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Thema: privat/Familienbande

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Freitag, 18. September 2026 17:02

Child of Nature

Ich dachte ja, dass ich ein Beatles-Fan bin, seit ich etwa 12-13 Jahre alt war. Damals kam eine Doku "25 Jahre Beatles" im Fernsehen und ich mochte die Musik sofort und irgendwie auch die Dackel-Augen von Paul McCartney. Ich glaube, mein Papa hatte auch ein paar Alben, aber darauf haben mir nicht alle Lieder gefallen, weshalb ich die nicht auf Cassette hatte. Aber mein Onkel hat mir eine Cassette geschenkt, die ich auf Radltouren rauf und runter hörte und die Lieder (lauter Hits) kann ich heute noch fast auswendig mitsingen.

In letzter Zeit höre ich öfter mal Beatles, weil ich grad etwas nostalgisch bin, und stolper ständig über Dinge. Zum Beispiel Revolution 9, das auf mich wie das verstörende Werk von Künstlern wirkt. Neulich habe ich das Album "Abbey Road" angehört (wurde mir vom Algo vorgeschlagen) und fand ein paar alte Bekannte und ein paar bisher ungehörte (vermutlich) Songs wieder. Zumindest kamen sie mir nicht bekannt vor.

Als mir dann ein Album namens "A Doll's House" vorgeschlagen wurde, habe ich es mal nebenbei laufen lassen und fand die Songs für 1968 eigentlich zu unreif oder schlicht, in dem Jahr waren die Beatles schon viel weiter. Und als mir der Song "Child Of Nature" vorgespielt wurde, kam mir die Melodie sehr bekannt vor, aber der Text passte irgendwie nicht, weshalb ich mal etwas recherchiert habe.

Das Album "The Doll's House" gibt es gar nicht wirklich. Es ist je nach Quelle der Arbeitstitel für "The White Album" (Titel sind irrelevant), eine Sammlung von Mixes für "The White Album" oder gar eine wilde Mischung aus anderen Tapes, die irgendwo in Archiven schlummern, so wie das angebliche Album, das mir der Algo vorgeschlagen hatte.

Aus "Child Of Nature" wurde irgendwann "Mother Nature’s Son", das vielleicht vom Text her an den ursprünglichen Song erinnert, aber von der Melodie für mich keine erkennbare Ähnlichkeit hat. Die Melodie hingegen findet sich in John Lennon's "Jealous Guy" wieder (eines meiner Lieblingssongs neben "Imagine"), auch wenn ich es aus heutiger Sicht problematisch finde, dass er sich entschuldigt für die Schmerzen, die er zugefügt hatte, weil er sich aufgrund der Eifersucht nicht unter Kontrolle hatte.

Und irgendwie bin ich beim rumklicken (früher hat man "rumgezappt") auf den Titel "The Inner Light" gestoßen, und dachte mir: "Moment mal, den Titel kennst du doch!" So hieß Episode 5x25 von TNG "Das zweite Leben/The Inner Light", und tatsächlich, diese Folge wurde teilweise von diesem Song inspiriert.

So, genug reingenerdet...

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Mittwoch, 19. August 2026 16:11

Kurztrip nach León, Spanien, zur Totalen Sonnenfinsternis am 12. August 2026

Am 11. August 1999 habe ich meine erste Totale Sonnenfinsternis in München erlebt. Damals haben wir bei einer Freundin im Garten gegrillt. Wir hatten Glück, denn in Trudering riss rechtzeitig die Wolkendecke auf und wir hatten eine phantastische Sicht. Es war für mich als Astronomie-Fan ein so beeindruckendes Erlebnis gewesen, dass ich sofort nachgeschaut habe, wann die nächste Sonnenfinsternis in Deutschland sein würde: 2081. Da ich eher nicht glaubte, dass ich da noch leben würde, habe ich weiter geschaut, wann denn die nächste in Europa wäre. Da kam ich auf die am 12. August 2026 in Spanien. Dies hatte ich mir auf ein Post-It notiert, das jahrelang an meiner Pinwand hing. Das war so ein Fixpunkt, dass ich mit der Reiseplanung bereits im November 2025 begann. Weil ich dieses einmalige Erlebnis auch meinen Söhnen ermöglichen wollte, hatte ich sie gefragt, ob sie Interesse an einem Kurztrip in Familie hätten. Beide sagten zu.

Jeden Monat hatte ich einen Merker im Kalender. Ich buchte die Flüge nach Madrid, die Züge nach León, die Ferienwohnungen und einen Mietwagen in León, die Hotels in Madrid. Soweit war alles vorbereitet. Ich hatte León gewählt, da wir von dort aus Richtung Atlantik oder auch ins Landesinnere hätten fahren können, wenn der Wetterbericht nicht so toll gewesen wäre. Auf Mallorca waren die Hotels bereits lange vorher extrem teuer. Das günstigste Doppelzimmer hätte 1,5 Jahre vorher 1.200 Euro gekostet, soweit ich mich erinnere. Und wenn es auf der Insel schlechtes Wetter gewesen wäre, hätten wir da nicht weggekonnt. Auch wegen meinem Problem mit Booten, Schiffen und Wasser. Ich kann das einfach nicht. Trotz allem hatte ich immer das Gefühl, dass die Planung nicht so sorgfältig war, wie normalerweise. Das könnte auch daran liegen, dass ich seit Herbst psychisch derangiert bin, wie ein Zug, den man vom Gleis gehoben und in ein Kiesbett gesetzt hat. Es sind einfach zu viele Baustellen, die mich belasten. In diesem Zustand ist Planen ziemlich anstrengend.

Ich hatte immer gehofft, dass noch Freunde mitkommen würden, aber die ich im Auge hatte, werden sich voraussichtlich nächstes Jahr die Totale Sonnenfinsternis am 2. August 2027 in Tunesien anschauen. Die ist mit über 6 Minuten auch besonders lang und nicht so knapp über dem Horizont. Sie wird besonders episch, weil sie auch im Tal der Könige in Ägypten zu sehen sein wird, da sind die Reisen bereits jetzt unbezahlbar. Eine Freundin hatte sich dann aber doch noch spontan angeschlossen, worüber ich sehr froh war.


Sonntag, 9. August 2026

Die letzten Tage, insbesondere am Sonntag vor Abreise, habe ich dann nochmal alles durchgeschaut. Das Hotel in Madrid habe ich dann umgebucht, damit wir direkt am Bahnhof die Koffer lassen konnten und nicht so viel Zeit verplempern mit Rumgurken. Außerdem habe ich von einem ESA-Event in León erfahren, für das man gar keine Tickets kaufen musste, was gut war, denn ich hätte so kurzfristig sicher keine mehr bekommen. Und der Wetterbericht war so eindeutig superheiß und wolkenlos, dass ich den Mietwagen auch wieder kostenfrei stornieren konnte.

Ich hatte mich auch über die öffentlichen Verkehrsmittel informiert, aber nicht sehr gründlich, wie wir feststellen mussten. Ich habe mit meinem 5-Tage-Ticket, das nicht bis zu den Hotels mit "Aeropuerto" im Namen galt, die öffentlichen Verkehrsmittel in Madrid gesponsort. Dann habe ich noch das Limit der Kreditkarte erhöht. Und wir haben schonmal die Koffer angefangen zu packen.


Montag, 10. August 2026

Der Flieger ging erst am Abend. Ich hatte Iberia gebucht. Es klappte alles wunderbar, bis auf dass wir den Legostore nach der Sicherheitsschleuse nicht besuchen konnten. Unser Flug ging ab Gate D, der Store ist bei Gate A. Da kamen wir aber nicht hin. Und weil ich zu den 2,5 Stunden vorab noch eine halbe Stunde Legostore eingeplant hatte, saßen wir dann erst einmal gelangweilt rum, weil der Store ja erst nach dem Check-In erreichbar gewesen wäre.

In Madrid war es dann schon dunkel, und bis wir die Koffer wieder hatten, auch schon sehr spät. Wir haben uns deshalb ein Taxi zum Hotel gegönnt. Zu Essen haben wir nix mehr bekommen. Für einen Drink an der Hotelbar mit unserer Freundin waren wir dann leider auch schon zu müde.


Dienstag, 11. August 2026

Am nächsten Tag sind wir mit dem Renfe-Zug nach León gefahren. Der war umgebucht worden, die Mail dazu war nur in Spanisch. Ich bin froh, dass Übersetzungen mit KI inzwischen so einfach geworden sind. Wir hatten die Ausdrucke dabei, was gut war, denn der ursprünglich gebuchte Zug war bereits abgefahren, so dass man uns nicht durch die Kontrolle lassen wollte. Dabei haben wir festgestellt, dass unsere mitreisende Freundin etwas spanisch mit zwei Jahren Duolingo gelernt hatte und das Missverständnis schnell aufklären konnte.

Die Zugfahrt war sehr angenehm. Draußen rauschte die karge Landschaft an uns vorbei. Der Zug war teilweise mit 300 km/h unterwegs. In dem kleinen Städchen León waren die Ferienwohnungen in Fußreichweite. Nachdem wir beide besichtigt hatten, haben wir uns aufgeteilt. In der größeren wohnten Florian, ich und unsere Freundin, in der kleinen unsere Söhne.

Beim Abendessen in einer Touristenfalle haben wir festgestellt, dass das spanische Essen nicht so wirklich etwas für uns ist. Ich gehe in München sehr gerne in die Tapas Bar Teatro mit meinem Team, aber unser vegetarischer Sohn fand außer Kartoffeln nicht viel auf der Karte, und für Florian war das Fleisch in ungewohnter Zubereitung nicht so lecker wie beim Griechen. Und ich mochte nicht, dass alles in Olivenöl getränkt war.

Aber die Gässchen in León sind wirklich malerisch. Wir stellten fest, dass die trockene Hitze leichter zu ertragen war. Es war zwar 3-4 Grad heißer als in München, aber uns ging es damit recht gut.


Mittwoch, 12. August 2026 - Totale Sonnenfinsternis

Nach einem sparsamen Frühstück - offensichtlich sind die Spanier ähnlich wie die Franzosen gestrickt und ihnen genügt ein Kaffee und ein Croissant - sind wir zur Eventhalle Palacio de Exposiciones y Congresos de León, wo die ESA über die Mittagszeit Vorträge hielt. Es gab leider keinen Merch-Stand und auch keine Möglichkeit, eine Kleinigkeit zu Essen oder zu Trinken zu kaufen. Aber es wurden kostenlos Aufkleber, Postkarten und Kühlschrankmagnete verteilt. Da die Vorträge größtenteils auf Spanisch waren, haben wir nicht so viel mitbekommen. Aber auf dem Parkplatz haben wir schon mit Hilfe von entsprechenden Apps den besten Platz eruiert.

Nachmittags haben wir noch einen kleinen Imbiss zu uns genommen. Ich bin dann schonmal voraus gegangen und habe mich vor der Eventhalle positioniert, damit wir auch tatsächlich reinkommen. Als sich der Platz langsam füllte, wurde es für mich doch etwas unangenehm, weil sich die Interessierten dann schon sehr dicht am Eingang drängelten. Plan B mit dem Bus an den Stadtrand zu fahren und ein Stück nach draußen zu laufen, um einfach nur auf einem Feldweg Picknick zu machen, erschien mir plötzlich angenehmer, aber ich hielt durch und konnte meine aufkeimende Panik lange genug unterdrücken, bis Florian und die anderen da waren. Dann war es wieder gut und wir kamen dann in Polonaise auf das Gelände. Dort verteilten sich die Menschen dann ziemlich schnell.

Ich ging schnurstraks auf unseren ausgekundschafteten Platz auf dem Parkplatz und breitete unsere Picknickdecke aus. Wir hatten sogar etwas Schatten neben einem kleinen Busch. Als sich die Leute dann zur Beobachtung auf dem Parkplatz versammelten, war ich erleichtert, dass wirklich genug Platz für alle war. Es gab kein Gedränge, jeder hatte eine phantastische Sicht auf die Sonne. Ich hatte schon vor Monaten Brillen bei Bresser bestellt, aber die ESA hatte noch welche kostenlos verteilt.

Die Spannung stieg, und als sich um 20:28 Uhr der Mond vollständig vor die Sonnenscheibe schob, ging ein Raunen durch die Menge und meine Söhne waren absolut fasziniert von dem überwältigenden Anblick. Dafür hatte sich die Reise schon gelohnt. Knappe zwei Minuten haben für ein paar Fotos gereicht und dann habe ich die Kamera weggepackt und einfach nur den Anblick genossen. Es war viel zu schnell wieder vorbei. Ich kann es sehr gut verstehen, dass es Menschen gibt, die diesem Ereignis weltweit hinterherreisen.

Anschließend waren wir in der Pizzeria Vespa 50 sehr lecker essen. Wir hatten Glück, dass wir sogar noch draußen sitzen konnten. Jetzt konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen, bei dem Glück mit dem Wetter, dem ESA-Event und der beeindruckenden Totalen Sonnenfinsternis.


Donnerstag, 13. August 2026

Diesmal haben wir gut gefrühstückt im Mahou. Die hübschen Gässchen von León haben es mir wirklich angetan. Wir hatten insgesamt sogar 10 Postkarten geschrieben und sind schon sehr gespannt, wie das ankommen wird. Wir hätten gerne noch eine 11. geschrieben, aber wir haben keine mehr zu kaufen gefunden. Das ist einfach nicht mehr up-to-date.

Wir haben unsere Ferienwohnungen geräumt und sind gemütlich wieder zum Bahnhof gelaufen. Erst waren wir irritiert, dass nicht sofort das richtige Gleis angezeigt wurde, sondern nur der Gleisbereich. Aber eigentlich ist das besser als bei uns, denn wenn das Gleis dann feststeht, muss man nicht mehr befürchten, dass es doch noch geändert wird, und man dann quer über den Bahnhof rennen muss, womöglich noch mit schwerem Gepäck.

Die Zugfahrt im klimatisierten Renfe-Zug war wieder sehr entspannt. Dafür war die Hitze in Madrid dann wie eine Wand. Wir haben unsere Koffer im The One direkt am Bahnhof in die Zimmer gestellt, aber für Sehenswürdigkeiten war es uns dann doch zu heiß. Wir sind zu einer Shopping Mall gelaufen, wo Florian unbedingt zum Legostore wollte. Wegen der angenehmen Temperatur dort sind wir einfach geblieben und haben mehr gekauft, als beabsichtigt.


Freitag, 14. August 2026

Am Freitag sind wir dann mittags mit den Öffis zum Flughafen gefahren. Eingecheckt waren wir soweit schon, holten dann unsere Boardingpässe und Kofferlabel am Automaten, nachdem wir einige Zeit in der Schlange standen, da bemerkte Sohn klein, dass auf den Boardingpässen der "15. August" stand. Ich war am Boden zerstört und habe mich maßlos darüber geärgert, dass ich schon wieder mal das Datum verwechselt habe. Das ist echt eine Spezialität von mir und gerade bei Reisebuchungen eigentlich mein Alptraum, weshalb ich normalerweise sowas drölfzig Mal checke. Shit happens! Es wäre schlimmer gewesen, wenn wir am Samstag am Flughafen gestanden und festgestellt hätten, dass unser Flieger am Freitag ohne uns geflogen wäre.

Damit die letzten 24 Stunden in Madrid dann möglichst angenehm wurden, habe ich schnell ein Hotel in Alameda mit Pool gebucht. Florian war zwar der einzige, der Badehosen dabei hatte, und wir haben dort in der Gegend auch keine Schwimmsachen mehr zu kaufen bekommen, aber der Cuba Libre an der Poolbar war auch entspannend. Zum Abschluss haben wir noch das Hotelrestaurant ausprobiert, das wirklich sehr gut war. Hauptsache nicht mehr in der Stadt rumgurken.


Samstag, 15. August 2026

Nach einem guten Frühstück hat uns der Shuttlebus zum Terminal 4 gebracht und wir konnten an der langen Schlange vorbei direkt unsere Koffer abgeben, weil wir Boardingpässe und Label bereits am Vortag geholt hatten. So blieb uns viel Zeit, am Flughafen noch etwas zu essen. Nur Postkarten gab es keine mehr.

Der Rückflug verlief wieder problemlos. Wir waren aber sehr froh, als wir endlich in der S-Bahn nach Hause saßen. Eine junge Frau mochte mein Lederbändchen mit braunem Steindelfin, das ich seit einiger Zeit immer am Hals trage. Sie hatte mal genau so einen Delfin im Italienurlaub am Strand gekauft, aber inzwischen entsorgt. Wir waren ihr so sympathisch, dass sie uns dann eine von ihren Sonnenblumen schenkte. Aber zu Hause ankommen ist dann doch immer wieder schön. Reisen ist halt doch auch anstengend.

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Montag, 2. März 2026 19:36

Meine erste USA-Reise

In der 7. Klasse 1985 war ich so grottenschlecht in Englisch, dass mich meine Eltern für fünf Wochen in den Sommerferien zu unseren Verwandten in die USA geschickt haben. Sie wohnten in der Nähe von Chicago. Ich war 13 Jahre alt, meine Großcousine 14 und mein Großcousin 16. Im Vorfeld war ich sehr aufgeregt und irgendwie wollte mir niemand glauben, dass ich in das Land der Träume reisen würde, noch dazu ohne meine Eltern. Ich flog damals mit KLM über Amsterdam und wurde von den Stewardessen und Stewards gut betreut.

In den ersten Tagen war noch meine Großtante aus Berlin vor Ort, da gab es noch drei Mahlzeiten am Tag. Als sie weg war, ging jeder in die Küche, wenn er/sie Hunger hatte und irgendwann habe ich nur noch Hot Dog Buns und Ketchup vorgefunden. Das war etwas frustrierend. Die guten Sachen wurden irgendwo versteckt, so dass ich sie nicht finden konnte.

Meine Cousine und ich gingen uns ziemlich auf die Nerven und es herrschte ein kleiner Zickenkrieg, obwohl wir beide das gleiche Hobby hatten: Reiten. Alle paar Tage waren wir im Barn. Sie ritt auf dem Englischen Vollblut Roger und ich auf dem 25jährigen Hardford, der sich aber als recht fit herausstellte. Eines Tages ist er mit mir durchgegangen und ich stürzte. Meine Brille war dann kaputt und ich hatte ein riesige Schürfwunde am Oberschenkel. An dem Tag weinte ich mich in den Schlaf, weil mir bewusst geworden ist, dass ich hätte sterben können, wenn mir das Pferd auf den Kopf getreten wäre.

Mit meinem Cousin verstand ich mich besser. Überhaupt verstand ich mich oft mit Jungs besser als mit Mädchen. Er ist mit mir ein paar Mal ins Kino gegangen und auch in ein Wasserrutschenparadies. Außerdem durfte ich viel am Computer spielen und Briefe nach Hause schreiben. In der Familie gab es einige Tiere, die Colliehündin Sandy, die Katzen Blacky und Tiger und ein paar Meerschweinchen und Mäuse. Damit war ich im Paradies. Außerdem habe ich Pferdebücher verschlungen, allen voran die von Walter Farley (The Black Stallion). Mir war aber auch viel langweilig und ich habe mich etwas einsam gefühlt, besonders am Ende, als meine Cousine und mein Cousin wieder in die Ganztagsschule mussten. Da war ich dann froh, als ich wieder zu Hause war.

Aber mein Englisch hatte sich danach deutlich verbessert.

Sandra als 13jährige sitzt an einem Holzschreibtisch. Darauf steht eine klobige Tastatur, ein klobiger Bildschirm mit braunem Bild und weißer Schrift und ein überdimensionaler Nadeldrucker. Sandra hat eine kurze, blaue Adidas-Hose an, ein weißes T-Shirt, eine rote, digitale Armbanduhr. Ihre langen braunen Haare sind mit einer roten Klammer hinter den Ohren nach oben gesteckt. Außerdem hat sie eine große, rote Metallbrille auf der Nase. Sie schat rechts über die Schulter und strahlt über das ganze Gesicht.

Sandra als 13jährige hält einen großen Rotschimmelwallach am Kopf. Sie hat blaue Jogginghosen und ein weißes T-Shirt an, auf dem irgendetwas geschrieben steht. Der Wallach hält seine Ohren seitlich entspannt und trägt einen braunen Zaum und einen schwarzen Sattel. Die beiden stehen auf einer grünen Wiese mit hohen Gräsern. Im Hintergrund ist ein Zaun, Stormleitungen und Bäume. Der Himmel ist hellblau.

Auf einem Wiesenhügel hockt Colliehündin Sally falch auf dem Boden. Sie ist überwiegend beige, ihre Brust und ihr linkes Vorderbein sind weiß. Die Ohrenspitzen sind schwarz. Sie blickt nach links.

Und was für eine Überraschung, ein AfD-Politiker hat mal ein paar N*ziparolen gegrölt und tritt deshalb jetzt zurück. Vielleicht hat er sich auch die Taschen inzwischen genug vollgestopft mit unseren Steuergeldern. Wer weiß...

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Sonntag, 1. März 2026 13:38

Sandras Trickfilmkiste

Wenn wir im Urlaub waren, hat mein Papa mit unserer Super 8-Kamera gefilmt. Die hat er von einem Verwandten abgekauft, der als Early Adopter immer die neuesten Gadgets hatte. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte dieser sich dann eine Super 8-Kamera gekauft, die auch Ton aufnimmt. Es existieren deshalb auch Aufnahmen von meiner Taufe 1972. Nach den Urlauben hat Papa immer ein wenig auf der Kassette, die so 3-3,5 Minuten fassten, übrig gelassen, um mit den roten Tafeln mit weißen Magnetbuchstaben die Titel zu verfassen, die er dann mit der Schneidemaschine (hat mich immer an einen Locher erinnert) einfügte und dann die Filme zu etwa 20-minütigen Erinnerungsschätzen zusammengeschnitten hat, die dann auf den großen Rollen aufbewahrt werden konnten.

Meist blieb am Ende immer noch ein wenig Film übrig, und damit es dann nicht bis zum nächsten Urlaub warten musste, bis der voll war und man ihn zum Entwickeln bringen konnte, hat er mir gezeigt, wie man Stop Motion-Filme dreht und erklärt, dass eine Sekunde Film aus 24 Einzelbildern besteht. Es war für mich aber eher ein "Abfallprodukt" und nicht wirklich ein Hobby. In der Zeit von 1984 bis 1989 sind dann ein paar kleine Trickfilme entstanden, die mir Papa vor geraumer Zeit mal als Datei geschickt hat. Er hat das einfach mit einer Kamera von der Wand abgefilmt, deshalb entält die Aufnahme nostalgische Staubflusen und das originale Projektorknattern. Das Geräusch löst Kindheitserinnerungen aus.

Die verlinkten Filmschnipsel zeigen eine Stadt aus Bauklötzen, Papas Modellflugzeuge, kleine Männchen aus den Toasties-Packungen und ein lustiges Lego-Auto. Dann einen Stift, der etwas gezeichnet hat, was man aber nicht erkennen kann, weil das überbelichtet ist. Als Tiernarr habe ich natürlich meine Zootiere mit einer Holzeisenbahn herumtransportiert. Ein schwarzer Hund jagt ein Schaf.

Dann hatte ich ein Gummipferd mit Drahtgestell, das eigentlich ideal für Stop-Motion-Filme gewesen ist, allerdings sieht man sehr deutlich, bei welchen Passagen mir mein Papa geholfen hat, und wo ich selbst experimentieren durfte. Mit den Magnetbuchstaben habe ich auch comic-haft das Gebellte an die Tafel geschrieben. Der schwarze Hund war auf der Suche nach Freunden (ich Sonderling irgendwie auch immer). Anscheinend habe ich auch ein Lego-Fabuland-Auto besessen. Daran kann ich mich gar nicht erinnern.

Dann habe ich eine Verkehrsstudie mit Straßenbahn (ich habe sie erst viel später als Zuagroaste "Tram" genannt) und allerlei Fahrzeugen an einer großen Kreuzung erstellt und eine Bewegungsstudie mit meinem Barbiepferd "Isara" ("die Reißende"). Da die Gelenke relativ natürlich beweglich waren, ist mir Schritt, Trab, Galopp und Pass recht gut gelungen. Am Ende hat Isara noch ausgeschlagen und ist gestiegen. Zum Schluss musste ich den Film noch vollkriegen und wollte nochmal was Zeichnen, da hat der Film dann aber nicht mehr gereicht.

Zum Abspielen clicken :-)

Und jetzt bin ich mal wieder überhaupt nicht überrascht, wie menschenverachtend so mancher Politikabschaum ist.

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Montag, 13. Januar 2025 23:53

Claus von Wagner - Projekt Equilibrium - Vereinsheim

Nachdem ich im Milla Club auf dem Boden gesessen habe und ziemlich frustriert deswegen gewesen war, war ich diesmal bereits eine halbe Stunde vor Einlass vor dem Vereinsheim. Bei Eiseskälte, wohlbemerkt. Florian habe ich zum Aufwärmen zum Mäcces geschickt, ich blieb im Hauseingang stehen und ließ mich nach ein paar Minuten von weiteren Anstehenden einräuchern. Was tut man nicht alles.

Als meine Karte nicht einzuscannen war, bin ich innerlich kurz in Panik geraten, aber es lag am Lesegerät. Wir haben uns dann in die Niesche rechts vor die Bühne gesetzt und hatten nicht nur einen bequemen Sitzplatz, sondern auch einen fantastischen Blick. Diesmal als audiovisuelle Show, nicht nur ein Hörspiel. Ich fragte mich, ob man sich auch hätte auf das Sofa auf der Bühne setzen können, aber das spielte später im Programm eine exquisite Rolle. Ein paar Plätze waren reserviert, aber anscheinend nicht für Freunde und Verwandte, sondern für Stammgäste. Die Speisekarte war zwar klein, aber fein, und ausgesprochen günstig. Florian hat sich eine Currywurst gegönnt und ich den Ziegenkäse, auch wenn etwas zu viel Rucola im Salat war für meinen Geschmack. [***] kam dann eine halbe Stunde vor der Show und kuschelte sich mit einem Glas Grauburgunder zu uns.

Das Programm war insgesamt etwas runder als im Milla Club, auch wenn wir zur Vorpremiere immer noch Testpublikum waren. Einige Passagen kamen mir unbekannt vor. Aber an die Wegzugsteuer konnte ich mich noch erinnern.

Am Ende ist [***] dann ohne uns nach Hause gegangen, weil wir noch etwas gewartet hatten. Wir hatten alle vier CDs der bisherigen Programme dabei, wobei nur das erste signiert war. Diese hatte ich seinerzeit von meinem damaligen Chef mal zu Weihnachten bekommen und war mit "Liebe Frau König... " signiert. Ich hatte auch einen Edding dabei. Claus kam dann nach einer kurzen Erholungspause nochmal in den Zuschauerraum und war so lieb, uns die anderen drei CDs ebenfalls noch zu signieren.

Ich hatte ihn dann nach dem Literarischen Ich gefragt, das es diesmal nicht gegeben hatte. Wenn es wieder so eine Art Theaterstück geworden wäre, hätte er aber die vielen, vielen, vielen Inhalte nicht untergebracht. Also den Rundumschlag durch die irrsinnigen Deutschen Steuergesetze. Dabei bin ich nach wie vor großer Fan von "Isaac Nix".

Dann hatte ich noch gefragt, ob er auch bei den anderen Programmen vorher vor Testpublikum gespielt hatte. Davon hatte ich damals nie etwas mitbekommen, weshalb ich diesmal etwas überrascht war. Ich hatte das wirklich nicht gecheckt, als ich die Karten gekauft habe. Andererseits fand ich es interessant, wie sich das Stück vom Milla Club bis zum Vereinsheim gewandelt hat. Und vielleicht schauen wir es uns in ein paar Monaten noch mal an, falls es eine Gelegenheit gibt. Ähnliches haben wir bei der Tour von Hoaxilla erlebt, wo wir in München die erste und in Dortmund die letzte Show gesehen haben. Das erinnert mich wieder daran, dass man eigentlich nie fertig mit irgendetwas sein kann. Es gibt immer Verbesserungen, oder zumindest Anpassungen an neue Umstände. Claus hat bei den anderen Programmen tatsächlich auch vor Testpublikum gespielt, aber nicht in dem Umfang wie dieses Mal. Es hat ihn auch überrascht, wie beliebt diese waren, ratz fatz ausverkauft.

Zum Schluss wollte ich noch das obligatorische Foto machen lassen. Unser lieber Kellner hat dann ein paar mit meinem Handy gemacht, aber leider kam es mit den dunklen Lichtverhältnissen nicht so gut klar und die Fotos waren leicht unscharf. Mit Blitz ging irgendwie auch nicht. Claus war soooooo geduldig, wir haben uns so gefreut. Denn er hat dann noch versucht, ein Selfie mit meinem Handy zu machen, das ein klein wenig besser wurde, aber auch noch nicht schön. Und dann waren da noch ein paar Zuschauende, die ebenfalls Fotos haben wollten, und sie haben dann mit einem nagelneuen Samsung Galaxy A55 gute Fotos gemacht und mir dann gemailt. Dafür habe ich dann auch Fotos von ihnen gemacht. Vielen lieben Dank!

Ich glaube, wir waren rechtzeitig fertig mit der Knipserei, bevor Claus sein Essen bekommen hat. Wäre ja schade gewesen, wenn das kalt geworden wäre. Vielen Dank nochmal für diesen tollen Abend!

Florian und Sandra vor dem Vereinsheim

Sandra und Florian im Vereinsheim

Bühne vom Vereinsheim

Ziegenkäse mit Salat und Brot

Unsere gesammelten Werke, 4 bisherige CDs

Claus von Wagner im Vereinsheim

Claus von Wagner im Vereinsheim

Aufkleber an der Toilettenwand

Claus von Wagner im Vereinsheim

Claus von Wagner im Vereinsheim, spiegelt sich im Klavier

Sandra, Claus von Wagner und Florian, leicht unschwarf

Sandra, Claus von Wagner und Florian, mit Blitz im Nebel

Sandra, Claus von Wagner und Florian, Selfie, auch leicht unschwarf

Sandra, Claus von Wagner und Florian, Selfie, auch leicht unschwarf

Danke an M.S.

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Samstag, 9. März 2024 23:59

Alexander Krist im Kristelli-Theater - Worlds Greatest Magic 2.0

Mama hatte uns zu Weihnachten Karten für Alexander Krist geschenkt. Heute haben wir dann die Show im Kristelli-Theater angeschaut. Es war gigantisch, mit tollen Illusionen angelehnt an den Klassiker "die zersägte Jungfrau". Alexander Krist ist ein Virtuose mit dem Zauberwürfel, das war unglauglich beeindruckend. Die Show war auch eine Zeitreise in die 80iger. Als die Musik von "Zurück in die Zukunft" erklang, war das Gänsehaut pur.

Es gab zwei Showteile, bei denen das Publikum involviert war (abgesehen von den Kindern, die hin und wieder als Helfer auf der Bühne waren). Beim zweiten Teil bekam ich das Wurfkissen ab und saß dann auch mit fünf weiteren Gästen auf einem Barhocker auf der Bühne. Das war schon sehr beeindruckend. Deutsches Publikum rätselt wohl immer, wie das alles sein kann, statt einfach nur die Illusion zu genießen. Da gehören wir eindeutig auch dazu. Aber es ist einfach alles so perfekt gemacht, dass es einfach nur verblüfft. Großartig! Und lustig! Und mal wieder ein großartiges Erlebnis!

Am Ende der Show durften wir uns sogar für ein Selfie in seinen DeLorean setzen. Damit hat er sich 2017 einen Traum verwirklicht. Er hat sogar TÜV und darf auf der Straße gefahren werden. Sogar mit Flux-Kompensator und Mr. Fusion. Was für ein Prachtstück!

Beim anschließenden Foto-Shooting und Autogrammschreiben hat Alexander noch erzählt, dass Christian Münch inzwischen bis auf ein paar Cameo-Auftritte keine Shows mehr macht, sondern sich um die Finanzen und Verwaltung kümmert. Ein großartiges Team!

Ich möchte gar keinen eigenen haben, weil man da auch den Platz und das Geld für den Unterhalt bräuchte. Mir reichen meine DeLoreans von Metal Earth (der leider noch nicht fertig ist), von Hot Wheels, Lego (auch noch nicht aufgebaut), Playmobil und Welly. Aber eines Tages erfülle ich mir den Traum, und miete mir mal einen DeLorean.

das Kristelli-Theater

Sandra in Alexanders DeLorean

Sandra in Alexanders DeLorean

Familie mit Alexander Krist


Update 29. März 2024

Beim Bayerischen Rundfunk gibt es eine sehr schöne Doku "Lebenslinien" über Alexander Krist: Der Zauberer, der an Wunder glaubt

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09.01.2012 13:04 Clicks: 3411612

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