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Dienstag, 9. Juni 2020 20:08

Rassismus

Als ich als Jugendliche meine Oma in den Ferien in der DDR besuchte, hatte ich auch Kontakt zu den dortigen Jugendlichen. Ich war ziemlich entsetzt, als mir ein Junge stolz eine Gürtelschnalle mit einem H*kenkr**z und dem R**chsadl*r zeigte. Ich fragte mich, ob in der DDR in der Schule nicht Das Tagebuch der Anne Frank gelesen würde. Oder Klassenausflüge in ein KZ wie bei uns in Dachau unternommen würden. Aber wahrscheinlich fruchten solche Erziehungsversuche nie bei allen Schülern, dachte ich mir. Ich kannte auch den einen oder anderen Neon*zi im Westen und hielt halt Abstand.

Ich bin in Neuperlach großgeworden. Der Stadtteil hat einen hohen Anteil an Sozialwohnungen, weshalb aufgrund der wirtschaftlichen Benachteiligung von Ausländern eben auch viele von ihnen dort wohn(t)en. Es gab wohl auch Banden, aber davon habe ich persönlich nie etwas mitbekommen, auch dann nicht, wenn ich spät nachts heimkam. In meiner Klasse waren von Anfang an Türken, Griechen, Italiener, viele Kinder von sogenannten Gastarbeitern. Meine Jungs wuchsen auch in Neuperlach auf und die Mischung in ihrem Kindergarten/in ihren Schulen war sogar noch bunter.

Ich denke, ein Problem in der DDR war, dass die DDR-Vertragsarbeiter z.B. aus Vietnam oder Mosambik nicht wirklich unter der einheimischen Bevölkerung lebten. Sie lebten in ihren eigenen Stadtvierteln . Vietnamesen wurden abfällig "Fitschis" genannt. Wenn man Ausländer nur in der Theorie kennt, dann kann man leicht ein Feindbild aufbauen. Es ist kein Zufall, dass ich zu keinem der Jugendlichen von damals noch Kontakt habe.

Eine Theorie ist, dass der Frauenmangel (Lausitzer Rundschau) nach der Wende zu mehr Fremdenfeindlichkeit geführt haben könnte. In der Tat kenne ich sehr viele junge Frauen, die dem Osten den Rücken gekehrt haben, aber nur wenige Männer. Jedenfalls wird die Fremdenfeindlichkeit im Osten Deutschlands zu einem immer größeren Problem, auch wirtschaftlich. Aber so lange die aggressive Neon*ziszene kleingeredet wird und nicht wirklich etwas dagegen unternommen wird, um beispielsweise N*zi-Dörfer-Bildung zu unterbinden, sind die Wahlergebnisse der Ah-Ef-De wenig verwunderlich. Wo ist eigentlich das ganze Soli-Geld hingeflossen, dass es dort noch immer so trist aussieht?

Ich selbst glaube ja, dass ich kein Rassist bin. Schließlich bin ich mit Star Trek aufgewachsen und meine Jungs sind von einem ausländischen Vater. Im Zuge einer Diversity-Kampagne der Personalabteilung meiner Firma habe ich einmal den Selbsttest der Havard-Universität gemacht und war über das Ergebnis sehr erstaunt. Der sogenannte Unconcious Bias, also die unbewussten Vorurteile waren auch bei mir vorhanden. Letztendlich denke ich aber, dass das tatsächliche Handeln wichtiger ist, als das Unbewusste. Wegen meiner Söhne musste ich mich auch schon rechtfertigen, insbesondere weil der Ältere einen ausländischen Namen hat. Und es schmerzt mich, weil ich das Gefühl habe, dass er es bei seinen Bewerbungen tatsächlich schwerer zu haben schien als sein jüngerer Bruder, und ich das auch auf seinen ausländischen Namen zurückführe, nicht allein auf seine weniger guten Schulnoten. Man weiß es nicht...

Warum mache ich mir darüber Gedanken? Natürlich wegen dem Tod von George Floyd, der in den USA zu teils heftigen Ausschreitungen geführt hat. Zwar wurde die Sklaverei in den USA offiziell 1865 abgeschafft, im 19. Jahrhundert weltweit, dennoch musste Martin Luther King jr. 1963 noch immer von dem Traum der Gleichberechtigung sprechen, fast 100 Jahre später. Elvis Presley besingt die Benachteiligung der Schwarzen im Song "In the Ghetto" von 1969. Die Apartheid in Südafrika wurde erst mit Nelson Mandela 1994 abgeschafft, 1998 als Verbrechen gegen die Menschlichkeit definiert und trat erst 2002 völkerrechtlich in Kraft. Und auch heute noch werden Schwarze benachteiligt. Auch in Deutschland gibt es Benachteiligungen. Bewundernswert, wer da noch seinen Humor bewahren kann.

Leider sind jetzt Budget-Kürzungen für die Polizei in den USA im Gespräch. Ich halte das für den falschen Weg. Jetzt wird die Polizeibehörde in Minneapolis aufgelöst, da sie als nicht reformierbar gilt. Doch die Polizei soll nun komplett reformiert werden, vielleicht keine Cops mehr mit records of misconduct (Einträge im Führungszeugnis) eingestellt werden, wie in San Francisco? Ich hoffe, dass es nicht an der Finanzierung scheitert.

Aber es gibt Hoffnung. Allein in München nahmen 25.000 Menschen an einem Silent Protest teil. Acht Minuten und 46 Sekunden herrschte Stille. Das war die Dauer, die der Polizist auf dem Hals von George Floyd kniete, obwohl er immer wieder sagte: "I can't breathe!" Selbst in Dresden versammelten sich 4000 Menschen, in Leipzig immerhin noch 700. Und auch in den USA gibt es Bilder von friedlichen Demonstranten und solidarischen Polizisten, insbesondere #30 berührt mich zutiefst.

Heute wurde George Floyd beigesezt.


Updates USA

State of Minnesota (01.06.2020): 4ANPP, Methamphetamine, Fentanyl, Norfentanyl im Blut von George Floyd gefunden

Telepolis (19.06.2020): Probleme der Polizei in den USA - schlechte Ausbildung - mehr Schusswaffen in Privatbesitz als Einwohner

New York Times (29.06.2020): I can’t breathe. Three Words. 70 Cases.

Heise (17.07.2020): USA: Warum Videos die Polizeigewalt (noch) nicht stoppen


Updates Deutschland

Tagesspiegel (06.07.2020): Die Wutbürger von der B96 bei Bautzen (Sachsen)

Neue Zürcher Zeitung (31.07.2020): Migration darf kein Tabuthema sein – wer die Probleme verschweigt, verschlimmert sie

ntv (03.09.2020): Populismus verliert an Boden, aber Gefahr einer weiteren Radikalisierung am rechten Rand steigt

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Freitag, 16. Oktober 2015 20:41

Er ist wieder da

Nachdem mir das Hörbuch schon so gut gefallen hatte, habe ich mich heute an meine Jungs gehängt und bin mit ihnen und noch anderen ins Kino gegangen. Zufällig hatte ich sogar einen Platz neben ihnen reserviert.

Der Film ist teilweise auch saukomisch. Aber natürlich kann er nicht alle gesellschaftskritischen Details, die auf 6 CDs des Hörbuchs vorkommen, auch so wiedergeben. Daher konzentriert sich der Film in erster Linie auf Kritik an der schillernden Fernsehwelt und natürlich an der Gesellschaft, die dumm und voller Vorurteile ist.

Einige Teile des Films schienen improvisiert. Oliver Masucci, der Hitler grandios spielt, mischte sich unter das Volk und entlockte einigen Zeitgenossen Sätze, für die sie sich vielleicht eines Tages schämen werden. Nicht alle haben wohl der Veröffentlichung zugestimmt, so dass immer mal wieder Leute schwarze Balken vor den Augen haben oder ihre Gesichter verpixelt sind. Nur bei der Szene im NPD-Hauptquartier denke ich mal, dass es sich um Schauspieler gehandelt hatte. Das braune Pack ist meiner Beobachtung nach doch eher kamerascheu. Woran das wohl liegt?

Christoph Maria Herbst spielt auch mit, aber nicht als Hitler und er muss ihn auch nicht sprechen. Statt dessen ähnelt seine Figur eher dem kleinen Bruder von Stromberg, der karrieregeil ist, aber für den Erfolg des Senders eigentlich irrelevant.

Auch hier ist das Ende etwas merkwürdig, aber irgendwie passt es gut zum Film. Aber das möchte ich hier nicht verraten.

Meine Lieblingsszene war die, in der mal mehr oder weniger klargestellt wird, was ein Grufti, was ein Goth und was ein Satanist ist. Oder so ähnlich. Haha! Vorurteile lassen grüßen. Und die Kleidung von Fabian hat mich irgendwie an Marty McFly erinnert.

Fazit: Gelungenes Werk, das nicht nur komisch ist, sondern auch zum Nachdenken anregt.

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Samstag, 27. Juni 2015 18:32

Jurassic World (zum zweiten Mal)

Heute war ich nochmal mit meinen Jungs in Jurassic World. Der Film war auch beim zweiten Mal keine Sekunde langweilig. Und manche Dialoge, wie zum Beispiel bei der Abschiedsszene am Flughafen "Das war also unser letztes Familienfrühstück" erschien dann in einem neuen Licht. Aber die Chemie zwischen Claire und Owen stimmte auch beim zweiten Mal gucken nicht. Sowas steriles. Und mit so dämlichen Schuhen kann man doch nicht rennen, weder im Dschungel noch auf Asphalt. Haha, dämlich... Herrlich!

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Donnerstag, 15. November 2012 19:36

Blackout in München

7.01 Uhr

Ja, auch wir waren betroffen. Als ich heute Morgen in der Küche stand und die Spülmaschine ausräumte, flackerte plötzlich das Licht. Ich dachte schon, diese Glühbirnen mit dem Halogen-Dings drinne ist schon nach einem Monat kaputt. Als ich fluchend wieder rauskam, saßen die Jungs auch im Dunkeln. Also ging ich mit der Taschenlampe in den Keller, aber alle Sicherungen waren drin. Komisch...

Also kurbelte ich weiter die Taschenlampe, damit Ferdinand seine Schultasche packen konnte (ich sage ihm j.e.d.e.n Abend, er soll sie packen...), dann gingen wir zum Auto. Aber die Feuerschutztüren waren zu, so dass wir Nachbarschaftshilfe leisten mussten und sie uns gegenseitig aufhalten. Das Problem war nur, dass man die Schranke nicht einfach hochdrücken konnte, also stand ich vor der Ausfahrt und kam nicht weiter. Aber wir hatten Glück, der Techniker war schon vor Ort und musste nur noch schnell seinen Werkzeugkasten holen, dann schraubte er die Schranke einfach ab :D

Und dann waren wir sogar 5 Minuten schneller als sonst in Perlach, weil uns keine rote Ampel aufhielt ;-) Das Verkehrschaos begann dann vermutlich erst, als wir schon in Schule bzw. Büro waren.

Da dann das nächste Problem. Die Drehkreuze gingen nicht. Aber auch hier hatte ich Glück, es standen schon 10 Leute vor der Tür, als jemand vom Werkschutz kam und uns hineinließ - natürlich warf er auch einen Blick auf unsere Mitarbeiterausweise.

In einigen Gebäuden brannte schon Licht, aber bei Weitem nicht in allen. Vorsichtshalber ging ich gleich die Treppe hoch. Ich konnte natürlich meinen Rechner nicht gleich starten, also ging ich erst einmal in die Küche. Da gab es dann die nächste Katastrophe: Die Kaffeemaschinen gingen natürlich auch nicht... Hilfe!

Also quatschte ich mit ein paar Kolleginnen, um die Zeit totzuschlagen, was hätten wir sonst tun sollen? Gerade, als wir beschlossen, uns in der Cafeteria einen Kaffee zu holen, weil wir hofften, dass die ebenso wie die Kantinenküche am Notstromaggregat hängt, gingen aber schon die Lichter an und der Alltag hatte uns wieder. Da sieht man mal, wie abhängig man vom Strom ist...

8.21 Uhr

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Samstag, 22. September 2012 20:27

Medienkompetenz

Medienkompetenz war mir in der Erziehung immer sehr wichtig und ich dachte eigentlich, dass ich meine Jungs da schon ganz gut hingeführt habe und sie vor gewissen Gefahren im Internet aufmerksam gemacht habe. Leider musste ich diese Woche erfahren, dass dies offensichtlich nicht ganz ausgereicht hat. Denn man kann nicht nur ein Opfer sein, sondern man kann sich im Internet, z.B. in einem Chat, auch ziemlich daneben benehmen.

Das ging sogar so weit, dass man mir nicht glauben wollte, wer ich bin, sondern dass sich vielleicht Ferdinand als seine eigene Mutter ausgab. Diese Vermutung ist schließlich naheliegend und es gibt genügend Leute, die sich mehrere Accounts zulegen, um Stunk machen zu können. Das machte mich zunächst etwas traurig, aber glücklicherweise ließ sich das durch ein sehr anregendes und nettes Telefonat schnell aus der Welt schaffen.

Also, liebe Eltern: Warnt eure Kinder nicht nur vor den bösen Gefahren im Internet, wie es die meisten Medienratgeber vorschlagen wie z.B. das Internet ABC. Mindestens genauso wichtig ist es, den Kindern eine gewisse Netiquette/Chatiquette (gefunden bei Ranjid) beizubringen, denn auch wenn man es vielleicht nicht für möglich halten mag, aber es könnten auch die eigenen Kinder sein, die mobben ;-)

Ich bin froh, dass ich das auf diese Weise erfahren habe und diese Bildungslücke in Sachen Medienkompetenz nun bei meinen Jungs versuchen kann zu schließen. Ach ja, Erziehung ist schon eine ganz schöne Lebensaufgabe. Und nochmals 1000 Dank für die Lok. Ich bin immer noch ganz fertig ;-)

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Samstag, 18. August 2012 20:38

Therme Erding und eine gute Tat

Heute waren wir auf Ferdinands Wunsch hin in der Therme Erding mit dem Galaxy Rutschenparadies. Ist kein billiges Vergnügen, aber nachdem der andere Ferdinand keine große Lust hatte, blieben wir nur zwei Stunden und auch nicht zum Essen. Die Jungs hatten wohl eine Überdosis Wasserrutschen in den Ferien bis jetzt ;-) Die Zeit verflog sehr schnell und da viele Leute wohl gerade im Urlaub sind, war es auch gar nicht so voll, wie ich befürchtet hatte. Man bekam sogar am Nachmittag noch freie Liegen.

Dabei habe ich mir schon oft gedacht, dass die Liegen eigentlich völlig ausreichend sind, wenn die Leute bloß für die Zeit, die sie im Wasser verbringen, ihren Krempel nicht auf ihrer beschlagnahmten Liege bunkern würden, sondern in ein Regal stellen. Aber so sind die Deutschen halt. Der Krieg der Handtücher...

Als wir dann wieder heimwärts starteten, haben wir vom Parkhaus aus gesehen, wie ein paar junge Leute eine A-Klasse anschoben, doch offensichtlich ohne Erfolg. Also kurbelten wir die Fenster runter und fragten, ob sie Starthilfe bräuchten. Ich hatte sogar Kabel dabei und die jungen Leute waren froh, dass ihnen endlich jemand half. Ich kam mir nur mal wieder total alt vor, weil ich sie dutzte und sie mich beharrlich siezten... Seufz!

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Montag, 9. Januar 2012 19:18

Sherlock Holmes - Spiel im Schatten

Der neue Teil von Sherlock Holmes - Spiel im Schatten hat mir sehr gut gefallen. Er ist witzig, rasant, hat auch seine ruhigen Momente und wenn es mal gar zu schnell geht, wird einfach auf Superzeitlupe zum Mitschreiben umgestellt. Die bräunlichen Töne wirken altertümlich. Einzig die blauen Streifen im Schal von Dr. Watson geben einen Farbtupfer.

Es ist ein wahres Vergnügen, den Verkleidungskünsten von Sherlock Holmes zu folgen. Und er war nach den Fluchtszenen auch lädiert und seine Schminke (fragt nicht) war verwischt. So gehört sich das.

Fazit: Schaut ihn euch an, der ist gut!

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Montag, 25. Juli 2011 20:45

Harry Potter 7.2 - Die Heiligtümer des Todes (nicht in 3D)

Ohne meinen Schatz Florian, der von Harry Potter juckenden Ausschlag, Brechreiz und unkontrollierbare Zuckungen bekommt, dafür aber mit meinen Mädelz und Jungs, bin ich am Sonntag spontan im Kino gewesen, um Harry Potter 7.2 anzusehen. Im Royal. Dem Kino, an dem angeblich an allen Kassen Kinokarten zu kaufen gibt, außer die vorletzte, da gibt es nur Süßwaren und die letzte, da gibt es reservierte Karten, was man aber erst lesen kann, wenn man schon 20 Minuten in der Schlange gestanden hat. Und überhaupt, wieso gibt es keine separate Kasse mehr für die Tickets. Blöd!

Aber ich wollte ja über den neuen Harry Potter berichten. Zumindest ist er nicht so langweilig wie 7.1. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob ich der Handlung komplett folgen konnte, aber als Nicht-Buchleser fehlt einem wahrscheinlich sowieso so ziemlich alle Information. Mir hat die Flucht auf dem weißen Nacktdrachen gefallen. Und natürlich Narcissa Malfoys Frisur, die man ganz bestimmt bei mir abgekupfert hat. Es werden einige Rätsel gelöst, was mir natürlich sehr gut gefallen hat. Und man durfte einen kurzen Blick 19 Jahre in die Zukunft werfen.

Fazit: Wer die anderen Potter-Filme gesehen hat, muss diesen natürlich ebenfalls sehen. Ist wie die Lizenz zum Geld drucken. Und wenn Buycountry wieder so ein tolles Angebot hat, werde ich für meine Jungs die DVD auch kaufen. Nur Leute, die auf Harry Potter allergisch sind, sollten diesen Film auf jeden Fall meiden.

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Montag, 22. November 2010 19:40

Harry Potter 7.1 - und die Heiligtümer des Todes

Florian hätte ich da nie ins Kino bekommen, also war es eine gute Gelegenheit, als eine Freundin in die Runde fragte, wer denn am Sonntag Lust hätte, mit ins Kino zu kommen und Harry Potter 7.1 - und die Heiligtümer des Todes anzugucken. Da die Jungs gerade voll auf Harry Potter abfahren und ich sogar die 5. und 6. DVD noch nachgekauft hatte (aber noch keine Gelegenheit gehabt hatte, sie anzugucken), bestellte ich drei Karten.

Die erste Hälfte hatte ich mich ein wenig gelangweilt, weil die drei Zauberlehrlinge irgendwie in der Gegend herumgeirrt sind und nicht so richtig wussten, was sie da taten, und ständig rumheulten, dabei war doch alles so logisch laut Hermine. Die Dreharbeiten mussten verdammt anstrengend gewesen sein, denn sie hatten abwechselnd gefährlich dunkle Augenringe und Hermine sah unheimlich mager aus.

Achtung, Spoiler

Doch dann nahm der Film etwas Fahrt auf und es wurde dann doch noch lustig und ein wenig spannender. Auch wenn ich nicht unbedingt der Meinung bin, dass es der Spannung dient, wenn Sachen effektvoll kaputt gemacht werden, aber das Zeichen mit den drei Heiligtümern und wie Hermine in dem Märchenbuch las, fand ich dann doch ganz nett erzählt. Und jetzt rate ich mal als jemand, der die Harry-Potter-Bücher nicht gelesen hat, was passieren wird: Harry Potter bekommt den Superdupersonderzauberstab und wird der mächtigste Zauberer der Welt. Außerdem bekommt er noch den Superdupersonderumhang und wird dadurch unsterblich, bis er eines Tages den Umhang seinem Sohn vererbt. Und dann erweckt er noch alle seine Freunde inklusive Dumbledore von den Toten.

Außerdem hatte eine Hexe im Umfeld von Draco und dessen Vater MEINE HAARFARBE! Ein Skandal! Soll das etwa heißen, ich bin eine Hexe??? Wahrscheinlich hat Katie Leung aus Harry Potter und der Orden des Phönix die Macher dazu inspiriert. Diese Hexe! ;-)

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Mittwoch, 11. November 2009 20:42

Kinderjahre - Remo H. Largo

Oder um genau zu sein: [Unser Amazonstore: ] Kinderjahre: Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung - Remo H. Largo [/Amazonstore Ende] habe ich in erster Linie gelesen, weil so viel über seine Bücher geredet wurde. Wenn man kurzen, knappen Inhalt ("Alle Kinder sind verschieden, müssen also auch verschieden behandelt werden, wie? Das müsst ihr selbst herausfinden...") auf über 370 Seiten breittreten kann, dann ist das schon eine beachtliche Leistung. Bedauerlicherweise aber total langatmig und sowas von trocken zu lesen, dass ich das andere ultimative Werk "Babyjahre" gleich mal von meiner Amazon-Wunschliste gestrichen habe, zumal ich die Tips und Tricks für diese Kategorie Kind wohl nicht mehr brauche.

Nun, die Philosophie, die hinter den Gedanken von Largo stecken, kann man auch kürzer und poetischer ausdrücken. Mit "man" und "poetischer" meine ich Khalil Gibran, von den Kindern.

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Sonntag, 20. August 2006 20:54

Bergtierpark mit Wurliz, dem kleinen Troll

Heute waren wir im Bergtierpark in Blindham, weil dort Wurliz, der kleine Troll aufgetreten ist. Die Kinder hatten seine beiden CDs im Urlaub ständig im Auto gehört, so dass sie die Lieder teilweise schon mitsingen konnten. Wirklich toll, wie er in dem Pferdestall dort herumgeklettert ist und die Kinder zum Mitmachen animiert hat.

Der Bergtierpark selbst hat mich auch äußerst positiv überrascht. Die Streifenhörnchen waren einfach süß. Der Spielplatz ist riesig und im Wald haben wir den Kindern erzählt, dass wir jetzt im Wolfsgehege wären (sie haben es natürlich nicht wirklich geglaubt). Als wir ein verlassenes Bobbycar und ein paar Kindermützen rumliegen sahen, haben wir so getan, als wären da wohl Kinder von den Wölfen gefressen worden. Das war ein Gruselspaß ;-) Am Schluss waren die Kinder noch im Streichelzoo.

Abends waren wir noch in Peiß im Gasthof "zur Post". Dort konnten die Kinder zusehen, wie zwei Pizzabäcker in Windeseile eine Pizza nach der anderen backten. Das Lokal kann ich nur wärmstens empfehlen, weil dort die Pizza einfach gigantisch schmeckt! Und kinderfreudlich sind sie auch und der Cappucino am Schluss war auch sehr lecker. Oft schmeckt der in Restaurants leicht angebrannt. Das war hier absolut nicht der Fall. Und sogar etwas Kakaopulver war draufgestreut und es gab einen Amaretto-Keks dazu. Einfach spitze!

Fotos

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09.01.2012 13:04 Clicks: 35005

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