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Thema: privat/Blick in die Vergangenheit

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Dienstag, 12. Mai 2026 15:58

Tagebücher 1986

In diesem Jahr schlägt die Pubertät voll zu. Ich bin auf Dauerdiät. Ein hormongesteuerter Teenager, wirklich erbärmlich. Ich war extrem begeisterungsfähig, z.B. bei Filmen und Musik. Ich bin von "Ein Herz für Tiere" auf die "BRAVO" umgestiegen. Ich habe mich das erste Mal anders gefühlt, nicht normal. "Raumschiff Enterprise" habe ich zwar gern gesehen (insbesondere 1984), aber weil man mich dann immer angeschaut hat, wie eine weltfremde Spinnerin, habe ich das eher alleine getan und nicht darüber gesprochen. Ich wollte auch zu den Cool Kids gehören und habe versucht, mich anzupassen. Mir war klar, dass niemand perfekt ist, aber ich wollte irgendwie "dazugehören". Ich habe meine Brille gehasst. Natürlich habe ich auch versucht zu rauchen. Marlboro, wegen dem Cowboy und dem Pferd in der Werbung. Aber ich habe den Qualm nie in die Lunge bekommen, weshalb ich dann nur noch gepafft habe, damit es cool aussieht.


Musik

Musik wurde immer wichtiger, z.B. die TOP TEN aufnehmen. Ich mochte Falco, Depeche Mode, Nik Kershaw (dank Claudia), a-ha, The Beatles und ich fand Gefallen an Kate Bush. Heute kann ich Falco kaum noch hören, aber ansonsten ist mein Musikgeschmack in dieser Zeit geprägt worden und im Wesentlichen so geblieben.


Konfirmation

Ich wollte mich eigentlich nicht konfirmieren lassen. Meine Mama hat versucht mich zu überreden. Zunächste meinte sie, dass Religion wichtig wäre. Ich sah das anders. Wir sprachen zu Hause nie über Gott und Religion, gingen nie in die Kirche, hatten keinerlei christliche Symbole rumstehen. Die einzige in der Familie, die religiös war, war meine Oma väterlicherseits. Und das ging mir dann immer auf die Nerven, wenn ich mit in die Kirche musste. Danach sagte Mama, dass ich dann ganz viele Geschenke bekomme. Ich war zwar schon immer am Sparen und Kaufen und hatte sehr viele Wünsche, aber ich wollte nicht käuflich sein.

Das letzte Argument war, dass dann unsere Verwandten aus der DDR eingeladen werden könnten, bevor sie in Rente gingen. Wir hatten vier Leute eingeladen: den Bruder meines Vaters, die beiden Schwestern meiner Mutter und meine Oma mütterlicherseits. Meine religiöse Oma wurde nicht eingeladen, obwohl dieses Fest für sie wichtig gewesen wäre, aber sie konnte als Rentnerin oft in den Westen reisen. Die Erfolgsquote war 50%. Eine Tante durfte als Lehrerin nicht zum Klassenfeind reisen. Mein Onkel hat gerne böse Briefe an Erich Honecker geschrieben und stand deshalb wohl auf einer schwarzen Liste. Aber die andere Tanta und meine Omi durften kommen, worüber ich mich sehr gefreut habe.

In dieser Zeit war das Tschernobyl-Ereignis. Meine Tante und Omi vergaßen nie, dass sich der Händler am Obst- und Gemüsestand für die geringe Auswahl entschuldigte, aber wegen des Fallouts konnten viele Sorten derzeit nicht angeboten werden. In der DDR gab es manchmal nur Zwiebeln und Kuba-Orangen, weshalb viele in ihren Gärten selbst anbauten. Die Story wurde auf allen Familienfesten wieder zum Besten gegeben.

Ich habe ein Diamant-Fahrrad aus der DDR und ein großes Besteckset bekommen. Nach der Konfirmation habe ich glaube ich nur noch zu Hochzeiten und Taufen meinen Fuß in eine Kirche gesetzt.


Kampf den Pfunden

Ich hatte mit Beginn meiner Periode plötzlich ständig Hunger. Heute würde ich das als "Food Noise im Kopf" bezeichnen. Ich nahm relativ schnell zu. Meine Eltern und Familie begannen Fatshaming zu betreiben. Mein Vater hat mich mal mit Super 8 von hinten beim Bergsteigen gefilmt, wobei er dies als "pädagogisch" bezeichnete. Meine Mutter nannte mich "Rosarotes Schweinchen" und klopfte mir bei Gelegenheit auf Bauch und Po. Ich fand es gemein. Genutzt hat es nichts, denn dieser Umgang führte natürlich zusätzlich noch zu Frustessen. Andererseits war ich aber ähnlich. Wenn jemand übergewichtig war, habe ich die Person gerne als "Fettes Schwein" im Tagebuch betitelt. Aber ich habe das niemals laut ausgesprochen.

Ich wusste damals noch nicht, dass ich eine Hormonstörung hatte, nämlich Gelbkörperhormonmangel. Das sorgte dafür, dass ich einen verkürzten, unregelmäßigen Zyklus hatte. Der Vorteil war, dass ich nur mäßige Blutungen und geringe Schmerzen hatte. Der Nachteil war, dass ich zu viel Östrogene hatte, die den Appetit anregten und auch dafür sorgten, dass sich die Fettverteilung in der typischen Birnenform äußerte. Oben herum blieb ich mein Leben lang bis jetzt in Größe 36-38, aber unten herum schwankte es je nach Hormonstatus zwischen 38 und 44. Man nennt das auch den gynoiden Adipositatstyp, der leider sport- und diätresistent war.

Leider wusste ich davon nichts. Ich gab mir immer selbst die Schuld, hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich mein Essverhalten nicht unter Kontrolle brachte und auch so gar keinen Bock auf Sport hatte.


Sport: Judo, Reiten, Fahrrad fahren und Tanzen

Mit meiner besten Freundin bin ich dann in Judo gegangen. Meine Eltern hatte ich dazu überredet, dass ich gehen durfte, weil ich meinte, dass ich mich dann im Notfall gegen aufdringliche Jungen wehren könnte. Und damit ich aus dem Haus komme, weil ich so ein Stubenhocker war. Allerdings hatte ich keinerlei Ambitionen, in die Mannschaft zu gehen und auf Turniere.

Reiten war ich meistens nur noch in der DDR. Meine Oma hatte ihre Kontakte immer spielen lassen, so dass ich in verschiedenen Ställen ausreiten konnte, Kutsche fahren oder im Garten auf einem Pony herumreiten. Shiras ist zu meinem Lieblingspferd geworden, auch wenn ich kaum noch zum Ponyhof fuhr. Ich hätte auch mit Pferden nicht auf Turniere gehen wollen. Wettkampfsituationen habe ich vermieden, wo es ging.

Ich bin sehr viel Fahrrad gefahren, zur Schule, aber auch einfach durch den Wald, wobei ich Walkman gehört habe. An der Kiesgrube habe ich mich gerne hingesetzt und gelesen und Picknick gemacht.

Im Nachmittagssport hatte ich Rhythmische Tanzgymnastik. Das war der einzige Sportunterricht, der mir halbwegs Spaß gemacht hat. Und zu Hause habe ich die Tänze gerne geübt.


Freunde

Ich hatte zwei Freundinnen, die jünger waren als ich. Und dann noch ein paar Freundinnen in meinem Alter. Ich habe nicht gerne telefoniert, meist nur zum Verabreden. Ich habe es überhaupt nicht verstanden, wenn jemand länger als eine Stunde telefoniert hat, dachte aber, dass müsse man manchmal so machen, weil es cool ist. Später habe ich verstanden, dass das an meinem Hörfehler gelegen haben könnte. Ich lese nämlich unbewusst etwas von den Lippen ab und erschließe mir das Gesagte manchmal aus dem Kontext. Wenn man telefoniert, fällt das Lippen lesen weg, weshalb es mich immer sehr angestrengt hat - und heute noch tut - wenn ich telefoniere. Damals habe ich sicher noch besser gehört als heute, aber ich wusste aus dem Deutschen Museum mit dem Lautsprecher mit der "obersten Hörgrenze des Menschen", dass ich den Ton nicht hören konnte. Der Lautsprecher war nicht kaputt, ich wurde nicht verarscht ("Was, das hörst du nicht? Das ist doch total laut!"), weil ich das Vibrieren des Lautsprechers spüren konnte.

Ich hatte auch die Angewohnheit, mir vor einem Telefonat immer aufzuschreiben, was ich sagen oder fragen wollte, damit ich nichts vergesse. Und ich habe auch damals schon lieber schriftlich kommuniziert, hatte viele Brieffreunde und gerne Postkarten geschrieben.

Manchmal konnte ich auch gemein sein. Damals hatte ich Motto "Behandle jeden Menschen, wie du selbst behandelt werden möchtest" noch nicht.


Jungs

Ich war ständig in irgendjemand anderen verknallt. In den Sommerferien war es der süße Typ aus dem Haus gegenüber von unserem Ferienhaus, am ersten Schultag der Neue in der Klasse. Ich konnte seitenweise schreiben, warum ausgerechnet dieser Typ meine große Liebe ist. Ich bin mir beim Lesen selbst auf den Wecker gegangen, weshalb ich dann solche schnulzigen Passagen einfach überblättert habe.

Ich hatte immer gehofft, dass die Jungs den ersten Schritt machen. Und ich hätte dann nur noch ja oder nein sagen müssen. Es kam auch manchmal vor, dass Jungs Interesse gezeigt haben, aber die haben mir nicht gut genug ausgeschaut oder waren nicht cool genug. In dem Alter war das Aussehen und der Coolnessfaktor viel zu wichtig. Und die Jungs, für die ich mich interessiert habe, hatten an mir kein Interesse. Ich schon es immer darauf, dass ich zu dick war und eine Brille trug.

Auf einer Party kurz vor meinem 14. Geburtstag hat mich ein Junge aggressiv angebaggert, in eine dunkle Ecke manövriert und wir haben rumgeknutscht. Ich wusste, dass der Typ es bei jeder probiert. Trotzdem habe ich mich hin und wieder mit ihm verabredet. Zum Rumknutschen. Und weitere Erkundungen. Aber so richtig verliebt war ich nicht. Wir sind auch nicht richtig "miteinander gegangen". Es gibt auch keine Fotos, auf denen wir gemeinsam zu sehen gewesen wären. Und er wollte auch nie etwas mit mir unternehmen, ins Kino oder Michaelibad gehen. Es war nix Ganzes und nix Halbes. Deshalb hatte ich auch kein schlechtes Gewissen, wenn ich mich in andere Jungs verliebte.

Der Neue in der Klasse hatte es mir so angetan, dass ich all meinen Mut aufgebracht habe, ihn zu fragen, ob er mit mir gehen möchte. Allerdings auf meine eigene, seltsame Art. Erst habe ich eine Adressliste herumgegeben, weil ich vielleicht irgendwann Klassentreffen organisieren wollte. Er hat aber nur "Datenschutz" draufgeschrieben. Die Adresse habe ich dann trotzdem herausgefunden, indem ich einfach mit einer Freundin im selben Bus gefahren bin unter dem Vorwand, irgendwohin zu wollen. Wir haben geschaut, in welchen Hauseingang er ging. Und dort habe ich dann einen Liebesbrief hingeschrieben. Ein paar Tage später habe ich dann all meinen Mut zusammengekratzt und ihn gefragt, ob er den Brief erhalten hätte und was er dazu sagt. So habe ich meine erste Abfuhr bekommen und mich nie wieder getraut, den ersten Schritt zu machen.

Ich hatte tatsächlich schon so etwas wie einen Kinderwunsch, allerdings war ich viel zu vernünftig, um hier unüberlegt Unsinn zu machen. Einen Freund hatte ich nicht. Und ich war schon eifersüchtig auf andere Mädchen, die einen hatten. Oder ein eigenes Pferd. Aber ich war auch extrem schüchtern.


Kommunikationsprobleme

Für mich war Kommunikation irgendwie immer ein Rätselraten. Ich fand es extrem schwierig, wenn Leute nicht direkt sagten, was sie meinten. Langsam lernte ich, dass es Floskeln gibt, die etwas anderes bedeuten, als das gesprochene Wort. "Kann ich dir meine Briefmarkensammlung zeigen" war so ein Beispiel.

Aus diesem Grund hatte ich oft Probleme. Ich war ein leichtes Mobbing-Opfer und wurde gerne verarscht. Ich habe oft nicht verstanden, wenn etwas ein Witz sein sollte. Oder Ironie. Das geht mir teilweise auch heute noch so, obwohl ich da schon etwas mehr Übung habe.

Dafür konnte ich Leute sehr genau beobachten. Wenn die Worte und Taten nicht zusammen passten, dann habe ich die Taten genommen.

Umgekehrt war es dafür so, dass ich dazu geneigt habe (und auch heute noch manchmal tue, wenn ich nicht verstumme, sondern ein gewisses Vertrauen habe), Dinge knallhart beim Namen zu nennen. Das fanden Leute dann auch gerne mal witzig, weil "man das doch so nicht sagt". Ich im Gegenzug habe das aber normalerweise nicht als Witz gemeint, sondern habe halt so kommuniziert. Klartext. Kein Subtext. Keine Interpretation.

Ich war auch sehr ernst. So stand es in meinem Zeugnis. Ich habe mir immer über alle möglichen Dinge Gedanken gemacht, aber trotzdem nie herausgefunden, wie die Zukunft aussehen würde. Die hat mich dann doch immer überrascht. Eine Freundin sagte einmal zu mir, dass ich mir nicht über Probleme Sorgen oder Gedanken machen solle, die noch gar nicht eingetreten sind. Aber meine Phantasie, mein Kopfkino ist mit mir immer durchgegangen und hat sich alle möglichen Katastrophen ausgedacht. So ganz lösen konnte ich mich bis heute nicht davon. Dafür bin ich doch meist gut vorbereitet, habe Checklisten und mache recht genaue Pläne, z.B. für unsere Wochenenden oder Reisen.


Kreativität

Ich habe ein wenig Gitarre gelernt, das war mir aber dann doch zu mühsam, weil ich offensichtlich kein Talent dazu habe. Die Gitarre von meinem Vater besitze ich immer noch, aber ich fasse sie so gut wie nie an. Ich habe aber sehr gerne geschrieben, Geschichten und Romane, damals noch in erster Linie über Pferde. Und gezeichnet. Natürlich auch Pferde.

Ich habe mit Freundinnen auch Hörspiele aufgenommen von der "Colorado Ranch". Dafür habe ich auch die Geräusche produziert, das Hufgeklapper und Gewieher. Leider hab ich diese Aufnahmen heute nicht mehr.


Grufti

Ich habe begonnen, mich in erster Linie schwarz und weiß zu kleiden und nur noch Nietengürtel zu tragen. Nicht ausschließlich, aber immer häufiger. So mutierte ich ganz langsam zum wahrscheinlich einzigen Grufti an der Schule. In der DDR gab es dagegen eine richtige schwarze Szene, insbesondere unter den Depeche Mode Fans.

Ich hatte auch einen Hang zum magischen Denken. Aber nachdem ich bereits nicht mehr daran glaubte, dass Freitag der 13. Pech bringen würde, habe ich das Horoskop der Bravo nach einer Woche immer benotet mit 4 oder 5. Danach habe ich nicht mehr an Horoskope geglaubt.


ADHS und Autismus

Ich frage mich, ob ich neurodivergent bin und hier in die Spektren falle. In der Grundschule habe ich ständig Mützen, Schals und Handschuhe und bei Übergangswetter auch meine Jacken vergessen. Meine Mama war manchmal verzweifelt. Meine Handschuhe waren dann alle mit langen Häkelschnüren, die durch die Ärmel gezogen wurden, an der Jacke befestigt. Turnbeutel habe ich gerne vergessen, manchmal aber auch mit Absicht, damit ich am Sport nicht teilnehmen musste. Meine Mama hat gerne gesagt, dass ich meinen Kopf vergessen würde, wenn er nicht angewachsen wäre. Um das zu kompensieren habe ich alle Hefte und Bücher jeden Tag mit in die Schule geschleppt. So konnte ich nix vergessen. Ich habe es einfach nicht auf die Reihe gebracht, am Abend vorher die Tasche nach Stundenplan zu packen.

Ähnliches denke ich über Autismus. Meine Kommunikationsprobleme deuten darauf hin. Neulich habe ich gelesen, dass Menschen mit Autismus "Bilddenker" sind und alles wörtlich nehmen, "sodass Metaphern und Ironie meist nicht verstanden werden, was häufig zu Missverständnissen führt. Zudem sind autistische Menschen äußerst ehrlich und direkt, was von Nicht-Betroffenen oft als taktlos empfunden wird. Dies erschwert die soziale Interaktion von autistische Menschen mit anderen Personengruppen."

Außerdem scheinen autistische Menschen eine andere Sinneswahrnehmung zu haben. "Einige reagieren sehr empfindlich auf verschiedene Reize, während andere fast gar nicht darauf ansprechen, was in ihrer Umgebung geschieht." Ich gehöre eher zur zweiten Sorte. Ich habe einen Tunnelblick und keine gute periphere Wahrnehmung. Und wenn ich in Tagträumen abgeschoffen bin, Mama nannte das "Wolkenkuckucksheim", dann war ich tatsächlich nur noch schwer ansprechbar und musste regelrecht "geweckt" werden. Auch heute schweife ich gerne innerlich ab, wenn mich ein Gespräch nicht interessiert oder ein Wort fällt, mit dem ich starke Assioziationen verbinde.


Meine Rechtschreibung wurde aber immer besser. Ich schrieb dann nicht mehr "warscheinlich". Jetzt muss ich eher aufpassen, dass ich nicht wieder die alte Rechtschreibung benutze und "Faß" schreibe. Ich denke, ich werde mich von den Tagebüchern tatsächlich trennen können. Dann müssen es meine Söhne nicht tun.

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Sonntag, 12. April 2026 17:43

Ich hasse Umzüge

Mein erster Umzug, an den ich mich erinnern kann, war unser Umzug von Berlin nach München 1979. Mein Vater hatte in Berlin als Architekt keine Arbeit gefunden, weil da eine Mauer drum rum war und nicht so wahnsinnig viel gebaut wurde. Deshalb zog er wegen des Jobs nach München. Nachdem die Probezeit bestanden war, zogen meine Mutter und ich nach. Ich durfte/musste mein Spielzeug selbst in Umzugskartons packen und lernte, dass schwere Dinge wie Bücher unten und leichte Dinge wie Stofftiere oben rein gehören. Dummerweise war der Umzug ziemlich genau in der Mitte der ersten Klasse. In München fand ich keinen richtigen Anschluss in der Klasse. Meine Eltern hatten es leider versäumt, die Kontaktadresse wenigstens von meiner besten Freundin Andrea einzuholen. Sie wussten noch nicht einmal ihren Nachnamen. Ich fühlte mich sehr einsam und war unglücklich.

Der zweite Umzug war dann innerhalb von München von Sendling nach Neuperlach. Ich kam zu Schulbeginn dort in die zweite Klasse in der Kafkaschule und wurde dort gut aufgenommen und fand Freundinnen. Endlich war ich in München angekommmen. Ich liebte die großzügig geschnittene Wohnung, mein großes Kinderzimmer, den herrlichen Blick auf die Alpen. Der Mittelpunkt war eine große Essdiele und wir hatten sogar ein Arbeits- und Gästezimmer. In dieser Wohnung durfte ich 13 Jahre lang leben von Sommer 1979 bis 1992.

Der dritte Umzug war dann der Auszug von zu Hause. Meine Mutter ist kurz vor dem Abi 1991 ausgezogen und ich wohnte in der Wohnung in Neuperlach mit meine Vater allein. Diese Wohnung wurde uns wegen Eigenbedarf gekündigt, worauf mein Vater mich bat, mir eine eigene Wohnung zu suchen. Ich fühlte mich im Stich gelassen. Die Idee mit meiner Freundin zusammenzuziehen platzte, weil sie da einen Freund hatte, mit dem sie dann lieber zusammenziehen wollte. So fand ich eine kleine 1-Zimmer-Wohnung in Sendling, mit viel Glück, weil die Maklerin am selben Tag Geburtstag hatte wie ich und ich sofort vor Ort den Mietvertrag unterschreiben dufte. Meine Freundinnen beneideten mich um mein eigenes Reich. Ich war unglücklich, weil ich mich auch einsam fühlte, und mir immer Sorgen machte, dass ich die Miete nicht bezahlen konnte. Das war auch einer der Gründe, weshalb ich dann mein Studium hinschmiss.

Der vierte Umzug war dann, weil die 1-Zimmer-Wohnung zu klein geworden war, weil mittlerweile der zukünftige Vater meiner Kinder mit eingezogen war. Wir fanden eine wunderschöne 2-Zimmer-Wohnung in Neuperlach mit Fußbodenheizung und vielen Einbauschränken/Stauraum. Hier war ich zunächst glücklich. Bis zur ersten Trennung.

Der fünfte Umzug war dann in Aubing. Weil wir uns wieder versöhnt hatten. Und die 1-Zimmer-Wohnung dort günstiger war. Und dann doch zu klein wurde, als ich zum ersten Mal schwanger wurde. Dort hatte ich mich aber auch etwas unwohl gefühlt, weil die Wohnung keinen Balkon hatte. Und mein Computer stand in der Abstellkammer. Das Bett war hinter zwei Billyregalen versteckt. Alles sehr beengt.

Der sechtse Umzug war dann wieder nach Neuperlach in eine 2-Zimmer-Wohnung, die in der Nähe meiner Mutter war. Ich fand das praktisch, weil sie mir als begeisterte Oma mit dem Baby helfen konnte. Ich weiß nicht, wieviel der Umzug dazu beigetragen hatte, dass das Kind zu früh zur Welt kam (jetzt ist aber alles gut, Kind 1 ist 27 Jahre alt und gesund). Irgendwann kam die zweite und diesmal entgültige Trennung, so dass ich mit dem Baby dort allein wohnte. Als alleinerziehnde Schwangere, Kind Nummer 2 war unterwegs, hatte ich Anrecht auf eine größere Sozialwohnung. Ich wollte aber nicht wieder schwanger umziehen, so dass ich noch in dieser Wohnung blieb, bis Kind 2 auf der Welt war.

Der siebte Umzug ging dann in eine großzügig geschnittene, günstige Sozialwohnung in den Wohnring in Neuperlach. Damals Ende der 60iger/Anfang der 70iger Jahre sind die Wohnungen noch viel großzügiger gebaut worden. Ich hatte eine große Wohnküche, eine Abstellkammer, eine Eßdiele, drei Zimmer und zwei Balkone. Alles war barrierefrei, was mit dem großen Kinderwagen sehr praktisch war. In der alten Wohnung musste ich das Baby erst in den Keller tragen und dort den Kinderwagen aus meinem Abteil holen und über die Tiefgaragenausfahrt nach draußen fahren. Und ich konnte mit Bollerwagen im PEP einkaufen gehen. Krippe und Kindergarten waren in Fußreichweite. Und eine Zeit lang konnte ich sogar mit dem Fahrrad ins Büro fahren, als ich nach dem Erziehungsurlaub wieder zu Arbeiten anfing.

Irgendwann zog Florian bei uns ein, die Eßdiele wurde zur Computerecke und der Esstisch wanderte ins Wohnzimmer, das glücklicherweise groß genug war. Damals gab es noch die Fehlbelegungsabgabe, allerdings wurde die schnell abgeschafft. So wohnten wir sehr günstig, aber auch ein klein wenig beengt. Ich wollte, dass die Kinder spätestens zum Beginn der Pubertät ihr eigenes Zimmer bekommen sollten. Wir hatten schon Ideen, dass das Schlafzimmer das zweite Kinderzimmer werden könnte, und unser Hochbett über die Computerecke kommen könnte. Allerdings hätten wir dann nicht mehr sehr viel Privatsphäre gehabt. Deshalb war ich froh, dass Florian auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für mich 2010 unser Traumhaus in der Messestadt gefunden hat. Da wir jahrelang günstig zur Miete wohnten, hatten wir genug Eigenkapital angespart, dass uns die Bank nicht mehr müde lächelnd wegschickt. So kauften wir Anfang 2011 das Stadthaus nach dem Münchnen Modell.

Der achte und hoffentlich letzte Umzug war dann in unser Traumhaus. Er dauerte insgesamt vom ersten gepackten und letzten ausgepackten Umzugskarton zwölf Wochen. Ich freute mich, den Alpenblick gegen einen kleinen Garten einzutauschen. Und wir hatten zwei Bäder, eins mit Dusche, eins mit Badewanne. Und jedes Kind hatte endlich sein eigenes Zimmer in gleicher Größe, was mir wegen der Gerechtigkeit wichtig war. Und wir hatten ein Heimkino im Keller. Und unser Lego-Computer-Kaninchen-Zimmer im Erdgeschoss und das Wohnzimmer im zweiten Stock.

So lange die Treppe kein Problem wird, möchte ich hier wohnen bleiben. Wir werden es lange vor meiner Rente abbezahlt und dann finanziell weniger Sorgen haben. Ich hoffe, dass wir hier gemeinsam alt werden können. Wenn es nicht durch eine Kriegsbombe zerstört wird.

Themen: Blick in die Vergangenheit | Traumhaus | (B)engel | Meine Sonderanfertigung Florian
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Freitag, 10. April 2026 19:02

Tagebücher 1982-1985

Zur Zeit lese ich aus furchtbar nostalgischen Gründen meine alten Tagebücher. Das erste hatte ich zu meinem 10. Geburtstag 1982 geschenkt bekommen, wusste damals aber noch nicht so recht, was ich damit anfangen sollte. 1984 hatte ich mal etwas mehr geschrieben, dann aber wieder pausiert. Aber ab 1985 hatte ich es fast lückenlos geführt, nachdem wir "Das Tagebuch der Anne Frank" in der Schule gelesen hatten. Es ist eine phantastische Reise in die Vergangenheit.


Pferde

Ich war schon immer tierlieb gewesen, aber Pferde hatten es mir ganz besonders angetan. Meine Eltern wussten gar nicht, was sie damit anrichten, als sie mich mit mit etwa 7 Jahren das erste Mal auf ein Pony setzten. Ich glaube, es existiert davon sogar ein Super 8-Film. Auf diesem Ponyhof Pflaumdorf war ich am liebsten, weil ich dort einfach auf der Reitwiese, im Rundgang oder ins Gelände reiten konnte, statt in der Halle im Kreis. Lange war mein Lieblingspferd Kim, aber ich bin damals 1984 tatsächlich das erste Mal auf Shiras geritten, der später mein erstes, eigenes Pferd werden sollte. Ich gewöhnte mir dadurch allerdings viele falsche Dinge an, die mir bis heute Probleme bereiten. Zum Beispiel nehme ich immer noch die Schultern zu weit vor oder ziehe die Knie hoch.

Auf dem Bild ist Sandra als 11jähriges Mädchen zu sehen, das ihre rechte Hand um den Kopf eines fuchsfarbenen Ponys mit Wuschelmähne und einer unregelmäßigen Blesse gelegt hat. Das Pony trägt eine etwas zu große Trense, deren Zügel Sandra in der anderen Hand hält. Sie trägt eine weiße Strickjacke und dunkle Jeans. Im Hintergrund sieht man den Ponyhof, Kies und die Zäune, in denen Kutschwagenräder eingearbeitet sind. Dahinter der Wald.

1984 bin ich ein paar Mal in der Reitschule Fürstenberger gewesen, die oben auf dem Tierparkbergl war. Heute würde man Pferde so gar nicht mehr halten, in engen Ständern, ohne Auslauf, mit einer Wellblechhalle. Ich verschlang tonnenweise Pferdebücher, auch Fachliteratur. Deshalb glaubte ich auch, ein Experte auf diesem Gebiet zu sein.

Ich war noch in der Grundschule, da hatte meine Oma in der DDR sich über die Sommerferien 1980 zwei Ponys namens Mary und Pia ausgeliehen, die einfach im Garten standen. Opa hatte für sie einen Unterstand und Zaun gebaut. Das war das Paradies auf Erden. Auch danach organisierte sie immer wieder in den Ferien, dass ich irgendwo reiten konnte. Meist waren mir die Pferde aber etwas zu groß, ich mochte lieber Ponys.

Auf einer Wiese stehen zwei Ponys, vorn eine Braunschimmelstute mit einer Wunde am Hals und Halfter, dahinter ein dunkelbraunes Fohlen mit heller Kruppe, das noch das flauschige Fohlenfell hat. Dahinter sieht man den Zaun, ein paar Bäume, ein gelbes Haus und weite Weizenfelder. Der Himmel ist grau.

In den USA bei Verwandten hatte ich für einen Monat das Pferd Hardford gemietet, von dem ich meinen ersten Sturz erleben musste, und mir bewusst wurde, dass ich auch hätte sterben können. Und mit einem Arbeitskollegen von meinem Papa durfte ich auch in der Nähe vom Starnberger See ausreiten, auf einem Norweger namens Titus. Mit dem war ich allerdings ein wenig überfordert.

Da ich nicht allzuviel Gelegenheit hatte, auf echten Pferden zu reiten, habe ich mich oft in Phantasiewelten geflüchtet, entweder indem ich gelesen habe, oder Pferdegeschichten geschrieben. Ich war extrem produktiv, insbesondere als ich irgendwann auch die Schreibmaschine meiner Mama ausleihen durfte. Und gezeichnet habe ich Pferde und Ponys in allen möglichen Lebenslagen. Ich habe mir meine Phantasiewelt "Gut Horseback" zusammengesponnen. Der Hof war in "Reithofen", was witzigerweise in der Nähe von Felix' Stall ist, meinem zweiten und letzten eigenen Pferd. Damals träumte ich noch vom eigenen Pferd, aber meine Eltern hatten nicht so wahnsinnig viel Geld und sagten, dass es nicht die Anschaffungskosten, sondern die laufenden Kosten seien, die sie abschrecken. "Und was machen wir mit so einem Pferd, wenn du dich irgendwann mehr für Jungs interessierst? Sollen wir es dann in den Schrank stellen?"


Star Trek

Über Star Trek habe ich tatsächlich nichts geschrieben. Dafür hatte ich ein separates Heft, in das ich Zeitungsausschnitte sammelte und meine Gedanken festhielt. Ich glaube, dass ich das ebenfalls bereits vor der Schulzeit gemeinsam mit meinem Papi angeschaut habe. Aber ich merkte schnell, dass ich mit dieser Begeisterung ziemlich alleine da stand, und dass ich wie ein weltfremder Spinner ohne Realitätsbezug angestarrt wurde, wenn ich von Mister Spock schwärmte. Also behielt ich meine Leidenschaft eher für mich. Pferdenarrisch zu sein war gesellschaftlich akzeptiert, also nervte ich alle eben damit.

Mister Spock war mein Idol. Als Mister Spock am Ende von "Star Trek II - Der Zorn des Khan" starb, war ich erschüttert. Da er der Wissenschaftsoffizier der Enterprise war, interessierte ich mich auch schon früh für solche Themen. So schaute ich regelmäßig "Aus Forschung und Technik" mit Joachim Bublath. Mit meinem Papi habe ich mich auch über das Universum und den Big Bounce unterhalten. Heute ist der wissenschaftliche Konsenz eher der Big Freeze. Überhaupt war ich ein Input-Hirn, das ständig neues Wissen aufsaugte.

Manchmal habe ich auch etwas zu viel rumgehirnt, z.B. wenn ich seitenlang versucht habe, meine Träume zu deuten. Oder geforscht, wenn ich am Freitag, den 13. den ganzen Tag notierte, was für ein Glück ich hatte, um zu beweisen, dass das alles nur Aberglaube ist.

Ein hellblau gesprenkeltes DIN A5-Schulheft, aus dem in Grundschulschrift 'Ich bin ein Trekkie - Raumschiff Enterprise (Unternehmungsgeist)' steht. Es ist schon etwas zerfleddert und in die Jahre gekommen.


Musik

Ich mochte damals Falco, Nik Kershaw und a-ha. Aber als ich die Dokumentation "25 Jahre Beatles" gesehen hatte, war ich plötzlich Feuer und Flamme. Von meinem Onkel habe ich dann eine Musikcassette mit einigen Songs geschenkt bekommen, die ich heute (im Rahmen meiner Möglichkeiten) noch fast textsicher nachsingen kann. Damals war mein Englisch noch nicht so gut, weshalb ich gerne auch Mal Worte erfunden habe. Mein Vater konnte auf dem Klavier bei meiner Oma (seiner Mutter) auch "I Want to Hold Your Hand" spielen.


Dinosaurier

Darüber habe ich auch kaum etwas geschrieben. Aber ich habe das Buch Leben in der Urzeit geliebt und mich in den fotorealistischen Bildern verloren.


Western

Ich schaute sehr gerne Western (z.B. "Western von gestern" und "Winnetou"), mein Papi wegen der Waffen, ich wegen der Pferde. Ich hatte von meiner ersten USA-Reise auch einen Cowboyhut mitgebracht. Westernreiten war aber nicht so weit verbreitet, weshalb ich bis dahin das noch nicht selbst ausprobieren konnte. Ich habe aber versucht, nicht "Indianerfrau" zu schreiben, sondern "Squaw". Heute weiß ich, dass dies ein abwertender Begriff ist und nicht mehr verwendet werden sollte. Karl May war irgendwie doch ein Ignorant.


Kino

Der prägendste Film dieser Zeit war wohl "Die unendliche Geschichte". Ich war total in Atréju verliebt und fand sein Pferd Artax wundervoll. Heute hat Felix eine geflochtene Trense, ähnlich wie Artax damals trug, als er im Moor versank. Auch der Name Noah vom Schauspieler Hathaway gefiel mir. Das könnte bei der Namensgebung einer meiner Söhne eine Rolle gespielt haben.

Und vielleicht noch "Star Wars - Das Imperium schlägt zurück", auch weil dort Reittiere, die Tauntauns vorkamen, und die AT-ATs auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Pferden hatten. Das war soviel ich weiß der erste Star Wars Film, den ich gesehen habe.

"E.T." hatte ich mich noch nicht getraut anzuschauen, weil ich die Figur irgendwie gruselig fand. Mein Papi wäre da schon gerne mit mir ins Kino gegangen.


Freunde

Ich hatte doch einige Freundinnen, manche waren jünger als ich. Damals hatte ich auch noch recht viel telefoniert. Aber auch sehr viele Briefe geschrieben. Mit ziemlicher Treffsicherheit habe ich mir gerne die Außenseiter rausgesucht. Zum Beispiel war im Hort ein Mädchen mit Narben im Gesicht, die ihr Augenlid nach unten zogen, so dass sie häufig Probleme mit einem trockenem Auge hatte. Ich habe sie nie gefragt, wie das passiert ist, ich habe das einfach so hingenommen. Vielleicht war es das, was sie an mir mochte.

Besonders gern habe ich nicht telefoniert, meistens diente das nur dazu, um sich zu verabreden. Aber mein Hörtest in der Schule war damals noch einwandfrei gewesen, allerdings ging er nur bis 8.000 Hz. Es wäre interessant gewesen, wie niedrig meine oberste Hörgrenze damals schon gewesen ist. Denn im Deutschen Museum hatte ich beim Lautsprecher mit der obersten Hörgrenze des Menschen nichts gehört, aber gespürt, dass der Lautsprecher vibriert. Damals hatte ich gedacht, meine Schulkameraden würden mich veräppeln, aber dann wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich nicht in der Lage war, hohe Töne wahrzunehmen, egal wie laut sie waren. Und ich wusste, dass ich genau wie mein Papa und meine Oma väterlicherseits eines Tages damit Probleme bekommen werde. Meine Welt war wohl schon immer dumpf.

Jungs spielten natürlich auch eine Rolle. Ich war alle paar Wochen in jemand anderen verknallt. Ein Name kommt sehr häufig vor: Peter. Allerdings war er nur ein Kumpel, mit dem ich mich "normal" unterhalten konnte. Auf der Party beim Skilager ist er gleich umgedreht, als der den Raum betreten hatte. Hätte ich auch machen sollen, weil ich mich als Pipi Barfuß mit meinem improvisierten Kostüm (weil ich total verpeilt hatte, dass Fasching war) in Grund und Boden geschämt hatte. Von da an wollte ich irgendwie zu den "coolen Typen" gehören.


Körperbild

Deshalb hatte ich auch kein gutes Körperbild. Heute weiß ich, dass ich eine Hormonstörung hatte, die dazu führte, dass ich ständig ans Essen denken musste. Es bildete sich eine Birnenform heraus, der sogenannte gynoide Adipositatstyp, der nur Mädchen/Frauen betrifft und ziemlich sport- und diätresistent ist. Angefeuert auch von den superschlanken Frauen in Film, Fernsehen und Werbung habe ich natürlich ständig versucht abzunehmen, aber mit mäßigem Erfolg. Ich gab mir die Schuld daran, dass ich etwas zugenommen hatte. Ich wusste es einfach nicht besser.


Wünsche zu Silvester

Meine Wünsche zu Silvester waren dann wenig egoistisch. Kein Atomkrieg, gerechter verteiltes Essen, wenig Naturkatastrophen, weniger Arbeitslosigkeit, mehr menschliche Politiker... Und für mich gute Schulverhältnisse, Gesundheit, ein bißchen Glück und erfüllte Wünsche, Zufriedenheit und Erfolg.

Irgendwie mag ich dieses 13jährige Mädchen, das ich damals war.

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Sonntag, 15. März 2026 15:10

AFOLs - Adult Fans Of Lego

Hin und wieder kommt es vor, dass ich von Leuten aus unseren Communitys gefragt werde, wie ich es mit dem Lego-Fan Florian Spitzohr aushalten würde. Diese Frage macht mich regelmäßig traurig, denn sie impliziert, dass ich, vielleicht weil ich eine Frau bin (?), mich nicht für Lego interessieren könne. Das ist aber falsch.

Schon als Kind habe ich viel lieber mit Lego gespielt als mit Puppen. Ich hatte als Architektentochter in erster Linie Platten, Fenster, Türen und Dachteile zu den normalen Legosteinen. Einmal habe ich im Urlaub in Dietramszell mit dem Sohn des Hotelbesitzers eine Platte gegen zwei rote 2x4-Steine mit Gummirädern getauscht, so dass ich dann auch Autos bauen konnte.

Das Bild stammt aus dem Jahr 1977. Sandra ist ca. 5 Jahre alt und lässt aus einem bunten Legohaus mehrere Legosteine auf den Boden fallen und grinst dabei. Sie hockt mit angewinkelten Beinen auf dem Boden, die in einer dunkelgrünen Strumpfhose stecken. Sie trägt ein blaues Kleid mit bunt gestreiften Ärmeln, auf denen auch Zahlen stehen. Vor ihr auf dem Boden liegen weitere Legosteine und Platten in verschiedenen Farben. Im Hintergrund steht ein weiß-roter Puppenwagen vor einer rosa geblümten Tapete.

Ein Sceenshot aus einem Super8-Film, daher unscharf. Ein schlichtes Legoauto aus weißen, gelben, roten und blauen Steinen. Die Frontscheibe ist ein Fenster, das eigentlich für Häuser ist, mit blauen Fensterläden.

Als ich 1991 in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, habe ich meine Legokiste einem Cousin geschickt. Ich weiß nicht, ob er das Lego heute noch besitzt. Damit begannen die "Dark Ages", wie Florian immer sagt, die Zeit, in der man denkt, man wäre zu erwachsen für Lego. Naja, ich hatte auch Pferde und Star Trek im Kopf, ich habe viele Hobbys. Insofern waren es nur die "Partly Dark Ages".

Als meine Jungs auf der Welt waren, haben sie selbstverständlich von Anfang an auch Lego Duplo und bald auch richtiges Lego bekommen. Ich habe gehofft, dass sie genauso begeistert davon sein würden wie ich, was auch funktioniert hat. Als Alleinerziehende hatte ich zwar nicht so viel Geld, aber das musste schon sein.

Auf einem Teppichboden bedeckt mit Geschenken hockt ein kleiner Junge, der mit einer Schere das Geschenkpapier von einem Legokarton 'Knight Kingdom' aufschneidet.

Zum 6. Geburtstag von Ferdinand sind wir auch zum ersten Mal im Legoland gewesen. Das hatte ich mir auch nur leisten können, weil für ihn der Eintritt kostenlos war, und der Rucksack war voll mit Brotzeit und Getränken. Einzig Eis haben wir uns vor Ort gegönnt. Es war ein wunderschöner Tag mit meinen beiden Jungs.

Sandra ist mit schwarzer Winterjacke und einer Lego-World-Club-Kappe im Legoland. Im Hintergrund sieht man ein paar Büsche und Bänke. Man kann den Lego-Tukan verschwommen erkennen, wie er auf einem Fels sitzt und hinter dem Busch das Affentheater. Sandra strahlt glücklich.

Seit Florian bei mir 2005 eingezogen ist, hat sich der Legoanteil in unserem Haushalt vervielfacht. Die Thatcher Perkins und das Piratenschiff mit den rot-weißen Segeln standen fortan in unserem Wohnzimmerschrank. Seit dem hat sich die Sammlung immer mehr erweitert. Außerdem waren wir mindestens einmal im Jahr im Legoland und hatten alle vier lange auch Jahreskarten gehabt, so dass wir auf längeren Autofahrten auf der A8 auch mal einfach nur für eine Stunde Pause ins Legoland gegangen sind. Die Jahreskarte, auf der ich ein Halloween-Foto hatte, behielt ich natürlich als Andenken. In einem Jahr haben wir auf einer Karte fünf Stempel geholt und durften dann an einer Backstagetour teilnehmen. Das war ein absolutes Highlight.

Eine Legoland-Jahreskarte mit dem Portrait von Sandra halloweenmäßig als Lily Munster geschminkt. Daneben prangt das Logo in Form eines Ritterschildes, auf dem 'Helden gesucht' steht. Unter der Jahreskarte aus Plastik liegt noch eine Stempelkarte aus Papier, auf der jeder Besuch im Legoland mit einem Stempel dokumentiert wurde.

Nach unserem Umzug in unsere "Scheibe Haus", wie Florian unser Traumhaus gerne nennt, hatten wir sogar ein Lego-Computer-Kaninchen-Zimmer. Aber auch im Treppenhaus und im Wohnzimmer und im Heimkino sammelte sich immer mehr Lego an. Im Treppenhaus schmale Vitrinen, die eigentlich für Modelleisenbahnen gedacht waren, aber für die Minifiguren-Reihen ideal waren. Nachdem unser letztes Kaninchen über die Regenbogenbrücke gegangen ist, wurde es zum Lego-Computer-Zimmer, was so ziemlich unser Lebensmittelpunkt ist.

Die großartigste Aktion war jedoch unser Millenium Falke. Den hatte ich schon ziemlich lange auf meiner Wunschliste bei Amazing, aber 580 Euro waren schon eine Hausnummer. Irgendwann war er dann in der Vorweihnachtszeit auf 450 Euro reduziert. Da ergriffen wir die Gelegenheit und schenkten ihn uns zu Weihnachten. Es dauerte jedoch noch einige Zeit, bis wir zu Ostern 2013 Zeit fanden, ihn aufzubauen. Damals gab es noch kein Twitch, aber wir streamten über Jutjub vier Tage lang aus unserem Keller. Am ersten Abend hat Florian sogar einen Chäd zusammengeklöppelt, den wir mit dem Beamer an die Wand hinter uns warfen und ab Tag 2 dann mit unseren 4-6 Zuschauern sogar chatten konnten. Für das Modell habe ich sogar einen Vitrinen-Couchtisch in passender Größe besorgt und in einer fabelhaften Schwertransportaktion, die man auch auf Jutjub ebenso wie unsere mehrstündigen Aufbaustreams im Zeitraffer und sogar in voller Länge noch sehen kann. Die Dreharbeiten zum Schwertransport haben zu meinem 42. Geburtstag stattgefunden.

Florian hat ein Space Invader-T-Shirt an und Sandra ein rotes Sweatshirt. Sie breiten die Arme aus, um den fertig gebauten Millenium Falken zu präsentieren, der auf einem Tisch mit grüner Tischdecke steht. Im Hintergrund stehen Umzugskartons.

Wir hatten auch einmal die Idee, dass wir alle Legoländer der Welt besuchen wollen. So waren wir in Billund (Dänemark), Windsor (UK), Tampa (Florida/USA - meiner Meinung nach das schönste Legoland), Carlsbad (California/USA) und Malaysia. Dort hatten wir uns beim Grenzübertritt aufgrund der schwer bewaffneten Grenzbeamten nicht wohl gefühlt und beschlossen, dass wir das Legoland in Dubai niemals besuchen wollen. Japan steht aber auf jeden Fall noch auf der Bucketlist.

Was wir aber Großartiges geschafft haben, war unsere Lego-Store-Tour im Jahr 2018. Auf einem unserer Wochenendtrips quer durch Deutschland meinte Florian im Sommer, dass wir in dem Jahr bereits 9 von 11 Lego-Stores in Deutschland besucht hätten. Wenn wir Hamburg und Saarbrücken auch noch schaffen würden, dann hätte Florian in seinem Lego-Reisepass von jedem Store innerhalb nur eines Jahres alle Stempel gesammelt. Wir wären nicht wir, wenn wir das nicht geschafft hätten, gerade weil es verrückt war. Wenn wir es nicht gemacht hätten, dann hätten wir es mit Sicherheit bereut. So sind wir im November zum Jubiläumskonzert 20 Jahre Schandmaul nach Köln gefahren. Und wenn wir schonmal da waren, sind wir auf dem Rückweg über Hamburg gefahren. Und im Dezember waren wir in Dillingen zur Ghostsitter-Lesung von Tommy Krappweis im Drachenwinkel, was in der Nähe von Saarbrücken war. Mission Completed!

Inzwischen sind natürlich noch weitere Stores hinzugekommen, die werden wir natürlich auch noch alle besuchen. Über unseren Verein Schwabenstein konnten wir sogar zum Preopening des Lego-Stores in der Fußgängerzone gehen.

Florian hat jahrelang Star Wars-Sets von Lego gesammelt. Das war aber eher eine Ersatzhandlung, weil wir mehr Trekkie als Warsler sind. Der Star Trek-Serie von Bluebrixx hat er widerstehen können. Aber seit 2025 das erste Enterprise-Modell rausgekommen ist, sind wir Feuer und Flamme. Das wird teuer. Das wird sehr teuer... Denn diesmal werden wir alles haben müssen. Florian hat immer mal wieder schöne Sets haben brauchen wollen müssen, wie die Achterbahn oder den Mittelaltermarkt. Ich selbst war vor allen Dingen von den NASA-Sets begeistert und natürlich dem Gruselhaus, und den Dinosaurieren und den Back to the Future-Sets.

Und seit ein paar Jahren streamen wir auch hin und wieder über Florians Twitch-Kanal. Dort könnt ihr also sehen, wie sehr ich zusammen mit Florian unsere gemeinsame Lego-Leidenschaft zelebriere.

Sandra hat eine rote TNG-Uniform an, Florian den roten TNG-Hoodie. Sie sitzen an einem Tisch mit Weltraumtischdecke. Im Hintergrund ist das Innere eines Raumschiffs zu sehen, ein Hintergrundbild. Auf dem Tisch stehen Getränke und Schälchen zum Sortieren vom Lego bereit. Die Miniwarpgondeln und der Unterboden des Shuttles von Ro Laren ist bereits fertig. Florian hält einen Stapel Schälchen in den Händen und Sandra schaut freudig auf ihr Tablet, wo sie den Chäd verfolgt.

Der nächste Schritt wird sein, dass Florian endlich wohlverdient sein eigenes Legozimmer bekommen wird, das er dann sein "Brickoseum" nennen wird. Sobald Ferdinand ausgezogen ist. Damit wird für ihn ein großer Traum in Erfüllung gehen.


Update 16.03.2026

Beim Schwabenstein e.V. sind ca. 20% der Mitglieder weiblich.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Blick in die Vergangenheit | Sonnenstrahl | 1001 Steine | Fotos | Star Trek | Star Wars | Traumhaus
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Freitag, 6. März 2026 19:45

Das Tagebuch der Anne Frank

Kaum eine Schullektüre hat so einen Einfluss auf mein Leben gehabt, wie das Tagebuch der Anne Frank. Das ganze Ausmaß des Schreckens der NS-Zeit war darin mehr oder weniger hautnah zu erleben. Wir hatten auch einen S/W-Film dazu angeschaut und die ganze Klasse hatte danach geheult. Eine Klassenkameradin war sogar noch schockierter, weil sie Jüdin war. Ich glaube, in dieser Zeit bin ich Antifaschistin geworden.

Ich habe mein erstes Tagebuch zum 10. Geburtstag (1982) geschenkt bekommen. Damals wusste ich noch nicht so recht, was ich da hineinschreiben hätte sollen. Deshalb habe ich nur sporadisch mal ein paar Dinge notiert. Mit 12 (1984) habe ich dann angefangen, mehr oder weniger regelmäßig zu schreiben. Und mit 13 (1985) nach der Lektüre dieses Buches habe ich sehr lange wirklich jeden Tag geschrieben. Teilweise habe ich auch ihren Schreibstil imitiert, nur "Liebes Tagebuch..." habe ich nicht geschrieben. Irgendwann wurden die Einträge wieder sporadischer. Der letzte handschriftliche Eintrag im 37. Buch ist von 1994. Danach habe ich ab und zu mal im Computer auf Word meine Gedanken festgehalten und sortiert, wenn zu viel Chaos in meinem Kopf herrschte. Und seit 2005 blogge ich, aber auch ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Seit ich aber festgestellt habe, wie praktisch es ist, wenn ich in meinem Blog auch Dinge nachlesen kann, die ich vergessen habe, blogge ich wieder täglich. Meistens nur für mich, selten "for friends only", was man nur als eingeloggter User lesen kann, und hin und wieder öffentlich, insbesondere wenn wir von unseren Touren berichten.

Als Tommy während der Corona-Pandemie die WildMics Community darum bat, für sein Projekt Da Bist Du Nicht Allein (Charity) Beiträge zu liefern, war für mich sofort klar, dass ich unbedingt die Zeile mit dem Tagebuch der Anne Frank lipsyncen möchte. Das Exemplar, das ich in dem Video hochhalte, ist exakt das Buch, das ich damals in der Schule gelesen hatte.

Screenshot von Youtube. Sandra mit einem warmen Schal, offenen, scharzen Haaren hält das rote Tagebuch der Anne Frank neben das Gesicht. Sie singt die Zeile 'andere halten sich ernsthaft für Anne Frank'. Im Hintergrund ist eine Wiese und Bäume im Nebel zu sehen. Der Youtube Kanal ist von Tommy Krappweis und hat 716 Likes.

Florian und Sandra schmiegen ihre Gesichter aneinander, während sie '... da bist du nicht allein...' singen. Sandra hat den weiß-schwarz-rosa Loopschal umd, Florian einen schwarzen Hoodie an, unter dem man das Ferngesprächs-T-Shirt erahnen kann. Der Nebel im Hintergrund ist mittlerweile verflogen und hinter den kahlen Baumkronen und den Häusern sieht man den blauen Himmel.

Im innerehelichen Wohlfühl-Laberpodcast "Ja, Schatz!" von Sophia und Tommy schreibe ich in Folge 6 in den Twitch-Chäd, dass ich auf dem 18. Geburtstag von Tommy zu Gast gewesen war. Tommy wollte dann wissen, ob das peinlich gewesen wäre. Es war nicht peinlich. Ich habe ihm den Eintrag aus meinem Tagebuch von 1990 herausgesucht, aber ich hatte die Party damals eher als langweilig empfunden, auch wenn ich Tommy und seinem damaligen Musiker-Kumpel zugestanden hatte, dass sie sich echt Mühe gegeben hatten. Aber was für ein Schätzchen, dass ich das nachlesen kann!

Ich hatte immer gedacht, dass ich irgendwann in meinem Leben meine Tagebücher nochmal lesen müsse und sie dann verbrennen. Ich bin gerade bei Tagebuch Nummer 3 - und nein, ich habe sie nicht verbrannt. Ich habe aus Gründen gerade einen sehr nostalgischen Anflug. Ich finde es faszinierend, wie ich verschiedene Schriftarten ausprobiert habe. Am Ende bin ich jedoch wieder bei Druckschrift gelandet, wie 1984. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich in den Büchern nie explizit geworden bin. Vermutlich hatte ich immer im Hinterkopf, dass die ja auch jemand lesen könnte, oder noch schlimmer, veröffentlichen wie das Tagebuch der Anne Frank. Aber wenn ich das so lese, weiß ich natürlich, was da noch passiert ist oder was ich gefühlt habe. Das ist eine sehr interessante Reise in die Vergangenheit. Man könnte sagen, dass ich gerade meine Pubertät ein zweites Mal durchlebe.

Und ich wollte noch sagen, weil wir gerade bei Antifaschismus sind: die Arschkrampen von der AfD vertragen die Wahrheit nicht.

Themen: Blick in die Vergangenheit | Tommy Krappweis | Bücher | Menschenrechte | Demokratie | Corona | Weltfrieden | Zeugen Kühlwaldis
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Montag, 2. März 2026 19:36

Meine erste USA-Reise

In der 7. Klasse 1985 war ich so grottenschlecht in Englisch, dass mich meine Eltern für fünf Wochen in den Sommerferien zu unseren Verwandten in die USA geschickt haben. Sie wohnten in der Nähe von Chicago. Ich war 13 Jahre alt, meine Großcousine 14 und mein Großcousin 16. Im Vorfeld war ich sehr aufgeregt und irgendwie wollte mir niemand glauben, dass ich in das Land der Träume reisen würde, noch dazu ohne meine Eltern. Ich flog damals mit KLM über Amsterdam und wurde von den Stewardessen und Stewards gut betreut.

In den ersten Tagen war noch meine Großtante aus Berlin vor Ort, da gab es noch drei Mahlzeiten am Tag. Als sie weg war, ging jeder in die Küche, wenn er/sie Hunger hatte und irgendwann habe ich nur noch Hot Dog Buns und Ketchup vorgefunden. Das war etwas frustrierend. Die guten Sachen wurden irgendwo versteckt, so dass ich sie nicht finden konnte.

Meine Cousine und ich gingen uns ziemlich auf die Nerven und es herrschte ein kleiner Zickenkrieg, obwohl wir beide das gleiche Hobby hatten: Reiten. Alle paar Tage waren wir im Barn. Sie ritt auf dem Englischen Vollblut Roger und ich auf dem 25jährigen Hardford, der sich aber als recht fit herausstellte. Eines Tages ist er mit mir durchgegangen und ich stürzte. Meine Brille war dann kaputt und ich hatte ein riesige Schürfwunde am Oberschenkel. An dem Tag weinte ich mich in den Schlaf, weil mir bewusst geworden ist, dass ich hätte sterben können, wenn mir das Pferd auf den Kopf getreten wäre.

Mit meinem Cousin verstand ich mich besser. Überhaupt verstand ich mich oft mit Jungs besser als mit Mädchen. Er ist mit mir ein paar Mal ins Kino gegangen und auch in ein Wasserrutschenparadies. Außerdem durfte ich viel am Computer spielen und Briefe nach Hause schreiben. In der Familie gab es einige Tiere, die Colliehündin Sandy, die Katzen Blacky und Tiger und ein paar Meerschweinchen und Mäuse. Damit war ich im Paradies. Außerdem habe ich Pferdebücher verschlungen, allen voran die von Walter Farley (The Black Stallion). Mir war aber auch viel langweilig und ich habe mich etwas einsam gefühlt, besonders am Ende, als meine Cousine und mein Cousin wieder in die Ganztagsschule mussten. Da war ich dann froh, als ich wieder zu Hause war.

Aber mein Englisch hatte sich danach deutlich verbessert.

Sandra als 13jährige sitzt an einem Holzschreibtisch. Darauf steht eine klobige Tastatur, ein klobiger Bildschirm mit braunem Bild und weißer Schrift und ein überdimensionaler Nadeldrucker. Sandra hat eine kurze, blaue Adidas-Hose an, ein weißes T-Shirt, eine rote, digitale Armbanduhr. Ihre langen braunen Haare sind mit einer roten Klammer hinter den Ohren nach oben gesteckt. Außerdem hat sie eine große, rote Metallbrille auf der Nase. Sie schat rechts über die Schulter und strahlt über das ganze Gesicht.

Sandra als 13jährige hält einen großen Rotschimmelwallach am Kopf. Sie hat blaue Jogginghosen und ein weißes T-Shirt an, auf dem irgendetwas geschrieben steht. Der Wallach hält seine Ohren seitlich entspannt und trägt einen braunen Zaum und einen schwarzen Sattel. Die beiden stehen auf einer grünen Wiese mit hohen Gräsern. Im Hintergrund ist ein Zaun, Stormleitungen und Bäume. Der Himmel ist hellblau.

Auf einem Wiesenhügel hockt Colliehündin Sally falch auf dem Boden. Sie ist überwiegend beige, ihre Brust und ihr linkes Vorderbein sind weiß. Die Ohrenspitzen sind schwarz. Sie blickt nach links.

Und was für eine Überraschung, ein AfD-Politiker hat mal ein paar N*ziparolen gegrölt und tritt deshalb jetzt zurück. Vielleicht hat er sich auch die Taschen inzwischen genug vollgestopft mit unseren Steuergeldern. Wer weiß...

Themen: Blick in die Vergangenheit | Urlaub | Pferde/Reiten | Familienbande | Fotos | Computer und Internet | Kino
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Sonntag, 1. März 2026 13:38

Sandras Trickfilmkiste

Wenn wir im Urlaub waren, hat mein Papa mit unserer Super 8-Kamera gefilmt. Die hat er von einem Verwandten abgekauft, der als Early Adopter immer die neuesten Gadgets hatte. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte dieser sich dann eine Super 8-Kamera gekauft, die auch Ton aufnimmt. Es existieren deshalb auch Aufnahmen von meiner Taufe 1972. Nach den Urlauben hat Papa immer ein wenig auf der Kassette, die so 3-3,5 Minuten fassten, übrig gelassen, um mit den roten Tafeln mit weißen Magnetbuchstaben die Titel zu verfassen, die er dann mit der Schneidemaschine (hat mich immer an einen Locher erinnert) einfügte und dann die Filme zu etwa 20-minütigen Erinnerungsschätzen zusammengeschnitten hat, die dann auf den großen Rollen aufbewahrt werden konnten.

Meist blieb am Ende immer noch ein wenig Film übrig, und damit es dann nicht bis zum nächsten Urlaub warten musste, bis der voll war und man ihn zum Entwickeln bringen konnte, hat er mir gezeigt, wie man Stop Motion-Filme dreht und erklärt, dass eine Sekunde Film aus 24 Einzelbildern besteht. Es war für mich aber eher ein "Abfallprodukt" und nicht wirklich ein Hobby. In der Zeit von 1984 bis 1989 sind dann ein paar kleine Trickfilme entstanden, die mir Papa vor geraumer Zeit mal als Datei geschickt hat. Er hat das einfach mit einer Kamera von der Wand abgefilmt, deshalb entält die Aufnahme nostalgische Staubflusen und das originale Projektorknattern. Das Geräusch löst Kindheitserinnerungen aus.

Die verlinkten Filmschnipsel zeigen eine Stadt aus Bauklötzen, Papas Modellflugzeuge, kleine Männchen aus den Toasties-Packungen und ein lustiges Lego-Auto. Dann einen Stift, der etwas gezeichnet hat, was man aber nicht erkennen kann, weil das überbelichtet ist. Als Tiernarr habe ich natürlich meine Zootiere mit einer Holzeisenbahn herumtransportiert. Ein schwarzer Hund jagt ein Schaf.

Dann hatte ich ein Gummipferd mit Drahtgestell, das eigentlich ideal für Stop-Motion-Filme gewesen ist, allerdings sieht man sehr deutlich, bei welchen Passagen mir mein Papa geholfen hat, und wo ich selbst experimentieren durfte. Mit den Magnetbuchstaben habe ich auch comic-haft das Gebellte an die Tafel geschrieben. Der schwarze Hund war auf der Suche nach Freunden (ich Sonderling irgendwie auch immer). Anscheinend habe ich auch ein Lego-Fabuland-Auto besessen. Daran kann ich mich gar nicht erinnern.

Dann habe ich eine Verkehrsstudie mit Straßenbahn (ich habe sie erst viel später als Zuagroaste "Tram" genannt) und allerlei Fahrzeugen an einer großen Kreuzung erstellt und eine Bewegungsstudie mit meinem Barbiepferd "Isara" ("die Reißende"). Da die Gelenke relativ natürlich beweglich waren, ist mir Schritt, Trab, Galopp und Pass recht gut gelungen. Am Ende hat Isara noch ausgeschlagen und ist gestiegen. Zum Schluss musste ich den Film noch vollkriegen und wollte nochmal was Zeichnen, da hat der Film dann aber nicht mehr gereicht.

Zum Abspielen clicken :-)

Und jetzt bin ich mal wieder überhaupt nicht überrascht, wie menschenverachtend so mancher Politikabschaum ist.

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Freitag, 23. Januar 2026 23:59

Hubert Zitt in der Sternwarte Nürnberg

Zu Hause war mal wieder das Internet ausgefallen, weil der Anschluss schon wieder beschädigt wurde. Ich habe langsam den Eindruck, die wollen, dass wir zu Glasfaser wechseln. Ich habe deshalb die Reiseroute mit Handy und Tablet und WLAN-Hotspot über Handy irgendwie rausgesucht. Bis auf einen normalen Baustellenstau war die Fahrt problemlos und wir haben wieder unser obligatorisches Foto an der Saturn V in Nürnberg-Feucht geschossen.

In der Sternwarte Nürnberg hatten wir uns für den Vortrag

Science && Fiction – Der Einfluss der Mondlandungen auf die Menschlichkeit

von Hubert Zitt angemeldet, der von der Nürnberger Astronomische Arbeitsgemeinschaft (NAA) e.V. organisiert worden war. Hubert hat sich sehr gefreut und uns gleich mit einer Umarmung begrüßt. Wir hatten uns gar nicht angekündigt, es war also wirklich eine gelungene Überraschung. Uns hat eine Monika angesprochen, die uns von der FedCon her kennt. Sie hat sich nochmal bei mir bedankt, weil ich damals spontan angeboten hatte, von ihr, ihrem Mann und Hubert ein Foto zu machen, worüber sie sich sehr gefreut hatte. Diesmal konnte sie sich revangieren und hat von uns ein Foto gemacht.

Das doppelte &-Zeichen stammt aus der Programmiersprache. Wie immer hat Hubert viele Ausschnitte aus Filmen gezeigt. Begonnen hat er mit dem Song Whitey On the Moon von Gil Scott-Heron, in dem er sich Luft darüber macht, dass ein Haufen Geld dafür bezahlt wurde, um Weiße auf den Mond zu bringen, aber er als Schwarzer seine Arztrechnung nicht bezahlen kann. Das mal gleich zur Einstimmung. Er hat auch die Serie For all Mandkind (AppleTV) gelobt, die im März in die fünfte Staffel gehen wird.

Dann ging es um den Film "Apollo 13" und auch um den Satz "Failure is not an option", der so nie gesagt worden war. Aber den größten Teil hat der wunderbare Film "Hidden Figures" eingenommen, der um drei wunderbaren Frauen Katherine Johnson (Mathematikerin), Dorothy Vaughan (Programmiererin) und Mary Winston Jackson (Ingenieurin geht, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass John Glenn mit der Mercury-Atlas-Mission einen Raumflug absolvieren konnte. In dem Film schlägt in meiner Lieblingsszene Al Harrison (gespielt von Kevin Costner) das Schild "Colored Ladies Room" von der Wand und sagt den berühmten Satz "Bei der NASA pinkeln wir alle in derselben Farbe". Gäsenhaut pur! Und es sind auch einige Tränen geflossen.

Zum Schluss hat Hubert von der bevorstehenden Artemis-Mission gesprochen. Der erste bemannte Flug, der aber noch keine Landung auf dem Mond vorsieht, wird dieses Jahr zwischen Februar und April stattfinden. Er hofft, dass dies die Menschheit vielleicht wieder zusammenschweißen könnte, wenn Bilder um die Welt gehen werden, auf denen man nur den blauen Planeten sieht, auf denen keine Grenzen sichtbar sind. Er meinte, man solle die Hoffnung niemals aufgeben, insbesondere nicht in Zeiten wie diesen.

Anschließend haben wir den Abend noch im griechischem Restaurant Charisma ausklingen lassen. Dabei waren viele Leute, die wir auch von der FedCon kennen. Eine Frau hat erzählt, dass sie lange mit der Band Sarlacc Survivors aktiv war, es eine schöne aber anstrengende Zeit gewesen war, dann kamen die Kinder... Ich erinnerte mich, dass ich im Aufzug vom Sheraton-Hotel zu einer Twi'lek der Band gesagt hatte: "Die Orangenhaut solltest du mal von einem Arzt anschauen lassen." Sie antwortet: "Ja, das war ich!" Ich entschuldigte mich umgehend für den schlechten Witz, den sie wahrscheinlich noch nie nicht niemals gehört hatte. Später meinte Florian, dass ich vielleicht einer False Memory aufgesessen war, denn seiner Erinnerung nach hatte den Witz unser Freund Nobbse gebracht. Ich erlebe das öfter und erschrecke dann jedes Mal, weil ich dann Angst habe, dass so vielleicht Demenz beginnt. Aber ich glaube, dass ist ein normaler Effekt. Ich wundere mich immer, wenn ich alte Sachen nachlese, sei es im Blog oder gar in einem hangeschriebenen Tagebuch, dass ich mich überhaupt nicht an die Dinge erinnern kann oder manchmal auch eine vollkommen andere Erinnerung habe.

Es war ein wunderbarer Abend mit ganz vielen wunderbaren Menschen. Es lohnt sich wirklich zu schauen, ob wir Hubert nicht auch auf kleinen Veranstaltungen sehen können. Rosenheim hatten wir 2025 leider nicht geschafft, weil ich eigentlich auf Dienstreise hätte gehen sollen (aber dann krank wurde). Da war Nürnberg eben auch naheliegend und hat zeitlich besser gepasst.

Damit endete unsere Woche mit drei kostenfreien, aber phantastischen Vorträgen.

Sandra, Hubert in grauem Hemd und Jeans sowie Florian im Star Trek Hoodie stehen vor der Leinwand, auf dem die Enterprise zu sehen ist, wie sie über einem Planeten schwebt. Sandra macht einen vulkanischen Gruß und lacht in die Kamera. Unter ihrem Star Trek Hoodie sieht man das Logo der NASA. Hubert winkt und lächelt. Florian schaut etwas ernster und hält den Grogu Tiberius in der Hand, der ein Redshirt trägt und das Star Trek Insignia in Regenbogenfarben.

Hubert Zitt hält die Arme verschränkt. Hinter ihm ist ein hellgrauer, offener Schrank, in dem die Veranstaltungstechnik aufgebaut ist. Oben stehen drei unterschiedlich gefärbte Globen diverster Himmelskörper und eine Armillarsphäre, ein Gestell, dass die Bewegungen von Himmelskörpern darstellen kann und aus mehreren ineinander verschachtelten Ringen besteht. 
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Sandra und Florian sitzen im Restaurant. Tiberius sitzt neben Florian. Die Wand im Hintergrund ist aus hellem Holz. An der Ecke steht eine griechische, braune Vase.

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Sonntag, 28. September 2025 20:01

Transrapid-Besucherzentrum

Weil wir zufällig in der Nähe waren, sind wir zum Transrapid-Besucherzentrum gefahren. Es war schönes Wetter und wir haben uns ausgiebig mit der Matterie auseinander gesetzt und sind auch ein kleines Stück die ehemalige Teststrecke entlang gelaufen. Wir hatten den Eindruck, dass der Förderverein davon träumt, dass der Transrapid eines Tages DAS Verkehrsmittel werden wird und alle Probleme schöngeredet (Wirtschaftlichkeit) oder ausgeblendet (Unfall mit einem Werkstattwagen). Hätte sich die Technik durchgesetzt, gäbe es nicht nur einen einzigen in Shanghai. Angeblich soll die Strecke seit 2019 erweitert werden. Damals war ich gegen den Bau des Transrapids zwischen Bahnhof und Flughafen in München, insbesondere weil kein Geld für Kitas da war. Die Kitas sind mittlerweile in einer noch schlechteren Verfassung, aber statt die Vermögenssteuer wieder einzuführen, fällt dem Staat nur ein, das Bürgergeld sanktionieren zu wollen. Allerdings bin ich nicht grundsätzlich dagegen, dass der Staat in neue Technologien investieren sollte.

24 Fotos

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Montag, 25. August 2025 20:58

Weimar

Dieses Wochenende haben wir uns mit Freunden in Weimar getroffen. Wir hatten ein dicht gepacktes Programm, viel gesehen, gegessen und gelacht.


Freitag, 22. August 2025

Am Freitagnachmittag haben wir einen Zwischenstop in Erfurt gemacht, um den neu eröffneten Brotladen (Bernd das Brot) heimzusuchen. Dort haben wir einiges gekauft. Dafür habe ich zum ersten Mal in Werner's Head Shop nichts gekauft.

Nachdem wir in Weimar in unser Stammhotel B&B eingekehrt waren, gab es erst einmal Abendessen im El Burrito. Dort haben wir eine selbstgehäkelte Patchworkdecke im Klemmbaustein-Design geschenkt bekommen. Nun kann Florian über Noppensteine laufen, ohne sich die Füße wehzutun.


Samstag, 23. August 2025

Nach dem Frühstück ging es erst einmal ins Bauhaus. Die Geschichte der Hochschule für Baukunst ist auch eine Geschichte des Nazionalsozialismus. Mir gefällt das klare, funktionale Design der Möbel. Ich hatte auch einmal ein paar von diesen klassischen Freischwingern, die auch erstaunlich bequem waren. Nur das Kunstleder hat sich irgendwann aufgelöst. Es gab auch eine schöne Interviewsammlung zum Thema "Weltbürger":

  1. Victor Clopotar, Kupferschmied aus Rumänien
  2. Felix Brönner, Deutschland
  3. Ovileya Myrah, Griechenland, Moria Survivor
  4. Steven Leeu, Südafrika, Müllsammler
  5. Rudolf Stokvis, Niederlande
  6. Marieke Vogt, Österreich, Kajaksportlerin und Naturschützerin
  7. Mario Goldstein, Deutschland
  8. Alle Videos/Interviews

Ich frage mich, ob die flächigen Bilder mit schwarzen Linien und weißen, gelben, roten und blauen Rechtecken etwas mit Piet Mondrian zu tun haben. Und ob Jacqueline White aus "Unbreakable Kimmy Schmidt" einen Original-Mondrian in ihrem Appartment hängen hatte.

Anschließend waren wir im Haus der Weimarer Republik. Politische Bildung, so wichtig, für eine stabile Demokratie. Im Obergeschoss war eine Sonderausstellung über Sport und die Olympischen Spiele.

Mittagessen gab es in der Pizzeria Napoli. Ich hatte noch keinen großen Hunger und deshalb nur eine Suppe und ein Tiramisu gegessen.

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek mussten wir leider streichen, weil keine Tickets an der Kasse mehr verfügbar waren. Ich wollte sie aber nicht im Voraus kaufen, da ich nicht genau wusste, wieviele Leute wir sind und wieviele dort überhaupt reingehen wollen. Wir haben einfach beschlossen, noch einmal nach Weimar zu fahren. Statt dessen sind wir in das Weimar Naturalien gegangen und haben wieder ziemlich viel eingekauft. An der Kasse lebt die "dicke Heidi", eine Madagaskar-Fauchschabe, in einer Kokosnussschale mit Mesokarp.

Unser traditionelles Gruppenfoto haben wir am Shakespeare-Denkmal gemacht, weil wir es witzig fanden, dass in der Goethe- und Schillerstadt ein Shakespeare-Denkmal steht. Dabei entstanden noch eine Menge lustiger und epischer Bilder. Nach einem schönen Spaziergang im Park haben wir dann im Franz & Willi Burgerhaus gegessen. Leider war meine Reservierung vom April verschütt gegangen, aber es hat dann spontan doch geklappt. Wir saßen erst im Biergarten, aber weil es doch etwas kühl war, wurden wir tischeweise nach drinnen geholt, sobald wieder einer frei geworden war.

Anschließend sind wir noch im Cielo eingekehrt, wo wir mit Cocktails den Abend ausklingen ließen. Dort haben wir eine sehr coole Bedienung kennengelernt, die wir gleich für ein Projekt rekrutieren wollten. Schöne Dinge können hier kommen, wenn alles klappt. Außerdem haben wir gleich Pläne für das nächste Jahr geschmiedet und schonmal das Wo & Wann geklärt. Das dreiköpfige Orga-Team (nicht wir) wird das toll machen! Bei unseren jährlichen Treffen hat bisher jedes Jahr jemand anderes die Orga übernommen und wir besuchen sozusagen reihum unsere Wohnorte. Nein, wir wohnen nicht in Weimar, aber wir haben mit unseren Freunden aus Weimar das Wochenende geplant.

Florian hat noch eine Postkarte eingeworfen. Die hätten wir als solche gar nicht erkannt, weil sie rot war statt gelb. Das war ein Insidertip.


Sonntag, 24. August 2025

Der Sonntag war dann nicht mehr so dicht getaktet. Zum Frühstück hat unser Fotograf sein Meisterwerk signiert, dass seit unserer Renovierung im Schlafzimmer hängt.

Vormittags waren wir im Bienenmuseum. Dort gibt es auch sehr guten Honig im Hofladen. Es gibt den Innenbereich, das Museum, und den Außenbereich, den Garten mit bienenfreundlichen Pflanzen und den Bienenstöcken. Das Café Bienenstock hat sehr leckere Speisen und dort kann man auch feiern und Catering bestellen. Netterweise durften wir uns noch an den Resten eines Hochzeitsbuffets bedienen. Danach haben wir dort noch eine kleine Pause eingelegt, bevor es zum letzten Programmpunkt überging.

Wir hatten Buchenwald an das Ende gelegt, weil der Programmpunkt sehr umstritten war. Einige sagten bereits im Vorfeld, dass sie das sich nicht antun möchten. So konnten sie entweder bereits den Heimweg antreten oder etwas anderes anschauen. Ich finde es aber immer wieder wichtig, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Nie wieder ist jetzt!

Abendessen gab es diesmal im Sächsischen Hof, wo wir einen Vierer-Pärchenabend hatten. Die meisten hatten bereits die Heimreise angetreten. Ich hatte Appetit auf Rotkohl mit Klößen, aber ohne Fleisch, weil ich auswärts normalerweise vegetarisch esse. Das war überhaupt kein Problem. Als ich dann noch beide Desserts im Weckglas essen musste, hatte ich meinen Rekord aufgestellt: Fünf Desserts an einem Tag, wenn man die Torte vom Bienenstock mitrechnet. Danach wollte ich aber nur noch ins Bett, so platt war ich.


Montag, 25. August 2025

Am Montag waren wir nur noch zu viert beim Frühstück. Florian hatte sein Notebook dabei, auf dem er Linux installiert hatte. Aber weil das Notebook einen 4K-Bildschirm hat, konnte er die Schrift nicht lesen, weil sie mini-mini-mini war. Aber mit Hilfe des anderen ITlers ist es dann gelungen, dem Betriebssystem die korrekte Bildschirmauflösung beizubringen. So ist Florian ein Schritt näher an seiner Befreiung von Microsoft. Sein neues Fairphone soll auch google-frei bleiben. Ich bewundere seine Beharrlichkeit. Ich bin da leider etwas zu bequem.

Die Heimfahrt verlief wieder ohne Probleme.

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Samstag, 5. Juli 2025 17:14

The Spirit of No Name City in Poing

No Name City in Poing habe ich leider nie besucht. Das ist ein mahnendes Beispiel, wie aus "irgendwann" ein "nie" wird. Man bereut im Leben immer nur die Dinge, die man nicht getan hat. Und manchmal stelle ich mir vor, wie ich dort vielleicht aus den Socken gefallen wäre, hätte ich Tommy in einer Stuntshow erkannt.

Als Florian neulich ein Poster als Werbung für The Spirit of No Name City auf dem Weg zum Supermarkt gesehen hatte, haben wir das natürlich gleich eingeplant. Heute waren wir dort. Das kleine Festival fand auf dem Außenparkplatz des CityCenter Poing statt. Es bestand aus einem Verkaufsstand für Cowboyhüte, schlichten Kulissen, Essensständen, ein paar Spielen wie Stiefel werfen, einem Bullriding und einer Bühne mit Tanzfläche. Es gab ein klein wenig Westernfeeling.

Wir haben auch jemanden vom Trekdinner getroffen. Er hat erzählt, dass das Festival dieses Jahr wegen der Baustelle sehr klein ist und normalerweise auch noch zusätzlich auf der Straße stattfindet. Dieses Jahr konnte die Straße aber wegen der Baustelle nicht gesperrt werden, sonst hätten die Autos nicht in das Parkhaus vom CityCenter fahren können. Für nächstes Jahr haben wir uns dann gleich mal verabredet, damit wir das Festival nochmal in voller Größe erleben können. An Pullman City in Eging am See oder das El Dorado in Templin kommt das natürlich nicht heran.

Für Countrymusik hat Ronny Nash gesorgt, während auf der Tanzfläche das Publikum zu Linedance eingeladen war. Mad-hias unterhielt als Jongleur und Feuerkünstler und machte einige Seitenhiebe gegen Rechts. Als wir gehen wollten, beeindruckten uns noch die Wild West Girls e.V. and Boys mit ihrem Cancan und Michi mit seiner Kinderschminke. Die Show mussten wir dann noch zu Ende sehen.

Ein Straßenszene mit temporären, im Westernstil gestalteten Holzfassaden. Zu sehen sind mehrere Holzgebäude mit Schildern wie „Gunsmith“, „Saloon“, „Trading Post“ und „Sheriff“. Davor stehen und sitzen Menschen in sommerlicher Kleidung, einige tragen Cowboyhüte. Rechts im Bild befinden sich Bierbänke mit vielen sitzenden Personen unter blauen Sonnenschirmen. Im Hintergrund stehen die modernen Gebäude des CityCenters Poing und grüne Bäume unter einem teils bewölkten Himmel.

Florian und Sandra stehen lächelnd in Westernkleidung vor einer Holzfassade mit den Schildern „Gunsmith – Flammer’s“ und „Saloon“. Beide tragen schwarze Cowboyhüte; Sandra trägt zusätzlich eine verzierte schwarze Weste. Im Hintergrund ist die Kulisse eines Western-Dorfs mit Holzverkleidung und Dekorationen zu sehen.

Sandra sitzt entspannt in Westernkleidung auf einem Schaukelstuhl mit Lammfell vor einer Holzfassade im Westernstil. Sie trägt Jeans, schwarze Cowboy-Stiefeletten, eine verzierte schwarze Weste und einen schwarzen Cowboyhut. Hinter ihr sind eine Tür mit Gitterfenster, ein „Wanted“-Plakat für „Billy the Kid“ und typische Western-Dekorationen zu sehen.

Ein künstlicher Bulle steht in mitten einer hochen Polsterung auf einem Gestell, das ihn bewegen und drehen kann. Im Hintergrund ist eine Glasfront vom CityCenter zu sehen.

Auf dem Asphaltboden ist die Schattensilhouette von Sandra mit Cowboyhut zu sehen. Am unteren Bildrand sieht man ihre Unterschenkel in Jeans und die schwarzen Cowboy-Stiefeletten und links die Ledertasche mit Indianischer Verziehrung und Fransen.

Am Rand der Musikbühne sitzt ein großer, beiger Teddybär mit Cowboyhut, Jeanshose und -jacke und einem roten Halstuch neben den Lautsprecherboxen. Im Hintergrund sind die Beine eines Countrysängers in Jeans und Cowboystiefeln zu sehen.

Mad-hias tritt in kurzen, bayerischen Lederhosen, einem weißen T-Shirt mit Aufdruck und einem Strohhut auf der Tanzfläche auf. Er fährt Einrad und hält drei Fackeln zum Jonglieren in den Händen. Im Vordergrund ist ein Holzrad und eine Satteltasche als Dekoration. Im Hintergrund sitzen und stehen einige Zuschauer.

Selfie von Sandra mit blonden Haaren und schwarzem Cowboyhut unter dem Banner „The Spirit of No Name City“. Im Hintergrund sind Besucher und Stande des Festivals zu sehen.

Besucher des Festivals sitzen auf den Bierbänken unter blauen Sonnenschirmen. Rechts im Bild ist ein alter Planwagen zu sehen. Im Hintergrund ist das moderne Gebäude des CityCenters, Bäume und Hinweisschilder auf die Geschäfte im CityCenter zu sehen. Der Himmel ist ziemlich bewölkt.

Auf der Tanzfläche tanzen vier junge Damen in schwarz-bunten Rüschenkleidern mit Federschmuck auf dem Kopf Cancan. Im Vordergrund sitzen Zuschauer teils mit Cowboyhüten. Im Hintergrund ist die überdachte Zeltbühne zu sehen mit ein paar Countrymusikern.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Der Wilde Westen | Fotos | Tommy Krappweis | Blick in die Vergangenheit
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Samstag, 27. Mai 2023 23:48

FedCon 31 - Tag 2

Heute sind wir bereits 8:00 Uhr aufgestanden, aber das war fast zu knapp, um rechtzeitig um 10:00 Uhr zu Hubert Zitt zu gehen, weil im Frühstücksraum echt die Hölle los war. Der Vortrag ging über die Fehler in Star Trek, den wir eigentlich auch schon kannten. Aber die Vorträge von Hubert kann man sich immer wieder anhören. Er hat Captain Kirk und Jens Dombek hat Spock in einem Film von James Cawley gesprochen, damit auch Leute, die nicht so gut englisch können, das anschauen können.

Danach waren wir nochmal im Händlerraum und haben die Art Show angeschaut. Sven Kinader macht auch Tattoos. Dann mussten wir ein bisschen in unser Zimmer und uns ausruhen. Wash meint zwar, meine Haare sähen mit dem Silberspray super aus, aber ich bin halt keine 25 mehr...

Es war etwas verwirrend, wer wie wann wo was macht. Es hieß erst, dass wir uns 14:30 Uhr für ein kurzes Closing Video treffen würden, das ist dann aber auf 19:00 Uhr verschoben worden. Wir waren dann 15.00 Uhr im LGT-Studio, wo es einen Live-Podcast mit Jedipedia Echo 3 an Echo 7 gab. Allerdings redeten sie dann anfangs nur über Highlander (Sean Connery und Christopher Lambert). Moritz ist 21 Jahr alt und konnte mit Highlander nichts anfangen. Oder mit Demolition Man und den drei Muscheln. Das macht aber nichts. Man muss nicht alle alten Klassiker anschauen. Als dann über Rogue One gesprochen wurde und über Feuchtgebietssturmtruppler, sind wir wieder zum ESA-Panel gegangen, das 17:00 Uhr los ging. Das Interview mit Jens Dombek werde ich dann hoffentlich als VOD nachschauen können.

Das war auch alles sehr interessant. Für die Landung von Marsrover und anderen Sonden ist eigentlich nur die Äquatorialgegend geeignet, weil nur dort genügend Sonnenstrahlen für die Solarpanele einfallen und nur dort die Atmosphäre dicht genug für die Bremsfallschirme ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist 2028 der Mars der Erde so nahe, wie nur einmal in 60.000 Jahren, weil die Flugbahnen nicht ganz auf der gleichen Ebene sind, so dass das tatsächlich "quiet an opportunity" ist für eine Marsmission.

Danach bin nur ich zum Buffet gegangen, Florian ging es leider nicht gut und er hat seinen Voucher QChris gegeben. Es war wieder sehr lecker, besonders die Pastinakensuppe. Aber so ganz allein essen ist auch doof. Florian hat sich inzwischen im Zimmer etwas ausgeruht.

19:00 Uhr haben wir dann endlich etwas für das Closing Video gedreht und ein LGT-Gruppenfoto gemacht. Danach saßen wir nur noch im Hauptsaal und haben das Ende von Terry Farrells Panel gesehen und Richard Dean Anderson. Danach kam dann nochmal die ESA-Crew und hat Fragen beantwortet. Dabei war das beliebteste Thema der Mars und Sex im All. Naja... Ich fand die interessanteste Frage, welches die Lieblingsbücher seien. "The Martian" war sehr beliebt bei den ESA-Mitarbeitern. Und "Contact" von Carl Sagan.

Der letzte Programmpunkt war dann der Cosplay Catwalk, der wieder ohne Jury stattfand. Ich denke, dass es der Show gut tut, wenn der Rivalitätsgedanke wegfällt, sondern man einfach nur Spaß hat, sein Kostüm zu zeigen. Shelley und Caspar trugen Kostüme aus Logan's Run, auch so ein alter Klassiker. Vielleicht mache ich mal einen Zusammenschnitt aus den ganzen sexistischen Szenen. In Logan's Run sucht sich ein Mann aus einer Art Aufzug eine Frau für den Abend aus. In Soylent Green gehört eine Frau zur Einrichtung der Wohnung. Und auf dem Raumschiff von Captain Future ist es die rothaarige Frau, die die Mannschaft bekocht. Soetwas gibt es heute nicht mehr. Zwischendrin hat sich eine Frau auf die Bühne geschlichen, die behauptete, Elon Musk würde die FedCon bezahlen. Warum hat eigentlich niemand gebuht? Sehr seltsamer Auftritt.

Im Foyer haben sich dann alle LGTler zusammengefunden, aber wir haben uns in unser Zimmer zurückgezogen. Florian geht es immer noch nicht besser und Anna war so lieb, uns Iberogast auszuleihen. Stress und das ungewohnte Essen... Dabei haben wir Thomas und Steffen in einem sehr knalligen Outfit mit leuchtenden Schuhsohlen verpasst. Thomas' Anzug erinnerte mich an einen Vorhang, den wir in den 70igern in Berlin hatten. Aber wenn man sich nicht fit fühlt, macht es auch keinen Spaß, auf die Party zu gehen.

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Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | unterwegs | Conventions | Hubert Zitt | Star Trek | Astronomie | Blick in die Vergangenheit | LastGeekTonight (LGT)
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Sonntag, 7. Mai 2023 21:39

The Whale

Der Film The Whale hat zwei Oscars gewonnen, einmal für die beste Hauptrolle (Brendan Fraser) und einmal für die Maske. Das ist normalerweise kein Kriterium für mich, ob mich ein Film interessiert, aber in dem Fall interessierte mich auch das Thema etwas. Und in einem Interview hat Brendan Faser auch gesagt, dass Menschen mit solch enormen Übergewicht nicht schwach sind, sondern dass sie sehr stark sein müssen, um jeden Tag weiterzuleben.

Der Film zeigt eigentlich sehr deutlich, dass die Ursache für Übergewicht häufig in der Psyche liegt. Manche Menschen reagieren mit Appetitlosigkeit, manche eben mit Kompensation durch Essen. Und wenn das außer Kontrolle gerät, dann kann es zu extremer Adipositas führen. Das ist natürlich nicht die einzige Ursache, es gibt auch Stoffwechselerkrankungen, Hormonstörungen, Medikamentennebenwirkungen und genetische Faktoren, aber das ist hier nicht das Thema.

Wie sieht so ein Leben aus? Man verlässt die Wohnung nicht mehr. Der Weg vom Sofa zum Klo und zum Bett und wieder zurück ist eine Tortur. Essen wird geliefert oder von Freunden/Verwandten gebracht. Man schafft es nicht mehr, heruntergefallene Gegenstände/Müll aufzuheben. Man möchte nicht, dass irgendjemand einen so sieht.

Lustig fand ich dann den Auftritt von Samantha Morton interssant. Ich kannte sie nur als Alpha von Walking Dead.

Ich fand es erstaunlich, dass Charlie zumindest eines nicht war: Einsam. Er bekam Besuch von einer guten Freundin, die sich auch um ihn kümmerte, seiner Tochter, seine Ex-Frau, sogar der Pizzabote. Und er hat einen Job, wo er 100% im Homeoffice arbeiten kann und auch gut verdient. Ich denke, dass ist eher selten der Fall.

Fazit: Durchaus bedrückender Film, sogar mit einer gewissen Handlung. Der Oscar sei gegönnt.


Noch ein Wort zum Kino. Wir waren im Filmstudio in Ottobrunn. Das ist im Wolf-Ferrari-Haus, aber das steht draußen nirgends dran. Wenn man reingeht, dann ist ein A4-Blatt laminiert an einer Säule, das darauf hinweist, dass sich das Kino im Keller befindet. Dort gibt es Tickets, aber weder Knabbereien noch Getränke. Die muss man selbst mitbringen. Aber es sind Kinosessel. Ich kann mich erinnern, dass ich vor Ewigkeiten mit meinen Eltern mal dort gewesen war und "Herbstmilch" angeschaut hatten. Damals saßen wir auf gewönlichen Stühlen und mir hat anschließend alles wehgetan.

Themen: Kampf den Pfunden | Kino | Blick in die Vergangenheit
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Sonntag, 19. März 2023 23:15

Sandra schaut...

[Werbung - und nein, dafür bekomme ich kein Geld]


Onward (Disney+)

Am Sonntagabend hatten wir mal wieder Lust, einen schönen Film anzuschauen. Unsere Wahl fiel auf Onward. Der Welt ist die Magie abhanden gekommen. Der Elfenjunge Ian bekommt kurz nach dem 16. Geburtstag einen Zauberstab geschenkt, mit dem er für einen Tag seinen verstorbenen Vater zurückholen kann. Doch etwas geht schief und es materialiseren sich nur dessen Beine. Gemeinsam mit seinem großen Bruder Barley begeben sie sich auf einen Roadtrip Quest, um ihn vervollständigen zu können, doch die Zeit wird knapp.

Ein schöner Film, auch wenn ich das Gefühl habe, dass Pixar seit der Übernahme durch Disney nicht mehr ganz so epische Geschichten bringt. Es wirkt alles nach gleichem Strickmuster gefertigt.


WTF-Talk #003: Reichsbürger

Auch ein interessantes Thema: Reichsbürger. Wenn man sich vom Staat nix sagen lassen mag, kann man einen Piratensender auf einer verlassenen Bohrinseln gründen. Kein Staat ist 100%ig souverän. Richter Ralf Neugebauer erklärt, dass es eine grundlegende Fehlannahme der Reichsbürger ist, dass sie glauben, dass Recht total formalistisch ist. Recht ist aber etwas faktisches. Das heißt dass man keinen Friedensvertrag haben muss, um sich im Frieden zu befinden.

Das nächste Thema ist "Amokläufe".


Twitch WildMics #nachsitzen #006 | Cultural Appreciation in Music

Zu Gast war Dara Starr Tucker. Das Gespräch fand komplett auf Englisch statt. Daher hat irgendwann auch der Chäd auf Englisch umgeswitcht. Es waren über 4.200 Zuschauer.

Dara said that the Orange Guy showed the people that it is okay to be an asswhole. The loud minority is scary. Music was a way to get out of the disadvantages that black people still faced after slavery was over. And when white people (e.g. Elvis Presley) took that away, it hurt. There was not an own culture, not African, they had to create something new. That was the Music. People didn't know the originals from the Beatles songs. White people took from the black people to earn money, but never gave anything back. The word "woke" comes from the black community. Dara says it is so important to educate people and she appreciates what Tommy, Alexa and Alexander do. An then Dara said in German: "Danke für die Einladung!"

Dara hat auch eine eigene Website: https://www.daratucker.net/


Die Anstalt vom 14. März 2023

... über das deutsche Polizeiwesen.


Twitch WildMics HOAXILLA RE:Live #002 | Elektrosmog und Handystrahlung

Das Thema ist immer noch aktuell: Elektrosmog und Handystrahlung. Und die Reaktionen auf den alten Podcast von 2010 zu sehen. Man muss halt manchmal einfach machen. Perfektionismus wäre hier nur hinderlich. Und wenn man die Entwicklung bis heute nachverfolgt, dann ist es schon erstaunlich, was daraus geworden ist. Es wurde auch über die alte Website und das Forum gesprochen und wieso das wieder eingestampft wurde. Und als die GW*P erwähnt wurde, wurden kurz die Gesichter ein bisserl lang. Hoaxilla sind aber schon lange ausgetreten.

Aber das allerwichtigste war die Ankündigung, dass es bald irgendwann mal etwas mit Noppen geben wird. Das wird bestimmt ein ganz besonderes Schmankerl ;-) Da das Wort im Bayerischen Wörterbuch vorkommt, würde ich mal behaupten, dass Alexander seiner Zeit schon voraus war und sich damals eben schon auf den Einbürgerungstest für das Voralpenland vorbereitet hat. Aber ich bin mal ganz still. Nur meine Oma aus Sachsen hat behauptet, ich würde Bayerisch sprechen :D


Twitch WildMics #AlleBekloppt #028

Diesmal ging es auch um Post Covid und wie man da mit Einladungen zu Familienfeiern oder wie bei Tommy zum Klassentreffen (wir warenn nicht in der gleichen Klasse, er war auf der Realschule, ich im Gymnasium) umgeht.

Alexander hat auch etwas Schönes gesagt, nämlich dass man eben ein gewisses Energiekonto hat, und dass man es nicht überziehen sollte. Das klappt bei mir immer besser, seit ich immer mit dem Wichtigsten beginne und dann die weniger wichtigen Sachen auch mal vor mir herschieben kann. Und das "Akku auffüllen" ernster nehme. Ich hatte nach Covid auch viele Wochen mit Kreislaufproblemen und Erschöpfung zu kämpfen. Jetzt geht es langsam wieder.

Das nächste #nachsitzen wird eine "Ask us anything".


Wer sich nicht mit dem Thema Krieg auseinandersetzen möchte, bitte nicht weiterlesen.

Auslandsjournal vom 15. März 2023

... über Streiks der Ärzte in Großbritannien, die Lage in der Ukraine, das Great Barrier Reef, Türkei nach dem Erdbeben, inwiefern die Demokratie in Israel gefährdet ist und die Lage im Irak.

Themen: Disney | Filme | Lydia Benecke | Hoaxilla | Tommy Krappweis | Claus von Wagner | Blick in die Vergangenheit | 1001 Steine | Skeptix/Skeptics in the Pub
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Dienstag, 27. September 2022 21:02

Pre-Opening The Lego Store

Ganz lieben Dank an Daniel und Schwabenstein, die uns dieses VIP-Event ermöglicht haben. Offiziell wird der Lego-Store erst am 29.09.2022 eröffnet, doch wir durften schon zwei Tage vorher rein. Einerseits wurde die Technik mit uns als Friendly User getestet, andererseits gingen die zahlungskräftigen AFOLs von Bricking Bavaria, Schwabenstein, SwissLUG und wie sie alle heißen nicht ohne gelber, großer Papiertüte raus. Von Dallmayr wurden alkoholfreie Getränke gereicht, u.a. eine Variation des Bavaria Sprizz mit Almdudler. Und man traf das eine oder andere bekannte Gesicht.

Ich war bereits 1,5 Stunden vorher da, weil es sich nach der Arbeit nicht gelohnt hatte, nach Hause zu fahren. Ich habe ein wenig das Treiben am Marienplatz und auf der Kaufingerstraße beobachtet, einen leckeren Crêpe mit Nutella und Banane gegessen und den Elbenwald besucht, der drei Mal größer ist als der im PEP. 18.00 Uhr ging es los, da war Florian dann auch pünktlich da. Wir wurden auf der Liste abgehakt und durften dann über den roten Teppich durch einen Nebeneingang hinein. Die Security fischte ein paar Leute raus, die nicht auf der Liste standen, die wohl aber in nicht böser Absicht einfach rein gegangen waren.

Florian bekam den allersersten Stempel vom Store in seinen Pass rein. Der war kurz zuvor noch originalverpackt gewesen. Juhu! Ein paar Mitarbeiter sind vom Lego-Store Barcelona da gewesen, um die Crew zu unterstützen. Manche sprachen echt gut deutsch. Ansonsten halt englisch. Alle waren sehr freundlich und gut drauf.

Ich musste so lachen, weil der Store ein einziges Klischee war, voller Dirndl, Lederhosen und Brez'n. Ich vermute mal, dass es in Zukunft in erster Linie die Touristen anlocken soll.

Der Drucker, mit dem man einen Torso nach individuellen Wünschen hätte bedrucken können, litt leider mehrmals unter Stromausfall. Die Sicherung flog immer wieder raus, weshalb wir das erst einmal auf einen späteren Besucht vertagten. Florian hat sich dann doch gegen die neue Ritterburg aber für das Medieval Blacksmith-Haus entschieden. Wir haben nach wie vor das Problem, dass uns der Platz ausgegangen ist. Und bis die Jungs irgendwann mal ausziehen, wird es sicher noch ein paar Jahre dauern. Aber ich möchte sie nicht einfach vor die Tür setzen, das habe ich selbst erlebt. Die beiden dürfen so lange zu Hause wohnen, wie sie möchten. Deshalb muss Florians Brickoseum noch ein Weilchen warten.

Es war ein sehr schönes Date mit meinem Mann gewesen :)

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Freitag, 26. August 2022 23:59

RTL Samstag Nacht - Das Wiedersehen

Um vier sind wir bereits vor dem Studio mit der Hausnummer 22 in Köln gestanden und haben auf Wolfgang gewartet. Wegen unserer Brickgespräch-T-Shirts hat man uns sofort erkannt und gefragt, ob wir Sandra und Florian wären. So warteten wir gemeinsam auf den Fahrdienst. Wegen den Stufen vor dem Studio hat sich Florian schonmal vorab erkundigt, wo Wolfgang denn rein könne. Da sagte man ihm, dass alles ebenerdig sei. An die Stufen vor dem Eingang hatte man nicht gedacht. Aber er solle sich nochmal melden, wenn Wolfgang eingetroffen ist, dann könnte er mit ihm durch den Seiteneingang fahren.

Als er dann endlich da war und von seinem Begrüßungskommitee geknuddelt worden war, ist Florian mit ihm durch den Seiteneingang, wo er kurz Sophia, Alexa und Alexander Hallo sagen konnte. In der Schlange standen auch Lydia, Sebastian und Steffi. Die Abholung durch den Fahrdienst hatte Wolfgang für 22:00 Uhr bestellt. So genau wusste aber niemand, wann die Show zu Ende sein würde. Auf der Website von Endemolshine waren die Informationen hierzu eher dürftig, aber wahrscheinlich kann man höchstens die Mindestdauer angeben, wie lange eine TV-Aufzeichnung dauern würde. 22:00 Uhr kam mir aber schon sehr knapp vor.

Im Foyer hatte ich gehofft, noch etwas essen zu können, aber es gab irgendwie Fritz-Cola (die ganz okay ist), Quinoa-Salat, Foccacia und halb-vegane Wraps. Letzterer war zwar lecker, aber nur was für den hohlen Zahn. 17:00 Uhr begann dann die Ticketausgabe. Ich fand den Bestellvorgang schon seltsam, weil man seine Tickets reservieren, dann bezahlen, und dann nochmal in einem engen Zeitfenster vom 20.-23.08. bestätigen sollte. Zumindest hatte es dann den Vorteil, dass wir sieben zusammen sitzen konnten, weil die Plätze erst am Abend vergeben wurden. Außerdem gab es in den Reihen keine freien Plätze zwischendrin, was vielleicht blöd ausgesehen hätte bei Kamerafahrten über den Köpfen des Publikums hinweg. Weil das so ein Megaevent war, hatten wir keine Lego-Figuren mitgebracht, außer der für Wolfgang. Allerdings hatten wir die noch in unseren Rucksack verstaut (den wir an der Garderobe abgegeben hatten) und wollten sie ihm nach der Show geben. Wir saßen in der vierten Reihe ganz rechts, wo zwei Stühle statt nur einer fehlte. Der nette Mitarbeiter von der Platzzuweisung hat mir dann aber schnell wieder einen geholt.

Die Show war toll. Und lang. Mit vielen Gästen. Wann genau RTL Samstag Nacht - Das Wiedersehen ausgestrahlt wird, wissen wir noch nicht. Aber ich freue mich schon wie blöd darauf. Ich saß neben einem Publikums-Micro. Als ich damals, als ich noch jung war, mal bei einer Aufzeichnung der Talkshow "Gottschalk" im Bavaria Studio gewesen war, der Sendung, in der die kleinste Frau und der größte Mann Deutschlands eingeladen waren, hatte man mein Lachen aus dem Publikum herausgehört. Leider habe ich das Video nicht mehr, das ist bei der Entsorgung meiner VHS-Sammlung wohl flöten gegangen. Ich bin gespannt, ob mein Lachen auch herauszuhören sein wird. Früher fand ich Far Out! Extreme... irgendwas nur mäßig lustig, aber diesmal habe ich mich scheckig gelacht. Vielleicht war ich damals für diese Art von Humor noch nicht reif genug. Oder noch nicht verspielt genug.

Um 22:00 Uhr war die Aufzeichnung noch lange nicht vorbei. Erst kurz nach 23:00 Uhr ging sie dann zu Ende und Wolfgang ist mit seiner Begleitung schnell raus. Glücklicherweise war der Fahrdienst noch da und hatte gewartet. Aber genießen konnte er die letzte Stunde nicht mehr. Das war sehr schade gewesen. Da man auch kein Handy mit reinnehmen durfte, konnte er auch nicht Bescheid geben, dass es etwas länger dauert. So konnten wir uns auch nicht mehr richtig verabschieden und eine Fotosession gab es auch nicht mehr. Das mit der Inklusion üben wir nochmal.

Wir haben auch nicht viel länger gewartet, weil uns mittlerweile der Magen in den Kniekehlen hing. Und gefroren hatte ich auch, weil sich in den Studios inzwischen keine Hitze mehr wegen der Scheinwerfer anstaut. Statt dessen saß ich mitten im Luftzug der Klimaanlage. Zumindest hatte ich noch mitbekommen, dass Tommy gerufen hatte: "Wo ist meine Frau? Meine richtige Frau?" Was er damit gemeint haben könnte, erfahrt ihr, wenn ihr die Sendung anschaut. Sobald ich weiß, wann sie ausgestrahlt wird, gebe ich nochmal Bescheid.

Samstag, 27. August 2022

Am nächsten Vormittag haben wir Wolfgang dann zu Hause besucht und ihm seine Lego-Figur gebracht.

Und das haben Alexander und Tommy nach der Show gepostet. Hachz!

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Sonntag, 20. Juni 2021 20:53

Sandra schaut...

[Werbung - und nein, dafür bekomme ich kein Geld]


Fuller House

Auch wenn es heißt, Horror- oder Zombiefilmseriengucker würden besser durch die Corona-Krise kommen, muss ich sagen, dass ich seit einem Jahr nicht mehr so wahnsinnig viel Lust auf Dystopisches hatte, dazu war ich zu wirr im Kopf, zumindest die ersten Wochen. Da es zahlreiche Aufgüsse alter Sitcoms gibt, habe ich mal Fuller House angeschaut. Full House habe ich gemocht, weil ich DJ so toll fand und John Stamos süß.

Die Serie ist auch locker flockig anzusehen. DJ ist eine tolle Frau geworden, aber Candace Cameron Bure verbringt wahrscheinlich auch sehr viel Zeit im Fitnessstudio (wo mich keine zehn Pferde reinbekommen), was sie in einer Folge eindrucksvoll unter Beweis stellte, als sie im Wohnzimmer Liegestütze machte. Bei mir würde das eher so aussehen. Und John Stamos ist immer noch hübsch anzusehen, wobei sich mein Männergeschmack aber gänzlich geändert hat.

Das Haus im viktorianischen Stil hat mir schon immer gefallen. 2013 haben wir in einem viktorianischen Hotel auf Key West einige Tage verbracht. Auch wenn es mich schon immer gestört hat, dass der Grundriss vom Studio nicht zur Fassade passt. Dort wo die Treppe nach oben führt, ist nämlich der Zwischenraum zum Nachbarhaus. Und es gibt keinen Dachboden, den man für Onkel Jesse und Becky hätte ausbauen können. 2016 hat der Produzent der Serie das Haus für 4,15 Mio. US-Dollar erstanden und renovieren lassen. 2020 hat er es dann für 5,25 Mio. US-Dollar wieder verkauft. Innen hat es keine Ähnlichkeit mit der Serie, es ist aber sehr schön und modern geworden. Aber wer möchte schon ein Haus haben, vor dem sich alle Nase lang Touristen fotografieren lassen?

Die Zwillinge Mary-Kate und Ashley Olsen, die damals Michelle gespielt hatten, wollten nicht noch einmal in der Serie auftreten. In der ersten Folge haben sich auch alle Tanners und Fullers mit verschränkten Armen aneinandergereiht und böse in die Kamera geblickt, hat aber nichts genutzt. Kurzzeitig bemühte man sich um die Schwester Elizabeth Olsen, die ist aber durch die Marvel-Filme so zum Star geworden, dass sie auch kein Interesse an einer Sitcom hatte. Die hätte mir als erwachsene Michelle tatsächlich besser gefallen, weil sie nicht aussieht wie eine Vogelscheuche.

Lori Loughlin (Tante Becky) trat in der letzten Staffel nicht noch einmal auf, was vielleicht auch mit ihrem Gefängnisaufenthalt zu tun gehabt haben mag. Naja, ich kann das verschmerzen.

Schmerzen hatte ich jedoch in den Füßen, wenn ich die Schauspielerinnen sah, wie sie ständig mit High Heels durch die Gegend liefen. Nichts für mich...

Nette Serie, kann man schonmal angucken, muss man aber nicht.


Twitch WildMics #Ferngespräch #066 - Früher war alles besser!!!

Das ist ja immer ein Thema, dass früher alles besser gewesen sein soll. War es nicht, und an Beispielen wie Frauenrechte und Medizin wird das in diesem Ferngespräch gut veranschaulicht. Wieder einmal sehr sehenswert!


Twitch WildMics #Pärchenabend #009 - Die Party, über die sich alle freun

Bei diesem Pärchenabend ging es u.a. um Intervallfasten. Und Bettpfannen am Rande. Ich bin ja kein Freund von irgendwelchen Essensregeln. Für mich gibt es eigentlich nur eine Regel: "Ich ess nur Kalorien, die mir schmecken!" Und dann bin ich froh, dass ich einen kleinen Magen habe, dann ist das alles nicht so kritisch. Obwohl ein paar Kilo weniger natürlich trotzdem schön wären...


Hoaxilla #206 – "Herr Balder und Wunsch-Bullshit"

Es geht in dem Interview aus dem Jahr 2017 über The Secret und Bestellungen beim Universum. Inzwischen bin ich auch etwas skeptischer geworden und glaube, dass die Quantenphysik und Wunscherfüllung nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben. Ich finde den Ansatz von Nana Walzer von den Ferngesprächen inzwischen besser, die besagt, dass man wach durch's Leben gehen sollte, dankbar sein für das was man hat, und Chancen ergreifen, wenn sie sich bieten. Denn The Secret ist durch eine einfache Überlegung ad absurdum geführt: Kein Mensch kann etwas dafür, wo er geboren wurde, oder wann, oder welche Schicksalsschläge und Krankheiten ihn ereilen. Deshalb ist es einfach nicht richtig zu behaupten, dass man sich dann sein Glück nur nicht intensiv genug herbeigewünscht hat. Bullshit eben ;-)

Ich kannte Hugo Egon Balder auch nur aus Tutti Frutti und anderen unterirdischen TV-Formaten. Aber in dem Interview habe ich ihn als Agnostiker und durchaus intelligenten Menschen kennenlernen dürfen.

Themen: Serien | Blick in die Vergangenheit | Kampf den Pfunden | Hoaxilla
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09.01.2012 13:04 Clicks: 3350141

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