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Thema: mein Senf/News

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Sonntag, 5. Juli 2020 21:33

Plastikmüll

Bei uns im Müllhäuschen gibt es nur Bio-, Papier- und Restmüll. Den Plastikmüll sollen wir gesondert sammeln und zu den Wertstoffinseln bringen. Den gelben Sack gibt es in München nicht, da dort anscheinend zu viel Restmüll drin landet. Wir haben in der Woche etwa einen großen Sack voll Plastikmüll. Ich muss zugeben, dass ich auch nicht sonderlich darauf achte, ob es nicht andere Alternativen für die Verpackung gibt. In letzter Zeit habe ich gekochte und gefärbte Eier im Pappkarton gefunden. Und es gibt Bio-Sahne und Weihenstephaner Joghurt, die in einem dünnwandigigen Plastikbecher mit Pappummantelung verkauft werden. Für loses Obst habe ich die mehrfach verwendbaren Beutelchen gekauft, aber da ich die Tüten früher immer für die Kosmetikeimer verwendet habe, ist das ein Nullsummenspiel, da ich hierfür nun extra Kosmetikeimertüten kaufe.

Recycling lohnt sich finanziell nicht, da Erdöl immer noch zu billig ist. Ich müsste also gezielt Lebensmittel kaufen, die in recyceltem Kunststoff verpackt sind, wobei hier aber nur etwa 30% sinnvoll sind wegen der Verfärbung, laut (umstrittener) deutscher Umwelthilfe. Bei Basic hatte ich Verpackungen für Käse mit 57% Recyclat gesehen. Und das Mischkonzept von Adelholzener, die im Nahbereich ihr Wasser in Mehrwegfalschen vertreibt und je weiter weg die Einzelhändler vom Abfüllort sind, in Einwegflaschen, da sich da der Rücktransport umwelttechnisch nicht mehr lohnt, finde ich auch gut. Obwohl Mehrweg grundsätzlich besser wäre als Einweg. Ich und ein Sohn trinken mittlerweile aber vorwiegend Leitungswasser.

Plastik ist mittlerweile überall, natürlich im Meer, aber auch im Regen und in der Luft. Microplastik in Kosmetik-Produkten sollte grundsätzlich verboten werden, weil das vollkommen überflüssig ist, aber man sollte auch daran denken, dass Mikroplastik entsteht, wenn man Kunstfasertextilien wäscht.

Deutsche wurde von meinem Englisch-Dozent als "The big rubbish collectors" bezeichnet. Die Mülltrennung scheint aber nur für das gute Gewissen zu sorgen, man hätte etwas getan. Offizielle Recycling-Quoten dürfen auch gerne angezweifelt werden, da der exportierte Plastikmüll als recycelt gilt, selbst wenn er in den Zielländern dann auch nur verbrannt oder ins Meer gekippt wird, weil es dort kaum Nachweise oder Kontrollen gibt. China, Malaysia und Indonesien schicken den Müll mittlerweile postwendend zurück nach Deutschland, auch wenn dort traurigerweise viele Menschen durch die Müllberge ihren Lebensunterhalt verdienen. Mal sehen, wann Afrika uns den Müll wieder zurückschicken wird.

Man könnte natürlich Produkte aus recyceltem Material kaufen. Ich habe zum Beispiel zwei Klappboxen für Wäsche, die schön stabil sind und sich nur durch ihr langweiliges Grau von den anderen Klappboxen unterscheiden. Ich habe auch mal gelesen, dass man aus TetraPaks Möbel herstellen kann, dass man aus ihnen so eine Art Pressspanplatte machen kann, finde dazu aber nichts, außer dass TetraPak schwer recycelbar ist. Es gibt auch Projekte, wo man aus Plastik, das aus dem Meer gefischt wurde, Produkte erwerben kann, z.B. The Honu Movement, Biofabrik WASTX Plastic und viele andere. Denn nur wenn die Menschen recycelte Produkte kaufen und bereit sind, hierfür etwas mehr Geld auszugeben, lohnt sich das auch.

Ich weiß nicht, ob Recyclingpapier umwelttechnisch sinnvoller ist. Aber zumindest kaufe ich seit Jahrzehnten nur noch recyceltes Toilettenpapier. Ich würde nie auf die Idee kommen, dafür normales Toilettenpapier zu benutzen, das zum Teil auch für die Abholzung in Südamerika verantwortlich ist. Weich und weiß muss es sein? Mein dreilagiges Toilettenpapier vom Aldi ist weich, und ob das jetzt weiß ist oder nur dunkelweißlich, das ist mir doch sowas von egal. Von mir aus könnte es auch noch chlorfrei gebleicht werden. Mittlerweile gibt es auch Küchenrollen und Kosmetiktücher aus Recyclingmaterial. In der Coronakrise, als anfangs das Toilettenpapier gehortet wurde, ist mir aufgefallen, dass das Recyclingpapier immer als letztes genommen wurde, also noch am ehesten verfügbar war. Ich begreife das nicht.

Aber zurück zum Plastikmüll. Es muss etwas passieren, damit die Müllberge verschwinden. Ich weiß nicht, ob es möglich ist, diese tatsächlich mit Bakterien, die entsprechende Enzyme bilden, Pilzen oder Raupen/Motten in den Griff zu bekommen. Vielleicht wäre auch schon viel geholfen, wenn es nicht so viele unterschiedliche Sorten gäbe, damit sie leichter recycelt werden könnten.

Wahrscheinlich funktioniert das aber nur über ein entsprechendes Verbot. Eine Lösung wäre wünschenswert, bevor wir am Plastikmüll ersticken.

Thema: News
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Montag, 22. Juni 2020 20:46

Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen? - Jens Berger

Das Buch Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen? von Jens Berger habe ich bereits gekauft. Das Thema BlackRock beschäftigt mich etwa seit 2014, als ich mitbekommen habe, dass BlackRock bei WMF als "Investor" eingestiegen ist und dort dann die Arbeitsbedingungen immer schlechter wurden. Damals war ich noch bei der WMF-BKK und auch von den Produkten der Firma überzeugt.

Anteile müssen erst gemeldet werden, wenn sie 5% Aktienanteile überschreiten. Dies wird dann gemeldet in einer Veröffentlichung gemäß §40 Abs. 1 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz). Seit dem habe ich einen Gugl Alert mit den Worten "BlackRock" und dem Namen meines Arbeitgebers. Januar 2015 meldete die BlackRock, Inc., New York 4,86% an der Firma, in der ich arbeite. Im April 2015 meldete die BlackRock Financial Management Inc. Wilmington 5,5%. Und ab Oktober 2015 BlackRock Inc. in Wilmington 5,42%, wobei dieser Anteil bis heute schwankt und im August 2018 seinen Höhepunkt bei 5,92% hatte. Da BlackRock in Wilmington zwei Büros hat, könnte es sich tatsächlich um zwei unterschiedliche Tochterfirmen handeln. Insgesamt könnte es also sein, dass BlackRock unter dem Radar fast 15% an meinem Arbeitgeber hält, vielleicht sogar noch viel mehr, da BlackRock eine Holding mit einem undurchsichtigen Geflecht aus Tochterfirmen ist.

Als ich nun sah, dass der Autor des Buches von KenHitRadio interviewt wurde, war ich natürlich neugierig. Die Bekanntheit dürfte jedenfalls für einen guten Werbeeffekt sorgen. Und ich möchte auch dafür Werbung machen, denn als Kapitalismus- und Neoliberalismus-Kritiker liegt mir die Aufklärung über das Großkapital und den dahinterstehenden Mechanismen sehr am Herzen. Doch ich war bei dem Interview natürlich auch sketpisch, da ich von KenHitRadio nicht so wahnsinnig viel halte.

Er stellt gute Fragen wie "Gibt es noch eine Demokratie?" oder bringt die Sache auf den Punkt mit "Geld regiert die Welt!" Ab Minute 54:00 wird gesagt, dass BlackRock eigentlich keine Entscheidungsgewalt und damit keinen Einfluss auf Unternehmen hat (z.B. bei Moralpredigten in Davos). Sie sind nur dazu da, das Komma bei den großen Zahlen zu verschieben. Aber mit der Fed als Kunde, also eigentlich die USA, wenn Blackrock was sagt, dann wird das so gemacht. Aber er lässt Jens Berger darauf nicht eingehen, sondern wechselt sofort das Thema. Das fand ich ein wenig suspekt.

Trotzdem finde ich das Interview mit Jens Berger sehenswert. Es wird sehr gut erklärt, wie durch das System Konkurrenz ausgehebelt wird. Die Verlierer sind natürlich die Kunden/Endverbraucher. Eigentlich handelt es sich hier um ein Kartell. Mehr Regulierung und Transparenz wäre notwendig, weil diese Investmentbanken ab einer bestimmten Größe systemrelevant sind. BWL ist keine Naturwissenschaft. Und Geld und Computerprogramme kennen keine Moral. So zerstört der computergesteuerte Handel die Umwelt, Arbeitsplätze und die Realwirtschaft. KenHitRadio lässt es sich aber nicht nehmen, immer wieder Bill Gates zu erwähnen und dass in der "WHO Menschen geparkt" wurden, um Einfluss geltend zu machen.

Es lohnt sich, sich mit dem Thema weiter zu befassen, auch mit den beiden anderen großen Playern State Street und Vanguard. Im Grunde genommen hat da jeder überall die Finger mit drin, irgendwo sicher auch Bill Gates, Warren Buffet und George Soros, die alle mit dem zerstörerischen System reich geworden sind und nun als Philanthropen Geld verteilen.

In diesem Zusammenhang kann ich auch folgende Dokumentationen empfehlen:

Ich persönlich glaube ja, dass es durch das System bedingte Konzentration von Kapital und Macht gibt, aber dass es nicht wirklich einen Deep State gibt, von dem aus die Welt zentral gelenkt wird. Etwas in dieser Größenordnung würde schlicht nicht funktionieren. Trotzdem ist mein großes Ziel mehr Transparenz, Regulierung und Schutz der Realwirtschaft und der kleinen Leute.

Themen: News | Bücher
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Samstag, 20. Juni 2020 19:48

Realsatire

Das wir irgendwie in einer Realsatire leben, dass dürfte wohl inzwischen jedem klar sein. Gestern las ich, dass im Bundestag über den Antrag "Antiextremistischer Grundkonsens in Politik und Gesellschaft - Rechtsstaat und Demokratie schützen - Antifa ächten" vom 26.09.2019 abgestimmt wurde.

Selbstverständlich bin ich gegen extremistische Strömungen gleich welcher Couleur, insbesondere wenn sie mit Gewalt oder mit Aufruf zur Gewalt einhergehen. Warum dann als Beispiel nur der Oberbegriff Antifa für Antifaschismus im Titel auftaucht, erschließt sich mir erst einmal nicht. Sieht man sich die Statistik für rechts- und linksextrem motivierten Straftaten 2018 einmal an, sieht man sehr deutlich, dass im rechtsextremen Milieu eher Körperverletzungen und Nötigung/Bedrohung vorkommen, also Gewalt gegen Menschen, während es im linksextremien Mileu eher Sachbeschädigungen sind, also Gewalt gegen Gegenstände/Besitztümer. Auch das finde ich nicht in Ordnung, aber meines Erachtens ist das ein kleines bisschen weniger verwerflich.

Ins Auge sticht auch, dass es im linksextremen Milieu deutlich häufiger zu Widerstandsdelikten kommt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Aber so richtig lachen musste ich über die Realsatire, als ich sah, dass der Antrag seinerzeit von der Ah-Ef-De eingereicht wurde (was die explizite Erwähnung vom linksextremen Antifa erklärt), die dann aber gestern bei der Abstimmung im Gegensatz zu CDU/CSU, SPD, FDP, die Linke und Grüne mit NEIN gestimmt haben. Aber eigentlich logisch. Die wollen ja gar nicht, dass ein antiextremistischer Grundkonsens in Politik und Gesellschaft herrscht oder gar die Demokratie geschützt wird.

Einfach mal sacken lassen :D


Update 24.06.2020

Alle demokratischen Parteien lehnen Antifa-Verbot ab. Das bedeutet, wenn man bei einem Antrag mit "ja" stimmt, ist man dagegen, und wenn man wie die Ah-Ef-De mit "nein" stimmt, ist man dafür? Kapier ich nicht.

Wenigstens sorgte die Realsatire im Bundestag für einen Lacher.

Thema: News
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Dienstag, 9. Juni 2020 20:08

Rassismus

Als ich als Jugendliche meine Oma in den Ferien in der DDR besuchte, hatte ich auch Kontakt zu den dortigen Jugendlichen. Ich war ziemlich entsetzt, als mir ein Junge stolz eine Gürtelschnalle mit einem H*kenkr**z und dem R**chsadl*r zeigte. Ich fragte mich, ob in der DDR in der Schule nicht Das Tagebuch der Anne Frank gelesen würde. Oder Klassenausflüge in ein KZ wie bei uns in Dachau unternommen würden. Aber wahrscheinlich fruchten solche Erziehungsversuche nie bei allen Schülern, dachte ich mir. Ich kannte auch den einen oder anderen Neon*zi im Westen und hielt halt Abstand.

Ich bin in Neuperlach großgeworden. Der Stadtteil hat einen hohen Anteil an Sozialwohnungen, weshalb aufgrund der wirtschaftlichen Benachteiligung von Ausländern eben auch viele von ihnen dort wohn(t)en. Es gab wohl auch Banden, aber davon habe ich persönlich nie etwas mitbekommen, auch dann nicht, wenn ich spät nachts heimkam. In meiner Klasse waren von Anfang an Türken, Griechen, Italiener, viele Kinder von sogenannten Gastarbeitern. Meine Jungs wuchsen auch in Neuperlach auf und die Mischung in ihrem Kindergarten/in ihren Schulen war sogar noch bunter.

Ich denke, ein Problem in der DDR war, dass die DDR-Vertragsarbeiter z.B. aus Vietnam oder Mosambik nicht wirklich unter der einheimischen Bevölkerung lebten. Sie lebten in ihren eigenen Stadtvierteln . Vietnamesen wurden abfällig "Fitschis" genannt. Wenn man Ausländer nur in der Theorie kennt, dann kann man leicht ein Feindbild aufbauen. Es ist kein Zufall, dass ich zu keinem der Jugendlichen von damals noch Kontakt habe.

Eine Theorie ist, dass der Frauenmangel (Lausitzer Rundschau) nach der Wende zu mehr Fremdenfeindlichkeit geführt haben könnte. In der Tat kenne ich sehr viele junge Frauen, die dem Osten den Rücken gekehrt haben, aber nur wenige Männer. Jedenfalls wird die Fremdenfeindlichkeit im Osten Deutschlands zu einem immer größeren Problem, auch wirtschaftlich. Aber so lange die aggressive Neon*ziszene kleingeredet wird und nicht wirklich etwas dagegen unternommen wird, um beispielsweise N*zi-Dörfer-Bildung zu unterbinden, sind die Wahlergebnisse der Ah-Ef-De wenig verwunderlich. Wo ist eigentlich das ganze Soli-Geld hingeflossen, dass es dort noch immer so triest aussieht?

Ich selbst glaube ja, dass ich kein Rassist bin. Schließlich bin ich mit Star Trek aufgewachsen und meine Jungs sind von einem ausländischen Vater. Im Zuge einer Diversity-Kampagne der Personalabteilung meiner Firma habe ich einmal den Selbsttest der Havard-Universität gemacht und war über das Ergebnis sehr erstaunt. Der sogenannte Unconcious Bias, also die unbewussten Vorurteile waren auch bei mir vorhanden. Letztendlich denke ich aber, dass das tatsächliche Handeln wichtiger ist, als das Unbewusste. Wegen meiner Söhne musste ich mich auch schon rechtfertigen, insbesondere weil der Ältere einen ausländischen Namen hat. Und es schmerzt mich, weil ich das Gefühl habe, dass er es bei seinen Bewerbungen tatsächlich schwerer zu haben schien als sein jüngerer Bruder, und ich das auch auf seinen ausländischen Namen zurückführe, nicht allein auf seine weniger guten Schulnoten. Man weiß es nicht...

Warum mache ich mir darüber Gedanken? Natürlich wegen dem Tod von George Floyd, der in den USA zu teils heftigen Ausschreitungen geführt hat. Zwar wurde die Sklaverei in den USA offiziell 1865 abgeschafft, im 19. Jahrhundert weltweit, dennoch musste Martin Luther King jr. 1963 noch immer von dem Traum der Gleichberechtigung sprechen, fast 100 Jahre später. Elvis Presley besingt die Benachteiligung der Schwarzen im Song "In the Ghetto" von 1969. Die Apartheid in Südafrika wurde erst mit Nelson Mandela 1994 abgeschafft, 1998 als Verbrechen gegen die Menschlichkeit definiert und trat erst 2002 völkerrechtlich in Kraft. Und auch heute noch werden Schwarze benachteiligt. Auch in Deutschland gibt es Benachteiligungen. Bewundernswert, wer da noch seinen Humor bewahren kann.

Leider sind jetzt Budget-Kürzungen für die Polizei in den USA im Gespräch. Ich halte das für den falschen Weg. Jetzt wird die Polizeibehörde in Minneapolis aufgelöst, da sie als nicht reformierbar gilt. Doch die Polizei soll nun komplett reformiert werden, vielleicht keine Cops mehr mit records of misconduct (Einträge im Führungszeugnis) eingestellt werden, wie in San Francisco? Ich hoffe, dass es nicht an der Finanzierung scheitert.

Aber es gibt Hoffnung. Allein in München nahmen 25.000 Menschen an einem Silent Protest teil. Acht Minuten und 46 Sekunden herrschte Stille. Das war die Dauer, die der Polizist auf dem Hals von George Floyd kniete, obwohl er immer wieder sagte: "I can't breathe!" Selbst in Dresden versammelten sich 4000 Menschen, in Leipzig immerhin noch 700. Und auch in den USA gibt es Bilder von friedlichen Demonstranten und solidarischen Polizisten, insbesondere #30 berührt mich zutiefst.

Heute wurde George Floyd beigesezt.


Updates USA

Telepolis (19.06.2020): Probleme der Polizei in den USA - schlechte Ausbildung - mehr Schusswaffen in Privatbesitz als Einwohner

New York Times (29.06.2020): I can’t breathe. Three Words. 70 Cases.


Updates Deutschland

Tagesspiegel (06.07.2020): Die Wutbürger von der B96 bei Bautzen (Sachsen)

Themen: mein Job | Blick in die Vergangenheit | News | (B)engel
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Montag, 16. März 2020 21:40

Coronavirus - Den Schuss nicht gehört

Ich bin irgendwie entsetzt. Klopapier und Nudeln kaufen sie alle, aber trotz Schulschließung treffen sich die Leute mit ihren Kindern am Spielplatz und feiern Coronapartys. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Leute, wenn ihr auf das "Bitte, meidet Kontakte und wascht eure Hände" nicht hört, dann werden wir in ein paar Tagen den nächsten Schritt des Katastrophenplans zu spüren bekommen, nämlich die totale Ausgangssperre. Aber euch ist der Ernst der Lage wohl noch nicht bewusst. Wenn ihr so weiter macht, dann wird unser kaputtgespartes Gesundheitssystem völlig zusammenbrechen! Es gibt nicht genug Beatmungsgeräte für alle!

Mit den Viren ist es wie mit Radioaktivität. Hört, riecht, schmeckt man nicht, die Gefahr…

Themen: News | Corona
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Donnerstag, 7. Februar 2019 20:29

Bienen retten

Heute sind wir in der Mittagspause wie bei einem Klassenausflug zum Technischen Rathaus in der Friedenstraße 40 gefahren, um uns dort für das Volksbegehren Artenvielfalt einzutragen. Wir mussten übrigens nicht anstehen :) Es gehen sehr viele Mails und Whatsapp-Nachrichten rum, die die Leute verunsichern sollen. Zum Beispiel, dass man dann seine Pferde nur noch ein halbes Jahr auf die Koppel lassen darf oder dass man erst so späht mähen darf, dass den Unkräutern Tür und Tor geöffnet wird. Das stimmt so jedoch nicht. Es steht nicht im Gesetzentwurf, dass man Weiden nur ein halbes Jahr nutzen darf oder Bauern gezwungen sind, viel zu späht zu mähen. Jedenfalls habe ich mich dadurch nicht verunsichern lassen.

Sandra rettet Bienen

Anschließend waren wir im Guatemuc guatemaltekisch essen. Das war nicht nur ein nettes Ambiente, sondern auch verdammt lecker. Es hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Mexikanisch. Sehr zu empfehlen!

Thema: News
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Dienstag, 24. April 2018 19:57

Natur von 0 auf 100 in zwei Monaten

In diesem Jahr ist es mir besonders krass aufgefallen. Im Februar hatten wir noch -15°C, jetzt im April plötzlich 25°C. Das ist schon ziemlich krass. Der Klimawandel bringt wie angekündigt immer extremeres Wetter mit sich. Auch habe ich das Gefühl, dass es immer weniger Schnee gibt. Grundsätzlich bin ich natürlich etwas skeptisch bezüglich der persönlichen Erfahren, denn die reicht maximal ein Menschenleben zurück. Erinnert sich jemand noch an die Schneekatastrophe 1978? Nein? Ich auch nicht.

Auch die mehr oder weniger genauen Aufzeichungen reichen bis maximal 1850 zurück, was klimatisch gesehen ein Wimpernschlag ist. Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Erwärmung ziemlich genau mit der Erdölförderung zusammenfällt. Und es ist ziemlich logisch, dass wir so seit Jahrzehnten kräftig einheizen. Aber insgesamt ist der CO2-Gehalt der Luft deutlich niedriger als vor 60 Millionen Jahren und dass die Polkappen vereist waren, ist jetzt auch nicht unbedingt immer gegeben gewesen.

Die Erde wird das schon überleben. Ich habe mich früher gefragt, was das Leben eigentlich für einen Sinn macht, wenn unsere Sonne doch sowieso irgendwann zu einem Roten Riesen wird. Aber das liegt noch ein paar Milliarden Jahre in der Zukunft. Früher dachte ich, dass nur Dinge einen Sinn ergeben, wenn sie unendlich währen, aber mittlerweile denke ich, dass Dinge auch temporär einen Sinn ergeben. Und dann fahre ich mal wieder zum Sperrmüll.

Aber wir Menschen mögen keine Veränderung, und Klimawandel schon gar nicht. Kein Schnee zum Skifahren? Bäh! Und wenn der Golfstrom ausfällt, dann wird es bei uns richtig ungemütlich. Beängstigend!

Umso mehr freue ich mich über die kleinen Dinge: Bienen, Hummeln und Distelfinken in unserem Garten z.B.. Und ich hoffe, dass uns auch wieder Taubenschwänzchen besuchen kommen.

Thema: News
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Samstag, 17. Januar 2015 18:47

Think Geek und Zoll

Ich hatte schon ein wenig Angst, bei Think Geek (USA) zu bestellen. Man kennt ja die Horror-Stories vom Zollamt und so.

Um so überraschter war ich, als meine Bestellung tatsächlich nach wenigen Tagen da war. Und noch ein paar Tage später flatterte eine Rechnung von DHL rein, dass ich Einfuhrumsatzsteuer bezahlten muss. Plus Kapitalbereitstellungsprovision von 10 Teuronen. Nun gut.

Aber ehrlich gesagt bezahle ich diesen Service gerne. Hat es mir doch den Gang zum Zollamt erspart. Einfach überweisen und fertig. Ob ich in Zukunft öfter mal etwas in den USA bestelle?

Ich bin zwar dafür, den Zoll abzuschaffen, aus ganz egoistischen Gründen, aber deswegen befürworte ich noch lange nicht den TTIP.

Was ich bestellt habe, kann ich euch leider erst nach Florians Geburtstag verraten ;-)

Zoll

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Fotografie | News
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Mittwoch, 17. April 2013 20:07

Filmtip: A Crude Awakening: The Oil Crash

Haben wir den Peak Oil schon erreicht? Was passiert, wenn wir uns weltweit um Öl und andere Rohstoffe bekriegen müssen? Was passiert, wenn es kein Öl mehr gibt? Wie teuer muss Benzin werden, damit die Menschen weniger Energie verbrauchen?

Der Film ist sieben Jahre alt, und trotzdem machen wir weiter, wie bisher. Die Menschheit wird ihren Lebensstandard nach unten korrigieren müssen, das wird sehr schmerzhaft werden, vor allen Dingen für die US-Amerikaner, aber auch für uns Europäer. Wir sind im höchsten Maße von Importen abhängig. Wir werden, um diese unbequeme Wahrheit möglichst weit in die Zukunft verschieben zu können, doch noch sämtliche Uran-Vorräte in Atomkraftwerken verbrauchen, wenn dies die Chinesen nicht schon vor uns tun. Doch auch das ist nur ein Aufschub, verhindern können wir den Crash nicht. Die Weltwirtschaftskrise könnte durchaus damit zusammenhängen, dass das Öl und damit die billige Energie langsam knapp wird. Und dass es in Zukunft weniger Flugzeuge geben wird, das wird auch angesprochen, aber was hab ich mir für Schelte anhören müssen, dass ich so unmodern bin, gegen die dritte Startbahn vom Münchner Flughafen zu stimmen. Aber flieg mal mit einem Segelflugzeug über den Atlantik, mit 600 Passagieren, haha...

Aber nicht nur die Energie, die wir verbrauchen, auch unsere Nahrung hängt mit dem Öl zusammen, die effizientere Produktion mit Hilfe von Maschinen, die Öl verbrauchen, die Plastik-Verpackungen aus Erdöl... Es gibt eine Korrelation zwischen dem weltweiten Ölverbrauch und dem Anstieg der Weltbevölkerung. Zufall? Oder wird mit dem Ende des Öls auch die Nahrung deutlich knapper und damit die Weltbevölkerung wieder schrumpfen müssen? Und wenn ja, wie?

Nein, keine schönen Aussichten. Diese werden in dem Film A Crude Awakening: The Oil Crash aber ungeschönt angesprochen. Und sie beängstigen...

Themen: News | Auto | Andreas Eschbach
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Dienstag, 4. Dezember 2012 20:08

Ich habe nichts gegen Zeitungssterben

Denn ich finde es nicht in Ordnung, wenn wertvolle Rohstoffe wie Papier in diesen Mengen verschwendet werden, bedruckt, verteilt, gelesen, weggeworfen. Ich fände es viel besser, wenn es nur noch Online-Ausgaben von Zeitungen gibt und diese dann über allgegenwärtigen Breitbandzugang überall auf Smartphones und Tablets gelesen werden können.

Ich bin aber auch dafür, dass Journalismus unabhängig sein muss, und dass eine gewisse Vielfalt für alle wichtig und gesund ist. Deshalb ist es auch im Interesse von uns Lesern, wenn Zeitungen nicht weiter fusionieren und in der Lage sind, guten Journalisten auch ein gutes Gehalt zu bezahlen. Deshalb wäre ich bereit, für einige Zeitungen im Netz auch einen Abopreis zu bezahlen, damit die Vielfalt und der gute Journalismus hier nicht ausstirbt.

Vielleicht sollten die Zeitungen einfach mehr Mut beweisen und ihre Inhalte eben nicht einfach nur kostenlos und werbefinanziert anbieten. Denn wenn das alle machen, dann bleibt dem uneinsichtigen Leser nur die Wahl zwischen zahlen und Schrott. Oder?

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Mittwoch, 29. August 2012 20:32

Fliegerbombe in München-Schwabing

Nein, ich habe nichts davon gehört. Messestadt ist zu weit weg von Schwabing. Dabei war das schon ein ordentlicher Bums (gefunden bei Chiefjudy):

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Dienstag, 7. August 2012 23:51

Gleichstellung von Lebenspartnerschaft und Ehe

Ganz ehrlich, ich würde die Steuerprivilegien nach einer Hochzeit einfach gänzlich abschaffen, denn heutzutage ist es nicht mehr so, dass dann gleich Kinder kommen. Und zu einer Familie gehören für mich immer noch Kinder, und nicht nur zwei Lebenspartner. Dann würden vielleicht auch nicht mehr so viele Leute am 31.12. heiraten...

Thema: News
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Freitag, 25. November 2005 20:44

Sie nannten mich Es - Dave Pelzer

Ich liebe Kinder und daher machen mich Nachrichten wie diese immer fix und fertig. Ich begreife nicht, wie man einem Kind soetwas antun kann. Außerdem lese ich gerade [Unser Amazonstore: ] Sie nannten mich Es - Dave Pelzer [/Amazonstore Ende], in dem ein betroffener Junge, der die jahrelange Mißhandlung überlebt hat. Mir wird einfach nur schlecht, wenn ich das alles lese. Ich habe mir schon den zweiten Band "Der verlorene Sohn" zugelegt. Das Thema beschäftigt mich sehr.

Ich fühle mich schon schlecht, wenn ich meine Kinder mal etwas zu laut angebrüllt habe. Aber einem Kind nichts zu essen zu geben oder in einem dunklen Raum einzusperren... Das begreife ich nicht. Und weshalb soetwas möglich ist und nicht das Umfeld irgendwie reagiert und alle Mittel und Hebel in Bewegung setzt, damit das Kind aus so einer Umgebung befreit wird, das begreife ich auch nicht. Jeder, der davon Kenntnis hatte und nicht gehandelt hat, ist selbst mitschuldig.

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09.01.2012 13:04 Clicks: 1210742

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