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Thema: privat/Eigenes Pferd Felix

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Mittwoch, 29. Juli 2020 17:12

Geschichten aus dem Garten und dem Stall

Wegen der Coronapanik habe ich im Garten im Hochbeet mal allerlei Gemüse angepflanzt, mit ungewissem Ausgang. Eher so als Experiment. Jetzt konnte ich nach drei Monaten die ersten Kartoffeln ernten. Waren lecker, aber die Apokalypse hätten wir damit nicht überlebt :D

Kartoffeln aus dem Hochbeet

Kartoffeln aus dem Hochbeet

Whiti trinkt aus dem Vogelbad.

Whiti trinkt aus dem Vogelbad

Und heute war der Notfallschmied da, weil Felix beinahe ein Eisen verloren hätte. Zwei Nägel waren schon weg und zwei völlig verbogen. Im Sommer ist das Horn der Hufe trockener und deshalb entstehen eher mal Risse und die Nägel zieht's dann schnell raus, besonders wenn sich das Pferd von hinten in die Eisen tritt.

fast verlorenes Hufeisen

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Freitag, 19. Juni 2020 18:36

Konjunkturpaket für Steuerberater

So auf den ersten, unreflektierten Blick sieht die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung ganz nett aus. Doch je mehr ich darüber nachdenke, desto bescheuerter finde ich die Idee. Wenn sie an den Verbraucher weitergegeben wird, dann senkt das Preise, sofern man wegen der derzeitig eher steigenden Preise davon überhaupt etwas mitbekommt. Wenn sie nicht an den Verbraucher weitergegeben werden, dann hilft es den Händlern, die vielleicht etwas mehr Gewinn oder zumindest weniger Verlust machen. Aber nachdem allen irgendwie geholfen werden sollen, fände ich das jetzt nicht verwerflich.

Florian betreut auch jemanden mit einem Webshop. Zwar sind die Mehrwertsteuersätze durchaus variabel einstellbar, doch da in Deutschland die Preise immer in brutto angegeben werden und wir uns so an die Endung mit 99 Cent gewöhnt haben, müssten diese eigentlich für jeden einzelnen Artikel im Shop neu berechnet werden. Was für ein Aufwand!

Und heute erfahre ich von meiner Pferdewirtin, dass sie extra beim Steuerberater war, um zu eroieren, wie sie uns den Differenzbetrag zukommen lassen kann. Da fragt man sich, wieviel der Steuerberater nun daran verdient haben mag. Dabei saßen zumindest in der letzten Wahlperiode keine Steuerberater im Bundestag. Spaß beiseite...

Ich frage mich, ob das wirklich irgendetwas bringt. Und Florian meinte, dass das amerikanische System, wo der Preis immer netto genannt wird und die Steuer erst an der Kasse draufgeschlagen wird, vielleicht doch einfacher und auch transparenter ist. Zumindest ist das eine mögliche Erklärung dafür, weshalb Amerikaner eher sensibel auf Steuererhöhungen reagieren, während sie für uns immer hübsch im Gesamtpreis kaschiert werden kann. Dann bekommt den Ärger nämlich der Händler ab und nicht die Regierung.

Deshalb hat man so Angst vor Preiserhöhungen, dass man lieber die Rezeptur verschlechtert wie bei Nutella oder die Füllmenge verkleinert, nur damit sich das Preisschildchen nicht ändern muss. Wenn man beim Buycountry genau hinschaut, dann steht am Regal immer der Preis pro 100 g oder pro kg. Da kann man dann ganz gut vergleichen.

Übrigens gibt es in Großbritannien bald eine neue Sorte Nutella mit mehr Kakao. Falls es die irgendwann auch in Deutschland geben sollte, dann probieren wir die vielleicht mal. Aber wahrscheinlich ist da auch wieder Palmöl drin -.-


Updates

Heise (08.07.2020): Mehrwertsteuersenkung verursacht Probleme bei Kassensystemen

Heise (15.07.2020): Mittelstand schätzt Mehrwertsteuersenkung mehrheitlich schlecht ein

Spiegel (02.09.2020): Umsatz im Einzelhandel sinkt trotz Mehrwertsteuersenkung

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Montag, 18. Mai 2020 17:01

Homeoffice

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Homeoffice ist schon eine praktische Sache. Früher musste ich immer Urlaub oder Gleittage oder zumindest Überstunden nehmen, wenn ich irgendwelche Termine mitten am Tag hatte. Mit Homeoffice konnte ich dann vorher und/oder nachher einfach von zu Hause aus arbeiten und habe weder Urlaubstage noch Stunden verloren. Trotzdem war ich grundsätzlich lieber im Büro. Dort hatte ich einen ordentlichen Bürostuhl, einen großen Bildschirm, kostenfreien Kaffee und eine richtig gute Kantine.

Nachdem wir mehr oder weniger plötzlich ins Homeoffice geschickt wurden, hatte ich zuerst die Vorteile im Blick. Ich kann jetzt länger schlafen, was mir sehr gut tut. Und es ist auch besser, als in Kurzarbeit geschickt zu werden, auch wenn da finanziell ganz schön was aufgefangen wird. Da habe ich wohl mal wieder Glück gehabt.

Normalerweise dürfen wir ungefähr 20% unserer Arbeitszeit im Homeoffice verbringen, nach Absprache mit der Führungskraft und es darf nicht immer derselbe Wochentag sein. Theoretisch müsste ich also ab nächster oder übernächster Woche wieder ins Büro, denn dann sind die 20% aufgebraucht. Aber die Ansage ist, dass wir auch voraussichtlich bis mindestens Herbst, vielleicht sogar bis Ende des Jahres erst einmal im Homeoffice bleiben sollen, wer kann. Ich sehe schon unsere Pflanzen alle vertrocknen...

Unsere Kantine hat dichtgemacht. Deshalb koche ich jetzt wieder fast jeden Tag, außer wenn ich etwas von der Landlust hole. Weil ich in Kochstreik getreten war und wir einen Saugroboter angeschafft haben, konnte ich meine durchschnittliche Hausarbeitszeit von 10:28 Stunden pro Woche in 2016 auf 8:42 Stunden pro Woche in 2019 senken. Jetzt bin ich aber schon wieder bei 10:41 Stunden pro Woche angelangt. Das liegt aber auch daran, dass ich die Handtücher öfter wasche, insgesamt mehr putze und viel mehr Zeit zum Einkaufen benötige. Ich brauche die Hausarbeit auch, um zwischendurch immer mal wieder aufzustehen und mich zu bewegen, damit ich keine Rückenschmerzen bekomme. Das liegt aber nicht nur am fehlenden Bürostuhl, sondern auch daran, dass ich jetzt viel weniger reite, seit Felix krank ist, und wieder die Bauchtasche nehme, damit ich unterwegs meine Hände frei habe.

Den großen Bildschirm vermisse ich schon manchmal, aber es geht auch ganz gut ohne. Zu Hause hätte ich sowieso keinen Platz, den ordentlich hinzustellen. Falls es wäre, dürfte ich ihn mir aus dem Büro holen.

Was natürlich auch ein großer Vorteil ist: Ich spare Benzin. Wenn alle, die irgendwie im Homeoffice arbeiten können, in Zukunft nicht nur 20% dürften, sondern deutlich mehr, dann wäre das auch gut für die CO2-Bilanz. Und es gäbe weniger Stau.

Außerdem scheint es sich herauszukristallisieren, dass Großraumbüros (eventuell sogar mit Klimaanlage) keine so gute Idee sind. Ob sich da etwas tut? Bisher hatte ich Glück und musste mein Büro höchstens mit zwei Kolleginnen teilen, was ganz gut funktioniert hat. In letzter Zeit war ich sogar meistens alleine gewesen. Aber das ist natürlich Luxus. Ich bin echt gespannt, wie sich die Situation auf die künftige Bürogestaltung auswirken wird.

Mit meinen Mittagsdates habe ich mich jetzt über MS Teams verabredet, damit man sich nicht ganz fremd wird. Den persönlichen Kontakt vermisse ich am meisten. Es gibt auch Kollegen, die ich schon über zwanzig Jahre kenne. Da mein Mann auch Homeoffice macht, gehe ich immer ins Wohnzimmer, wenn ich mal ein Online-Meeting habe. Sonst stören wir uns zu sehr. Und ich kann wieder aufstehen und mich bewegen, während Florian einen höhenverstellbaren Monitorhalter hat.

Ich verstehe auch nicht, wie Leute im Homeoffice vor Netflix und Co. versumpfen. Da bekommt man doch seine Arbeit nicht erledigt. Das hat sich bei mir nicht geändert. Ich beginne morgens ca. 8.00 Uhr und klappe zwischen 16.00 und 17.00 Uhr mein Notebook zu, schalte das Handy auf stumm. Nur die Mittagspause ist etwas länger, weil ich eventuell in den Stall fahre oder einkaufen gehe. Und manchmal frage ich mich, welcher Wochentag gerade ist :D

Im Moment halte ich es also ganz gut aus im Homeoffice. Mal sehen, wie das in ein paar Monaten aussieht.

Everything's going to be okay!
Carl Grimes


Updates

Washington Post: Das weiße Haus erlaubt Homeoffice zum ersten Mal in seiner 231-jährigen Geschichte

Heise (13.05.2020): Twitter erlaubt seinen Mitarbeitern Homeoffice für immer

Heise (13.05.2020): Homeoffice mit (kleinen) Kindern ist die Hölle

Tagessspiegel (17.05.2020): Büroetage infizierte sich beinahe komplett

Heise (20.05.2020): Auf Wiedersehen, Homeoffice? Die Tücken der Bürorückkehr

Heise (21.05.2020): Diskussion um Recht auf Homeoffice

Stern (27.05.2020): Berufspendler spielten große Rolle bei Ausbreitung des Coronavirus

Heise (29.06.2020): Corona krempelt die Arbeitswelt um – Sieger ist das Homeoffice

Süddeutsche (16.07.2020): Siemens macht Homeoffice für 140.000 Mitarbeiter möglich

Heise (20.08.2020): Greenpeace-Studie: Homeoffice verringert CO2-Ausstoß um Millionen Tonnen

Heise (12.09.2020): Geplantes Homeoffice-Gesetz soll vor Entgrenzung der Arbeit schützen

Heise+ (15.09.2020): Recht: Wenn der Arbeitgeber Mitarbeiter ins Homeoffice schickt

Heise (16.09.2020): Zoom-Fatigue: Virtuelle Meetings machen müde

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Samstag, 18. April 2020 11:38

Gewinner der Coronakrise: Online-Handel

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Der große Gewinner der Coronakrise sind Online-Versandhäuser. Allen voran natürlich der Branchenprimus Amazing, der schon früh an seine Grenzen geriet und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen musste. Derzeit haben sie zudem noch Nachholungsbedarf beim Arbeitsschutz in Frankreich.

Ich hatte mich sofort mit einigen notwendigen Dingen eingedeckt, wie Kontaktlinsen und -mittel, da ich schon damit gerechnet habe, dass es zu Lieferschwierigkeiten kommen würde. Sehe ich meine Bestellhistorie der letzten Wochen an, so muss ich zugeben, dass auch ich etwas mehr als sonst online bestellt habe. Zum Beispiel Spezialfutter für mein krankes Pferd. Das hätte ich normalerweise auf dem Weg zum Stall in der Filiale in Forstinning besorgt.

Andere Dinge wären vielleicht nicht notwendig gewesen, wie die Bestellungen in Andere Welten oder dem Drachenwinkel. Spezielle Staubsaugerbeutel, Ameisenköder, das hätte ich vielleicht noch im dm oder Müller in den RiemArcaden bekommen. Mein Sohn hätte vielleicht mit der Bestellung seines neuen Rechners warten können. Oder den Fitbit-Tracker, den ich für die RKI Corona-Datenspende bestellt habe. (Florian unterstützt die Forschung hier mit Folding@Home.)

Jetzt stößt aber nicht nur der Versandriese Amazing an seine Grenzen, sondern auch DHL. Diese Woche habe ich ein Paket in Aschheim holen müssen. Vermutlich habe ich aber nicht das Paket bekommen, für das ich die Abholkarte dabei gehabt habe, denn ich habe heute die Erinnerungsmail erhalten, dass das Paket (ein anderes) nur noch zwei Tage in der Filiale bleiben wird, bevor es zurückgeschickt wird. Und eine weitere Mail habe ich bekommen, dass noch ein anderes Paket in der Filiale liegt. Ich habe mich tierisch geärgert, weil es angeblich 13:49 Uhr verladen wurde und 14:02 Uhr nicht zugestellt werden konnte.

Ich wollte schon eine Beschwerdemail verfassen, als ich in Facebook las, dass in der gesamten Messestadt derzeit keine DHL-Pakete mehr zugestellt werden, sondern wir alle unsere Pakete in Aschheim abholen müssen. Damit ändert sich natürlich sofort mein Kaufverhalten und das meiner Familie schlagartig. Jetzt werden wir auch nicht mehr bei kleinen Online-Händlern bestellen, denn jedes Mal nach Aschheim fahren, will ich auch nicht.

Wir sehen, wir brauchen auch unsere lokalen Geschäfte und Händler. Ich hoffe, dass diese jetzt nach und nach mit Augenmaß auch wieder öffnen dürfen und sich die Insolvenzen in Grenzen halten.

Everything's going to be okay!
Carl Grimes


Updates

Süddeutsche (28.04.2020): Darum häufen sich gerade die Beschwerden bei der Paketzustellung

Golem (30.07.2020): Amazon verdoppelt Gewinn in der Coronakrise

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09.01.2012 13:04 Clicks: 35008

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