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Thema: Interessen/Musik

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Montag, 1. Juni 2026 17:50

Verpasste Chancen

Weil ich im letzten Blog-Beitrag über die Quantentheorie geschrieben hatte, dass ich mich immer damit getröstet hatte, dass in irgendeinem Paralleluniversum eine Sandra lebt, die meine verpassten Chancen wahrgenommen hat, berichte ich mal über eben diese.

Als Teenager hatte mich mal eine Freundin gefragt, ob ich mit ihr auf das George-Michael-Konzert gehen würde. Das Ticket hätte damals 39 Mark gekostet. Meine Mama war aber dagegen, weil sie Angst hatte, dass ich auf so einem Konzert meine ersten Drogenerfahrungen machen würde. Nun, jetzt ist George Michael nicht mehr unter uns... Und wegen dieser Angst hatte ich bis 1998 gebraucht, als ich 26 Jahre alt war, bis ich mich das erste Mal auf ein richtiges Konzert getraut hatte: Depeche Mode. Seit dem gehe ich hin und wieder, habe a-ha, Nik Kershaw und Billy Idol nachgeholt, und bin erstaunlicherweise nie mit Drogen in Kontakt gekommen.

Ich wollte auch immer in die Westernstadt No Name City gehen. Aber irgendwie wollte niemand mit mir dort hin. Damals hatte ich das Problem, dass ich mich nicht getraut habe, irgendwohin alleine zu gehen, außer ich war dort schonmal (z.B. Ponyhof oder Kino). Bis zur Schließung 1997 habe ich das nie geschafft und immer bedauert. Als ich mit meiner Mama und den Jungs dann 2005 Urlaub im Bayerischen Wald machte, fiel mir ein Flyer von Pullman City in die Hände. Da ein Sohnemann Geburtstag hatte und kostenlos rein durfte, konnte ich meine Mama überreden, dort hinzugehen. Es war so wunderbar! Und später bin ich auch mit meinem Schatz Florian einige Male dort gewesen, zur Harley Stampede, zu Tom Astor, da haben wir auch im Palace Hotel übernachtet, und zum Twitch-Community-Treffen von RealHartlMax. Und nicht nur das, wir waren auch in Old Texas Town in Berlin, das von Truck Stop besungen wurde, bei den Süddeutschen Karl May Festpielen in Dasing (Western City von Fred Rai), in El Dorado in Templin und beim Spirit of No Name City in Poing. Und irgendwann lese ich dann auch endlich das Buch von Tommy Krappweis dazu.

1992 arbeitete ich in einer taiwanesischen Computerfirma. Unsere Buchhalterin kam aus Hong Kong. Als sie zu ihrer Familie flog, hatte sie mich gefragt, ob ich mitkommen wolle. Ich hatte damals aber große Angst vor Auslandsreisen. Im Nachhinein dachte ich mir aber, dass es doch nichts Besseres gibt, als mit einer Einheimischen die Stadt zu erkunden. Seit Hong Kong 1997 an China zurück fiel, habe ich kein Interesse mehr daran, die Stadt jemals zu besuchen.

Als Florian und ich 2008 in den USA waren, hatte er im Vorfeld den Newsletter von Eugene Roddenberry mit einer Partyeinladung in das Hilton Hotel in Las Vegas bekommen. Wir hatten rumüberlegt, ob wir unsere Reiseroute ändern sollten. Es wäre schon irgendwie gegangen, wir wären dann eben eine Woche früher in Las Vegas gewesen und etwas zick-zack gefahren. Aber dann haben wir die Idee verworfen, weil wir beide keine so großen Partygänger sind. Als wir dann eine Woche später in Uniform das komplette Programm machten, wurden wir gefragt, ob wir letzte Woche auch da gewesen wären zur Convention. Welche Convention? Verdammt! Die Party wäre ein Teil dieser Convention gewesen. Jetzt gibt es die Star Trek Experience nicht mehr. Wir waren kurz vor Schließung dort. Immerhin haben wir diese Chance nicht verpasst.

Als wir 2013 in den USA gewesen waren, fanden kurz danach in München Dreharbeiten zu dem Film Mara und der Feuerbringer statt. Fans hatten dort in der Residenz einen Mittelaltermarkt bevölkert. Es hätte bedeutet, dass wir drei Tage im Büro gewesen wären und dann schon wieder zwei Tage Urlaub hätten nehmen müssen. Ich hatte keinen Urlaub mehr, den ich hätte nehmen können, meine Überstunden reichten auch nicht, ich hätte auch ein schlechtes Gewissen gehabt, und Florian wollte nicht ohne mich gehen. Die Jungs wären mit 12 und 14 schon alt genug gewesen, dass wir sie hätten alleine lassen können. Aber es passte irgendwie nicht. Als wir den Film später anschauten, waren wir aber schon etwas traurig, da dort bekannte Gesichter dabei gewesen waren wie Daniel und Wolfgang. Danach haben wir versucht, möglichst keine Gelegenheit mehr auszulassen, bei Projekten von Tommy mitmachen zu können, z.B. bei den Dreharbeiten für den Song "Ich sage nein" mit Schandmaul und Bernd das Brot, das Lipsync-Video Da Bist Du Nicht Allein (Charity) oder die legendäre, im positivsten Sinne lebensverändernde Ferngesprächs-Con auf dem Arlberg.

Die letzte große, verpasste Chance, wegen der wir uns heute noch in den Hintern beißen, ist der Captain's Table der FedCon 2011. An diesem Wochenende war ursprünglich das Trekdinner United in Berlin geplant, das relativ kurzfristig "aus Gründen" abgesagt wurde. Kurz darauf erfolgte die Ankündigung des Captain's Tables. Wir hatten aber schon die Flüge nach Berlin unstornierbar für 436,96 Euro gebucht für uns vier. Das war damals für mich eine Menge Kohle. Deshalb haben wir uns entschieden, trotzdem nach Berlin zu fliegen. Es war auch eine schöne Zeit, aber ich hatte damals nicht damit gerechnet, dass das die letzte Chance gewesen sein könnte, Patrick Steward live zu erleben. Bei Leonard Nimoy und William Shatner hatte ich schließlich auch eine zweite Chance erhalten. Leider stellte sich im Laufe der Zeit heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, Patrick Steward jemals live zu erleben, immer mehr schwand. Mittlerweile habe ich mich schon damit abgefunden, dass dies tatsächlich wieder eine echte verpasste Chance werden wird.

Uns wäre etwas Ähnliches beinahe wieder passiert. Wir hatten in der Annahme, dass Sophia und Tommy wieder zum Elbenwaldfestival kommen würden, Tickets gekauft und Hotel gebucht. Im Stream haben sie dann aber relativ kurzfristig angekündigt, dass sie an diesem Wochenende beim Das große Treffen in Aach am Bodensee sein würden. Wir waren eigentlich auch mit jemanden in Cottbus verabredet, deshalb fiel es uns tatsächlich etwas schwer, unsere Pläne zu ändern. Aber nach drei Tagen meinte Florian, dass das Elbenwaldfestival für uns eigentlich ohne Tommy und Sophia keinen Sinn machen würde. Also habe ich das Hotel storniert und die Tickets über Discord günstig abgegeben. Wir haben es nicht bereut, denn Sophia war im Lesezelt sofort aufgestanden, als sie uns gesehen hatte, und hat uns freudig begrüßt und umarmt. Das Wochenende war für uns dann in jeder Hinsicht etwas Besonderes geworden.

Ich hoffe, dass ich auch in Zukunft einen guten Riecher für Chancen habe, die ich auf keinen Fall verpassen möchte. Dann muss ich auch nicht auf ein Ich in irgendeinem Paralleluniversum eifersüchtig sein. Äh, ich meine mich mit dem Gedanken trösten.

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Sonntag, 17. Mai 2026 17:25

Datum verwechseln

Ich habe schon immer gerne das Datum verwechselt. Als Kind hatte ich Schwierigkeiten mit vier und sieben. Und als ich den Kalender gelernt habe, wurde es auch nicht besser. Als Sekretärin hatte ich auch immer Angst, dass mir das beim Buchen von Reisen passieren würde, weshalb ich da immer dröfzig Mal kontolliert habe, ob auch alles stimmt. In Excel formatiere ich die Zellen dann auch immer so, dass automatisch der Wochentag mit zwei Buchstaben dabei steht (TT.MM.JJJJ (TTT)), dann fällt es schneller auf, wenn ich mich geirrt habe.

Das sind meine drei Best-ofs:

  1. Als ich Ende der 90iger in meiner Firma angefangen hatte zu arbeiten, sammelten wir noch zu jedem Geburtstag Geld und schenkten uns dann was. Ich habe mal ein Boxenschild auf Holz gebrannt für mein damaliges Pferd Shiras bekommen, das ich einmal nebenbei erwähnt hatte, und worüber ich mich sehr gefreut hatte. Von einer Kollegin wusste ich, dass sie auch ein Depeche-Mode-Fan war und ich hatte die Idee, dass wir ihr ein Ticket für ein Konzert schenken könnten und dass ich dann mit ihr gemeinsam auf dieses Konzert gehen könnte. Das war im Oktober 1998. Meine KollegInnen fanden die Idee super und ich sammelte Geld, kaufte die Tickets und stellte fest, dass der Geburtstag erst im November sein würde. Es war mir peinlich, aber ich habe gebeichtet und wir haben ihr einfach das Geschenk schon ein paar Wochen vor ihrem Geburtstag überreicht.
  2. Das zweite Mal war unsere erste USA-Reise. Wir wollten eine dreiwöchige Rundreise machen. Und ich hatte damals die dumme Angewohnheit, erst die unwichtigen Dinge von der ToDo-Liste zu erledigen, damit ich die wichtigen auf jeden Fall auch noch machen musste und am Ende des Tages richtig viel erledigt hatte. Deshalb hatte ich die Flüge etwa 23:30 Uhr gebucht, zu einer Zeit, zu der ich normalerweise schon ins Bett ging. So übermüdet hatte ich dann das Datum verwechselt und den Rückflug nach zwei Wochen gebucht. Ich habe mich tierisch geärgert, aber sofort in dem Online-Reisebüro angerufen und tatsächlich auch einen echten Menschen erreicht. 2008 ging sowas noch. Die nette Dame am Telefon hat gesagt, dass es nach der Online-Buchung etwa 30 Minuten dauert, bis die Buchung fix im System der Fluggesellschaft ist. Innerhalb diesen Zeitraums war es noch möglich, den Flug einfach umzubuchen. Ich war so erleichtert. Das Wissen hat mir auch in Zukunft schon einmal den A*sch gerettet, weil ich nach einer Fehlbuchung sofort angerufen hatte und die Kartoffeln so aus dem Feuer holen konnte. Und zum Dank habe ich danach die Flüge immer bei diesem Anbieter gebucht, bis ich irgendwann festgestellt habe, dass die Domain an einen anderen Anbieter verkauft worden war.
  3. Das dritte Mal war in einer Zeit, in der ich einen recht anspruchsvollen Chef hatte, während gleichzeitig zwei Kolleginnen in Elternzeit waren, weshalb ich Hamster im Rad bis kurz vorm zweiten Burnout war. Ich sollte eine kleine Konferenz organisieren. In der Stadt war aber gleichzeitig Messe, so dass es nicht so einfach war, ein Hotel zu bekommen. Ich hatte einige Anfragen rausgeschickt und dann einem Hotel zugesagt. Als ich merkte, dass ich einen Tag zu spät gebucht hatte, habe ich erst einmal das Notebook im Homeoffice zugeklappt, eine Runde geheult und bin dann in den Stall zum Pferd gefahren, um meinen Kopf wieder frei zu bekommen. Als ich dann wieder nach Hause kam, habe ich festgestellt, dass ich noch ein unbeantwortetes Angebot im Posteingang mit dem richtigen Datum hatte, weil ich zeitgleich noch eine Agentur beauftragt hatte, ein passendes Hotel zu suchen, und da anscheinend das richtige Datum angegeben hatte. Ich musste also nur dieses Angebot annehmen und konnte das andere Hotel noch kostenlos stornieren.

Ich bin wirklich froh, dass noch nie schlimme Sachen deswegen passiert sind. Aber erst neulich ist mir wieder so ein Faux Pas passiert. Ich hatte auf allen Sozialen Medien Werbung für den Podcast Ghostsitter & Co. – Der Offizielle Maraverse Podcast #31 Gäste: Florian "Spitzohr" & Wolfgang Fröhning gemacht und überall 05. Mai geschrieben gehabt, obwohl wir vorher schon davon gesprochen hatten, dass die Aufnahme am Star Wars Tag, also am May the Force/Forth stattfinden würde. Wolfgang HäkelHägar musste mich dann erst korrigieren, dann habe ich in allen Sozialen Medien dann die Posts nochmal bearbeiten bzw. ganz neu machen müssen.

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Dienstag, 12. Mai 2026 15:58

Tagebücher 1986

In diesem Jahr schlägt die Pubertät voll zu. Ich bin auf Dauerdiät. Ein hormongesteuerter Teenager, wirklich erbärmlich. Ich war extrem begeisterungsfähig, z.B. bei Filmen und Musik. Ich bin von "Ein Herz für Tiere" auf die "BRAVO" umgestiegen. Ich habe mich das erste Mal anders gefühlt, nicht normal. "Raumschiff Enterprise" habe ich zwar gern gesehen (insbesondere 1984), aber weil man mich dann immer angeschaut hat, wie eine weltfremde Spinnerin, habe ich das eher alleine getan und nicht darüber gesprochen. Ich wollte auch zu den Cool Kids gehören und habe versucht, mich anzupassen. Mir war klar, dass niemand perfekt ist, aber ich wollte irgendwie "dazugehören". Ich habe meine Brille gehasst. Natürlich habe ich auch versucht zu rauchen. Marlboro, wegen dem Cowboy und dem Pferd in der Werbung. Aber ich habe den Qualm nie in die Lunge bekommen, weshalb ich dann nur noch gepafft habe, damit es cool aussieht.


Musik

Musik wurde immer wichtiger, z.B. die TOP TEN aufnehmen. Ich mochte Falco, Depeche Mode, Nik Kershaw (dank Claudia), a-ha, The Beatles und ich fand Gefallen an Kate Bush. Heute kann ich Falco kaum noch hören, aber ansonsten ist mein Musikgeschmack in dieser Zeit geprägt worden und im Wesentlichen so geblieben.


Konfirmation

Ich wollte mich eigentlich nicht konfirmieren lassen. Meine Mama hat versucht mich zu überreden. Zunächste meinte sie, dass Religion wichtig wäre. Ich sah das anders. Wir sprachen zu Hause nie über Gott und Religion, gingen nie in die Kirche, hatten keinerlei christliche Symbole rumstehen. Die einzige in der Familie, die religiös war, war meine Oma väterlicherseits. Und das ging mir dann immer auf die Nerven, wenn ich mit in die Kirche musste. Danach sagte Mama, dass ich dann ganz viele Geschenke bekomme. Ich war zwar schon immer am Sparen und Kaufen und hatte sehr viele Wünsche, aber ich wollte nicht käuflich sein.

Das letzte Argument war, dass dann unsere Verwandten aus der DDR eingeladen werden könnten, bevor sie in Rente gingen. Wir hatten vier Leute eingeladen: den Bruder meines Vaters, die beiden Schwestern meiner Mutter und meine Oma mütterlicherseits. Meine religiöse Oma wurde nicht eingeladen, obwohl dieses Fest für sie wichtig gewesen wäre, aber sie konnte als Rentnerin oft in den Westen reisen. Die Erfolgsquote war 50%. Eine Tante durfte als Lehrerin nicht zum Klassenfeind reisen. Mein Onkel hat gerne böse Briefe an Erich Honecker geschrieben und stand deshalb wohl auf einer schwarzen Liste. Aber die andere Tanta und meine Omi durften kommen, worüber ich mich sehr gefreut habe.

In dieser Zeit war das Tschernobyl-Ereignis. Meine Tante und Omi vergaßen nie, dass sich der Händler am Obst- und Gemüsestand für die geringe Auswahl entschuldigte, aber wegen des Fallouts konnten viele Sorten derzeit nicht angeboten werden. In der DDR gab es manchmal nur Zwiebeln und Kuba-Orangen, weshalb viele in ihren Gärten selbst anbauten. Die Story wurde auf allen Familienfesten wieder zum Besten gegeben.

Ich habe ein Diamant-Fahrrad aus der DDR und ein großes Besteckset bekommen. Nach der Konfirmation habe ich glaube ich nur noch zu Hochzeiten und Taufen meinen Fuß in eine Kirche gesetzt.


Kampf den Pfunden

Ich hatte mit Beginn meiner Periode plötzlich ständig Hunger. Heute würde ich das als "Food Noise im Kopf" bezeichnen. Ich nahm relativ schnell zu. Meine Eltern und Familie begannen Fatshaming zu betreiben. Mein Vater hat mich mal mit Super 8 von hinten beim Bergsteigen gefilmt, wobei er dies als "pädagogisch" bezeichnete. Meine Mutter nannte mich "Rosarotes Schweinchen" und klopfte mir bei Gelegenheit auf Bauch und Po. Ich fand es gemein. Genutzt hat es nichts, denn dieser Umgang führte natürlich zusätzlich noch zu Frustessen. Andererseits war ich aber ähnlich. Wenn jemand übergewichtig war, habe ich die Person gerne als "Fettes Schwein" im Tagebuch betitelt. Aber ich habe das niemals laut ausgesprochen.

Ich wusste damals noch nicht, dass ich eine Hormonstörung hatte, nämlich Gelbkörperhormonmangel. Das sorgte dafür, dass ich einen verkürzten, unregelmäßigen Zyklus hatte. Der Vorteil war, dass ich nur mäßige Blutungen und geringe Schmerzen hatte. Der Nachteil war, dass ich zu viel Östrogene hatte, die den Appetit anregten und auch dafür sorgten, dass sich die Fettverteilung in der typischen Birnenform äußerte. Oben herum blieb ich mein Leben lang bis jetzt in Größe 36-38, aber unten herum schwankte es je nach Hormonstatus zwischen 38 und 44. Man nennt das auch den gynoiden Adipositatstyp, der leider sport- und diätresistent war.

Leider wusste ich davon nichts. Ich gab mir immer selbst die Schuld, hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich mein Essverhalten nicht unter Kontrolle brachte und auch so gar keinen Bock auf Sport hatte.


Sport: Judo, Reiten, Fahrrad fahren und Tanzen

Mit meiner besten Freundin bin ich dann in Judo gegangen. Meine Eltern hatte ich dazu überredet, dass ich gehen durfte, weil ich meinte, dass ich mich dann im Notfall gegen aufdringliche Jungen wehren könnte. Und damit ich aus dem Haus komme, weil ich so ein Stubenhocker war. Allerdings hatte ich keinerlei Ambitionen, in die Mannschaft zu gehen und auf Turniere.

Reiten war ich meistens nur noch in der DDR. Meine Oma hatte ihre Kontakte immer spielen lassen, so dass ich in verschiedenen Ställen ausreiten konnte, Kutsche fahren oder im Garten auf einem Pony herumreiten. Shiras ist zu meinem Lieblingspferd geworden, auch wenn ich kaum noch zum Ponyhof fuhr. Ich hätte auch mit Pferden nicht auf Turniere gehen wollen. Wettkampfsituationen habe ich vermieden, wo es ging.

Ich bin sehr viel Fahrrad gefahren, zur Schule, aber auch einfach durch den Wald, wobei ich Walkman gehört habe. An der Kiesgrube habe ich mich gerne hingesetzt und gelesen und Picknick gemacht.

Im Nachmittagssport hatte ich Rhythmische Tanzgymnastik. Das war der einzige Sportunterricht, der mir halbwegs Spaß gemacht hat. Und zu Hause habe ich die Tänze gerne geübt.


Freunde

Ich hatte zwei Freundinnen, die jünger waren als ich. Und dann noch ein paar Freundinnen in meinem Alter. Ich habe nicht gerne telefoniert, meist nur zum Verabreden. Ich habe es überhaupt nicht verstanden, wenn jemand länger als eine Stunde telefoniert hat, dachte aber, dass müsse man manchmal so machen, weil es cool ist. Später habe ich verstanden, dass das an meinem Hörfehler gelegen haben könnte. Ich lese nämlich unbewusst etwas von den Lippen ab und erschließe mir das Gesagte manchmal aus dem Kontext. Wenn man telefoniert, fällt das Lippen lesen weg, weshalb es mich immer sehr angestrengt hat - und heute noch tut - wenn ich telefoniere. Damals habe ich sicher noch besser gehört als heute, aber ich wusste aus dem Deutschen Museum mit dem Lautsprecher mit der "obersten Hörgrenze des Menschen", dass ich den Ton nicht hören konnte. Der Lautsprecher war nicht kaputt, ich wurde nicht verarscht ("Was, das hörst du nicht? Das ist doch total laut!"), weil ich das Vibrieren des Lautsprechers spüren konnte.

Ich hatte auch die Angewohnheit, mir vor einem Telefonat immer aufzuschreiben, was ich sagen oder fragen wollte, damit ich nichts vergesse. Und ich habe auch damals schon lieber schriftlich kommuniziert, hatte viele Brieffreunde und gerne Postkarten geschrieben.

Manchmal konnte ich auch gemein sein. Damals hatte ich Motto "Behandle jeden Menschen, wie du selbst behandelt werden möchtest" noch nicht.


Jungs

Ich war ständig in irgendjemand anderen verknallt. In den Sommerferien war es der süße Typ aus dem Haus gegenüber von unserem Ferienhaus, am ersten Schultag der Neue in der Klasse. Ich konnte seitenweise schreiben, warum ausgerechnet dieser Typ meine große Liebe ist. Ich bin mir beim Lesen selbst auf den Wecker gegangen, weshalb ich dann solche schnulzigen Passagen einfach überblättert habe.

Ich hatte immer gehofft, dass die Jungs den ersten Schritt machen. Und ich hätte dann nur noch ja oder nein sagen müssen. Es kam auch manchmal vor, dass Jungs Interesse gezeigt haben, aber die haben mir nicht gut genug ausgeschaut oder waren nicht cool genug. In dem Alter war das Aussehen und der Coolnessfaktor viel zu wichtig. Und die Jungs, für die ich mich interessiert habe, hatten an mir kein Interesse. Ich schon es immer darauf, dass ich zu dick war und eine Brille trug.

Auf einer Party kurz vor meinem 14. Geburtstag hat mich ein Junge aggressiv angebaggert, in eine dunkle Ecke manövriert und wir haben rumgeknutscht. Ich wusste, dass der Typ es bei jeder probiert. Trotzdem habe ich mich hin und wieder mit ihm verabredet. Zum Rumknutschen. Und weitere Erkundungen. Aber so richtig verliebt war ich nicht. Wir sind auch nicht richtig "miteinander gegangen". Es gibt auch keine Fotos, auf denen wir gemeinsam zu sehen gewesen wären. Und er wollte auch nie etwas mit mir unternehmen, ins Kino oder Michaelibad gehen. Es war nix Ganzes und nix Halbes. Deshalb hatte ich auch kein schlechtes Gewissen, wenn ich mich in andere Jungs verliebte.

Der Neue in der Klasse hatte es mir so angetan, dass ich all meinen Mut aufgebracht habe, ihn zu fragen, ob er mit mir gehen möchte. Allerdings auf meine eigene, seltsame Art. Erst habe ich eine Adressliste herumgegeben, weil ich vielleicht irgendwann Klassentreffen organisieren wollte. Er hat aber nur "Datenschutz" draufgeschrieben. Die Adresse habe ich dann trotzdem herausgefunden, indem ich einfach mit einer Freundin im selben Bus gefahren bin unter dem Vorwand, irgendwohin zu wollen. Wir haben geschaut, in welchen Hauseingang er ging. Und dort habe ich dann einen Liebesbrief hingeschrieben. Ein paar Tage später habe ich dann all meinen Mut zusammengekratzt und ihn gefragt, ob er den Brief erhalten hätte und was er dazu sagt. So habe ich meine erste Abfuhr bekommen und mich nie wieder getraut, den ersten Schritt zu machen.

Ich hatte tatsächlich schon so etwas wie einen Kinderwunsch, allerdings war ich viel zu vernünftig, um hier unüberlegt Unsinn zu machen. Einen Freund hatte ich nicht. Und ich war schon eifersüchtig auf andere Mädchen, die einen hatten. Oder ein eigenes Pferd. Aber ich war auch extrem schüchtern.


Kommunikationsprobleme

Für mich war Kommunikation irgendwie immer ein Rätselraten. Ich fand es extrem schwierig, wenn Leute nicht direkt sagten, was sie meinten. Langsam lernte ich, dass es Floskeln gibt, die etwas anderes bedeuten, als das gesprochene Wort. "Kann ich dir meine Briefmarkensammlung zeigen" war so ein Beispiel.

Aus diesem Grund hatte ich oft Probleme. Ich war ein leichtes Mobbing-Opfer und wurde gerne verarscht. Ich habe oft nicht verstanden, wenn etwas ein Witz sein sollte. Oder Ironie. Das geht mir teilweise auch heute noch so, obwohl ich da schon etwas mehr Übung habe.

Dafür konnte ich Leute sehr genau beobachten. Wenn die Worte und Taten nicht zusammen passten, dann habe ich die Taten genommen.

Umgekehrt war es dafür so, dass ich dazu geneigt habe (und auch heute noch manchmal tue, wenn ich nicht verstumme, sondern ein gewisses Vertrauen habe), Dinge knallhart beim Namen zu nennen. Das fanden Leute dann auch gerne mal witzig, weil "man das doch so nicht sagt". Ich im Gegenzug habe das aber normalerweise nicht als Witz gemeint, sondern habe halt so kommuniziert. Klartext. Kein Subtext. Keine Interpretation.

Ich war auch sehr ernst. So stand es in meinem Zeugnis. Ich habe mir immer über alle möglichen Dinge Gedanken gemacht, aber trotzdem nie herausgefunden, wie die Zukunft aussehen würde. Die hat mich dann doch immer überrascht. Eine Freundin sagte einmal zu mir, dass ich mir nicht über Probleme Sorgen oder Gedanken machen solle, die noch gar nicht eingetreten sind. Aber meine Phantasie, mein Kopfkino ist mit mir immer durchgegangen und hat sich alle möglichen Katastrophen ausgedacht. So ganz lösen konnte ich mich bis heute nicht davon. Dafür bin ich doch meist gut vorbereitet, habe Checklisten und mache recht genaue Pläne, z.B. für unsere Wochenenden oder Reisen.


Kreativität

Ich habe ein wenig Gitarre gelernt, das war mir aber dann doch zu mühsam, weil ich offensichtlich kein Talent dazu habe. Die Gitarre von meinem Vater besitze ich immer noch, aber ich fasse sie so gut wie nie an. Ich habe aber sehr gerne geschrieben, Geschichten und Romane, damals noch in erster Linie über Pferde. Und gezeichnet. Natürlich auch Pferde.

Ich habe mit Freundinnen auch Hörspiele aufgenommen von der "Colorado Ranch". Dafür habe ich auch die Geräusche produziert, das Hufgeklapper und Gewieher. Leider hab ich diese Aufnahmen heute nicht mehr.


Grufti

Ich habe begonnen, mich in erster Linie schwarz und weiß zu kleiden und nur noch Nietengürtel zu tragen. Nicht ausschließlich, aber immer häufiger. So mutierte ich ganz langsam zum wahrscheinlich einzigen Grufti an der Schule. In der DDR gab es dagegen eine richtige schwarze Szene, insbesondere unter den Depeche Mode Fans.

Ich hatte auch einen Hang zum magischen Denken. Aber nachdem ich bereits nicht mehr daran glaubte, dass Freitag der 13. Pech bringen würde, habe ich das Horoskop der Bravo nach einer Woche immer benotet mit 4 oder 5. Danach habe ich nicht mehr an Horoskope geglaubt.


ADHS und Autismus

Ich frage mich, ob ich neurodivergent bin und hier in die Spektren falle. In der Grundschule habe ich ständig Mützen, Schals und Handschuhe und bei Übergangswetter auch meine Jacken vergessen. Meine Mama war manchmal verzweifelt. Meine Handschuhe waren dann alle mit langen Häkelschnüren, die durch die Ärmel gezogen wurden, an der Jacke befestigt. Turnbeutel habe ich gerne vergessen, manchmal aber auch mit Absicht, damit ich am Sport nicht teilnehmen musste. Meine Mama hat gerne gesagt, dass ich meinen Kopf vergessen würde, wenn er nicht angewachsen wäre. Um das zu kompensieren habe ich alle Hefte und Bücher jeden Tag mit in die Schule geschleppt. So konnte ich nix vergessen. Ich habe es einfach nicht auf die Reihe gebracht, am Abend vorher die Tasche nach Stundenplan zu packen.

Ähnliches denke ich über Autismus. Meine Kommunikationsprobleme deuten darauf hin. Neulich habe ich gelesen, dass Menschen mit Autismus "Bilddenker" sind und alles wörtlich nehmen, "sodass Metaphern und Ironie meist nicht verstanden werden, was häufig zu Missverständnissen führt. Zudem sind autistische Menschen äußerst ehrlich und direkt, was von Nicht-Betroffenen oft als taktlos empfunden wird. Dies erschwert die soziale Interaktion von autistische Menschen mit anderen Personengruppen."

Außerdem scheinen autistische Menschen eine andere Sinneswahrnehmung zu haben. "Einige reagieren sehr empfindlich auf verschiedene Reize, während andere fast gar nicht darauf ansprechen, was in ihrer Umgebung geschieht." Ich gehöre eher zur zweiten Sorte. Ich habe einen Tunnelblick und keine gute periphere Wahrnehmung. Und wenn ich in Tagträumen abgeschoffen bin, Mama nannte das "Wolkenkuckucksheim", dann war ich tatsächlich nur noch schwer ansprechbar und musste regelrecht "geweckt" werden. Auch heute schweife ich gerne innerlich ab, wenn mich ein Gespräch nicht interessiert oder ein Wort fällt, mit dem ich starke Assioziationen verbinde.


Meine Rechtschreibung wurde aber immer besser. Ich schrieb dann nicht mehr "warscheinlich". Jetzt muss ich eher aufpassen, dass ich nicht wieder die alte Rechtschreibung benutze und "Faß" schreibe. Ich denke, ich werde mich von den Tagebüchern tatsächlich trennen können. Dann müssen es meine Söhne nicht tun.

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Freitag, 10. April 2026 19:02

Tagebücher 1982-1985

Zur Zeit lese ich aus furchtbar nostalgischen Gründen meine alten Tagebücher. Das erste hatte ich zu meinem 10. Geburtstag 1982 geschenkt bekommen, wusste damals aber noch nicht so recht, was ich damit anfangen sollte. 1984 hatte ich mal etwas mehr geschrieben, dann aber wieder pausiert. Aber ab 1985 hatte ich es fast lückenlos geführt, nachdem wir "Das Tagebuch der Anne Frank" in der Schule gelesen hatten. Es ist eine phantastische Reise in die Vergangenheit.


Pferde

Ich war schon immer tierlieb gewesen, aber Pferde hatten es mir ganz besonders angetan. Meine Eltern wussten gar nicht, was sie damit anrichten, als sie mich mit mit etwa 7 Jahren das erste Mal auf ein Pony setzten. Ich glaube, es existiert davon sogar ein Super 8-Film. Auf diesem Ponyhof Pflaumdorf war ich am liebsten, weil ich dort einfach auf der Reitwiese, im Rundgang oder ins Gelände reiten konnte, statt in der Halle im Kreis. Lange war mein Lieblingspferd Kim, aber ich bin damals 1984 tatsächlich das erste Mal auf Shiras geritten, der später mein erstes, eigenes Pferd werden sollte. Ich gewöhnte mir dadurch allerdings viele falsche Dinge an, die mir bis heute Probleme bereiten. Zum Beispiel nehme ich immer noch die Schultern zu weit vor oder ziehe die Knie hoch.

Auf dem Bild ist Sandra als 11jähriges Mädchen zu sehen, das ihre rechte Hand um den Kopf eines fuchsfarbenen Ponys mit Wuschelmähne und einer unregelmäßigen Blesse gelegt hat. Das Pony trägt eine etwas zu große Trense, deren Zügel Sandra in der anderen Hand hält. Sie trägt eine weiße Strickjacke und dunkle Jeans. Im Hintergrund sieht man den Ponyhof, Kies und die Zäune, in denen Kutschwagenräder eingearbeitet sind. Dahinter der Wald.

1984 bin ich ein paar Mal in der Reitschule Fürstenberger gewesen, die oben auf dem Tierparkbergl war. Heute würde man Pferde so gar nicht mehr halten, in engen Ständern, ohne Auslauf, mit einer Wellblechhalle. Ich verschlang tonnenweise Pferdebücher, auch Fachliteratur. Deshalb glaubte ich auch, ein Experte auf diesem Gebiet zu sein.

Ich war noch in der Grundschule, da hatte meine Oma in der DDR sich über die Sommerferien 1980 zwei Ponys namens Mary und Pia ausgeliehen, die einfach im Garten standen. Opa hatte für sie einen Unterstand und Zaun gebaut. Das war das Paradies auf Erden. Auch danach organisierte sie immer wieder in den Ferien, dass ich irgendwo reiten konnte. Meist waren mir die Pferde aber etwas zu groß, ich mochte lieber Ponys.

Auf einer Wiese stehen zwei Ponys, vorn eine Braunschimmelstute mit einer Wunde am Hals und Halfter, dahinter ein dunkelbraunes Fohlen mit heller Kruppe, das noch das flauschige Fohlenfell hat. Dahinter sieht man den Zaun, ein paar Bäume, ein gelbes Haus und weite Weizenfelder. Der Himmel ist grau.

In den USA bei Verwandten hatte ich für einen Monat das Pferd Hardford gemietet, von dem ich meinen ersten Sturz erleben musste, und mir bewusst wurde, dass ich auch hätte sterben können. Und mit einem Arbeitskollegen von meinem Papa durfte ich auch in der Nähe vom Starnberger See ausreiten, auf einem Norweger namens Titus. Mit dem war ich allerdings ein wenig überfordert.

Da ich nicht allzuviel Gelegenheit hatte, auf echten Pferden zu reiten, habe ich mich oft in Phantasiewelten geflüchtet, entweder indem ich gelesen habe, oder Pferdegeschichten geschrieben. Ich war extrem produktiv, insbesondere als ich irgendwann auch die Schreibmaschine meiner Mama ausleihen durfte. Und gezeichnet habe ich Pferde und Ponys in allen möglichen Lebenslagen. Ich habe mir meine Phantasiewelt "Gut Horseback" zusammengesponnen. Der Hof war in "Reithofen", was witzigerweise in der Nähe von Felix' Stall ist, meinem zweiten und letzten eigenen Pferd. Damals träumte ich noch vom eigenen Pferd, aber meine Eltern hatten nicht so wahnsinnig viel Geld und sagten, dass es nicht die Anschaffungskosten, sondern die laufenden Kosten seien, die sie abschrecken. "Und was machen wir mit so einem Pferd, wenn du dich irgendwann mehr für Jungs interessierst? Sollen wir es dann in den Schrank stellen?"


Star Trek

Über Star Trek habe ich tatsächlich nichts geschrieben. Dafür hatte ich ein separates Heft, in das ich Zeitungsausschnitte sammelte und meine Gedanken festhielt. Ich glaube, dass ich das ebenfalls bereits vor der Schulzeit gemeinsam mit meinem Papi angeschaut habe. Aber ich merkte schnell, dass ich mit dieser Begeisterung ziemlich alleine da stand, und dass ich wie ein weltfremder Spinner ohne Realitätsbezug angestarrt wurde, wenn ich von Mister Spock schwärmte. Also behielt ich meine Leidenschaft eher für mich. Pferdenarrisch zu sein war gesellschaftlich akzeptiert, also nervte ich alle eben damit.

Mister Spock war mein Idol. Als Mister Spock am Ende von "Star Trek II - Der Zorn des Khan" starb, war ich erschüttert. Da er der Wissenschaftsoffizier der Enterprise war, interessierte ich mich auch schon früh für solche Themen. So schaute ich regelmäßig "Aus Forschung und Technik" mit Joachim Bublath. Mit meinem Papi habe ich mich auch über das Universum und den Big Bounce unterhalten. Heute ist der wissenschaftliche Konsenz eher der Big Freeze. Überhaupt war ich ein Input-Hirn, das ständig neues Wissen aufsaugte.

Manchmal habe ich auch etwas zu viel rumgehirnt, z.B. wenn ich seitenlang versucht habe, meine Träume zu deuten. Oder geforscht, wenn ich am Freitag, den 13. den ganzen Tag notierte, was für ein Glück ich hatte, um zu beweisen, dass das alles nur Aberglaube ist.

Ein hellblau gesprenkeltes DIN A5-Schulheft, aus dem in Grundschulschrift 'Ich bin ein Trekkie - Raumschiff Enterprise (Unternehmungsgeist)' steht. Es ist schon etwas zerfleddert und in die Jahre gekommen.


Musik

Ich mochte damals Falco, Nik Kershaw und a-ha. Aber als ich die Dokumentation "25 Jahre Beatles" gesehen hatte, war ich plötzlich Feuer und Flamme. Von meinem Onkel habe ich dann eine Musikcassette mit einigen Songs geschenkt bekommen, die ich heute (im Rahmen meiner Möglichkeiten) noch fast textsicher nachsingen kann. Damals war mein Englisch noch nicht so gut, weshalb ich gerne auch Mal Worte erfunden habe. Mein Vater konnte auf dem Klavier bei meiner Oma (seiner Mutter) auch "I Want to Hold Your Hand" spielen.


Dinosaurier

Darüber habe ich auch kaum etwas geschrieben. Aber ich habe das Buch Leben in der Urzeit geliebt und mich in den fotorealistischen Bildern verloren.


Western

Ich schaute sehr gerne Western (z.B. "Western von gestern" und "Winnetou"), mein Papi wegen der Waffen, ich wegen der Pferde. Ich hatte von meiner ersten USA-Reise auch einen Cowboyhut mitgebracht. Westernreiten war aber nicht so weit verbreitet, weshalb ich bis dahin das noch nicht selbst ausprobieren konnte. Ich habe aber versucht, nicht "Indianerfrau" zu schreiben, sondern "Squaw". Heute weiß ich, dass dies ein abwertender Begriff ist und nicht mehr verwendet werden sollte. Karl May war irgendwie doch ein Ignorant.


Kino

Der prägendste Film dieser Zeit war wohl "Die unendliche Geschichte". Ich war total in Atréju verliebt und fand sein Pferd Artax wundervoll. Heute hat Felix eine geflochtene Trense, ähnlich wie Artax damals trug, als er im Moor versank. Auch der Name Noah vom Schauspieler Hathaway gefiel mir. Das könnte bei der Namensgebung einer meiner Söhne eine Rolle gespielt haben.

Und vielleicht noch "Star Wars - Das Imperium schlägt zurück", auch weil dort Reittiere, die Tauntauns vorkamen, und die AT-ATs auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Pferden hatten. Das war soviel ich weiß der erste Star Wars Film, den ich gesehen habe.

"E.T." hatte ich mich noch nicht getraut anzuschauen, weil ich die Figur irgendwie gruselig fand. Mein Papi wäre da schon gerne mit mir ins Kino gegangen.


Freunde

Ich hatte doch einige Freundinnen, manche waren jünger als ich. Damals hatte ich auch noch recht viel telefoniert. Aber auch sehr viele Briefe geschrieben. Mit ziemlicher Treffsicherheit habe ich mir gerne die Außenseiter rausgesucht. Zum Beispiel war im Hort ein Mädchen mit Narben im Gesicht, die ihr Augenlid nach unten zogen, so dass sie häufig Probleme mit einem trockenem Auge hatte. Ich habe sie nie gefragt, wie das passiert ist, ich habe das einfach so hingenommen. Vielleicht war es das, was sie an mir mochte.

Besonders gern habe ich nicht telefoniert, meistens diente das nur dazu, um sich zu verabreden. Aber mein Hörtest in der Schule war damals noch einwandfrei gewesen, allerdings ging er nur bis 8.000 Hz. Es wäre interessant gewesen, wie niedrig meine oberste Hörgrenze damals schon gewesen ist. Denn im Deutschen Museum hatte ich beim Lautsprecher mit der obersten Hörgrenze des Menschen nichts gehört, aber gespürt, dass der Lautsprecher vibriert. Damals hatte ich gedacht, meine Schulkameraden würden mich veräppeln, aber dann wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich nicht in der Lage war, hohe Töne wahrzunehmen, egal wie laut sie waren. Und ich wusste, dass ich genau wie mein Papa und meine Oma väterlicherseits eines Tages damit Probleme bekommen werde. Meine Welt war wohl schon immer dumpf.

Jungs spielten natürlich auch eine Rolle. Ich war alle paar Wochen in jemand anderen verknallt. Ein Name kommt sehr häufig vor: Peter. Allerdings war er nur ein Kumpel, mit dem ich mich "normal" unterhalten konnte. Auf der Party beim Skilager ist er gleich umgedreht, als der den Raum betreten hatte. Hätte ich auch machen sollen, weil ich mich als Pipi Barfuß mit meinem improvisierten Kostüm (weil ich total verpeilt hatte, dass Fasching war) in Grund und Boden geschämt hatte. Von da an wollte ich irgendwie zu den "coolen Typen" gehören.


Körperbild

Deshalb hatte ich auch kein gutes Körperbild. Heute weiß ich, dass ich eine Hormonstörung hatte, die dazu führte, dass ich ständig ans Essen denken musste. Es bildete sich eine Birnenform heraus, der sogenannte gynoide Adipositatstyp, der nur Mädchen/Frauen betrifft und ziemlich sport- und diätresistent ist. Angefeuert auch von den superschlanken Frauen in Film, Fernsehen und Werbung habe ich natürlich ständig versucht abzunehmen, aber mit mäßigem Erfolg. Ich gab mir die Schuld daran, dass ich etwas zugenommen hatte. Ich wusste es einfach nicht besser.


Wünsche zu Silvester

Meine Wünsche zu Silvester waren dann wenig egoistisch. Kein Atomkrieg, gerechter verteiltes Essen, wenig Naturkatastrophen, weniger Arbeitslosigkeit, mehr menschliche Politiker... Und für mich gute Schulverhältnisse, Gesundheit, ein bißchen Glück und erfüllte Wünsche, Zufriedenheit und Erfolg.

Irgendwie mag ich dieses 13jährige Mädchen, das ich damals war.

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Mittwoch, 18. Februar 2026 22:49

Song Sung Blue (Haarer Kinos)

Heute war ich mal wieder mit einer Freundin im Kino. Im Moment habe ich nach einer langen Phase, in der ich fast nur Podcasts gehört habe im Auto, habe ich jetzt wieder das Bedürfnis, wieder mehr Musik zu hören, auch wenn ich nicht im Auto bin, weil ich damit mit meinem Tinnitus besser klar komme. Deshalb ist die Wahl auf den Film Song Sung Blue mit Hugh Jackman und Kate Hudson gefallen.

Die Geschichte beruht auf einer wahren Geschichte. Auch wenn ich kein großer Fan von Neil Diamond bin, ging mir die Geschichte schon ans Herz.

Und Mecklenburg-Vorpommern macht mir Angst!

Themen: Freunde | Musik | Kino
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Sonntag, 14. September 2025 19:53

Festival Mediaval - Gothic Special

Dieses Jahr waren wir wieder auf dem Festival Mediaval. Ich hatte mir im Programm schonmal alle Punkte eingekringelt, die mich interessierten: Gabria, PurPur und Heiter bis Folkig, Sarina Wood und Christian von Aster. Der Wetterbericht war so la la, Freitag und Samstag zumindest trocken, aber nur Höchsttemperaturen bis 17°C, weshalb ich mein Gothic Kleid nicht mitgenommen habe, das ich auf dem M'Era Luna getragen habe. Das wäre mir dann doch zu kalt geworden. Statt dessen habe ich einen Loopschal und meine Winterjacke mitgenommen. Es war ein Gothic Spezial, deshalb trug ich statt Mittelalterkleidung einen wilden Mix aus meiner zweifarbigen EMP-Hose und dem Hofnarren-Hoodie.


Freitag, 12. September 2025

Wir sind am Freitag direkt zum Festivalparkplatz gefahren. Diesmal mussten wir nicht so lange anstehen. Ich fragte mich, ob deutlich weniger los war als letztes Jahr. Die letzten Wochen wurden mir am Handy massiv Werbung für das Event eingespielt. Es war aber eigentlichh alles wie gewohnt. Da wir noch nicht gefrühstückt hatten, haben wir erst einmal etwas gegessen, bevor wir 16:30 Uhr dann PurPur angehört haben. Sie spielen bereits seit 15 Jahren auf dem Festival.

Eigentlich hatte ich nicht vor, etwas zu kaufen, aber ich hatte mich beim ersten Rundgang in einen Piratendreispitz verliebt. Handgefertigt aus einem einfachen, schwarzen Strohhut (aus Kunststoff) und mit diversen Perlen, Federn und Borten verziert. Das hätte ich sicherlich auch selbst basteln können, allerdings fehlt mir derzeit noch die Zeit für so etwas. Also habe ich ihn gekauft und wurde das ganze Wochenende darauf angesprochen, dass der Hut wirklich sehr schön ist.

18:45 Uhr haben wir dann die Raubvogelshow angeschaut. Eulen, Falken und Bussarde haben wir gesehen, sehr beeindruckend. Leider war aber das Licht schon schwach, so dass wir nicht gut fotografieren konnten. Auf dem Weg zum Literaturzelt haben wir noch die Zaubershow von Chris Hyde am Denkmal angeschaut. Sarinas Tochter hat dort dann zwei Euro bei einem Zaubertrick ergattert. Ich hatte Sarina im Vorfeld über Facebook angeschrieben, dass ich mich auf sie freuen würde. Allerdings wusste ich nicht mehr, wie es dazu gekommen war, dass wir auf Facebook befreundet sind. Sarina wusste es aber noch: Wir kannten uns von den FKM-Events in Deggendorf, die es leider nicht mehr gibt.

21:00 Uhr war dann die Lesung von Sarina "Düsteres Fichtelgebirge: Die Mine". Eigentlich ist Horror bzw. Grusel nicht so mein Ding, aber von Sarina musste ich ihr Erstlingswerk natürlich haben und signieren lassen.

Danach mussten wir noch fast zwei Stunden überbrücken. Wir sind dann noch einmal durch die Verkaufsstände geschlendert. Es war zwar dunkel, aber alles war gut beleuchtet und deutlich weniger Leute unterwegs, so dass wir alles nochmal genauer begutachten konnten. Für mein zukünftiges Piratenoutfit habe ich dann noch einen schönen schwarzen Rock aus Baumwolle gefunden, der etwas zerfetzt aussieht und aus unterschiedlichen Stoffen besteht. Ich habe ihn auch anprobiert. Er war auch nicht gerade billig. Es hätte noch einen ähnlichen für etwas mehr als die Hälfte gegeben, allerdings wäre der ohne Gummibund gewesen. Den brauche ich aber schon, weil mein Gewicht sich halt doch hin und wieder etwas verändert.

Um Mitternacht haben wir dann noch an der Theaterbühne eine LED- und eine Feuer-Show angeschaut. Die LED-Show war im Prinzip das gleiche wie so eine Feuershow, allerdings mit diversen LED-Elementen. Sehr beindruckend und mit schöner Musikuntermalung, u.a. mit Feuertanz von Schandmaul.

Danach sind wir in der Dunkelheit zum Auto gelaufen und zu unserem Hotel in Marktredwitz gefahren. Gegen 2:00 Uhr waren wir zwar im Bett, aber immer noch etwas aufgedreht. Ich hatte den Checkin-Code erst falsch eingetippt und kurz Angst gehabt, dass wir nicht ins Zimmer können. Aber einmal kurz durchgeatmet und ich habe richtig getippt. Leider war die Zugstange von der Ablaufgarnitur ab, weshalb das Zahnputzwasser nicht ablaufen konnte. Es gab aber noch eine kleine Spüle, auf die wir dann ausgewichen sind.


Samstag, 13. September 2025

Am Samstag war unser erster Programmpunkt erst 14:00 Uhr, weshalb wir nach dem Aufstehen erst einmal nach Bad Alexanderbad gefahren sind, wo wir am Ortseingangsschild ein paar Fotos machten. Für Insider: Alexanders Bädertour war hier der Grund.

Auf dem Parkplatz haben wir dann feierlich den Star Trek Insignia- und den DeLorean-Aufkleber auf unser neues Auto geklebt. Wir wollten es nicht übertreiben, deshalb habe ich alle anderen Aufkleber mal wieder weggepackt.

13:00 Uhr waren wir wieder im Literaturzelt. Dort in der Ecke ist es immer angenehm ruhig und ich habe mich gefragt, wieso ich überhaupt auf Festivals gehe. Bernhard Hennen hat mit zwei Selfpublishern aus dem gemeinsamen Projekt "Die Minen der Macht" gelesen. Es war sehr interessant, was sie erzählten, wie die Zusammenarbeit funktionierte. Selfpublisher bekommen eher mal 1.000 Bewertungen in einem Jahr, während Verlagsautoren das nur schwer erreichen, weil der Weg vom Buchhandel zur Onlinebewertung ein weiterer ist. Mira Valentin hat erzählt, was passiert, wenn man die drei Komponenten für die Herstellung von Schwarzpulver für Recherchezwecke bei Amazon bestellt. Danach las Christian ein paar gruselige Geschichten vor, auch eine aus dem ersten Liber Vampirorum, das es nicht mehr zu kaufen gibt.

Am Samstag war die Raubvogel-Show bereits um 16:00 Uhr. Wir hatten diesmal aber nicht so gute Plätze, dafür war das Licht besser zum Fotografieren. Leider hatte ich vergessen, den Akku von der Kamera aufzuladen, weshalb bei den Falken bereits Schluss war. Ich bin einfach ein Schussel.

17:30 Uhr war dann Heiter bis Folkig auf der Burgbühne. Ich habe keinen großen Unterschied zu PurPur festgestellt. Ihr Motto ist "Saufen für den Weltfrieden". Wir trinken mittlerweile tatsächlich gar keinen Alkohol mehr, ich nur wenn ich nicht Auto fahre, also auch so gut wie nie.

20:30 Uhr haben Gabria und ihre Zwillingsschwester Leonora aka PurPur im Literaturzelt Volksliedersingen angeboten. Das Zelt war rappelvoll. Als wir ein altes Antikriegslied sangen von Burschen, die nicht mehr heimkehrten, hatte ich einen fetten Kloß im Hals und Tränen in den Augen. Im Kanon haben wir dann das Zelt in links und das andere links eingeteilt, denn auf diesem Festival ist niemand rechts. Deshalb ist es auch so eine Wohlfühloase.

Ich hatte total übersehen, dass 22:15 Uhr nochmal eine Feuershow auf der Burgwiese war. Deshalb kamen wir dort etwas zu spät nach dem Abendessen an. Wir haben uns dann erst auf dem Hang auf einen Felsbrocken gesetzt und dann an eine Feuerschale zum Aufwärmen. Viel gesehen haben wir leider nicht, aber es scheint sehr beeindruckend gewesen zu sein. Leider wurden wir dann unromantisch von der Feuerschale vertrieben, weil diese aus unerfindlichen Gründen an eine andere Stelle gebracht wurde.

Um Mitternacht waren wir wieder im Literaturzelt und haben von vier Autoren Gruselgeschichten angehört. Beim ersten Autor Kai Focke waren die Zuhörer immer perplex von den Enden. Einer fragte sogar "Wie jetzt?", aber das war eben der Schreibstil. Die letzte Geschichte stammte wieder von Christian von Aster. Ich wünschte ich hätte mehr Zeit und Ruhe im Kopf zu lesen, aber mehr als zwei Bücher schaffe ich nicht im Jahr. Bei Christian genieße ich aber auch immer das Vorlesen, weil er so eine fantastische Stimme hat. Amandara hat dann angekündigt, dass Tommy Krappweis nächstes Jahr wieder dabei sein würde. Da bin ich mal gespannt.

Das Hotel hatte inzwischen angeboten, uns ein anderes Zimmer zu geben wegen dem Abfluss. Aber für eine Nacht wollte ich nicht mehr wechseln, zumal wir wieder erst 2:00 Uhr im Bett waren. Da lohnte sich der Aufwand nicht. Diesmal waren wir so durch, dass wir sofort einschliefen.


Sonntag, 14. September 2025

Am Sonntag war dann Regen angesagt. Wir waren aber zu einem Geburtstag eingeladen, weshalb wir nicht mehr auf das Festival gegangen sind. Ich hatte noch Gabria im Programm angekreuzt gehabt, aber da wir sie bereits mit PurPur und Heiter bis Folkig gesehen hatten, war ich nicht allzu traurig. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.


56 Fotos

Sandra und Florian posieren vor dem Ortsschild von Bad Alexanderbad. Florian hat ein an T-Shirt an mit dem Cover des Albums Bad von Michael Jackson. Das Gesicht von Michael Jackson wurde durch das Gesicht von Alexander W. erstetzt.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Sonnenstrahl | Christian von Aster | Hoaxilla | Mittelalter | Halloween/Gothic | Musik | Tommy Krappweis | Auto
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Freitag, 17. Januar 2025 23:51

The Sound of Hans Zimmer & John Williams - Isarphilharmonie Gasteig HP8

Eigentlich wollte ich für das Trekdinner ein Event mit Hans Zimmer organisieren, aber als ich von den Konzerten erfahren hatte, war in München schon alles ausverkauft. Also habe ich beim Trittbrettfahrer mit Moderator Steven Gätjen ein Trekdinner-Event daraus gemacht und Karten besorgt. Wir waren zwar nur eine kleine Runde mit fünf Leuten, aber es hat richtig Spaß gemacht. Wir haben uns im Foyer des HP8 getroffen, weil es draußen eiskalt war.

Als wir dann zu unseren Plätzen gegangen sind, waren wir erst etwas verwirrt, weil wir über der Bühne hinter dem Orchester saßen. Aber eigentlich waren das sehr coole Plätze. Steven Gätjen hat zwischen drin immer ein paar Anekdoten aus der Filmwelt erzählt und die Stücke angekündigt. Hans Zimmer ist eher jemand, der mit der Musik Bilder malt, aber nicht so wirklich einprägsame Melodien schafft. Außer vielleicht Fluch der Karibik, was aber eine Gemeinschaftsproduktion mit Klaus Badelt war. John Williams dagegen hat unvergessliche Melodien geschaffen, die mit den Filmen eng verbunden sind, besonders Star Wars, Indiana Jones oder Der Weiße Hai. Uns hat das Konzert sehr gut gefallen.

Die Skulpur vor dem Eingang nennt sich Torkonstruktion. Irgendjemand hatte mir mal erzählt, die Skulptur würde "Aus dem Rahmen fallen" heißen. Leider finde ich dazu keinerlei Belege. Witzig finde ich, dass das krumme Ding beim U-Bahn-Eingang Messestadt West Nicht mit uns heißt. Wir nenne das immer die "Käsereibe".

Gasteig HP8

Zuschauerraum der Isarphilharmonie

Bühne der Isarphilharmonie von oben

Dirigent Ben Palmer

Florian, Sandra und M.

Sandra, M. und E.

T., Florian und Sandra

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Trekdinner | Freunde | Filme | Musik | Fotos
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Donnerstag, 7. März 2024 23:59

Depeche Mode Momento Mori in der Olympiahalle

Mir wurde die Werbung für das zweite Depeche Mode-Konzert in München im Juli 2023 angezeigt. Da war ich aber gerade in Berlin und am Handy kaufe ich normalerweise nicht gerne ein, weil mir das Gefummel am Mini-Bildschirm ohne gescheite Tastatur zu blöd ist. Als ich dann zwei Tage später zu Hause eine Karte kaufte, kostete die schon fast das doppelte von dem, was wir für das Konzert im Juli bezahlt hatten. Das hat auch etwas mit der dynamischen Preisanpassung zu tun. Entsprechend gab es bei Fatzebuck entsprechende Kommentare wie "The grabbing hands grab all they can".

Da Florian eigentlich nicht zum Black Swarm gehört, meinte ich dann, dass ich einfach alleine hingehe. Das war auch gut so, denn Florian hätte da auf Dienstreise gemusst. Nicht dass ich Probleme gehabt hätte, die Karte dann loszuwerden... Die Dienstreise wurde dann zwar abgesagt, aber so ist das Leben.

Eine Bekannte hatte überhaupt keine Karte mehr bekommen. Sie hat auf ihrem Handy sämtliche personalisierte Werbung irgendwie ausgeschlossen, weshalb sie erst von dem Konzert erfuhr, als es bereits ausverkauft war. Personalisierte Werbung hat halt doch auch etwas für sich. Soweit ich weiß, war nach dem offiziellen Verkaufsstart das Konzert bereits nach 20 Minuten ausverkauft gewesen.

Ich war dann schon ein bisserl aufgeregt. Vor dem Konzert habe ich wieder einen Crêpes mit Kinderschokolade und einen Cuba Libre genossen. Als ich auf meinem Platz saß, sprach mich ein Herr aus meiner alten Heimat an, ob ich alleine da wäre. Ich war etwas verwirrt, weil er offensichtlich mit seiner Familie da war. Also konnte es kein blöder Anmachspruch sein. Ich bejahte also. Dann fragte er, ob ich mit seiner Tochter den Platz tauschen könnte, das wäre sogar näher dran, damit sie bei ihnen sitzen konnte. Das habe ich dann auch getan. Wenn man einmal drin ist, wird das Ticket auch nicht nochmal kontrolliert und beim letzten Mal hatte Florian auch nur mein Handy abfotografiert, wenn er rausgegangen ist, um Getränke zu holen, aber eher, damit er sich die Sitzplatznummer nicht merken musste.

Die Vorband war Suzie Stapleton, die mir auch sehr gut gefallen hat. Es waren noch sehr viele Plätze frei, was mich wunderte, weil ja ausverkauft. Aber viele kommen anscheiend mit Absicht später, weil sie die Vorband nicht sehen wollen.

Die Setlist (die ich die letzten vier Wochen im Auto rauf und runter gehört habe), wurde etwas geändert und gekürzt. Dave und Martin haben aber eine tolle Show geliefert und die Masse hat getobt und mitgesungen. Maria am Stage bekam ein Happy Birthday gesungen. Dave hat nicht immer alle Töne getroffen. Ich musste ein bisserl an das Konzert von Meat Loaf denken, der dann von einer Sängerin vertreten wurde, wenn ihm die Stimme weg blieb.

Bevor die Zugabe kam, ist das Paar neben mir schon gegangen, die auch die ganze Zeit gesessen sind, statt zu tanzen. Dann hatte ich mehr Platz.

Auf dem Heimweg bin ich wieder eine Station Richtung Moosach gefahren. Diesmal war die U-Bahn nicht so voll wie beim letzten Mal. Das kann auch daran liegen, dass in der Olympiahalle nur maximal 15.500 Leute fasst, während ins Stadion 69.000 Leute passen. Dann hatte ich auf der Heimfahrt bis zum Sendlinger Tor einen Sitzplatz.

Schön war's!

Sandra in der Dämmerung vor dem Olympiaturm

Georg-Brauchle-Ring mit Olympiahalle in der Dämmerung

die Olympiahalle ist schon ziemlich voll

Olympiahalle mit großem M in rotes Licht getaucht

Olympiahalle mit großem M in orangenes Licht getaucht

Olympiahalle mit großem M mit Bildern vom rauschendem Meer

Olympiahalle mit großem M mit Martin Gore

Olympiahalle mit großem M mit Dave Gahan

Olympiahalle mit großem M mit Dave Gahan

Olympiahalle mit großem M mit orangenem Farbspiel

Olympiahalle mit großem M mit der ganzen Band

Olympiahalle mit großem M, die ganze Band bedankt sich

Georg-Brauchle-Ring mit dem BMW-Turm in der Dunkelheit

Themen: Musik | Depeche Mode | Meine Sonderanfertigung Florian | Fotos
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Dienstag, 20. Juni 2023 23:59

Depeche Mode - Momento Mori im Olympiastadion

Das Konzert war viel besser als das 2017. Sehr gute Musikauswahl und Reihenfolge. Das lag vielleicht auch daran, dass ich das neue Album auch mehr mag. Dave und Martin sind schon deutlich gealtert. Sie sind beide schon 61 Jahre alt.

Es gab ein heftiges Gewitter mit viel Regen und heftigen Blitzen. Die Leute in der Arena sind teilweise die Treppe hochgelaufen, wo sie teils unter dem Dach waren. Ich war sehr froh, dass wir auf der Westtribüne unter dem Dach saßen.

Ich habe viel getanzt und gesungen, auch wenn wenig Platz war. Vor uns wurde stark geraucht, und zwar richtige Stinker, da war ich froh, meinen Fächer dabei gehabt zu haben.

Auf dem Heimweg sind wir eine große Runde im Park gelaufen, dann dank Deutschlandticket erstmal eine Station in die falsche Richtung mit der U-Bahn gefahren, damit wir dann einen Sitzplatz hatten, bevor sich die Massen in die U-Bahn quetschten. Aber die eine Station war schon recht heftig eng. Wir waren gegen eins zu Hause.

Sandra im sommerlichen Gothic-Outfit

Langsam füllt sich das Olympiastadion

Sandra und Florian im Olympiastadion

Dave Gahan im Olympiastadion

Martin Gore im Olympiastadion

Lichtermeer im Olympiastadion

Themen: Musik | Meine Sonderanfertigung Florian | Depeche Mode
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Samstag, 29. Oktober 2022 23:59

The Cure - Olympiahalle

Heute war ich mit Britta und Nobbse beim The Cure-Konzert in der Olympiahalle. 17.00 Uhr bin ich zu Nobbse und Britta rüber und habe den Campingtisch zurückgebracht. Wir sind dann mit Nobbses Auto gefahren. Vor dem Einlass sind wir noch eine Weile gestanden, drinnen haben wir uns dann getrennt, weil ich einen Sitzplatz hatte und die beiden natürlich in der Arena waren.

Ich bin dann erstmal rumgeschlendert, habe Abendessen geholt (Käsekrainer in der Semmel, Crêpes mit Kinderschokolade und einen großen Cuba Libre) und bin einmal ganz rumgelaufen, bevor ich mich auf den Platz gesetzt habe. Die Setlist hat nicht so ganz gestimmt, es wurden auch andere Lieder gespielt. Beim Anhören im Auto die letzten Wochen habe ich mir manchmal auch gedacht, das wird ein Instrumental, und dann hat Robert Smith doch wieder reingequäkt. Irgendwann waren die von der Bühne runtergegangen und ich habe nicht kapiert, dass das Gepfeife dann der Aufruf zur Zugabe war. Dann haben sie noch ein paar Songs gespielt und waren wieder weg. Irgendwann haben sie dann richtig Gas gegeben mit Lullaby (klang etwas lustlos), Friday und der letzte Song war Boys don't cry.

Auf dem Weg nach draußen haben wir uns problemlos wiedergefunden und dann hat mich Nobbse direkt vor der Haustüre abgesetzt. Was für ein Service!

Sandras Outfit

Robert Smith

The Cure

Nobbse, Britta und Sandra

Themen: Freunde | Musik
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Mittwoch, 2. März 2022 20:29

Du bist nicht allein

Ich hatte vor ein paar Wochen wieder so einen "Bestellungen beim Universum"-Augenblick. Nicht hauen, Holm ;-) Ich dachte mir, nachdem wir beim Mara-Dreh kurz nach unserer Rückkehr aus den USA nicht teilnehmen konnten und ich auch nicht beim Mara-Hörbuch mitgemacht hatte, weil ich dachte, das wäre nur ins Mikro schreien, dass ich sehr gerne beim nächsten Fanprojekt mit Tommy wieder mitmachen würde. Und kurz darauf erzählte mir mein Schatz Florian, dass Tommy Leute aus der Ferngesprächs-Community sucht, die bei einem Lipsync-Musikvideo mitmachen würden. Alle technischen und rechtlichen Details wurden über Discord geklärt. Wir waren natürlich sofort dabei und sind nun glücklich, dass wir unseren Teil zu dem wunderbaren Song "Da bist du nicht allein!" beitragen durften.

Er wurde gestern im Twitchkanal WildMics im Anschluss an die Sendung #Ferngespräch #100 | #2GETHER4UKR Spendenstream zum ersten Mal gezeigt. Es ging in erster Linie um die Hilfe für die geflüchteten Ukrainer, das derzeit beherrschende Thema Krieg wurde zwar auch angesprochen, aber nicht in der sonst gewohnten Detailtiefe. Viele Community-Mitglieder sind verständlicherweise dem Stream gestern ferngeblieben, weil sie das Thema zu sehr belastet. Das ist vollkommen in Ordnung. Trotzdem hatten wir wohl einen neuen Rekord mit zeitweise über 9.000 Zuschauern erreicht. Zuletzt waren es eher so 2.500 immer. Es kamen auch während der Sendung über 400.000 Euro zusammen.

Sich im Moment von der erdrückenden Nachrichtenlage abzuschirmen ist sehr wichtig für die Psychohygiene. Daher empfehle ich jedem, das Doomscrolling sein zu lassen. Alexa hat sich als "professionelle Doomscrollerin" bezeichnet und war am Sonntag in Tränen aufgelöst. Und ich empfehle, sich keine Talkshows im Fernsehen anzusehen, die mit der unausgewogenen Auswahl ihrer Gäste nur für größtmögliche Verunsicherung sorgen und Ängste schüren. Daher schätze ich die Ferngespräche sehr, weil sie sich gänzlich weigern, Personen einzuladen, die etwas anderes als den wissenschaftlichen Konsens vertreten. Das heißt nicht, dass in den Gesprächen immer Friede-Freude-Eierkuchen herrscht, aber es wird zumindest nicht gespalten oder Querdulli-Schwurbler-Narrative bedient.

Mir haben die Sendungen jeden Dienstag Abend sehr geholfen, die letzten beiden Jahre zu überstehen. Ich war letzt sogar soweit wieder psychisch stabil geworden, dass ich meine dystopischen Serien weiter anschauen konnte, u.a. Fear the Walking Dead und World Beyond. Fear the Walking Dead hat aber zu viel bei ZNation abgeschrieben, inklusive Atombomben und Fallout, als ob Zombies nicht schon genug wären. Außerdem finde ich es sehr deprimierend, wenn die Autoren liebgewordenen Charaktere reihenweise umbringen. Manchmal frage ich mich, ob solche Serien nicht auch zur Verrohung der Gesellschaft beitragen. Aber ich schweife vom Thema ab.

Hier könnt ihr euch das wunderbare Gemeinschaftsprojekt der Ferngesprächs-Community mit Tommy Krappweis Da Bist Du Nicht Allein ansehen, bei dem wir mitwirken durften. Sämtliche Erlöse gehen an das Kinderhilfswerk Ukraine.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Tommy Krappweis | Musik | Serien
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09.01.2012 13:04 Clicks: 3357317

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