizit durch Muskeln bis zu einem gewissen Grad ausgleichen kann. Inzwischen ist Felix wieder sehr gut reitbar und knickt hinten links nicht mehr dauernd ein. Wegen dem Huf habe ich Felix über vier Monate vorn Hufschuhe angezogen, die ich täglich gewechselt und gereinigt habe. Er trug sie 22-23 Stunden am Tag, nur zum Reiten/Trainieren habe ich sie ihm ausgezogen, weil wir einen sehr guten Hallenboden und die Reitwiese haben, und im Gelände gibt es auch viele weiche Wege. Seit Oktober läuft Felix problemlos barhuf.

Im Job war es auch ziemlich stressig. Ich habe elternzeitvertretungsmäßig die Referendarsbetreuung übernommen. Sich in ein neues Thema einzuarbeiten ist immer anstrengend, aber auch spannend. Allerdings kamen dann noch zwei Themen oben drauf, die mich Überstunden haben anhäufen lassen. Einersteits hatten wir über 150 Bewerbungen auf zwei Stellen, die ich koordinieren musste. Und dann sind wir Anfang Dezember in ein Großraumbüro umgezogen. So ein Umzug kann man nicht im Homeoffice erledigen, aber wenn ich dann im Büro war zum Ausmisten und Packen, habe ich sonst nichts erledigt bekommen. Als dann im Dezember endlich alles erledigt war, fiel der ganze Stress von mir ab und ich konnte mich endlich auf Weihnachten freuen.

Außerdem haben wir im Haus einige Projekte vorangetrieben: Computer-Ecke, Lego-Schrank, Glasschiebetüren in den Bädern, Teppich im Treppenhaus.

Die erste Hälfte des Jahres war noch sehr davon geprägt, dass wir sehr vorsichtig waren, damit wir nicht auf den letzten Metern vor der Impfung uns doch noch mit dem Schas anstecken. Florian war etwas früher dran, aber das war schon die erste große Erleichterung. Nachdem der Rest der Familie dann auch noch geimpft war, haben wir uns wieder etwas mehr unter Leute getraut und sind im Herbst noch ein paar Mal schön weggefahren.

Wegen Corona hat sich die Last Geek Tonight- (hauptsächlich FedCon-Gänger) und die #Ferngespräch-Community gebildet, woraus sich ein paar zarte Freundschaftspflänzchen mit dem Potential zu mehr gebildet haben. Insbesondere die #Ferngespräch-Community hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir unsere geistige Gesundheit bewahren konnten und den Glauben an das Gute und die Vernunft im Menschen nicht verloren haben angesichts der Impfgegnerdrullis, die sich vor den Karren des N*zigesocks mit ihren Umsturzphantasien haben spannen lassen.

Ansonsten haben wir uns sehr viel mit unseren Trekdinnerfreunden getroffen, meistens jeweils in kleineren Kreisen, und ich natürlich auch mit meinen Reiterfreundinnen. Mal sehen, was nächstes Jahr wieder möglich ist. Ich bin da aber optimistisch.

Ich bin dankbar, dass wir gesund sind, dass die Jungs sich gut entwickeln und dass ich mit meinem Schatz Florian glücklich bin. Was will man mehr?

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09.01.2012 13:04 Clicks: 861284

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