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Mein Blog-ArchivThema: Interessen/Back to the Future
Mittwoch, 4. März 2026 19:07Pubertät ist k*ackeDarüber sind wir uns sicher alle einig. Für den einen mehr, für den anderen weniger.
Dazugehören zu den Cool KidsIch hatte ein Schlüsselerlebnis in der 7. Klasse. Ich war 13 Jahre alt und freute mich schon auf das Skilager. Nicht so sehr wegen des Skifahrens, sondern mehr darauf, mit den anderen Gleichaltrigen Party zu machen. Ich hatte leider nicht auf dem Schirm, dass Fasching war, und deshalb kein Kostüm. Das improvisierte Kostüm hieß "Pipi Barfuß" und ja - es war so peinlich, wie der Name klingt. Die Party war dann sehr frustrierend. Ich saß die ganze Zeit am Rand und sah zu, wie sich Paare zum Schieber tanzen fanden. Ich schämte mich in Grund und Boden und beschloss, dass meine Kindheit hiermit beendet sei. Ab sofort wollte ich dazugehören, zu den ganzen Cool Kids, damit ich vielleicht auch mal einen Freund abbekomme. Die Hormone lassen grüßen.
Verhältnis zum KörperMit gerade mal 12 Jahren habe ich bereits meine Tage bekommen. Ich wusste überhaupt nicht, was da mit mir passierte und es gab auch kein Mutter-Tochter-Gespräch. Das war für mich sehr belastend. Meine Mutter dachte, ich wüsste schon alles aus dem Sexualkundeunterricht oder der Bravo/Dr. Sommer. Eine Freundin erklärte das so: "Da darf man nicht mehr zu Jungs hingehen, sonst wird man schwanger." Fragezeichen... Eine andere Freundin lieh mir dann das "Tage-Buch", in dem die Vorgänge im Körper einer Frau kindgerecht beschrieben wurden. Darin stand allerdings, dass die Periode alle 28 Tage käme. Das tat es bei mir nicht, sondern überraschte mich regelmäßig nach 21-26 Tagen. Ich konnte das Ziehen im Unterleib noch nicht richtig deuten, hielt es für Verdauungsprobleme. Wenn man bei Verwandten übernachtet und am nächsten Morgen in einem blutverschmierten Bett aufwacht, dann ist das zutiefst beschämend. Nach einem Jahr oder so nahm ich all meinen Mut zusammen und sagte meiner Mama, dass ich meine Tage nicht alle 28 Tage bekomme. Ich dachte, mit mir würde etwas nicht stimmen. Meine Mama sagte nur, dass das bei jungen Mädchen normal ist, dass sich das erst einspielen muss. Das mag stimmen, aber bei mir spielte sich bis über 30 nix ein und mit 37 habe ich erfahren, woran das lag.
GewichtsproblemeIn dem Alter war das Aussehen alles. Ich war eigentlich nicht unzufrieden mit mir, aber ich hatte immer das Gefühl, dass alle anderen besser aussehen als ich. Eigentlich war ich immer schlank gewesen. Bevor ich meine Periode bekam, wog ich 48 kg. Danach ist mir aufgefallen, dass ich plötzlich viel mehr essen wollte, ständig Hunger hatte, und dann nahm ich natürlich etwas zu. Dass das vielleicht daran liegen könnte, dass mein Körper ein paar weibliche Rundungen bekam, wollte ich nicht so ganz einsehen. Ich wollte auch keine BH tragen. Mag ich bis heute übrigens nicht. Ich war doch eigentlich noch ein Kind.
Ab 13 oder so habe ich aber begonnen, dagegen ankämpfen zu wollen. Ich habe mein Gewicht in Milimeterpapier eingetragen. Und festgestellt, dass der JoJo-Effekt nicht dazu führt, dass man danach dasselbe Gewicht wieder hat, sondern jedes Mal, mit jeder Diät, ein oder zwei Kilo mehr drauf waren. Aber ich habe jede Menge probiert, FDH Friss die Hälfte, Hollywood Star Diät (zu der mich eine Klassenkameradin vollgelabert hat), Nulldiät... Ein Wunder, dass ich keine Essstörung entwickelt habe oder gar magersüchtig geworden bin. Mit 17 habe ich glücklicherweise aber auch mal gelesen, dass es für den Körper keine Diät gibt, sondern nur Hungersnöte, weshalb er aus archaischen Gründen massive Gegenmaßnahmen ergreift, z.B. dass man ständig ans Essen denken muss und Heißhunger bekommt. Dagegen kommt man mit Willenskraft kaum an. Und das steckt noch in uns drin, weil das die Urmenschen waren, die Hungersnöte überlebt haben. Da habe ich beschlossen, nie wieder eine Diät zu machen. Das habe ich bis heute durchgehalten. Und mein Höchstgewicht auch nie wieder nach oben gerissen. Ich denke, dass ich ansonsten mittlerweile so rund geworden wäre, wie meine Oma gewesen ist. Und da wäre ich vermutlich sehr unglücklich. Heute habe ich mich mit meiner Birnenform, dem sport- und diätresistenen gynoiden Adipositas abgefunden. Wenn ich abgenommen habe, kamen meist meine Schlüsselbeine und Rippen zum Vorschein, aber an Po und Oberschenkeln tat sich kaum etwas. Selbst als ich regelmäßig fünf Mal die Woche reiten ging, hat sich an der grundsätzlichen Birnenform nichts geändert. So ist das halt bei mir. Hauptsache, ich nehme nicht weiter zu.
JungsIn der Pubertät war ich natürlich ziemlich hormongesteuert. Ich war bestimmt alle 6 Wochen in jemand anderen verknallt. In der 7. Klasse habe ich noch den Mut gehabt, mich zu offenbaren, aber meine erste Abfuhr bekommen. Danach habe ich es irgendwie nie wieder probiert. Aber ich habe ein Muster erkannt: Die Jungs, für die ich mich interessierte, hatten kein Interesse an mir, und umgekehrt. Aber ich habe natürlich nur auf die Modelltypen gestanden, und ich war das Pummel mit Brille. Das hat natürlich nicht so wirklich zusammengepasst. Um so überraschter war ich, dass mich auf Stayfriends mal jemand als "Sahneschnitte" betitelt hatte. Deshalb war ich immer gerne auf Partys oder in der Schuldisco Franzi's Mobile, denn dann konnte man vielleicht Schieber tanzen oder auch mal rumknutschen. Deshalb war ich auch beim Tanzkurs, aber nach dem Grundkurs habe ich mit meinem besten Kumpelfreund getanzt, der hin und wieder auch in mich verliebt war, da war es dann nix mehr mit Jungsschau. Aber trotzdem habe ich mit ihm bis zum Goldstar weitergemacht. Ich hatte auch ein paar Brieffreunde, die ich in den Ferien kennengelernt habe, aber so Fernbeziehungen haben natürlich nicht funktioniert.
Verhängnisvolle BeziehungIch war kurz vor meinem 14. Geburtstag, als ich auf einer Geburtstagparty von jemanden massiv angebaggert wurde, den ich eigentlich nicht auf dem Schirm hatte. Er hat mich dann separiert und wir haben in einer Ecke rumgeknutscht. Ich war überrascht, dass mich da jemand anscheinend gut fand. Wir haben uns dann mehr oder weniger regelmäßig getroffen, aber es war immer nur Rumknutschen. Wir waren nie im Kino oder im Michaelibad oder so, was Paare eben so machen, dachte ich. Er war auch sehr direkt und sagte, dass er mit mir schlafen wolle. Ich meinte, dass ich mit niemandem schlafe, mit dem ich nicht gehe. Also hat er mich gefragt, ob ich mit ihm gehen wolle. Geändert hat das nix. Irgendwann erfuhr ich, dass er eine große Party geplant hatte. Ich war natürlich sauer, dass er mich nicht eingeladen hat. Deshalb habe ich darauf bestanden, zu dieser Party kommen zu dürfen. Er meinte dann, dass er für mich keine Zeit hätte, weil er so viele Gäste hat, um die er sich kümmern müsse. Aber einen Schieber habe ich ihm doch abverlangt. Und nachdem etwas Alkohol im Spiel war, saß ich auf dem Thresen und er stand vor mir und umarmte mich. Die Leute waren überrascht, weil sie jetzt wussten, dass wir zusammen waren. Oder so ähnlich. Das ließ meine Hemmungen etwas sinken. Er war auch allzeit bereit und hatte immer ein Kondom griffbereit. So kam es, wie es kommen musste, und wir beiden hatten mit gut 15 Jahren gemeinsam unser erstes Mal erlebt. Leider hat er bei seinen Kumpeln damit angegeben, dass er mich endlich flachgelegt hat, weshalb ich dann in der Schule gehänselt wurde. Gemoppt würde man heute sagen. Da habe ich das erste Mal mit ihm Schluss gemacht. Und bin dann doch wieder angekrochen gekommen. Nachdem ich die Bravo/Dr. Sommer gelesen habe, war mir bewusst, dass die Pille das sicherste Verhütungsmittel war. Ich hatte aber etwas Angst davor, weil sie in dem Ruf stand, dick zu machen, was ich auf keinen Fall wollte. Aber noch viel weniger wollte ich als Teenager schwanger werden. Deshalb habe ich erneut all meinen Mut zusammengenommen und meine Mutter gefragt, wann sie denn das erste Mal mit einem Jungen geschlafen hätte, um ins Gespräch zu kommen. Sie hat gelacht, abgewunken und gesagt, da hätte ich noch viel Zeit. Da war es aber schon passiert. Und ich wusste, dass ich auf ihre Hilfe nicht zählen konnte. Ich holte mir also heimlich einen Behandlungsschein und machte einen Termin bei einem Frauenarzt. Ich war so aufgeregt, aber als ich um die Pille bat, war das überhaupt kein Problem, er stellte sofort ein Rezept aus. Wenn er gerade Besuch von Pharmareferenten gehabt hatte, bekam ich sogar die Probepackungen kostenlos. Von da an war ich etwas entspannter und konnte die weichen Lippen, die gut küssen konnten, die lockigen Haare, die ich gerne durchwuschelte, den geilen, wunderbar gebräunten Body, der immer gut roch, und den knackigen Hintern genießen. Ins Kino oder Michaelibad gingen wir trotzdem nie. Deshalb habe ich ein paar Mal wieder Schluss gemacht und doch wieder angerufen. Irgendwann war Flaute. Und ich sah ihn dann mit einer anderen im Michaelibad Händchen haltend. Warum sie? Warum nicht ich? Ich war sauer und rief ihn mal wieder an. Wir trafen uns. Und es kam, wie es kommen musste. Er betrog seine "Freundin" mit mir. Das hatte den Vorteil, dass er damit nicht mehr angeben konnte und ich damit nicht mehr gemoppt wurde. Gefallen hat es mir nicht. Aber ich konnte meine Finger nicht von ihm lassen. Ich habe meine Haare blondiert, um "ihr" ähnlicher zu sehen. Ich war regelrecht süchtig nach ihm. Jahre später habe ich das mal einem Freund erzählt, der benutzte das Wort "hörig". Das könnte schon ungefähr hinkommen.
Freundinnen wenden sich abMeine Freundinnen haben versucht, mich zu warnen. Er nutzt mich nur aus. Er wurde mal wieder im Michaelibad oder sonst wo mit einem oder zwei Mädchen gesichtet. Sie haben nicht verstanden, wieso ich nicht einfach Schluss machen konnte. Und konnten mein Gejammer nicht mehr hören. Und wandten sich von mir ab. Absolut verständlich! Einzig mein Kumpelfreund, mit dem ich im Tanzkurs war, hörte sich die ganze Scheiße immer noch an, obwohl er in mich verliebt war. Er war auch in einer Therapie und sagte einmal zu mir, dass ich auch eine Therapie gebrauchen könnte. Heute glaube ich, dass das sein Therapeut gesagt hatte. Mit Sicherheit hatte er Recht, aber ich wusste doch, was ich tat. Der Kerl hat mir ja nie etwas vorgemacht, behauptet, er würde mich lieben oder so ein Quatsch. Ich war halt nur süchtig. Ich mag das alles nicht mehrMit 17 ist dann etwas passiert, das mich nachhaltig erschüttern ließ. Plötzlich wollte ich das alles nicht mehr. Weder mit ihm, noch mit irgendeinem anderen Kerl. Ich hatte die Schnauze gehörig voll! Von Partys, von Schieber tanzen, von der Balz, von dem Typen, der mich nur ausnutzte und mir nicht gut tat. Als dieser Schalter umgelegt war, war auch meine Pubertät schlagartig vorbei. Mir war klar, dass ich wieder lernen musste, mich selbst zu lieben, so wie ich bin. Und ich war keine Geliebte, keine Nymphomanin, keine Gespielin. Ich wollte die "Eine" für den "Einen" sein. Aber die Wunden würden einige Zeit brauchen, um zu heilen. Deshalb habe ich auf mich selbst aufgepasst, bin viel zum Ponyhof gefahren, ins Kino gegangen (z.B. alle Tripplefeature von Zurück in die Zukunft) und habe jede einzelne Folge Raumschiff Enterprise im ORF geschaut. Ich war das einzige Mädchen im Physik-Leistungskurs und interessierte mich fortan mehr für die Relativitätstheorie und Quantenphysik, für Computer/Informatik, für eine Handvoll guter Freunde. Keine Diäten mehr, kein jemandem gefallen wollen. Entweder, die Leute sollten mich so nehmen, wie ich war, oder mir gestohlen bleiben.
Ende mit SchreckenSo ätzend diese knapp drei Jahre waren, bin ich rückblickend dankbar, dass mir soetwas als Teenager passiert ist und nicht als junge Erwachsene. Dann hätten wir vielleicht zusammen gewohnt, wären vielleicht sogar verheiratet und hätten ein Kind/Kinder. Da wäre es nicht so leicht gewesen, die Notbremse zu ziehen. Und ich habe nie angefangen, Drogen zu nehmen. Und ich bin auch nicht schwanger geworden. Insofern habe ich die Pubertät eigentlich ganz gut überstanden.
Und außerdem ist die Kack-AfD gesichert frauenfeindlich. Und wer die wählt, ist es auch.
Samstag, 3. Januar 2026 21:21Twitch-Stream: DeLoreanHeute haben wir endlich den DeLorean aufgebaut. Ich glaube, der lag drei Jahre rum. Florian hatte ihn damals nur gekauft, weil er günstiger war mit dem eingedellten Karton, aber je mehr wir zusammen gebaut haben, desto verliebter wurde ich. Außerdem hat Florian beim Steindrucker das TimeMachine-Set und das Hoverboard geholt. Ich war wieder Marty McFly und Florian hat das "Flux Capacitor" Shirt und einen weißen Kittel angehabt, bevor uns langsam zu warm wurde. Am Ende konnte man entscheiden, aus welchem Film man den DeLorean bauen möchte. Erst hatte ich die Idee, dass wir erst Variante 1 bauen und dann jährlich ändern, aber dann haben wir uns doch für Variante 2 entschieden, aber mit dem Outatime-Licenceplate statt dem Strichcode. Ich habe sogar ein wenig gesungen, nachdem HäkelHäger getextet hat. Wir haben noch ein paar tolle Sachen erwähnt:
Samstag, 9. März 2024 23:59Alexander Krist im Kristelli-Theater - Worlds Greatest Magic 2.0Mama hatte uns zu Weihnachten Karten für Alexander Krist geschenkt. Heute haben wir dann die Show im Kristelli-Theater angeschaut. Es war gigantisch, mit tollen Illusionen angelehnt an den Klassiker "die zersägte Jungfrau". Alexander Krist ist ein Virtuose mit dem Zauberwürfel, das war unglauglich beeindruckend. Die Show war auch eine Zeitreise in die 80iger. Als die Musik von "Zurück in die Zukunft" erklang, war das Gänsehaut pur. Es gab zwei Showteile, bei denen das Publikum involviert war (abgesehen von den Kindern, die hin und wieder als Helfer auf der Bühne waren). Beim zweiten Teil bekam ich das Wurfkissen ab und saß dann auch mit fünf weiteren Gästen auf einem Barhocker auf der Bühne. Das war schon sehr beeindruckend. Deutsches Publikum rätselt wohl immer, wie das alles sein kann, statt einfach nur die Illusion zu genießen. Da gehören wir eindeutig auch dazu. Aber es ist einfach alles so perfekt gemacht, dass es einfach nur verblüfft. Großartig! Und lustig! Und mal wieder ein großartiges Erlebnis! Am Ende der Show durften wir uns sogar für ein Selfie in seinen DeLorean setzen. Damit hat er sich 2017 einen Traum verwirklicht. Er hat sogar TÜV und darf auf der Straße gefahren werden. Sogar mit Flux-Kompensator und Mr. Fusion. Was für ein Prachtstück! Beim anschließenden Foto-Shooting und Autogrammschreiben hat Alexander noch erzählt, dass Christian Münch inzwischen bis auf ein paar Cameo-Auftritte keine Shows mehr macht, sondern sich um die Finanzen und Verwaltung kümmert. Ein großartiges Team! Ich möchte gar keinen eigenen haben, weil man da auch den Platz und das Geld für den Unterhalt bräuchte. Mir reichen meine DeLoreans von Metal Earth (der leider noch nicht fertig ist), von Hot Wheels, Lego (auch noch nicht aufgebaut), Playmobil und Welly. Aber eines Tages erfülle ich mir den Traum, und miete mir mal einen DeLorean.
Update 29. März 2024Beim Bayerischen Rundfunk gibt es eine sehr schöne Doku "Lebenslinien" über Alexander Krist: Der Zauberer, der an Wunder glaubt
Freitag, 26. Mai 2023 23:45FedCon 31 - Tag 1Der Tag begann in Ruhe. Ich hatte den Wecker um 8:30 Uhr gestellt. Nach dem Frühstück habe ich dann im Zimmer die First Contact Uniform angezogen und Trillpunkte aufgemalt. Der Wetterbericht meinte, dass Freitag der kühlste Tag ist, Samstag und Sonntag werden sommerlich warm, da wollte ich dann nicht mit Uniform rumlaufen. Dann waren wir erst einmal im Händlerraum. Nachdem es dieses Jahr wohl sehr viele Anmeldungen gab von Leuten, die noch nie auf einer FedCon waren, könnte sich das positiv auf die Händler auswirken, dass auch wieder mehr gekauft wird. 13:00 Uhr war dann der erste Pflichtprogrammpunkt Hubert Zitt. Theoretisch wäre das ein Vortrag gewesen, der schon einmal gezeigt wurde: "Star Trek - nochmal nachgerechnet", aber es entwickelte sich sensationell anders. Dr. Dr. Gert Mittring kann extrem gut kopfrechnen und war deshalb eine Bereicherung, die uns alle ins Staunen versetzt hat. Er hatte heute Geburtstag, weshalb wir ihm ein Ständchen auf klingonisch sangen. Und er hatte heute Vormittag geheiratet, weshalb er so schick angezogen war, und bat seine Braut kurz auf die Bühne. Hubert warf drei Bälle ins Publikum und die Leute durften sich drei- bis vierstellige Zahlen ausdenken, die er dann mit 3, 5 und ich glaube 13 potenzierte. Und Gert rechnete die jeweilige Wurzel im Kopf aus, schneller als das Publikum mit dem wissenschaftlichen Taschenrechner auf dem Handy (der bei der letzten Zahl auch nicht mehr genug Stellen hatte). Das war sehr beeindruckend. Auf der Bühne war auch unser Tom vom LGT. 14:00 Uhr waren wir dann im LGT-Studio, als über die Doku "Still Michael J. Fox" (bei Sekunde 11 bin ich kurz zu sehen) gesprochen wurde. Als großer Fan von Zurück in die Zukunft hat mich sein Umgang mit seiner Parkinson-Erkrankung sehr berührt. Vielleicht holen wir uns über den Weihnachtsurlaub mal einen Monat Apple+, um das anzusehen und auch "For all mankind". Am Perry Rhodan Stand habe ich dann einen Korb mit Gummibärchentütchen entdeckt und direkt gefragt, ob er von Christina sei. Er war es :-) Schöne Grüße von Sabine (ich hoffe, ich habe mir den Namen richtig gemerkt). Anschließend 15:00 Uhr waren wir wieder in Raum Beethoven bei Bettina Wurche, die über die Wissenschaft (insbesondere Biologie) hinter Avatar sprach. Ich bin gespannt, wann wir den Film endlich auf Disney+ sehen können. Im Kino waren wir nicht. Sie hat auch viel über den erbärmlichen Zustand unseres Meeres gesprochen. Ich wusste nicht, dass der Walfang nicht die größte Bedrohung der Wale ist. Der Beifang und die Geisternetze sind eine viel größere Bedrohung. Und die Verschmutzung durch Umweltgifte, die auch dazu geführt hat, dass eine Orca-Familie steril geworden ist und seit 30 Jahren keinen Nachwuchs mehr hat. Dann hatten wir Zeit, unseren Buffet-Voucher einzulösen, da das Buffet ab 15:30 Uhr geöffnet hatte. Ich habe wieder genügend vegetarische Alternativen gefunden, um satt zu werden. Und der warme Erdbeercrumblenachtisch war göttlich! 17:00 Uhr war der nächste Pflichttermin: ESA Human Spaceflight. Astronauten müssen Englisch und Russisch können. Das hatte Nora auch schonmal auf dem Trekdinner gesagt. Ich muss sie mal fragen, ob das nur sprechen oder auch lesen/schreiben ist. 18:15 Uhr mit etwas Verspätung startete dann die Opening Ceremony, für die wir in den Hauptsaal wechseln mussten. Insofern war uns die Programmverschiebung ganz recht. Dort blieben wir dann auch sitzen und haben noch die beiden anschließenden Panels mit George Takei und Amanda Tapping & Richard Dean Anderson angeschaut. George Takei hat von seinem Musical Allegiance erzählt, das derzeit in London aufgeführt wird. Thema ist Pearl Harbor und die Internierung der Japaner bzw. deren Nachfahren in den USA. Er selbst hat mit seiner Familie drei Jahre in einem solchen Lager gelebt seit er fünf Jahre alt gewesen war. Sulu ist eigentlich nicht japanisch, sondern der Name eines Meeres, das China, Japan und Korea berührt. Auf diese Weise konnte Roddenberry alle Asiaten repräsentieren. Hikaru bedeutet "The shiny one". Amanda Tapping ist großartig. Richard Dean Anderson wirkte neben ihr etwas verwirrt, vielleicht litt er noch am Jet Lag. Aber er hat tolle Haare und war wieder etwas schlanker als in der Zeit, als er Cortison nehmen musste, als wir ihn das letzte (oder vorletzte?) Mal gesehen haben. Er hat erzählt, dass Paul Watson nicht mehr bei Sea Shepherd ist. Er war zu aggressiv und hat durch seine Manöver (Schiffe rammen) auch Menschenleben gefährdet. Deshalb hatte ich die Arbeit von Sea Shepherd bisher nicht unterstützt, weil ich nicht denke, dass der Zweck alle Mittel heiligt. Wegen seiner Aggressivität möchte auch Greenpeace nichts mit Paul Watson zu tun haben. Deshalb muss meiner Ansicht nach auch die Letzte Generation aufpassen, hier keine rote Linie zu überschreiten. Sie als Kriminelle Vereinigung ohne richterliches Urteil zu bezeichnen ist jedoch Unsinn. Ich wünschte, die Exekutive wäre in dieser Form auch gegen die NSU vorgegangen. Aber vielleicht findet hier auch gerade ein Umdenken statt, wie der Erfolg gegen die Reichsbürger-Szene gezeigt hat. Die Party hat uns nicht interessiert, wir saßen lieber draußen hinter den Food Trucks. Kurz vor 23:00 Uhr flog die ISS über uns hinweg. Die ist richtig schnell und bei dem schönen, klaren Himmel konnte man sie gut sehen. Wir haben uns toll mit Sascha unterhalten, Elektroniker und auch Ferngesprächs-Fan, der uns über die modernen Windräder und Solaranlagen erzählte.
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