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Thema: privat/mein Job

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Samstag, 28. März 2020 17:33

Lagerkoller

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Ich finde es so erstaunlich, wie die Menschen das "Bleib zu Hause" unterschiedlich verkraften.

Schlimm ist es natürlich, wenn die Beziehung schon vorher auf kibbeligen Füßen stand. Das kommt jetzt krass zu Tage und wird bestimmt für einen Scheidungsboom sorgen.

Leute, die gerne in die Natur gehen oder Sport treiben, haben es noch einigermaßen gut, aber alle Mannschaftssportarten gehen erst mal nicht mehr auf unbestimmte Zeit. Denen fehlt jetzt auch etwas Essentielles, was sie psychisch natürlich belastet.

Und ich habe gehört, dass manche jetzt auch zunehmen, weil sie zu Hause dauernd essen. Ich war da, glaube ich, schon immer eine Ausnahme, weil ich im Büro immer neben der Schüssel mit den Süßigkeiten sitze und trotzdem nicht ständig futter. Aber jetzt zu Hause - ich habe schon drei Kilo abgenommen - vergesse ich das Essen fast komplett. Letzt hatte ich eine knurrenden Magen und stellte fest, dass es schon 13.00 Uhr war. Im Büro passiert mir das nie, weil ich gerne schon früh in die Kantine gegangen bin. Ich vermisse meine Kollegen und Kolleginnen.

Für uns Nerds ist das gar nicht so schwer auszuhalten. Netflix, Smartphones, kleine und große Spielekonsolen könnten für Unterhaltung sorgen. Das Witzige ist, dass wir diese Dinge aber gar nicht wirklich häufiger nutzen, als vor Corona.

Statt dessen schlafe ich länger (weil ich ja nicht ins Büro fahren muss) und koche wieder mehr (weil keine Kantine und ich nicht heimfahren muss). Mittags erledige ich die Einkäufe (einmal pro Woche zwei Waschkörbe vollmachen geht nicht mehr, weil meine drei Männer schon ganz schön was brauchen, außerdem würde das wie Hamsterkauf aussehen, das will ich auch nicht). Eigentlich ist es eine Entschleunigung, die ich sogar etwas genieße.

Nur bloggen muss ich etwas mehr. Sonst platzt mir der Schädel ;-)

Everything's going to be okay!
Carl Grimes

Themen: Sonnenstrahl | Corona | Patchwork-Familie | mein Job | Kampf den Pfunden
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Freitag, 28. November 2014 00:28

Elton John in der Olympiahalle

Normalerweise bin ich nicht so die Spontane. Aber als mich eine Arbeitskollegin heute Mittag gefragt hatte, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr auf das Elton-John-Konzert zu gehen, sie hätte noch eine Karte übrig, sagte ich sofort zu. Elton John :)

Das Konzert war spitze. Ich hatte mir die Jahr-2000-Brille in die Haare gesteckt, aber später abgenommen. Bei den ersten Liedern hat Elton immer eine Pause eingelegt, in der dann brav geklatscht wurde. Eines der ersten Lieder war Candle in the Wind 1997. Ohne Pause ging es immer weiter, und schließlich standen und tanzten alle, einige waren vor zur Bühne gelaufen, und die Pausen zwischen den Liedern wurden immer kürzer, damit sich niemand mehr hinsetzt. I'm still standing war natürlich eines meiner Lieblingshits.

Bevor es zur Zugabe kam, hat sich Elton John noch etwas Zeit genommen, am Bühnenrand Autogramme zu verteilen. Doch die Menge wurde langsam unruhig, so dass es dann auch schon weiter ging mit Crocodile Rock. Den Abschluss machte ein Medley aus Circle of Life (mit seiner Lieblingszeile "You should never take more than you give") und Can you feel the love tonight. Ein hammergeiles Konzert!

Elton John in der Olympiahalle

Themen: mein Job | Musik
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Donnerstag, 15. November 2012 19:36

Blackout in München

7.01 Uhr

Ja, auch wir waren betroffen. Als ich heute Morgen in der Küche stand und die Spülmaschine ausräumte, flackerte plötzlich das Licht. Ich dachte schon, diese Glühbirnen mit dem Halogen-Dings drinne ist schon nach einem Monat kaputt. Als ich fluchend wieder rauskam, saßen die Jungs auch im Dunkeln. Also ging ich mit der Taschenlampe in den Keller, aber alle Sicherungen waren drin. Komisch...

Also kurbelte ich weiter die Taschenlampe, damit Ferdinand seine Schultasche packen konnte (ich sage ihm j.e.d.e.n Abend, er soll sie packen...), dann gingen wir zum Auto. Aber die Feuerschutztüren waren zu, so dass wir Nachbarschaftshilfe leisten mussten und sie uns gegenseitig aufhalten. Das Problem war nur, dass man die Schranke nicht einfach hochdrücken konnte, also stand ich vor der Ausfahrt und kam nicht weiter. Aber wir hatten Glück, der Techniker war schon vor Ort und musste nur noch schnell seinen Werkzeugkasten holen, dann schraubte er die Schranke einfach ab :D

Und dann waren wir sogar 5 Minuten schneller als sonst in Perlach, weil uns keine rote Ampel aufhielt ;-) Das Verkehrschaos begann dann vermutlich erst, als wir schon in Schule bzw. Büro waren.

Da dann das nächste Problem. Die Drehkreuze gingen nicht. Aber auch hier hatte ich Glück, es standen schon 10 Leute vor der Tür, als jemand vom Werkschutz kam und uns hineinließ - natürlich warf er auch einen Blick auf unsere Mitarbeiterausweise.

In einigen Gebäuden brannte schon Licht, aber bei Weitem nicht in allen. Vorsichtshalber ging ich gleich die Treppe hoch. Ich konnte natürlich meinen Rechner nicht gleich starten, also ging ich erst einmal in die Küche. Da gab es dann die nächste Katastrophe: Die Kaffeemaschinen gingen natürlich auch nicht... Hilfe!

Also quatschte ich mit ein paar Kolleginnen, um die Zeit totzuschlagen, was hätten wir sonst tun sollen? Gerade, als wir beschlossen, uns in der Cafeteria einen Kaffee zu holen, weil wir hofften, dass die ebenso wie die Kantinenküche am Notstromaggregat hängt, gingen aber schon die Lichter an und der Alltag hatte uns wieder. Da sieht man mal, wie abhängig man vom Strom ist...

8.21 Uhr

Themen: Traumhaus | (B)engel | mein Job
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Freitag, 17. November 2006 19:19

Geschichte einer Liebeserklärung

6:00 Uhr: Der Tag startet. Wo sind die Hausschuhe?

6:30 Uhr: Kinder wecken. Noah möchte doch lieber ein Hot Wheel mitnehmen, statt dem Taschenrechner und dem Armband. Außerdem müssen die Kaninchen noch gefüttert werden.

7:00 Uhr: Noah will die roten Schuhe anziehen. Die drücken aber. Also doch die anderen. Langsam will ich los, sonst komme ich zu spät. Ich muss ein Machtwort sprechen: "Ich habe keine Zeit für diesen Scheiß!"

7:30 Uhr: Ich stehe in der Tiefgarage und wundere mich, wo das Auto ist. Ach ja, Florian war gestern beim Stammtisch. Aber wo hat er geparkt? Morgens kann ich noch nicht denken. Also Florian vom Handy angerufen. Beim Anhänger... Gut, wieder zurücklatschen, diesmal quer über die Wiese. Es ist schon spät!

7:33 Uhr: Zum ersten Mal an diesem Tag lächle ich:

Ein Lächeln mit Grund

10:30 Uhr: Die Wirkung des ersten Kaffees beginnt nachzulassen. Ich habe vor lauter Unterbrechungen noch nicht mit meiner eigentlichen Arbeit begonnen. Ein Blick auf die Schokolade motiviert wieder.

Ein Grund zum Lächeln

16:17 Uhr: Ich bin traurig. Ich acker wie ein Pferd und weiß doch genau, dass ich erst nächste Woche irgendwann fertig werde. Es ist frustrierend. Ausgerechnet jetzt, wo ich Urlaubsvertretung machen muss, habe ich so viel zu tun. Der Blick auf die Schokolade reicht nicht mehr. Ich muss sie doch essen. Das Papier behalte ich.

Das ist lecker!

16:48 Uhr: Nichts mehr da.

Das war lecker!

Leider bin ich immer noch traurig und habe immer noch Bauchweh (seit Montag) und bin immer noch frustriert und die Schokolade hat leider gar nicht geholfen. Trotzdem Danke! Das war lieb von dir!

Themen: mein Job | Meine Sonderanfertigung Florian | Fotografie
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09.01.2012 13:04 Clicks: 826513

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