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Sandra's Blog-Archiv

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Montag, 2. März 2026 19:36

Meine erste USA-Reise

In der 7. Klasse 1985 war ich so grottenschlecht in Englisch, dass mich meine Eltern für fünf Wochen in den Sommerferien zu unseren Verwandten in die USA geschickt haben. Sie wohnten in der Nähe von Chicago. Ich war 13 Jahre alt, meine Großcousine 14 und mein Großcousin 16. Im Vorfeld war ich sehr aufgeregt und irgendwie wollte mir niemand glauben, dass ich in das Land der Träume reisen würde, noch dazu ohne meine Eltern. Ich flog damals mit KLM über Amsterdam und wurde von den Stewardessen und Stewards gut betreut.

In den ersten Tagen war noch meine Großtante aus Berlin vor Ort, da gab es noch drei Mahlzeiten am Tag. Als sie weg war, ging jeder in die Küche, wenn er/sie Hunger hatte und irgendwann habe ich nur noch Hot Dog Buns und Ketchup vorgefunden. Das war etwas frustrierend. Die guten Sachen wurden irgendwo versteckt, so dass ich sie nicht finden konnte.

Meine Cousine und ich gingen uns ziemlich auf die Nerven und es herrschte ein kleiner Zickenkrieg, obwohl wir beide das gleiche Hobby hatten: Reiten. Alle paar Tage waren wir im Barn. Sie ritt auf dem Englischen Vollblut Roger und ich auf dem 25jährigen Hardford, der sich aber als recht fit herausstellte. Eines Tages ist er mit mir durchgegangen und ich stürzte. Meine Brille war dann kaputt und ich hatte ein riesige Schürfwunde am Oberschenkel. An dem Tag weinte ich mich in den Schlaf, weil mir bewusst geworden ist, dass ich hätte sterben können, wenn mir das Pferd auf den Kopf getreten wäre.

Mit meinem Cousin verstand ich mich besser. Überhaupt verstand ich mich oft mit Jungs besser als mit Mädchen. Er ist mit mir ein paar Mal ins Kino gegangen und auch in ein Wasserrutschenparadies. Außerdem durfte ich viel am Computer spielen und Briefe nach Hause schreiben. In der Familie gab es einige Tiere, die Colliehündin Sandy, die Katzen Blacky und Tiger und ein paar Meerschweinchen und Mäuse. Damit war ich im Paradies. Außerdem habe ich Pferdebücher verschlungen, allen voran die von Walter Farley (The Black Stallion). Mir war aber auch viel langweilig und ich habe mich etwas einsam gefühlt, besonders am Ende, als meine Cousine und mein Cousin wieder in die Ganztagsschule mussten. Da war ich dann froh, als ich wieder zu Hause war.

Aber mein Englisch hatte sich danach deutlich verbessert.

Sandra als 13jährige sitzt an einem Holzschreibtisch. Darauf steht eine klobige Tastatur, ein klobiger Bildschirm mit braunem Bild und weißer Schrift und ein überdimensionaler Nadeldrucker. Sandra hat eine kurze, blaue Adidas-Hose an, ein weißes T-Shirt, eine rote, digitale Armbanduhr. Ihre langen braunen Haare sind mit einer roten Klammer hinter den Ohren nach oben gesteckt. Außerdem hat sie eine große, rote Metallbrille auf der Nase. Sie schat rechts über die Schulter und strahlt über das ganze Gesicht.

Sandra als 13jährige hält einen großen Rotschimmelwallach am Kopf. Sie hat blaue Jogginghosen und ein weißes T-Shirt an, auf dem irgendetwas geschrieben steht. Der Wallach hält seine Ohren seitlich entspannt und trägt einen braunen Zaum und einen schwarzen Sattel. Die beiden stehen auf einer grünen Wiese mit hohen Gräsern. Im Hintergrund ist ein Zaun, Stormleitungen und Bäume. Der Himmel ist hellblau.

Auf einem Wiesenhügel hockt Colliehündin Sally falch auf dem Boden. Sie ist überwiegend beige, ihre Brust und ihr linkes Vorderbein sind weiß. Die Ohrenspitzen sind schwarz. Sie blickt nach links.

Und was für eine Überraschung, ein AfD-Politiker hat mal ein paar N*ziparolen gegrölt und tritt deshalb jetzt zurück. Vielleicht hat er sich auch die Taschen inzwischen genug vollgestopft mit unseren Steuergeldern. Wer weiß...

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09.01.2012 13:04 Clicks: 3326022

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